Von der Theorie in die Praxis: Wie beurteilen Lehramtsabsolvent_innen rückblickend ihr Studium?

Dienstag, 15. Mai 2018 | Autor/in: , und 

Die Befragung der Absolventinnen und Absolventen der Universität Freiburg findet in regelmäßigen Abständen statt, zuletzt im Herbst 2012, 2015 und 2017. Sie ermöglicht es, von ehemaligen Studierenden zu erfahren, wie die Beschäftigungssuche verlief, welche Beschäftigung derzeit ausgeübt wird und ob das Studium zum Erfolg im Berufsleben beigetragen hat. In diesem Artikel werden nun einige Ergebnisse von Lehramtsabsolvent_innen präsentiert.

Foto: Joachim Hirschfeld

An der Befragung der Absolvent_innen 2017 nahmen 113 ehemalige Lehramtsstudierende (Staatsexamen) teil. Dies entspricht einem Viertel aller angeschriebenen Lehramtsabsolvent_innen des Prüfungsjahrs 2016.

Für knapp 40 % der heutigen Lehramtsabsolvent_innen war das Profil ihres jeweiligen Studiengangs wichtig oder gar sehr wichtig für die Entscheidung, ein Studium genau an der Universität Freiburg aufzunehmen. Die Erwartungen der Lehramtsabsolvent_innen wurden offenkundig übertroffen, denn gut drei von vier sind aus heutiger Sicht zufrieden (55 %) oder sehr zufrieden (22 %) mit ihrem Studium an der Universität Freiburg.

Bezüglich der inhaltlichen Verknüpfungen zwischen den Lehrveranstaltungen aus den Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften weisen die Antworten der Lehramtsabsolvent_innen auf Verbesserungspotential hin. Mehrheitlich werden weder zwischen fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Studienanteilen noch zwischen Fachdidaktik und Bildungswissenschaft oder zwischen fach- und bildungswissenschaftlichen Veranstaltungen inhaltliche Verbindungen erkannt. Besonders die letztgenannte Verknüpfung zwischen Fachwissenschaften und Bildungswissenschaften wird hierbei kritisiert. Die Befragten bewerten die Vermittlung von Inhalten der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Ausbildung für das 1. Hauptfach im Vergleich zum 2. Hauptfach als relevanter. Tendenziell schätzen die Befragungsteilnehmer_innen den Anteil an Fachdidaktik, Bildungswissenschaft und Schulpraxis im Studium als eher zu gering und den Anteil an Fachwissenschaft als eher zu hoch ein.

In der zusammenfassenden Betrachtung geben die Lehramtsabsolvent_innen an, dass die praxis- und berufsbezogenen Elemente des Studiums nur mäßig auf das Berufsleben vorbereiten. Dennoch ist eine deutliche Mehrheit der Lehramtsabsolvent_innen mit der beruflichen Situation, in der sie sich ca. ein Jahr bis anderthalb Jahre nach Studienabschluss befinden, zufrieden (siehe Grafik).

Es bleibt abzuwarten, wie sich die erste Abschlusskohorte des polyvalenten 2-Hauptfächer-Bachelor mit Lehramtsoption und anschließendem Master of Education bezüglich ihrer Zufriedenheit äußert. Die Reformierung des Lehramtsstudiums könnte Verbesserungen bezüglich der Vorbereitungen auf das Berufsleben mit sich bringen. Weitere Informationen zur Befragung der Absolventinnen und Absolventen 2017 finden Sie auf der Homepage (www.uni-freiburg.de/go/abs).

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Aktuell laufende Befragungen – Teilnahme immer noch möglich!

Mittwoch, 14. Februar 2018 | Autor/in: , und 

Befragung der Absolventinnen und Absolventen
und Befragung der Exmatrikulierten

Beginn der Feldphase

Im November 2017 begann die Feldphase der Befragung der Absolventinnen und Absolventen sowie der Befragung der Exmatrikulierten. Beide Befragungen sind Teil der Qualitätsmanagementprozesse der Uni Freiburg. Die Ergebnisse sollen Anreize für Änderungen und Verbesserungen im Bereich Studium und Lehre seitens der Universität geben. Dennoch unterscheiden sich die Befragungen in ihrer Zielgruppe und ihrem inhaltlichen Fokus: Die Befragung der Absolventinnen und Absolventen richtet sich an Studierende, die ihr Studium an der Universität Freiburg im akademischen Jahr 2015/2016 erfolgreich abgeschlossen haben und sich nun primär im Beruf oder weiterführenden Studium befinden.
Die Befragung der Absolventinnen und Absolventen beschäftigt sich mit Themen wie allgemeiner Zufriedenheit im Studium, Auslandsaufenthalten, aktueller beruflicher Situation sowie Kompetenzanforderungen im Studium. Die Befragung der Exmatrikulierten thematisiert hauptsächlich die Gründe für den Abbruch des Studiums oder Studienfachwechsels sowie die Nutzung von Beratungs- und Serviceangeboten an der Universität Freiburg. Sie wird dieses Jahr erstmals als Pilotprojekt durchgeführt und richtet sich an (ehemalige) Studierende, die sich aufgrund eines Wechsels oder Studienabbruchs im Zeitraum zwischen Oktober 2016 und Oktober 2017 exmatrikuliert oder einen Antrag auf Fachwechsel gestellt haben. An beiden Befragungen können die persönlich eingeladenen (ehemaligen) Studierenden noch bis Februar 2018 teilnehmen.

Befragung der Absolventinnen und Absolventen

An der Befragung der Absolventinnen und Absolventen beteiligten sich bisher bereits fast 900 ehemalige Studierende. Sie konnten ihre Meinung zu verschiedenen Themen abgeben, eine Teilnahme ist nach wie vor über einen personalisierten Link, der per Mail an die Absolventinnen und Absolventen verschickt wurde, möglich.
Ein Thema in der Befragung ist unter anderem, ob die Ehemaligen in Regelstudienzeit studiert haben, und wenn nein, was die Gründe für die Abweichung waren. Das können beispielsweise Abschlussarbeiten, Erwerbstätigkeit und Auslandsaufenthalte sein. Wie lange gehen Studierende eigentlich im Schnitt ins Ausland? Und welche Gründe haben Studierende, nicht ins Ausland zu gehen?
Weiterhin sind die allgemeine Zufriedenheit mit dem Studium an der Uni Freiburg und die aktuelle berufliche Situation wichtige Themen. Zum einen ist es von Interesse, in welchem Sektor die Absolventinnen und Absolventen nun tätig sind und ob sie sich in einem befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnis befinden; zum anderen, welche Art von Tätigkeit sie ausüben und in welchem Berufsfeld sie arbeiten. Auch wird gefragt, welche Kompetenzen im jetzigen Beruf hauptsächlich gefordert sind und über welche Kompetenzen man nach dem Studium verfügte beziehungsweise ob die im Studium erworbenen Kompetenzen überhaupt verwendet werden. In Kombination mit Fragen zur allgemeinen Zufriedenheit mit der beruflichen Situation und zum Abschlussniveau können so später Aussagen darüber getroffen werden, inwieweit das Studium laut der Meinung der Befragten zum späteren beruflichen Erfolg beigetragen hat.

Befragung der Exmatrikulierten

Es haben bereits mehr als 300 StudienwechslerInnen sowie StudienabbrecherInnen an der Befragung der Exmatrikulierten teilgenommen und auch hier ist noch immer eine Teilnahme möglich! Dies geht online (potenzielle Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben einen Link per Mail bekommen) oder im Papierformat im Studierendensekretariat (Service Center Studium). Im Fokus der Befragung stehen überwiegend Gründe, die zu der Entscheidung geführt haben, das Studium abzubrechen oder den Studiengang zu wechseln. Wurde diese Entscheidung als belastend empfunden? Auch ist von Interesse, wie sich die (ehemaligen) Studierenden im Vorfeld über ihr Studium informiert haben und wie hilfreich die unterschiedlichen Informationskanäle waren. Die Betreuungs- und Beratungsangebote der Universität Freiburg sind ebenfalls ein wichtiges Thema bei der Befragung der Exmatrikulierten. Um Beratungsangebote nutzen zu können, müssen diese den Studierenden bekannt sein. Deshalb gibt es die Möglichkeit, bei den einzelnen Angeboten anzugeben, ob man diese kennt und wenn ja, ob sie bereits in Anspruch genommen wurden.

Weitere Informationen

Beide Befragungen befinden sich aktuell noch bis Ende Februar in der Feldphase. Ausführliche Ergebnisberichte, wenn aufgrund der Fallzahlen möglich auch auf Fachebene, werden zum Sommer erstellt.
In einem Beitrag von UniCross geht das Team der Zentralen Befragungen sowohl genauer auf die Auswertung als auch darauf ein, dass für die Befragung der Exmatrikulierten wohl eine qualitative Analyse der ausführlichen Freitextkommentare zu erwarten ist. Der Artikel findet sich unter folgendem Link: https://www.unicross.uni-freiburg.de/2018/02/meinung-sagen/.
Weitere Informationen und Anregungen erhalten Sie beim Team der Zentralen Befragungen (befragung@uni-freiburg.de) oder auf der Homepage www.uni-freiburg.de/go/befragungen).

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Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden: Auswertung der 21. Sozialerhebung für den Hochschulstandort Freiburg

Dienstag, 28. November 2017 | Autor/in: , und 

Die Sozialerhebung ist eine Langzeituntersuchung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage Studierender in Deutschland. Sie wird alle drei Jahre vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Verbund mit dem Deutschen Studentenwerk und mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt. Die aktuelle 21. Erhebung fand im Sommersemester 2016 statt, im Sommer dieses Jahres wurden die Ergebnisse veröffentlicht.[1] Für die Universität Freiburg liegt ein gesonderter Bericht vor.[2] 335 Studierende aus Freiburg haben sich an der Sozialerhebung beteiligt, es nahmen 174 Frauen und 158 Männer teil[3], die sich in Bachelor-, Staatsexamens-, und Masterstudiengängen befinden. 95% der befragten Studierenden besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Sozialerhebung zielt auf die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden, wozu u.a. die Wohnsituation, die Finanzierung des Lebensunterhalts, aber auch die Essgewohnheiten gehören.

Der Wohnungsmarkt in Freiburg gehört deutschlandweit zu den angespanntesten. Von den Studierenden, die die langwierige Suche hinter sich haben, wohnen mehr als vier Fünftel direkt am Hochschulort. Die häufigste Wohnform bilden hierbei die Wohngemeinschaften (35%). Ebenso viele Studierende wohnen gemeinsam mit ihrem bzw. ihrer Partner_in (18%) oder allein (17%) in einer eigenen Wohnung. Jeder Fünfte gibt an, in einem studentischen Wohnheim zu leben. 

Abb.1: Wohnform der Studierenden am Hochschulort (Auszählung Uni Freiburg)

Die Entscheidung für die gewählte Wohnsituation wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. In Freiburg sind die wichtigsten Entscheidungsgründe die Nähe zur Hochschule (64%), eine angemessene Größe des Wohnraums (64%), eine gute Verkehrsanbindung (59%) sowie eine günstige Miete (55%). Nicht unterschätzt werden darf die brisante Situation am Freiburger Wohnungsmarkt, die den Auswahlrahmen der Studierenden merklich einschränkt: 45% stimmen der Aussage zu, sie hätten letztlich nichts anderes gefunden – im Bundesschnitt äußert sich nur jeder Vierte entsprechend.

Abb. 2: Gründe für gegenwärtige Wohnsituation (Auszählung Uni Freiburg)

Die Wohnsituation wird – erkennbar an der überdurchschnittlichen Zustimmung zum Einfluss des Mietpreises (35% stimmen „voll und ganz zu“) – auch durch die finanzielle Ausstattung der Studierenden determiniert. Die Sozialerhebung erfasst daher Art und Höhe der Einnahmen[4], mit denen Studierende ihre Lebenshaltungskosten bestreiten. Den Freiburger Studierenden stehen durchschnittlich 953 € im Monat zur Verfügung, etwas mehr als der deutschlandweite Mittelwert (918 €). Der größte Teil der Studierenden wird finanziell durch die Eltern unterstützt (92%), die in barer und/oder unbarer Form durchschnittlich 628 EUR im Monat an ihre Kinder weitergeben. Knapp zwei Drittel der Studierenden (63%) haben einen eignen Verdienst aus Tätigkeiten während des Studiums und erwirtschaften auf diese Weise durchschnittlich 328 EUR pro Monat. Für viele Studierende besteht eine typische Woche während der Vorlesungszeit damit nicht nur aus wissenschaftlicher Lektüre, Forschung und Diskussion, sondern auch aus durchschnittlich 7 Stunden Erwerbsarbeit. Auffällig ist der Verdienstunterschied zwischen den Geschlechtern: Studenten erhalten im Schnitt 100 EUR mehr im Monat als Studentinnen.

Abb. 3: Inanspruchnahme von Finanzierungsquellen (Auszählung Uni Freiburg)

Die Lebenshaltungs- und Studienkosten der Studierenden sind ein weiterer Betrachtungsgegenstand der Sozialerhebung. Den mit Abstand höchsten monatlichen Betrag wenden Freiburger Studierende für Miete einschließlich Nebenkosten auf, die Mietausgaben belasten die Studierenden im Schnitt mit 352 EUR pro Monat. Damit liegt Freiburg auf dem 11. Platz der deutschlandweiten Rangfolge der Hochschulstädte nach Höhe der monatlichen Ausgaben für Miete und Nebenkosten.[5] Auf die Mietausgaben folgen an zweiter Stelle die Ausgaben für Ernährung, in die die Freiburger Studierenden im Mittel 193 EUR pro Monat investieren. Direkt mit dem Studium hängen die Ausgaben für Lernmittel zusammen, die durchschnittlich 21 EUR betragen.

Abb. 4: Ausgewählte Ausgabepositionen (Auszählung Uni Freiburg)

Der Großteil der Freiburger Studierenden scheint mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln zurecht zu kommen: Sieben von zehn Befragten geben an, dass die Finanzierung ihres Lebensunterhalts während des Studiums sichergestellt sei (71%); drei Viertel der Befragten äußern, sie verfügten über ausreichend finanzielle Mittel, um ihre monatlichen Ausgaben zu decken (75%). Dessen ungeachtet sei auch auf die 15% der Freiburger Studierenden verwiesen, die anführen, zurzeit finanzielle Schwierigkeiten zu haben. Die Auswertung der bundesweiten Ergebnisse der Sozialerhebung zeigt, dass sich die Bewertung der finanziellen Situation in Abhängigkeit des höchsten Bildungsstands der Eltern erheblich unterscheidet. So offenbart beispielweise der Zustimmungsgrad zur Aussage, die Finanzierung des Lebensunterhalts während des Stu­diums sei sichergestellt, „merkliche herkunftsspezifische Differenzen“[6]: Während Studierende aus einem niedrig gebildeten Elternhaus ihre Finanzierungssituation zu 51% als gesichert bewerten, gilt dies für Studierende der Herkunftsgruppe „hoch“ zu 81%.

Das Budget, das die Studierenden für Ernährung ausgeben, fließt in Teilen in das Angebot der verschiedenen Mensen in Freiburg. Vier von fünf Studierenden (81%) geben an, die Mensa im Laufe einer typischen Woche während des Semesters zu nutzen. Die Hälfte der Mensagänger und Mensagängerinnen können dabei als Stammgäste gelten, nehmen sie doch mindestens drei Mittagsmahlzeiten in der Woche in einer der Mensen zu sich. Die Freiburger Mensen überzeugen die Studierenden vor allem durch das Preis-Leistungs-Verhältnis: 77% sind damit (sehr) zufrieden, im bundesweiten Schnitt antworten nur 63% entsprechend. Knapp die Hälfte der Studierende (48%) stellt die Auswahl- und Kombinationsmöglichkeiten der Mensagerichte positiv heraus. Dem Mensen oft anhaftenden (Vor-)Urteil, geschmacklich ausbaufähig zu sein, kann sich eine relative Mehrheit der Freiburger Studierenden nicht anschließen: 43% sind (sehr) zufrieden mit dem Geschmack des Essensangebots der Mensen.

Abb. 5: Zufriedenheit mit Aspekten des Mensaangebots (Auszählung Uni Freiburg)

Den „grünen Ruf“, der Freiburg und seinen Studierenden nachgesagt wird, kann die Sozialerhebung bestätigen. Ein Drittel der Studierenden ist vegetarisch orientiert (34%), worunter auch das Fünftel der Freiburger Studierenden fällt, das sich voll und ganz vegetarisch ernährt (20%). Weiter bleibt sich die „Fahrradstadt Freiburg“ auch in der Sozialerhebung treu: Für den Weg zwischen Wohnung und Universität nehmen im Sommer 60%, im Winter immerhin noch 42% das Rad. Bemerkenswert ist die Fahrradquote nicht nur absolut, sondern auch im bundesweiten Vergleich: Deutschlandweit ist der Anteil der Rad fahrenden Studierenden im Sommer nur halb so groß (31%) wie in Freiburg und umfasst im Winter gerade einmal 14% der Studierenden.

Weitere Ergebnisse und Hintergründe der Sozialerhebung können hier eingesehen werden:

Das Team der Zentralen Befragungen der Universität Freiburg ist für verschiedene hochschulweite Befragungsprojekte, wie die Befragung der Studierenden und die Befragung der Absolventinnen und Absolventen[7], verantwortlich. Kontakt zur Abteilung sowie weitere Informationen zu den Befragungen unter: www.uni-freiburg.de/go/befragungen.

 

Quellen:

[1] Middendorff, E., Apolinarski, B., Becker, K., Bornkessel, P., Brandt, T., Heißenberg, S. & Poskowsky, J. (2017). Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2016. 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks – durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Berlin: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

[2] Diesselben (FN 1), Randauszählung zur 21. Sozialerhebung für deutsche und bildungsinländische Studierende für die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.

[3] Differenzierung nach Geschlecht: Die Antwortoption „möchte/kann mich keinem der beiden Geschlechter zuordnen“ wird aufgrund zu geringer Fallzahlen nicht ausgewiesen. Entsprechend errechnet sich aus den Fallzahlen für die Antwortoptionen „weiblich“ und „männlich“ nicht die Gesamtfallzahl.

[4] Um nun die Einnahmesituation der Studierenden anhand vergleichbarer Kennziffern darstellen zu können, werden ausschließlich Studierende in die Analyse einbezogen, die alleine wohnen bzw. wirtschaften und hinsichtlich ihrer Studiensituation miteinander vergleichbar sind. Vgl. Middendorff, E. et al. (FN 1), S. 39.

[5] Vgl. Middendorff, E. et al. (FN 1), S. 51. Die 21. Sozialerhebung weist Hochschulstandorte mit Angaben von mindestens 100 Studierenden und einer Einwohnerzahl >10.000 aus, in der Summe 60 Hochschulstandorte.

[6] Für Zitat und Daten vgl. Middendorff, E. et al. (FN 1), S. 47.

[7] Die Befragung der Absolventinnen und Absolventen befindet sich derzeit in der Feldphase (November 2017 bis Februar 2018). Informationen zur Absolvent_innenbefragung unter http://blog.lehrentwicklung.uni-freiburg.de/2017/11/befragung-der-absolventinnen-und-absolventen-im-verbundprojekt-baden-wuerttembergische-absolventenstudie/.

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Befragung der Absolventinnen und Absolventen im Verbundprojekt „Baden-Württembergische Absolventenstudie“

Dienstag, 14. November 2017 | Autor/in: und 

Der berufliche Verbleib der Absolventen und Absolventinnen ist von großem Interesse sowohl für die Hochschulforschung als auch für jede einzelne Hochschule. Insbesondere die Intensivierung der Qualitätssicherungs- bzw. Qualitätsmanagementmaßnahmen der Hochschulen führte zu einer stärkeren Fokussierung auf die Situation der Absolventinnen und Absolventen, fordert doch beispielsweise der Akkreditierungsrat in den Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen u.a. „Untersuchungen (…) des Absolventenverbleibs“[1]. Die Befragungen der Absolventinnen und Absolventen nehmen entsprechend die ehemaligen Studierenden in den Blick, um (neben weiterem) zu erfahren, welcher Beschäftigung sie nachgehen und inwieweit das Studium aus eigener Perspektive zum Erfolg im Berufsleben beigetragen hat.

Im Jahr 2013 gaben fünf Universitäten des Landes den Anstoß für das Kooperationsprojekt „Baden-Württembergische Absolventenstudie“, seit dem Sommer 2017 nehmen alle neun baden-württembergischen Universitäten (vgl. Tab. 1) an dem Verbund teil. Die Hochschulen befragen ihre Absolventinnen und Absolventen mit dem Ziel der Gewinnung derjenigen Informationen, die die Regelkreise der jeweiligen Qualitätsmanagementsysteme erfordern. Dafür wird ein gemeinsam abgestimmtes Fragebogeninstrument genutzt; die Verantwortung für Fragebogenprogrammierung und Umfragedurchführung obliegt auch im Verbundprojekt weiterhin der jeweiligen Hochschule. Nach Abschluss der einzelnen Erhebungsphasen ermöglicht die Kooperation ein Benchmarking im baden-württembergischen Universitätsraum.

 

 

 

 

 

 

Tab. 1: Beteiligte Hochschulen der „Baden-Württembergischen Absolventenstudie“

Die Universität Freiburg befragt ihre Absolventinnen und Absolventen seit 2012. Verantwortlich für die Organisation ist die Abteilung Lehrentwicklung. Die vergangenen beiden Absolvent_innenbefragungen der Jahre 2012 und 2015 wurden in Zusammenarbeit mit dem INCHER (Kassel) durchgeführt. Zur Nutzung inhaltlicher und technischer Synergieeffekte sowie von Vergleichsdaten naher Hochschulstandorte partizipiert die Universität Freiburg seit diesem Jahr an der Absolventinnen- und Absolventenbefragung Baden-Württembergs. Dabei gilt es, Kernkriterien und für interne Qualitätssicherungsprozesse relevante Fragebogeninhalte aus den Vorjahren weiterzuführen und um den Mantelfragebogen des Verbunds zu ergänzen.

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 1: Freiburger AbsolvEnte

Zu den zentralen Themen des Fragebogens gehören die Situation der Absolventinnen und Absolventen nach dem Studienabschluss sowie die derzeitige Beschäftigungssituation. Ebenfalls wird die Adäquanz von Studium und Beruf abgebildet. Darüber hinaus enthält der Fragebogen Aspekte zur retrospektiven Bewertung des Studiums. Es werden sowohl Fragen zur Ausstattung als auch zur Bewertung der Studienorganisation und zu den Lerninhalten gestellt. Dargelegt wird, wie zufrieden die Absolventinnen und Absolventen mit der Wahl ihres Studienfaches und mit ihrem Studium an der Universität Freiburg waren (vgl. Abb. 2).

 

 

 

Abb. 2: Zufriedenheit mit dem Studium (Quelle: Absolvent_innenbefragungen 2015 und 2012)

Im November 2017 ist – nun erstmals im baden-württembergischen Verbund – die aktuelle Erhebungswelle gestartet, die die Absolventinnen und Absolventen anspricht, die vor 1-1,5 Jahren das Studium abgeschlossen haben. Die Befragung wird bis Februar 2018 laufen. Zusätzlich und mit einem ähnlichen Zeitrahmen wird eine speziell entwickelte Befragung der Abbrecherinnen und Abbrecher bzw. der Studiengangswechslerinnen und -wechsler durchgeführt. Beide Erhebungen zählen neben der Befragung der Studierenden und der Studienanfängerinnen und Studienanfänger zu den Zentralen Befragungen der Universität Freiburg. Die Einladungen zur Teilnahme an den Befragungen erfolgen per Mail mit personalisiertem Zugangslink zur On-linebefragung. Die Fragebögen sind sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache abrufbar. Eine SSL-Verschlüsselung garantiert, dass die Onlineübertragung der Daten geschützt wird. Die Ergebnisse der Befragungen dürfen nur in anonymisierter Form veröffentlicht werden.

Weitere Informationen können der Homepage der Zentralen Befragungen entnommen werden (uni-freiburg.de/go/befragungen).

[1] Akkreditierungsrat (2013): Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung, Drs. AR 20/2013, Bonn, S. 13.

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Die Fachschaft – eine Institution, die in deinem Fach vieles schafft

Montag, 29. Mai 2017 | Autor/in: , und 

Über das reine Angebot an Lehrveranstaltungen hinaus bieten die Fachschaften in den verschiedenen Fächern den Studierenden Möglichkeiten zum hochschulpolitischen Engagement, Diskussionsrunden oder weiterführende Vorträge an. Die Fachschaften können damit zu einer Erweiterung und Steigerung der Qualität der Lehre und des Lehrangebots an der Universität beitragen. In der Studierendenbefragung 2016 wurden die Studierenden um eine Einschätzung der Fachschaftsarbeit gebeten. Diese Einschätzungen werden hier in die Fachschaftsarbeit während des Semesters und in die Vertretungsfunktion der Fachschaft für die Studierenden aufgeteilt.

 

Fachschaftsarbeit während des Semesters                                       

Im ersten Semester ist für die Studienanfänger_innen vieles neu: Freiburg mit seinen Bächle und Gässle, die Universität mit ihren (manchmal) hogwartsähnlichen Gängen und natürlich die Kommilitonen und Kommilitoninnen, die vielleicht zu Freunden und Freundinnen fürs Leben werden. Um deswegen nicht schon in den ersten Wochen den Kopf zu verlieren, bieten die Fachschaften eine Ersti-Betreuung an. Vier von fünf der befragten Studierenden (Quelle: Zentrale Befragung der Studierenden aus dem Sommersemester 2016 (www. uni-freiburg.de/go/stu) empfanden diese Angebote als (sehr) gut. Dies spricht zum einen für die Qualität der Betreuungsangebote durch die Fachschaft, zum anderen aber auch für einen solchen Bedarf, wird doch die Erstsemesterbetreuung in jedem Jahr aufs Neue sehr stark nachgefragt (siehe Abb. 1).

Abb. 1: Studierendenbefragungen 2016, Fragen 3.23, 3.25, 3.28: In welchem Bereich haben Sie die Arbeit Ihrer Fachschaft bereits in Anspruch genommen? Wie bewerten Sie die Arbeit Ihrer Fachschaft in diesen Bereichen?

Neben der einführenden Betreuung veranstalten die Fachschaften regelmäßig Fachschaftspartys, damit die Studienanfänger_innen (und auch alle höheren Semester) ins Freiburger Nachtleben eintauchen können. Dreiviertel der befragten Studierenden und Partygänger_innen erfuhren diese Partys als (sehr) gut.

Eine wahre Institution in Freiburg ist der Kaffeeverkauf durch die Fachschaften. An verschiedenen Ecken an der Universität wird Kaffee gekocht, getratscht, die Welt verändert oder – insbesondere montags oder am Tag nach der Fachschaftsparty – einfach versucht, mit offenen Augen durch den Tag zu kommen. Der Kaffeeverkauf hat eine jahrzehntelange Tradition und wird von den Studierenden dankbar angenommen: Über zwei Drittel der Studierenden sind damit zufrieden und hielten das Angebot für (sehr) gut.

Nicht nur beim Kaffeetrinken verbringen einige Studierende ihre Zeit mit Reportagen, Interviews und Berichten über alle Belange der Studierendenschaft: Sie lesen berta – das Magazin für die Studierendenschaft (siehe Abb.2) . Zwei von fünf befragten Studierenden halten das Magazin für (sehr) gut, jedoch bewertete es auch knapp jeder Dritte als (sehr) schlecht. Allerdings wurde die Frage nach dem Studierendenmagazin von vergleichsweise wenigen Studierenden beantwortet, was für einen geringen Bekanntheitsgrad des Magazins spricht.

Abb. 2: Studierendenbefragung 2016, Fragen 3.24, 3.30, 3.32: In welchem Bereich haben Sie die Arbeit Ihrer Fachschaft bereits in Anspruch genommen? Wie bewerten Sie die Arbeit Ihrer Fachschaft in diesen Bereichen?

Damit die Studierenden bei dem breiten Angebot an Lehrveranstaltungen nicht den Überblick verlieren und ihr Studium auch nach eigenen Interessen planen können, geben die Fachschaften ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (siehe Abb. 2) heraus. Drei von fünf befragten Studierenden bewerteten diesen Service, der nicht nur den Inhalt der Vorlesungen und Seminare beschreibt, sondern auch Empfehlungen zur Belegung, zur Literatur und wichtige Hinweise zu Studien- und Prüfungsleistungen enthält, als (sehr) gut.

Wenn der Kaffee für viele zum Überlebenselixier wird, die verschiedenen Bibliotheken gefüllt sind und die Köpfe rauchen, dann ist wieder Klausurphase. Auch hier unterstützen die Fachschaften die Studierenden. Durch Vorhalten von Altklausuren, Skripten und Übungen stehen die Fachschaften den Prüflingen zur Seite. Das wird von den Studierenden stark nachgefragt und sehr geschätzt, 70% der Studierenden empfanden die Prüfungsvorbereitung (siehe Abb. 2) als (sehr) gut.

Die Fachschaft als Vertretung der Studierenden                                 

Einführung der Studiengebühren, Inklusion, Chancengleichheit oder hochschulpolitisches Engagement: Für solche Anliegen der Studierenden sind die Fachschaften die Ansprechpartner. Denn die Fachschaft kann jedem Studierenden eine Stimme geben und vertritt die (hochschul-)politischen Anliegen der Studierendenschaft (siehe Abb.3). In Belangen der Studierendenvertretung zeigt sich ein gemischtes Meinungsbild bei den Befragten: Drei von fünf Studierenden fanden die Vertretung in hochschulpolitischen Angelegenheiten (sehr) gut, 18% bewerteten die Vertretung als (sehr) schlecht und jeder fünfte enthielt sich.

Um den Studierenden den Weg zur Fachschaftssitzung zu erleichtern, soll die die Website der Studierendenvertretung  (siehe Abb. 3) erste Informationen über Termine, Treffpunkte, politische Standpunkte und geplante Aktionen der Studierendenvertretung geben. Hiermit sind die befragten Studierenden unterschiedlich zufrieden: die Hälfte der Befragten bewertete die Website als (sehr) gut, jeder fünfte hingegen als (sehr) schlecht.

Abb. 3: Studierendenbefragung 2016, Fragen 3.29, 3.31: In welchem Bereich haben Sie die Arbeit Ihrer Fachschaft bereits in Anspruch genommen? Wie bewerten Sie die Arbeit Ihrer Fachschaft in diesen Bereichen?

Wer sich aktiv in die Hochschulpolitik einbringen oder sich über Belange der eigenen Fachschaft informieren will, hat die Möglichkeit, die Fachschaftssitzungen  (siehe Abb. 4) zu besuchen. Dort wird diskutiert, Tagesordnungspunkte besprochen oder eine Stellungnahme zu bestimmten Themen erarbeitet. Den Ertrag dieser Sitzungen ordneten drei von fünf der befragten Studierenden als (sehr) gut ein.

Außerdem haben die Fachschaften ein offenes Ohr für die Studierenden, wenn sich während des Studiums Probleme mit Dozent_innen oder Regelungen des jeweiligen Instituts oder Seminars (siehe Abb. 4) ergeben. Auch in diesen Fällen stehen die Fachschaften mit Rat und Tat zur Seite, um das Problem zu benennen und zu lösen. Knapp 60% der Studierenden sind damit zufrieden und empfanden diese Hilfe als (sehr) gut.

Abb. 4: Studierendenbefragung 2016, Fragen 3.26, 3.27: In welchem Bereich haben Sie die Arbeit Ihrer Fachschaft bereits in Anspruch genommen? Wie bewerten Sie die Arbeit Ihrer Fachschaft in diesen Bereichen?

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die Arbeit der Fachschaften in den verschiedenen Bereichen überwiegend positiv angenommen wird. Leicht unterdurchschnittlich schneiden das Magazin der Studierendenschaft, die Website der Studierendenvertretung und die Unterstützung bei Problemen mit dem Seminar ab. Besonders zufrieden sind die Studierenden dagegen mit der Ersti-Betreuung, der Versorgung mit Altklausuren und dem Kaffeeverkauf durch die Fachschaften.

Anmerkung:

Sämtliche Zahlen sind der Studierendenbefragung 2016 entnommen. Alle Werte stammen aus einer fünfstufigen Skala, die von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“ reichte.

Die kompletten Befragungsergebnisse sind auf der Homepage der Abteilung Lehrentwicklung (www.uni-freiburg.de/go/befragungen) einsehbar. Weitere Informationen können bei den Projektkoordinatorinnen Natalie Boros und Stefanie Haas (befragung@uni-freiburg.de) eingeholt werden. Die nächsten Befragungen der Studierenden sowie der Studieneingänger_innen finden im Sommersemester 2019 statt.

Weitere Ergebnisse und News zu den Befragungen auf Facebook.

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Welchen Mehrwert generieren Zentrale Befragungen?

Mittwoch, 12. April 2017 | Autor/in: , und 

In den letzten Jahren entwickelte sich ein Trend hin zu kontinuierlichen und umfassenden Befragungen der unterschiedlichen Akteure in verschiedenen universitären Bereichen. Auch an der Universität Freiburg werden durch das Team Zentrale Befragungen der Abteilung Lehrentwicklung universitätsweite Befragungen unter Einbeziehung aller Studiengänge durchgeführt. Befragungen der gesamten Studierendenschaft, der Absolvent_innen ausgewählter Abschlussjahrgänge sowie der Lehrenden wurden bereits realisiert und werden in den kommenden Jahren kontinuierlich wiederholt. Studieneingangsbefragungen wie auch Befragungen der Exmatrikulierten befinden sich in der Vorbereitung. Somit kann der gesamte Student Life Cycle abgebildet werden (siehe Abb. 1).

Abb. 1: Zentrale Befragungen der Universität Freiburg im Student-Life-Cycle

Doch welchen Nutzen haben diese Befragungen?

Die Ergebnisse werden einerseits genutzt, um Verbesserungspotenziale in den einzelnen Studiengängen aufzudecken und Veränderungen anzustoßen. Als Beispiele von vielen sind Veränderungen in den Fachbereichen Jura und Biologie zu nennen: Im Bereich Biologie fand die Einführung einer Veranstaltung zu möglichen Berufsfeldern statt, womit darauf reagiert wurde, dass Studierende das mangelnde Angebot an Career Aktivitäten kritisierten. In der juristischen Fakultät folgte eine Reform bzgl. des Schwerpunktbereichsstudiums auf die Ergebnisse der zentralen Befragungen, da hier eine Überforderung eines Teils der Studierenden ersichtlich wurde. Weitere Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung der aus den Ergebnissen gewonnenen Daten können im Blogeintrag der Abteilung Lehrentwicklung „Evaluationen bringen nichts? So wurden die Kritikpunkte aus den zentralen Befragungen bereits aufgenommen“ entnommen werden.

Andererseits wird durch die Befragungen ein zusätzlicher Mehrwert generiert, indem neben objektiven Kennzahlen wie bspw. der durchschnittlichen Abschlussnote weitere Indikatoren zur Erfassung von Qualität in Studium und Lehre erhoben werden. Gegenüber den Lehrveranstaltungsevaluationen ergibt sich der Zusatznutzen, dass Aussagen sowohl auf Universitätsebene (z.B. über zentrale Einrichtungen und Strukturen) als auch auf Ebene der einzelnen Lehreinheiten (z.B. bzgl. Curriculum und Ausstattung) getroffen werden und in das Qualitätsmanagement einfließen können. Die verschiedenen Indikatoren werden dabei nicht isoliert, sondern im Kontext als verschiedene, zu integrierende Perspektiven auf das Phänomen Qualität angesehen. So können objektive Kennzahlen mit den Informationen, die in den Befragungen gewonnenen wurden, angereichert werden, wodurch sich neue Interpretationsspielräume ergeben.

Durch die Befragung der unterschiedlichen Akteursgruppen kann zudem ein Großteil der drei hochschulrelevanten Qualitätsbereiche (Prozess-, Struktur- und Zielqualität) abgedeckt werden. Bei den verschiedenen Akteur_innen liegen aufgrund ihrer jeweiligen Rolle unterschiedliche Auffassungen zur Definition und Operationalisierung von „Qualität“ vor. Hieraus ergibt sich die Chance, alle Perspektiven im Sinne des Stakeholderansatzes einzuholen und somit neue Ansatzpunkte für Verbesserungen aufzudecken, die sich erst durch die verschiedenen Verständnisse einer qualitativ hochwertigen Lehre ergeben. Studierende können erfahrungsgemäß als Expert_innen für die Prozessqualität der Universität angesehen werden. Sie können bspw. die Studien- und Lehrorganisation, die Arbeitslast sowie Vermittlungsformen in der Lehre sehr genau beurteilen. Durch die Studieneingangsbefragungen können insbesondere das Bewerbungsverfahren sowie die Beratungsangebote im Vorfeld bewertet werden. Anhand der Exmatrikuliertenbefragungen ist bspw. ersichtlich, ob hohe Abbruchsquoten eines Studiengangs eher auf persönliche Gründe der Abbrecher_innen (z.B. Umorientierung) oder eher auf strukturelle Gründe, die einen Handlungsbedarf aufzeigen (bspw. defizitäre Studierbarkeit und Organisation des Studiengangs) zurückzuführen sind. Der Befragung von Absolvent_innen ist ein besonderer Stellenwert einzuräumen, da diese die aussagekräftigste Bewertung zur Ergebnisqualität der Universität, wie bspw. Aussagen über die Employability, d.h. darüber, wie gut Absolvent_innen nach dem Abschluss für die Berufswelt und den Arbeitsmarkt gerüstet sind, ermöglicht. Die Studienzufriedenheit kann sowohl allgemein als auch bezogen auf verschiedene Teilaspekte wie z.B. der Betreuung durch Lehrende, in allen vier Gruppen (Studieneingänger_innen, Studierende, Absolvent_innen und Exmatrikulierte) erhoben und somit über den gesamten Student Life Cycle hinweg abgebildet werden.

Um die Ergebnisse in Zukunft noch stärker zu nutzen, wird in der Abteilung Lehrentwicklung im Rahmen des Pilotprojekts „Freiburger Forum Dialogkultur“ seit 2017 ein begleiteter Folgeprozess entwickelt, der zu einer langfristigen Evaluationskultur beitragen soll. Auf zentraler Ebene wurde als Folge der Erhebungen 2014 eine Klausurtagung in Abstimmung mit der Senatskommission Studium und Lehre abgehalten, in der unerwartete Ergebnisse und Good-Practice-Beispiele vorgestellt sowie Verbesserungsmöglichkeiten angeregt wurden. Durch die Anwesenheit von Vertretern beinahe aller Fakultäten, Mitgliedern der Senatskommission für Studium und Lehre sowie der Prorektorin Frau Prof. Dr. Besters-Dilger wurde deutlich, dass die Ergebnisse von hohem Interesse für die verschiedenen am Qualitätsprozess beteiligten Akteure sind.

Weitere Informationen zu den Zentralen Befragungen erhalten Sie unter http://www.uni-freiburg.de/go/befragungen.

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Befragungsinstrumente der Abteilung Lehrentwicklung

Freitag, 31. März 2017 | Autor/in:

Die Abteilung Lehrentwicklung bearbeitet Grundsatzfragen zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre an der Universität Freiburg – so weit, so gut. Aber was bedeutet das im Detail? Um einige der zentralen Tätigkeiten der Abteilung genauer zu skizzieren, liegt nun ein Informationsblatt vor.

Neben einem Aufriss über die grundsätzlichen Zuständigkeiten des Arbeitsbereichs liegt der Fokus des Faltblatts auf den Befragungsinstrumenten, die der Universität Freiburg über die Abteilung Lehrentwicklung zur Verfügung stehen: die Zentralen Befragungen, der Zentrale Evaluationsservice und das Projekt FORUM. Das Faltblatt unterscheidet die Anwendungsbereiche, Inhalte und Ziele dieser Befragungsinstrumente klar, um einen schnellen Überblick über die Bandbreite der Verfahren zu geben. So werden sowohl die gemeinsame Stoßrichtung als auch insbesondere die spezifischen Nutzwerte der Instrumente deutlich.

Hier finden Sie das Informationsblatt!

Für weitergehende Informationen über die Abteilung Lehrentwicklung besuchen Sie gerne unsere Website.

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Evaluationen bringen nichts? So wurden die Kritikpunkte aus den zentralen Befragungen bereits aufgenommen

Freitag, 13. Mai 2016 | Autor/in: , und 

Wer davon ausgeht, dass sich das Mitmachen an der Befragung der Studierenden nicht lohnt, weil dadurch nichts bewirkt wird, liegt falsch! Die Resultate wurden sowohl auf zentraler Seite, als auch bei den Fachbereichen intensiv diskutiert und aufgezeigte Schwächen in Angriff genommen. Generell findet der Befragungsprozess in enger Abstimmung zwischen dem Rektorat und den Fachbereichen statt.

Befragungsprozess

Auf zentraler Seite wurde neben der Veröffentlichung der Ergebnisberichte durch das Befragungsteam, auch eine große Klausurtagung organisiert. Hier wurden Good-Practice-Beispiele vorgestellt, überraschende Ergebnisse berichtet und Verbesserungsvorschläge gemacht.

Weiterhin werden die Ergebnisse aus der Befragung in Strategiegesprächen des Rektorats mit den einzelnen Fakultäten aufgegriffen, um aufgezeigte Schwächen zu beheben. Auch bei Akkreditierungen und Reakkreditierungen werden die Befragungsergebnisse genutzt.

Was sich aufgrund der Ergebnisse der letzten Befragungen (Absolvent_innen 2012 und Studierende 2013) und den anschließenden Klausurtagungen mit Studiendekann_innen und Studiengangskoordinator_innen auf Seiten der Fachbereiche geändert hat, kann in diesem Beitrag in Auszügen nachgelesen werden.

Career-Aktivitäten und Statistikkurse

Die Biologiestudierenden (http://www.bio.uni-freiburg.de/) kritisierten in der letzten Befragung das geringe Angebot an Career-Aktivitäten und Berufsberatung. Daraufhin wurde gemeinsam mit der Fachschaft die Veranstaltung „B³ – Berufsfelder für Biologen“ initiiert, die seitdem jährlich am Ende des Wintersemesters angeboten wird. Weitere Veranstaltungen sind geplant.

Um gegen Defizite in Statistikkenntnissen vorzugehen, wird nun seit zwei Jahren ein Statistikkurs für diese Lehreinheit angeboten.

Es wurde auch auf Verbesserungspotential in der inhaltlichen Abstimmung zwischen den Lehrveranstaltungen und Modulen hingewiesen. In Klausursitzungen wurden daraufhin die Inhalte der Pflichtmodule im Bachelorstudiengang transparent gemacht und diskutiert, um unnötige Redundanzen und Lücken zu vermeiden.

Fächerübergreifendes Denken und entzerrte Praktika

Auch der Fachbereich Chemie (http://www.cup.uni-freiburg.de/) hat sich seine Schwachstellen, die bei der Befragung der Studierenden 2013 deutlich wurden, vorgeknüpft:

Der Bereich „Methoden und Konzepte“ wird ausgebaut und das Angebot in kleinen fachübergreifenden Seminaren erweitert, um das fächerübergreifende Denken zu fördern. Ebenso soll das ethische Verantwortungsbewusstsein durch entsprechende Vorlesungen geschult werden.

Da die Studierenden dieses Fachbereiches angaben, Schwierigkeiten mit mangelndem Freiraum zur Ausarbeitung von Wissenslücken und der Bewältigung des Stoffumfanges im Semester zu haben, wird nun frühzeitige Unterstützung durch Seminare und entsprechende Kurse angeboten.

Es wurden außerdem im ersten Semester unbenotete Kenntnisprüfungen eingeführt, um den Studierenden ohne Folgen für den weiteren Studienverlauf ihren Wissenstand aufzuzeigen.

Auch bei den Praktika wurden Änderungen vorgenommen: Die zeitlich gedrängten Praktika wurden entzerrt, zusätzliche Übungsstunden zu den Vorlesungen wurden angeboten und für die interfakultären Studiengänge wurden Einführungspraktika durchgeführt, um einheitliche Sicherheits- und allgemeine Laborkenntnisse zu Beginn der Praktika zu garantieren.

Insgesamt fanden in allen Studiengängen mehr Informationsveranstaltungen zu Organisation und Inhalten statt.

Bessere Berufsvorbereitung

Das Fach Europäische Ethnologie (https://www.eu-ethno.uni-freiburg.de/) hat nach der letzten Befragung die Möglichkeiten zur Berufsvorbereitung verbessert. Im Rahmen von Orientierungsveranstaltungen und Diskussionsrunden mit Alumni, können sich Studierende zu potentiellen Berufsfeldern informieren. In der Eingangsphase werden die Studierenden durch das Studierendenmentoring intensiver betreut.

Die Vielfalt der Lehre konnte durch eine neue Prüfungsordnung, welche mehr Wahlmöglichkeiten bei der Leistungserbringung lässt, verbessert werden. Auslandsaufenthalte ohne zeitliche Verzögerung, lassen sich nun durch noch bessere curriculare Abstimmungen leichter verwirklichen.

Ebenso wurden räumliche und technische Verbesserungen wie weitere Seminarräume und mehr Arbeitsplätze mit Computern vorgenommen.

Erweiterung der E-Learningangebote

Die juristische Fakultät (https://www.jura.uni-freiburg.de/) hat an einer Verbesserung der Formate des E-Learning gearbeitet und bietet jetzt beispielsweise einen „Examensklausurenkurs online“ an.

Zur Qualitätsverbesserung der Klausurkorrekturen tragen eine bessere Vergütung der Korrekturentlohnung und eine Schulung der Korrekturassistenten bei. Auch werden regelmäßige Studienarbeitsschulungen angeboten, um die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens besser zu vermitteln.

Durch die Eröffnung des „Examenshauses“ haben die Studierenden mehr Möglichkeiten in Kleingruppen und eigenständig zu lernen. Da viele Studierenden über Überforderungen im Schwerpunktbereichsstudium klagten, wurde hier eine Reform durchgeführt.

Vermittlung der Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens

Dem Wunsch der Studierenden der Lehreinheit Geographie (http://www.geographie.uni-freiburg.de/) nach einem erweiterten Fach- und Lehrveranstaltungsangebot im fachfremden Bereich konnte mit der Bachelorprüfungsordnung 2013 realisiert werden. Auch die Masterprüfungsordnung wird derzeit überarbeitet, um den Studierenden ein umfangreicheres Angebot zu bieten. Diese Neufassungen der Studienordnungen tragen also zur Erhöhung der Breite und Vielfalt des Lehrangebots bei.

Mehr Praxis und Informationen

Der Fachbereich der Mathematik (http://www.math.uni-freiburg.de/) ist nun dazu übergegangen, alle Vorlesungen zu evaluieren.

Auch wurden Diskussionen über den Praxisbezug des Mathematikstudiums geführt und als Folge davon, das vorgesehen Programmierpraktikum umstrukturiert.

Zudem werden die Webseiten mit den Informationen zu den Studiengängen beständig verbessert und das WLAN im Institut wurde ausgebaut.

Betreuung und Beratung

Die Studierenden des Romanischen Seminars (http://www.romanistik.uni-freiburg.de/rs-web/) berichteten über Orientierungsprobleme im Studium und sahen Verbesserungsbedarf im Bereich der individuellen Beratung. Diese Kritikpunkte wurden als Anlass für folgende Änderungen genommen:

  • Es wurde ein Studierenden-Newsletter, der über wichtige studienorganisatorische Vorgänge, aber auch über Vorträge, kulturelle Veranstaltungen mit Romanistikbezug, Praktikumsangebote und Stellenausschreibungen informiert, eingerichtet.
  • Ein Mentor_innenprogramm zur Studieneingangsphase und zur Studienausgangsphase wurde entwickelt und evaluiert. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen.
  • Auch das Vertrauensdozent_innenprogramm wurde ins Leben gerufen. Dieses Angebot ersetzt nicht die bisherige Studiengangskoordination, sondern erlaubt zusätzliche Beratungsmöglichkeiten in Form von ausführlichen Gesprächen mindestens einmal im Semester.
  • Seit dem SoSe 2016 gibt es die allgemeine Studienberatung täglich.
Größere Auswahl fachspezifischer Seminare

Die Lehreinheit VWL (http://portal.uni-freiburg.de/vwl/ ) hat die Ergebnisse der Evaluation intensiv analysiert und arbeitet aktiv daran, durch eine geeignete Wahl von Maßnahmen die Qualität der Lehre zu verbessern.

Die Studierenden äußerten zudem den Wunsch, in ihren Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens stärker gefördert zu werden. Als Maßnahmen hierfür wurde die Auswahl fachspezifischer Seminare ausgebaut und die Möglichkeit eingeräumt, ein Seminar im Bereich der berufsorientierenden Kompetenzen einzubringen.

Zur Förderung der Veranstaltungen im kleinen Kreis wurden zusätzliche freiwillige Tutorate angeboten, die den Stoff der Vorlesung nicht nur ausführlich nachbehandeln, sondern auch durch praktische Aufgaben zum Verständnis von komplexen theoretischen Inhalten beitragen.

Den in der Evaluation aufgezeigten Bedarf der Studierenden an E-Learning-Angeboten wurde bisher im kleinen Rahmen, durch einzelne Lehrstühle, entgegen gekommen. Die Verankerung von Studieninhalten wird dabei durch Medien wie beispielsweise E-Learning, Webcast, Blogs und Apps gestützt.

Um noch mehr Bachelorabsolvent_innen für ein weiterführendes Studium an der eigenen Universität zu halten, wurden zusätzliche Informationsangebote eingeführt. So findet regelmäßig eine Einführung in die verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Masterprogramme statt.

Hohes Weiterentwicklungspotenzial wiesen spezielle Betreuungsangebote in der Studieneingangsphase auf. Zur Reduktion bzw. Vermeidung von Schwierigkeiten, mit denen Schulabsolvent_innen zu Beginn des Studiums konfrontiert werden, startete im Wintersemester 2014/15 das Mentoring-Projekt.

Um den gewachsenen Betreuungs- und Beratungsanforderungen durch Erweiterung des Studienangebots und den zusätzlichen Serviceinitiativen für Studieninteressenten und Studierende Rechnung zu tragen, wurde im Wintersemester 2015/16 die Studienkoordination und Studienfachberatung personell verstärkt und im Zuge dessen, separate Ansprechpartner für Bachelor- und Masterstudierende definiert.

Über 40 Ergebnisberichte für die Fächergruppen erstellte das Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung. Auch der universitätsweite Gesamtbericht ist auf der Befragungshomepage als pdf erhältlich.

Über 40 Ergebnisberichte für die Fächergruppen erstellte das Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung.

Weitere Informationen

Wenn Sie mehr zu den fachspezifischen Ergebnissen der letzten Befragungen erfahren wollen, können Sie sich uniintern hier die Berichte downloaden. Für spezifische Veränderungen in Ihrem Fach, fragen Sie bitte dort an entsprechender Stelle nach. Spannend wird vor allem an der Befragung der Studierenden 2016, wie sich die Ergebnisse im Vergleich zur letzten Befragung darstellen. Für diese Vergleiche ist es von sehr hoher Wichtigkeit einen hohen Rücklauf zu erzielen, denn nur so können die Ergebnisse datenschutzkonform auf Fächerebenen ausgewertet werden. Also: Bitte alle mitmachen, es lohnt sich.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:
befragung@uni-freiburg.de

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Du kannst uns wieder … die Meinung sagen

Mittwoch, 4. Mai 2016 | Autor/in: , und 

Foto: Julia Müller

Foto: Julia Müller

Es ist soweit! Nachdem im Frühjahr 2013 erstmalig alle Studierenden der Universität Freiburg befragt wurden, ist es nun, drei Jahre später, wieder Zeit für eine Gesamtevaluation. Mit der Versendung der Einladungsbriefe hat heute die Feldphase der Befragung aller 25 000 immatrikulierten Studierenden der Universität Freiburg begonnen.

Foto: Julia Müller

Foto: Julia Müller

Für die logistische Meisterleistung, die Briefe zeitgenau zu kuvertieren und zur Post zu bringen seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstätten der Caritas hier dankend erwähnt.

Dieses Mal führt die Abteilung Lehrentwicklung die Befragung selbst mit der Evaluationssoftware EvaSys durch. Mitgemacht werden kann über ILIAS, dort befindet sich der Link zur Befragung.

Der Fragebogen bietet, neben Frageblöcken zum Studienverlauf, zur Betreuungssituation und zur Lehrqualität im jeweiligen Studienfach, auch freiburgspezifische Fragen zur Arbeit der zentralen Einrichtungen, des Studierendenwerks und des StuRa. Ergänzend zur Lehrveranstaltungsevaluation in den einzelnen Fächern werden weitere, über die einzelne Lehrveranstaltung hinausreichende Inhalte abgefragt.  Die Ergebnisse sollen dann den einzelnen Fachbereichen und administrativen Stellen zur konstruktiven Weiterentwicklung des eigenen Studien- und Betreuungsangebots zur Verfügung gestellt werden. Um eine fachbereichsspezifische Auswertung der Ergebnisse zu ermöglichen, hoffen wir auf eine rege Teilnahme und einen dementsprechend hohen Rücklauf an ausgefüllten Fragebögen. Um möglichst viele Studierende dazu zu bewegen, den Fragebogen auszufüllen, sind wir im Besonderen auf die Unterstützung derjenigen Kolleginnen und Kollegen angewiesen, die im laufenden Semester regelmäßige Lehrveranstaltungen durchführen. Wir möchten Sie bitten, in Ihren Lehrveranstaltungen auf die laufende Befragung hinzuweisen, eine Informationsfolie hierzu erhalten Sie per Mail. Falls Sie keine erhalten sollten, wenden Sie sich gerne an uns: befragung@uni-freiburg.de.

Foto: Johanna Keck

Foto: Johanna Keck

Das Befragungsteam arbeitet schon seit Monaten auf Hochtouren, um die Akzeptanz und den Bekanntheitsgrad der Befragung unter den Studierenden zu erhöhen. Da viele Studierende auf Facebook aktiv sind, gibt es auch eine Facebook-Seite zur Befragung. Bestimmt sind Ihnen auch schon unsere Plakate aufgefallen.

Als Motivation zum Mitmachen bei der Befragung gibt es tolle Preise zu gewinnen: Die Hauptgewinne sind ein Tandemsprung und ein iPhone 6S. Alle weitere Preise sind auf unserer Homepage aufgelistet.

Die in den Befragungen  geäußerten Erfahrungen wurden ernst genommen: Beispielsweise wurden  die Modulhandbücher der Studiengänge angepasst und das International Office arbeitet an einer Verbesserung der Auslandsaufenthalte. Die ausführlichen Berichte zur letzten Befragung, sowie die dazugehörigen Stellungnahmen der Fakultäten sind aus dem universitätsinternen Netz abrufbar:

http://www.lehrentwicklung.uni-freiburg.de/projekte/befragungen/ZBArchiv/Berichte

Das Befragungsteam will die Ergebnisse der letzten Befragung mit aktuellen Zahlen vergleichen, um zu überprüfen, was sich geändert hat. Und natürlich geht es auch um neue Anstöße, um die Lehrqualität an der Universität Freiburg stetig weiterzuentwickeln und die Situation für die Studierenden passgenauer zu gestalten.

Anregungen und weitere Informationen erhalten Sie direkt beim Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung (www.uni-freiburg.de/go/stu)

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Interview mit der Prorektorin für Studium und Lehre Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger zur Befragung der Studierenden der Universität Freiburg

Mittwoch, 20. April 2016 | Autor/in: , und 

Prorektorin Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger

Prorektorin Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger

Im Mai 2016 beginnt die zentrale Befragung aller Studierenden der Universität Freiburg.  In dieser Onlinebefragung werden die Studierenden gebeten, Rückmeldung zur Zufriedenheit mit der Lehrqualität sowie den Rahmenbedingungen an der Universität zu geben. Durchgeführt wird die Vollerhebung vom Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung, die dem Prorektorat für Studium und Lehre unterstellt ist. Vorab haben wir, das Befragungsteam, Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger, Prorektorin für Studium und Lehre, einige Fragen zu den Hintergründen und Erwartungen an die Befragung der Studierenden gestellt.

Frau Besters-Dilger, warum ist es wichtig, dass viele Studierende den Fragebogen ausfüllen?

Ich halte die Repräsentativität der Ergebnisse für wichtig. Das heißt: Wenn nur wenige bei der Studierendenbefragung mitmachen, kann man bei ungünstigen Ergebnissen leicht sagen: Da waren nur einzelne unzufrieden, und das sind genau die, die bei der Befragung mitgemacht haben. Wenn aber eine hohe Rücklaufquote erzielt wird, kann diese Argumentation nicht mehr überzeugen. Zudem garantiert nur eine gleichmäßig hohe Rücklaufquote über alle Fakultäten und Fächer hinweg, dass die Auswertung für ein einzelnes Fach überhaupt sinnvoll und aussagekräftig ist. Gerade Aussagen über einzelne Fächer sind wertvoll, solche über die Gesamtuniversität hingegen weniger informativ für die Fakultäten.

Was wird mit den Ergebnissen gemacht?

Die Ergebnisse der Studierendenbefragung 2016 sind auf zwei Ebenen sehr wichtig: Sie können mit den Resultaten der Befragung 2013 verglichen werden und zeigen, ob sich die Lehrsituation (Lehrangebot, Erwerb von Kompetenzen, Betreuung, Ausstattung usw.) in dem betreffenden Fach verbessert oder verschlechtert hat. Das gibt den Fachvertreterinnen und -vertretern Anhaltspunkte, wo es „hakt“ und wo nachgebessert werden muss.
Diese Ergebnisse werden aber auch in den Strategiegesprächen des Rektorats mit den einzelnen Fakultäten aufgegriffen. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, ob die Fakultäten bzw. die Fächer sich bemüht haben, Schwächen, die durch die Studierendenbefragung deutlich wurden, zu beheben.
Damit liefert die Befragung den Fachvertretern und dem Rektorat in zweifacher Hinsicht eine Grundlage für kontinuierliche Qualitätsverbesserung.

Welche Möglichkeiten haben Studierende, die Lehrqualität in ihren Fächern zu verbessern?

Möglichkeiten für Studierende, zur Verbesserung der Lehrqualität beizutragen, sehe ich an mindestens drei Stellen:
1.    in der Lehrevaluation, die die Möglichkeit bietet, eine konkrete Lehrveranstaltung zu kritisieren und so zu ihrer Optimierung beizutragen;
2.    durch die Befragung der Studierenden und der Absolventinnen und Absolventen, die den gesamten Studiengang aus zwei verschiedenen Perspektiven in den Blick nehmen;
3.    durch die Mitarbeit in den Gremien, von der Fachschaft bis zum Studierendenrat, von der Studienkommission über den Fakultätsrat bis hin zum Senat.
Eine weitere Möglichkeit sollte man aber ebenfalls intensiv nutzen: die Sprechstunden der Lehrkräfte. Hier kann man am besten Feedback zu inhaltlichen und methodischen Gesichtspunkten einer Lehrveranstaltung geben.

Frau Besters-Dilger, was denken Sie, wie die Universität Freiburg in zehn Jahren aussehen wird?

Ich kann für den Bereich Lehre sprechen. Die Universität Freiburg wird in den nächsten Jahren ein Qualitätsmanagement für Studium und Lehre aufbauen. Dazu gehören Elemente, die bereits vorhanden sind: Lehrevaluation, Befragungen von Studierenden und Absolventinnen und Absolventen, Hochschuldidaktik. Der Vergleich mit anderen Universitäten zeigt aber, dass es noch Nachholbedarf in Bereichen wie Workload-Erhebungen, Überarbeitung der Modulhandbücher und vor allem Folgeprozesse von Evaluationen und Befragungen gibt. Zu einem sinnvollen Qualitätsmanagement gehört meines Erachtens auch die Systemakkreditierung, die es der Universität erlaubt, ihre Studiengänge selbst zu akkreditieren, anstatt damit externe Agenturen zu beauftragen. Der Weg zur Systemakkreditierung ist aber recht mühsam und wird die gesamte Universität, falls wir ihn beschreiten wollen, noch eine ganze Weile beschäftigen.

Wir bedanken uns vielmals für die ausführlichen und offenen Antworten. Wir hoffen, dass diese unsere Studierenden genauso überzeugen wie uns und freuen uns auf eine rege Teilnahme an der Befragung. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Befragung 2016. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne per E-Mail befragung@uni-freiburg.de oder unter der Telefonnummer 0761/203-67578 zur Verfügung.

 

 

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