UCF – Learning by Doing

Dienstag, 28. Juli 2015 | Autor/in: und 

las_tour25Dieses Semester ist Wolfgang Giernalczyk aus Maastricht als erster DAAD visiting fellow im University College Freiburg und unterrichtet den Kurs „Argumentation and Critical Reasoning“. In einem kurzen Interview berichtet er über seinen Hintergrund in der Lehre und Vorgehensweisen im Kurs.

Herr Giernalczyk, wie sehen Ihre Schwerpunkte in Maastricht aus und was sind Ihre Aufgaben in Freiburg?

In Maastricht bin ich am dortigen University College als Lecturer tätig. Die Lehre richtet sich dort an ca. 600 Studierende in Liberal Arts and Sciences mit einer breiten Ausrichtung und einem offenen Curriculum in den Geistes-, Gesellschafts- und Naturwissenschaften. Als Ziel wird die Qualifizierung kritischer Akademiker und ebensolcher Bürger gesehen. Ich selbst bin als Politikwissenschaftler tätig und habe, neben der Lehre, auch die Aufgabe die Studierenden u.a. als ‚Academic Advisor‘ in ihrem Studium und ihrer Fächerwahl zu begleiten. Dies bedeutet persönlicher Kontakt und ebenfalls ein Hinterfragen von Interessen und Gründen für die Wahl bzw. das Ablehnen von Kursen. Manchmal hilft hier ein anderer Blickwinkel auf die Thematik. So können fachspezifische Informationen, die sich aus der Betrachtungsweise in einem wissenschaftlichen Feld ergeben, motivierend eingebracht werden und neue Wahloptionen aufgezeigt werden. Wir appellieren hierbei an die Selbstverantwortung der Studierenden für ihre Fächerwahl neben einem Pflichtcurriculum, das sich überwiegend auf ‚Core’-Kurse beschränkt. In den Niederlanden wird dieses Vorgehen als Erfolgsmodell gesehen. Kritische Stimmen sehen zwar die Gefahr einer mangelnden Vertiefung in einem solch breit gefächerten Curriculum, dies steht jedoch konträr zu der enormen Komplexität vieler empirischer Phänomene, die man durch intelligente Fächerkombinationen aus verschiedenen Blickwinkeln analysieren kann. So kann man beispielsweise Physik und Ethik studieren und sich auch in diesen Fachbereichen ausreichend spezialisieren, um Zugang zu attraktiven Masterprogrammen zu haben. In solchen Programmen ist dann eine weitere Vertiefung möglich. Neben der Beratung der Studierenden habe ich auch noch andere Aufgaben, wie z.B. Eingangsinterviews mit Bewerbern auf Studienplätze durchzuführen. Meine Hauptaufgabe besteht jedoch in der Lehre, die sich in der Vermittlung und ganz besonders in der tatsächlichen Anwendung vom unterrichteten Material verfestigt. Mein großes Thema ist das Skills-Training in Argumentation, welches die Analyse und Präsentation von Argumenten umfasst. Dies ist auch meine Aufgabe hier in Freiburg. Ich leite hier am UCF den Kurs „Argumentation and Critical Reasoning“.

Welche Schwerpunkte setzen Sie in ihrem Kurs?

Die Inhalte des Kurses biete ich in Maastricht im Laufe eines Semesters an, hier ist das Programm für ein Semester mit 6-8 Stunden pro Woche ausgelegt. Ein wichtiger Punkt ist die Vermittlung von Methoden-Tools. Das heißt weniger die inhaltliche Fokussierung auf Regeln oder Gesetze (auch wenn diese so weit wie nötig eingebracht werden), sondern die Studierenden erhalten Werkzeuge, um ihr eigenes Denken kritisch zu hinterfragen und einzusortieren. Es geht nicht um das Dozieren von formellen Regeln zur Analyse, sondern um die Fähigkeit Argumente in einzelne Teile runter zu brechen und deren Strukturen zu evaluieren und spezifizieren. In dem Kurs untersuchen wir gemeinsam Texte nach ihrem Argumentationsmuster. Dies fängt erst mit kleinen Texten an, als Ziel ist es dann wissenschaftliche Texte auf ihre Stringenz zu untersuchen. Die Studierenden können anschließend begründen, weshalb der Inhalt überzeugt bzw. nicht überzeugt. Dies hat auch zum Ziel Studierende dazu zu befähigen ihre eigenen Argumentationsmuster zu verbessern.

Wie gehen Sie in Ihrem Kurs vor?

Die Qualität eines Argumentes hängt sowohl von seinen Inhalt, wie auch von seiner Struktur ab. In der Analyse eines Argumentes sollte ich spezifizieren können wo die Stärken und Schwächen des Argumentes liegen – im inhaltlichen oder im strukturellen Bereich. Um das zu können, muss ich das Argument in seine Einzelteile zerlegen. Ein Vergleich mit dem Kochen kann diesen Ansatz veranschaulichen: Bei einem Essen kann ich beurteilen, ob es mir schmeckt oder nicht. Aber woran liegt das? Im ersten Schritt schaue ich mir die Zutaten des Rezeptes an, da weiß ich, dass ich keine schimmeligen Tomaten verwenden werde und auch die Menge an Salz ist bekannt usw.. Verglichen mit den Argumenten zerlege ich den Text ebenfalls in seine Einzelteile und schaue mir deren Inhalt an. Ist der Inhalt glaubwürdig oder nicht? Im zweiten Schritt schaue ich mir die Verbindung zwischen diesen einzelnen Teilen an. Passt die Struktur und ist sie logisch? Das entspricht dem Kochprozess – die besten Zutaten sind nicht viel wert, wenn ich sie falsch koche! So kann ich bewerten lernen, ob ein Text inhaltlich überzeugend ist oder die einzelnen Teile keine Verbindung haben. Um diese Vorgehensweise im akademischen Diskurs anwenden zu können, untersuchen die Studierenden ihre bereits verfassten Hausarbeiten. Dies hat den positiven Nebeneffekt, das die Studierenden nicht nur die im Kurs vermittelten analytischen Methoden anwenden, sondern dabei deren Relevanz für die eigene akademische Arbeit erkennen und zusätzlich noch über diese Arbeit reflektieren.

Welches Anliegen ist Ihnen für die Studierenden von besonderem Interesse?

Die didaktische Philosophie, an der sich mein Kurs ausrichtet, ist auch unter „Constructive alignement“ bekannt. Darin wird unter Lernen der aktive Prozess des Umgangs mit neuen Informationen verstanden. Wissen kann dann zu Änderung der Sichtweisen führen. Die Lehre hat nicht den Fokus auf den Lehrenden, sondern auf den Studierenden, wie es auch im Problem Based Learning der Fall ist. Als zweiter wichtiger Punkt ist in dem Alignement die Begleitung im Sinne der Förderung des richtigen Lernverhaltens zu sehen. Die Studierenden lernen nicht nur auf die Prüfung, sondern es gilt die Kursziele zu erreichen und die dafür notwendigen Lernaktivitäten sollten durch den Kurs getriggert werden – Kursziele, Lernaktivitäten und Prüfungen sollten aufeinander abgestimmt sein, sonst fördere ich ein falsches Lernverhalten. Die Wahl der Prüfungsart ist in diesem Bezug besonders wichtig. Da Lernende ihr Lernverhalten oft auf die erwartete Prüfungsart abstimmen, sollte die gewählte Prüfung den Kurszielen entsprechen. Wenn ich von den Studierenden erwarte, dass sie analysieren, ein logisches Gerüst aufbauen und einen qualitativen Anspruch auf ihre Entwürfe haben und ihre Vorgehensweise kontinuierlich hinterfragen, kann ich diese erworbene Kompetenzen nicht mit einem Multiple Choice Test bewerten. Die Prüfung sollte die Anwendung dieser Kompetenzen testen und nicht nur deren Reproduktion. Es gilt die im Kurs vermittelte Selbstreflexion primär auf wissenschaftlichen Arbeiten anwenden zu können, aber auch ihre Tragweite in der Gesellschaft zu sehen.

Literaturhinweise:

Über ‚Constructive Alignment’:
Biggs, J., & Tang, C. (2011). Teaching for Quality Learning at University: What the Student Does (4th ed.). Maidenhead: Open University Press / Mc Graw-Hill Education.

Über die Struktur von Argumenten und deren Analyse:
Govier, T. (2010). A Practical Study of Argument (7th ed.). Belmont: Wadsworth, Cengage Learning.
Toulmin, S. (2003). The Uses of Argument. Cambridge: Cambridge University Press.

Kontakt:

Wolfgang Giernalczyk
University College Maastricht
wolfgang.giernalczyk@maastrichtuniversity.nl

 

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Vision & Leadership at UCF

Montag, 3. November 2014 | Autor/in: und 

las_tour25Im Rahmen eines Fellowship unterrichtete Till Wahnbaeck im vergangenen Sommersemester den Kurs „Vision & Leadership“ am University College Freiburg. Mit Fallbeispielen aus seiner langjährigen Berufserfahrung brachte er den Studierenden verschiedene Führungsstile näher.

During the summer term 2014 you taught a course entitled Vision & Leadership at UCF. How did this come about?
Till Wahnbaeck: “Nicholas Eschenbruch, UCF’s academic director, had offered that I design this course from scratch and try to combine my previous academic experience as a historian with my practical experience in various leadership positions in a business context. It was an appealing offer, and it turned out to be a very productive and fun course.”

What approach did you take?
TW: “The course was set up to be as experiential as possible. I didn’t want students to theoretically learn concepts of leadership but rather to experience first-hand what it means to be in a leadership position and give people tools for more effective leadership.”

What does leadership mean for you, then?
TW: “Leadership for me is closely related to the notion of change. If you don’t want to go anywhere new, you don’t need anyone to take you there. In fact, I define leadership as “taking responsibility for change”. Consequently, the course started with a “brief history of change” over the last 100,000 years. Its aim was to make students critically assess if change is good. And, if so, for whom. Only if you have a clear view of what you want to change, and why, and what the consequences of change are, can you be effective in bringing it about. In the course of the semester we assessed various schools of leadership with a view to real-life application, effectiveness and their ethical dimensions. The aim was not to provide cookie-cutter solutions but rather to let students discover various dimensions of leadership as they went along and to let them connect the dots themselves.”

You talk a lot about real-life application. How can that be translated into the classroom?
TW: “More important than the theoretical discussions, and much more effective in my view, were real-life case studies. The cases were drawn from my own experience and ranged from leading sales teams, to attempting to change a corporate culture, to volunteering in Africa. Students read up on the context and then got a chance to work out what they would have done in the given situation. I then shared what I had done and we discussed where I had gotten it right and where I had gone wrong. I think the approach worked quite well, because it made theory tangible and real.”

What other teaching elements besides lectures and case studies did you use?
TW: “One of the most effective ways to experience the leadership topic occurred when we conducted a little experiment early in the semester. I had asked students to assign presentation topics among themselves so that all given topics would be covered, and then email me the results. It turned out one topic hadn’t been assigned. I didn’t point this out, so when the day of the presentation came and I introduced the topic and asked who was presenting, there was an awkward silence at first. I didn’t say anything either and thereby relinquished my role as leader of the class in order to see what would happen. After some time, when people had discovered that no-one had prepared a presentation, one student spoke up and asked who had written the summary of the day’s pre-reading. Reluctantly, the two students who had done it came out of hiding and presented their material. Another student then raised a new point when one student stepped forth and offered to give a related presentation that he had on his laptop. But the class wanted to discuss the point just raised before. The student was stopped in his tracks and increasingly withdrew from engagement. He was a leader without followers. Only when another student later on asked him to give the presentation did he feel the legitimacy to speak up and present. We spent the remainder of the class analysing what had happened, who had taken responsibility to change the awkward situation, how they had finally managed to assemble a group of knowledge-holders to teach the class, and how leaders fail when they don’t have the support of their followers. I think the case – and the interactive design of the course in general – show how theory can be brought to life and be really experienced even in an academic setting. It was an experiment well worth repeating.”

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Am 21.11.2014: Tagung zu interdisziplinärer und forschungsorientierter Lehre in Freiburg

Mittwoch, 27. August 2014 | Autor/in:

Die Begriffe der interdisziplinären und forschungsorientierten Lehre sind so en vogue, dass sie fast schon zu Floskeln zu verkommen drohen. Dabei sind diese besonderen Formen der Lehre in der Praxis weit verbreitet. Die Lehrenden, die oft mit außergewöhnlichem Engagement solche innovativen Veranstaltungen anbieten, stoßen dabei auf ganz eigene, neue Herausforderungen. Um den Expert/innen aus der Praxis die Möglichkeit zu bieten, ihre eigenen Fragen und Probleme mit anderen Lehrenden in diesem Bereich zu diskutieren, veranstalten die PHs Freiburg und Heidelberg sowie die Universitäten Freiburg, Hohenheim sowie die Zeppelin Universität Friedrichshafen gemeinsam eine Tagung, die ganz dezidiert den intensiven Austausch zwischen Lehrenden fördern will.

Flyer_Forschung_Interdsz_Lehre_mailAm Freitag, den 21. November 2014 sind für einen ganzen Tag Lehrende der beteiligten Hochschulen und andere Interessierte herzlich an die PH Freiburg eingeladen, um sich dort in thematisch zugeschnittenen Werkstätten, die aus konkreten Anliegen von Lehrenden generiert wurden, intensiv über Potentiale und Probleme auszutauschen und sich dabei auch zu vernetzen. Vor den nachmittäglichen Workshops wird es je einen kurzen eher theoretisch ausgerichteten Vortrag zu den beiden Themen vorweg geben, sowie eine Beschreibung der thematisch zur Tagung passenden Strategien der veranstaltenden Hochschulen. Denn Ausgangspunkt war der Wunsch, dass einige Hochschulen in Baden-Württemberg mindestens eines der Themen im Rahmen ihrer Projekte im Bund-Länder-Programm „Qualitätspakt Lehre“ aktiv präsentieren. Im Falle der Uni Freiburg ist es natürlich das University College Freiburg mit seinem Bachelor of Liberal Arts and Sciences und dem IndiTrack.

BMBF_CMYK_Gef_L KopieDas genaue Programm finden Sie auf dem verlinkten Flyer oder auf der Tagungshomepage der PH Freiburg. Dort finden Sie auch das Anmeldeformular. Mitglieder der Uni Freiburg, die teilnehmen wollen, können das ausgefüllte Formular gerne direkt per Mail an mich (harald.wohlfeil@zv.uni-freiburg.de) schicken. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldefrist ist der 13. Oktober 2014.

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Dissoi Logoi in Freiburg: UCF Tries Socrates

Mittwoch, 14. Mai 2014 | Autor/in:

las_tour25Im Rahmen eines Fellowship unterrichtete die amerikanische Gastwissenschaftlerin Rachel Bruzzone im vergangenen Wintersemester Studierende am University College Freiburg. Um das Verständnis der Studierenden zu vertiefen, wandte Sie in Ihrem Kurs zu griechischer Mythology eine antike rhetorische Übung an, die sogenannte dissoi logoi.

I write this blog post having just finished my second class with UCF, a course on Greek Mythology in which we considered both the literary and religious aspects of myths and various authors’ treatment of them. The small class size and lengthy class periods allowed us to work on a sophisticated level, often moving through texts line-by-line, which I hope was as rewarding an experience for the students as it was for me.

The highlight of the course, however, was the trial of Socrates, modeled on the historical trial of the philosopher for impiety and corruption of the youth in 399 BCE, an event depicted by Socrates’ student Plato in his Apology. The trial of Socrates is a more complex event than it might initially appear to be, and our term of reading literary works depicting the fraught relationship between gods and men prepared the students to appreciate what might be at stake.

The trial tends to illicit strong intellectual and emotional reactions, making it an ideal subject matter for the ancient exercise of dissoi logoi, or double speeches. Many of the Greek philosophers, men who were passionate teachers, believed that the practice of constructing arguments on either side of a conflict, both “right” and “wrong,” sharpened mental agility. This seemingly strange approach encourages rigorous thinking by forcing all parties to consider, and even advocate for, the point of view that does not come naturally to them. As a teacher in a liberal arts program, I also hope to inspire the students to reconsider and challenge their own viewpoints, and so I decided to revive the practice and try Socrates again.  weiter…

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We proudly present: die ersten Lehrenden mit E-Learning-Zertifikat!

Dienstag, 29. Oktober 2013 | Autor/in:

Die ersten Teilnehmenden unseres Qualifizierungsprogramms haben es geschafft: Sie erhalten in einer feierlichen Zeremonie im Februar 2014 vom Prorektor für Lehre das E-Learning-Zertifikat! Hinter ihnen liegen zwei arbeitsreiche Semester: Sie alle haben mindestens vier unserer Workshops besucht, sie haben sich mit ILIAS, Wikis, Blended Learning Szenarien, Content Authoring und vielem mehr beschäftigt und in einem Lerntagebuch darüber reflektiert. Und im Sommersemester haben alle ein eigenes Lehrprojekt entwickelt und mit ihren Studierenden umgesetzt.

Wieso haben die Lehrenden das Qualifizierungsprogramm gemacht, warum haben sie so viel Zeit investiert, was hat es ihnen gebracht? Aus Perspektive der Servicestelle E-Learning war es eine spannende Zeit voller Input, Diskussionen, Ausprobieren, interdisziplinärem Austausch in einer konstruktiven, entspannten Atmosphäre.

Konzentriertes Arbeiten beim Abschlussworkshop des Moduls implementation

Konzentriertes Arbeiten beim Abschlussworkshop des Moduls implementation

Doch lassen wir einige der Teilnehmenden einfach selbst zu Wort kommen:  weiter…

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„Faszination Wissenschaft“ – Forschungsdesign und Forschungspolitik für Bachelorstudierende

Montag, 14. Oktober 2013 | Autor/in:

Ist ein Bachelor-Studium überhaupt eine wissenschaftliche Ausbildung? Wie kann man bei dem Vorwurf der Verschulung der Studiengänge Studierenden selbstständiges Lernen ermöglichen? Und wie soll man bei der Überreglementierung vieler Studiengänge die allerorts geforderte Inter- und Transdisziplinarität erreichen? Mit dem Projekt „Faszination Wissenschaft“ gibt es neben dem IndiTrack ein weiteres Angebot des University College Freiburg, das Möglichkeiten auslotet, diese Probleme zu lösen.

Felix Günther vom Uni-Radio echoFM hat Werner Schäfke gefragt, was es mit „Faszination Wissenschaft“ auf sich hat:

Im vergangenen Semester fand das Pilotseminar des neuen Moduls „Faszination Wissenschaft“ des University College Freiburg statt. In den Projektseminaren dieses Moduls entwickeln Studierende verschiedener Fächer in Kleingruppen gemeinsam disziplinenübergreifende Forschungsprojekte und erhalten einen Überblick über die Förderlandschaft und die Wissenschaftspolitik in Deutschland sowie auch in der EU. Da Praxisnähe ein großes Anliegen von „Faszination Wissenschaft“ ist, setzen die Studierenden ihr neu erworbenes Wissen in wissenschaftlichem Projektdesign und Forschungsförderung ein, um für ihre selbst konzipierten Forschungsprojekte Beschreibungen in Form von Drittmittelanträgen zu formulieren.

Das Modul richtet sich an Bachelorstudierende aller Studiengänge ab einschließlich dem 3. Fachsemester und bringt somit Studierende schon im Grundstudium in Kontakt mit der praktischen Arbeit als WissenschaftlerIn oder WissenschaftsmanagerIn. Das Ziel ist es nicht nur, Studierenden dieses spannende Berufsfeld möglichst früh aufzuzeigen; gleichzeitig sollen Studierende an dem Punkt im Studium, an dem sie beginnen, sich mit ihrer Disziplin zu identifizieren, für weiter…

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Qualitätspakt Lehre an der Uni Freiburg

Mittwoch, 18. September 2013 | Autor/in: , und 

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Was hat der Werkzeugkasten Lehrevaluation mit den Instructional Development Awards und dem Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring gemeinsam? Alle drei Projekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert:

„Mit dem Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre („Qualitätspakt Lehre“) sollen die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an Hochschulen verbessert werden. Der Bund stellt dafür zwischen 2011 und 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Gefördert werden 186 Hochschulen aus allen 16 Ländern.“ (http://www.qualitaetspakt-lehre.de/)

Durch diese Förderung konnten viele gute Ideen in die Tat umgesetzt werden. Heute möchten wir Ihnen einen Überblick über die sieben Teilprojekte an der Uni Freiburg geben. In den nächsten Wochen und Monaten werfen wir dann einen Blick auf die Projekte anderer Hochschulen – vielleicht können wir uns da noch die ein oder andere Idee abschauen 😉

Unsere Teilprojekte und Ziele

1. Instructional Development Award (IDA)
Erweiterung des bisherigen Konzepts durch Schaffung von zwei zusätzlichen Lehrentwicklungspreisen in den Förderlinien „Innovative Studieninhalte/Modulinnovation“ und „Innovationen in Staatsexamens-Studiengängen“.

Ziel: Förderung von innovativen Lehrentwicklungs-Projekten durch die Vergabe ausreichender und flexibel nutzbarer Ressourcen.

2. Lehrzentrum Interdisziplinarität – University College Freiburg
Aufbau einer geeigneten organisatorischen Struktur für die Stärkung und den Ausbau interdisziplinärer Lehre.

Ziel: Systematische Nutzung des Fächerspektrums der „Volluniversität“ Freiburg durch koordinierte interdisziplinäre Angebote.  weiter…

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IndiTrack: Mach mal anders!

Montag, 22. Juli 2013 | Autor/in:

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Studierte bisher:
Bachelor of Arts Social Sciences (Soziologie und Politikwissenschaften), abgeschlossen
B. A. Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (HF 5. Sem.), Geschichte (NF 5. Sem.)

Studiert gerade:
Germanistische Mediävistik (PS Hartmann von Aues „Iwein“), IndiTrack-Rahmenveranstaltungen (VL Wissenstheorie mit Tutorat sowie Präsentation und Reflexion), Spanisch („nur“ Sprache), Politikwissenschaft (Internationale Politik: PS Zur Außen- und Sicherheitspolitik der EU), Medienkulturwissenschaft (VL Einführung in die Medienanalyse), Kognitionswissenschaft (VL Einführung in die Kognitionswissenschaft)

Was ist für dich das Besondere an IndiTrack?
Das Besondere am IndiTrack ist für mich, dass innerhalb des recht straffen und nur mäßig flexiblen Systems des Bachelors eine Möglichkeit geschaffen wird, etwas Studienfreiheit zu gewinnen und die vorgeschriebenen Bahnen zu verlassen. Es ist für mich eine Möglichkeit, meine interdisziplinäre Ausrichtung noch zu unterstreichen und mir gezielt sowohl nützliche als auch mir persönlich interessant scheinende Veranstaltungen zu kombinieren. Ich entdecke mehr und verschaffe mir damit einen größeren Überblick über die Wissenschaft(en) an sich.

Konntest du alle Fächer belegen, die du wolltest?
Alle Fächer ja, alle Veranstaltungen nein. Durch Studienplatzbegrenzung und institutionell verursachte Unmöglichkeit der Wahrnehmung regulärer Bewerbungen auf Seminarplätze waren leider ein paar mir sehr wichtige Goldminen schon besetzt. Allerdings gab es immer – wenn auch nicht ganz gleichrangige, so doch akzeptable – Alternativen.  weiter…

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IndiTrack: Einfach mal anders

Montag, 8. Juli 2013 | Autor/in:

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Studierte bisher: Biologie

Studiert gerade: Politik, Soziologie und Erziehungswissenschaften

Konntest du alle Fächer belegen, die du wolltest?
Jein. Ich wollte ursprünglich mein Französisch auffrischen und in die Romanistik reinschnuppern. Das hat leider nicht geklappt, dafür mache ich jetzt einen Französisch Konversationskurs. Alle anderen Fächer, die ich belegen wollte, konnte ich einwandfrei belegen. Obwohl der IndiTrack noch unbekannt ist, ließen mich die Dozenten auch zu den Seminaren zu.

Wie groß ist deiner Meinung nach die Fächerauswahl?
Erstaunlich groß. Es gibt so viele Fächer, die man sich mal anschauen könnte. Es wird eher schwierig, sich die Richtigen auszusuchen.

Was waren deine Erwartungen an den IndiTrack?
Ich habe mir erhofft eine andere Denkweise, als die naturwissenschaftliche kennen zu lernen und zu schauen, welche Bereiche mich noch interessieren. Optimalerweise gehe ich aus dem IndiTrack mit einem besseren Allgemeinwissen.

Wurden deine Erwartungen bisher erfüllt?
Es ist alles auf seinem Weg, denke ich. Die Diskussionen unter den IndiTrackern sind auf jeden Fall super, um die anderen Denkweisen kennen zu lernen.

Wem würdest du den IndiTrack empfehlen?
Allen Leuten, die gerne ein bisschen mehr als nur ihr eigenes Fach im Studium mitnehmen möchten. Wann hat man sonst die Chance weiter…

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IndiTrack: Öffnet neue Türen

Montag, 24. Juni 2013 | Autor/in:

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Studierte bisher: Germanistik und Geschichte

Studiert gerade: Kunstgeschichte, Ethnologie, Medien- und Kulturwissenschaft, Spanisch

Was ist für dich das Besondere an IndiTrack?
Neben meinem größten Steckenpferd, der Literatur, gab es immer auch kleinere Steckenpferde, etwa Bildende Kunst oder Medien. Und neben den Steckenpferden war da auch die Neugierde, herauszufinden, wo ich mich mit meinem eigenen Fach eigentlich befinde. Was passiert, wenn ich mit meinem Fachwissen andere Fächer studiere? Der IndiTrack ermöglicht mir diesen spannenden Schritt und gibt mir noch dazu die Möglichkeit, ihn zu reflektieren. Ich lerne nicht einfach nur neues Wissen kennen, sondern auch neue Blickwinkel auf das Wissen selbst kennen.

Konntest du alle Fächer belegen, die du wolltest?
Ja, es gab keine Schwierigkeiten.

Wie groß ist deiner Meinung nach die Fächerauswahl?
Sehr groß. Ich hatte nicht den Eindruck, dass mir etwas fehlen würde. Im Gegenteil: Zunächst musste ich mich angesichts der Möglichkeiten für ein Semester erst einmal beschränken.

Was waren deine Erwartungen an den IndiTrack?
Neue Perspektiven & neues Wissen.

Wurden deine Erwartungen bisher erfüllt?
Ja. Als IndiTracker bin ich innerhalb der gewählten Veranstaltungen nicht auf eine Sonderrolle beschränkt, sondern studiere voll mit. Das gibt weiter…

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