Viel Prüfungsstoff, Balance zwischen Studium und Job und der Wunsch nach Praxis – Studienabbruch an der Universität Freiburg

Montag, 17. April 2017 | Autor/in: , und 

Im Durchschnitt beenden 23% der Studierenden in Deutschland ihr Studium nicht, in Freiburg waren es 2015 über ein Viertel (26%). Dabei brechen Studierende ihr Studium aus den verschiedensten Gründen ab. Diese finden sich auf persönlicher Ebene als auch auf institutioneller Ebene der Hochschule bzw. des Hochschulsystems (z.B. mangelnde Studieneignung oder -motivation des/der Studierenden, Abbruch als Folge unzureichender Studienbedingungen oder individueller Probleme bei der Studienfinanzierung). Eine Exmatrikuliertenbefragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) von 2014 beleuchtet diese Gründe genauer. Sie umfasste die Themenbereiche „Zeitpunkt des Abbruchs“ (und betonte dabei die Wichtigkeit der Studieneingangsphase), die „Studienentscheidung und Fachwahl“, die „schulischen Voraussetzungen“, „Studienanforderungen und –bedingungen“, sowie Details zur „finanziellen Lage“, der „Wohnsituation“ und „demografischen Hintergrund“ der Befragten.

 

Die wichtigsten Abbruchgründe an der Universität Freiburg

Ausschlaggebende Abbruchgründe von ehemaligen Studierenden der Universität Freiburg (n=64). Angaben in Prozent. Datenquelle DZHW, eigene Darstellung.

 

Die ausschlaggebenden Abbruchsgründe können sich je nach Fach stark unterscheiden. In der Grafik sind die Angaben aus der DZHW-Studie der Abbrecher_innen der Universität Freiburg (n=64) dargestellt. Es wird deutlich, dass besonders das Themenfeld Praxisbezug/Berufsvorbereitung wichtig ist. Oft wird das Studium als theoretisch und wenig praxisbezogen kritisiert. Weiterhin scheint die Studieneingangsphase bedeutend zu sein, da viele Befragte angeben, den Einstieg in das Studium nicht geschafft zu haben oder mit falschen Erwartungen herangegangen zu sein. Abbrecher_innen beklagen eine Unvereinbarkeit von Studium und Nebenjob oder eine Überforderung durch zu viel Studien- und Prüfungsstoff oder zu hohe Studienanforderungen. Weiterhin spielen individuelle, persönliche Gründe und unzureichende Studienbedingungen eine Rolle.

Diese Gründe finden sich auch in den Antworten aus der Studierendenbefragung 2016 (n=7168) wieder. Hier gibt 1% der Befragten die Absicht, das Studium abzubrechen, an. Die Freitextantworten spiegeln vor allem den Wunsch nach mehr Praxisbezug wieder: „Die Tätigkeiten, die man nach dem Studium offen hat, sind nicht das, was ich machen möchte“ – „Hätte mehr interessante Inhalte und v.a. mehr Praxisbezug erwartet.“ – „Extreme Verschultheit des Studienganges“. Doch auch die Unvereinbarkeit von Nebenjob und Studium wird deutlich („Durch meine Arbeit, um meine Wohnung zu bezahlen, war es mir nicht möglich, meine Prüfungen mit den entsprechenden Noten zu erbringen.“) sowie eine Überforderung durch die Leistungsanforderungen im Studium („Erbringe nicht die erforderlichen Leistungen“).

Allerdings geht aus der Befragung des DZHW auch hervor, dass ein hoher Anteil der Abbrecher_innen wieder studieren würde, oft sogar an derselben Hochschule und das gleiche Fach. Weiterhin bezeichnen 34% der Abbrecher_innen das Studium (trotz Abbruch) als sinnvolle Zeit, im Vergleich zu 73% der ebenfalls befragten Gruppe der Absolvent_innen. Alles in allem sind Absolvent_innen mit ihrer jetzigen Lebenssituation zufriedener (76%), allerdings ist mit 49% der Abbrecher_innen ein hoher Anteil ebenfalls zufrieden.

Wie geht es jetzt weiter?

Da die Teilnehmerzahlen dieser Studie sehr gering waren, ist die Aussagekraft der Ergebnisse beschränkt. Sie zeigen trotzdem interessante Tendenzen auf. Um aber Abbruchsgründe nach Fachsemestern, Fächergruppen und Abschlussarten unterscheiden zu können, muss eine separate Befragung vorgenommen werden. Die Abteilung Lehrentwicklung plant zurzeit eine Exmatrikuliertenbefragung, die im Wintersemester 2017/2018 starten soll. Zweck der Befragung ist die genaue Identifikation von Motiven und Lebensumständen der Studienabbrecher_innen und Studienwechsler_innen an der Uni Freiburg sowie die Analyse der unterschiedlichen Formen und Folgen des Abbruchs um von Seiten der Universität mögliche Ansatzpunkte für weitere und spezifischere Unterstützungsmöglichkeiten zu finden.

Eine detailliertere Analyse der DZHW-Befragung zu den Abbrecher_innen an der Uni Freiburg ist hier zu finden: Bericht Abbrecherbefragung DZHW

Weitere Informationen zu den Zentralen Befragungen der Studierenden und Absolvent_innen finden Sie unter: www.uni-freiburg.de/go/befragungen

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Call for Papers: 16. Internationale ILIAS Conference 2017

Donnerstag, 13. April 2017 | Autor/in:

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg richtet am 14. und 15. September 2017 die 16. Internationale ILIAS-Konferenz mit freundlicher Unterstützung des ILIAS open source e-Learning e.V. aus.

Seit 2013 ist ILIAS die zentrale Lernplattform der Universität Freiburg. Nahezu 100% der Studierenden nutzen die Plattform im Laufe ihres Studiums, der Großteil der Lehrenden stellt darüber Materialien online. Auch wenn Einsatzszenarien jenseits der reinen Materialdistributionl bisher noch überschaubar sind, gibt es doch inzwischen eine Reihe von Lehrprojekten und -Szenarien, in denen weitere Funktionen von ILIAS in ein didaktisches Konzept integriert und gemeinsam mit den Studierenden ausprobiert wurden. Seien es (Selbst-)Tests, interaktive Videos, Kollaborationstools, Live-Votings oder E-Portfolios in Ergänzung zur Präsenzlehre bzw. in Flipped-Classroom-Konzepten – das Spektrum ist breit und die Erfahrungen vielfältig.

Mit dem Call for Papers für die ILIAS Conferenz sind alle ILIAS-Anwenderinnen und Anwender sowie E-Learning-Interessierte herzlich eingeladen, mit wissenschaftlichen Beiträgen oder Erfahrungen aus der Praxis, mit einer Präsentation oder einem Workshop zum Programm der Konferenz beizutragen.

Zu folgenden Themenschwerpunkten können wissenschatfliche Beiträge und Beiträge aus der Praxis eingereicht werden:

  • Open Educational Resources: Was muss bei der Bereitsstellung und Verwendung von OER beachtet werden? Welche technischen, rechtlichen und didaktischen Implikationen gibt es? Wie motiviert man Autorinnen und Autoren, eigene Inhalte zu veröffentlichen? Und wie organisiert und unterstützt man das?
  • Training und Personalentwicklung: Gesucht werden Beiträge zum Thema Fort- und Weiterbildungen an Hochschulen und im betrieblichen Sektor. Welche Online- und Blended Learning Konzepte bewähren sich für Weiterbildungsformate (Stichwort „Lebenslanges Lernen“)? Welche Werkzeuge von ILIAS und welche Konzepte zur Betreuung der Teilnehmenden an Distance Learning Fortbildungen haben sich bewährt? Skill- und Kompetenzmanagement in Unternehmen und Betrieben: Anforderungen an das Zusammenspiel zwischen Lernplattform und HR-Management
  • Lernerfolge und Kompetenzorientierung: Wie lassen sich Lernerfolge sichern und messen (Stichwort Learning Analytics)? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen kompetenzorientierter Lernszenarien? Von welchen erfolgreichen Projekten kann man sich etwas abschauen?
  • Videobasiertes Lernen: Wie werden Videos in Lehr- und Lernszenarien bereits erfolgreich eingesetzt? Welche Forschungen gibt es dazu und wie kann ILIAS für videobasiertes Lernen genutzt werden? Welche Anforderungen stellt der Einsatz von videobasierten Lehr- und Schulungsmaterialien an die Lehrenden und Trainer und wie können diese technisch und didaktisch unterstützt werden? Video-Management/Umgang mit hohem Datenvolumen/Streaming-Lösungen: Welche Beispiele für Videomanagement und Schnittstellen zwischen ILIAS und externen Videoplattformen bestehen?
  • E-Learning-Innovationen: In diesem Slot ist Raum für innovative Ideen, Projekte und Diskussionen aus einem breiten Themenspektrum

Beiträge können in folgenden Formaten eingereicht werden:

Vortrag (30′): Stellen Sie Ihr Thema in einer 20- bis 25-minütigen Präsentation vor und diskutieren Sie noch etwa 5 Minuten mit den Anwesenden im Raum. Alle Vorträge im großen Konferenzraum werden simultan übersetzt (Deutsch → Englisch bzw. Englisch → Deutsch).
Workshop (90′): Nach einem Impulsvortrag sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv ein Thema erarbeiten und abschließend ein Ergebnis formulieren.
Hands-on-Tutorial (90′): Ziel dieses Formats ist es, den Teilnehmenden ein bestimmtes Feature oder ein bestimmtes Vorgehen näher zu bringen. Idealerweise werden die Teilnehmenden dabei aktiv eingebunden.
Best Practice Space (90′): Zu einem Thema werden mehrere Erfahrungsberichte vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Der Call for Papers ist offen bis zum 30. April 2017, 24 Uhr. Bitte reichen Sie Ihren Vorschlag hier ein: » Call for Papers 2017 (Registrierung bzw. Anmeldung am ILIAS-Community-Server erforderlich).

Eine Entscheidung über Ihre Einreichung teilen wir Ihnen bis zum 15. Mai 2017 mit.

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Ergebnisse der Online-Umfrage zur Umstellung auf ILIAS

Mittwoch, 18. Februar 2015 | Autor/in: und 

Seit dem Sommersemester 2013 ist ILIAS bekanntlich die zentrale Lernplattform der Universität Freiburg. Die Vorgängerplattform CampusOnline wurde nach langer Vorankündigung zum 1.10.2014 endgültig abgeschaltet. Die Servicestelle E-Learning im Rechenzentrum begleitete den zweijährigen Umstellungsprozess mit einem umfangreichen Schulungs- und Supportprogramm für Lehrende und Mitarbeitende der Universität Freiburg. Dieses umfasste, neben den regulären Einführungsschulungen, auch Schulungen direkt in den Fachbereichen, die Möglichkeit einer persönlichen Beratung per Telefon oder persönlich vor Ort, eine ausführliche Online-Dokumentation sowie eine Kurzanleitung für den schnellen Einstieg in die Plattform. Lehrende, die Tests in ihren CampusOnline-Kursen verwendet hatten, erhielten auf Wunsch Unterstützung bei der Migration der Single- und Multiple-Choice-Fragen auf die neue Plattform.

Nachdem die Umstellung im Sommersemester 2014 abgeschlossen war, führte die Servicestelle E-Learning eine Online-Umfrage unter Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden der Uni Freiburg zum Umstellungsprozess sowie zur Zufriedenheit mit der neuen Lernplattform durch: Gab es Probleme, wurden die Informationsmaterialien genutzt und wie kam das Schulungs- und Supportprogramm an? Erfüllt ILIAS die Anforderungen der Lehre? Gibt es Anregungen und Ideen seitens der Studierenden und Lehrenden, die den Einsatz der Lernplattform für die Veranstaltungen in der Lehre noch attraktiver machen würden? Das waren einige der gestellten Fragen.

Beteiligung und Gesamtergebnis

Abb. 1: Teilnahme an Umfrage

Abb. 1: Teilnahme an Umfrage

Die Umfrage wurde auf ILIAS, über Newsletter sowie auf diversen Homepages beworben. Insgesamt beteiligten sich 618 Angehörige der Universität Freiburg daran. Die größte Gruppe waren mit 79 % die Studierenden, 12% waren Lehrende mit eigenen Lehrveranstaltungen, 6% Mitarbeitende ohne eigene Lehrveranstaltung, die zur Unterstützung der Lehre tätig sind. Wissenschaftliche Hilfskräfte und Gasthörenden umfassten 3%  (s. Abb. 1). Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, geben allerdings ein Stimmungsbild der aktiven Nutzenden der Lernplattform ILIAS wieder.

Abb. 1: Sind Sie mit dem Ablauf der Lernplattformumstellung zufrieden?

Abb. 2: Zufriedenheit mit dem Ablauf der Lernplattformumstellung

Ein erfreuliches Ergebnis ist, dass der Großteil der Befragten mit 75 % im Großen und Ganzen zufrieden mit der Umstellung der Lernplattform ist (s. Abb. 2). Die neue Lernplattform ILIAS wird weitgehend positiv angenommen. 79% gaben an, dass ILIAS ihre Erwartungen, die sie an eine Lernplattform haben, erfüllt.

Nun zu einigen Ergebnissen im Einzelnen:

Informationsfluss

Abb. 2: Informationen zur Umstellung

Abb. 3: Informationen zur Umstellung

Wie erfuhren die Angehörigen der Universität Freiburg von der Lernplattformumstellung? Hier unterscheiden sich die befragten Gruppen: Studierende erhielten vorwiegend direkt von ihren Dozierenden (66%) Informationen, je 29% von ihren Kommiliton/-innen und über Nachrichten auf CampusOnline.
Lehrende wurden häufig von Kolleg/innen informiert (51%). Neben dem „Flurfunk“ spielte vor allem der Newsletter für Mitarbeitende der Universität eine große Rolle (40%). Weiterhin fanden Lehrende Informationen auf CampusOnline (26%) und im Rahmen von Infoveranstaltungen (26%). Während alle Lehrenden angaben, Informationen zur Umstellung der Lernplattform gefunden zu haben und sich zu Großteil ausreichend informiert fühlten, fanden 11% der Studierenden keine Informationen zur Umstellung. 71 % fühlten sich teils teils bis völlig informiert (s. Abb. 3). Für die Zielgruppe Studierende lässt sich zusammenfassend festhalten, dass der Informationsfluss zu den E-Learning Angeboten noch verbessert werden sollte.

Unterstützungsangebote

Abb: Inanspruchnahme der Unterstützungsangebote

Abb. 4: Inanspruchnahme der Unterstützungsangebote

Da die Servicestelle ein umfangreiches Unterstützungsangebot zur Verfügung gestellt hatte, interessierte uns, wie gut dieses angenommen wurde. Diese Frage richtete sich nur an Mitarbeitende der Universität, da für Studierende kein spezielles Angebot von seiten der SEL gemacht wurde. Dies liegt in der Ausrichtung der Servicestelle E-Learning auf die Zielgruppe „Mitarbeitende“ der Universität begründet.

Von den Lehrenden hatten 59 %, von den Mitarbeitenden 70 % eines oder mehrere Unterstützungsangebote der Servicestelle angenommen (s. Abb. 4), was dafür spricht, dass diese Zielgruppe doch recht gut erreicht werden konnte. Die Zufriedenheit mit dem bereitgestellten Angebot war groß. Positiv hervorgehoben wurden insbesondere die persönliche und telefonische Beratung sowie die Einführungsschulung in ILIAS, die lediglich 12 Befragte nicht besucht hatten. Ein kleiner Teil der Lehrenden arbeitete sich selbst in die Plattform ein oder ließ sie sich von Kolleg/innen erklären.

Nutzung von ILIAS

Neben Fragen zum Umstellungsprozess wurde ebenso abgefragt, wie die Lernplattform im Sommersemester 2014 genutzt wurde. Im Schnitt begleiteten Lehrende 2-3 Lehrveranstaltungen mit ILIAS, Studierenden nutzten ca. 4-5 Online-Kursräume. Sowohl Lehrende als auch Studierende verbrachten rund eine Stunde pro Woche auf der Lernplattform, um Materialien abzurufen bzw. die Kurse zu pflegen. Die Lernplattform wurde überwiegend dazu genutzt, Dateien bereit zu stellen und Fragen in einem Forum zu beantworten. Ein Drittel der befragten Lehrenden setzte das Übungsmodul ein, mit dem Einreichungsaufgaben zu einem bestimmten Termin abgegeben werden müssen. Es besteht aber auch ein großes Interesse seitens der Lehrenden, die interaktiven Funktionalitäten, die ILIAS bietet, wie Blogs, Wikis, Portfolios etc. zukünftig in der Lehre einzusetzen.

Zufriedenheit mit ILIAS

Abb. 3: Erwartungen an eine Lernplattform

Abb. 5: Erwartungen an ILIAS

Die Mitarbeitenden der Universität schätzen an ILIAS vor allem den einfachen Upload von (mehreren) Dateien, die Übersichtlichkeit und Anwenderfreundlichkeit der Plattform sowie die einfache Bedienung und Übersichtlichkeit der Funktionen, die über das Hochladen von Dateien hinausgehen (Wikis, Umfragen, Übungen, Tests, Forum etc.). Studierende profitieren davon indirekt insofern, als dass die Lehrenden durch die einfachere Handhabung motivierter sind, die Lernplattform auszuprobieren und neue Werkzeuge jenseits des reinen Dateiuploads auszuprobieren. 93% der Lehrenden gaben an, dass ILIAS die Erwartungen, die sie an eine Lernplattform haben, voll und ganz bzw. eher erfüllt (s. Abb. 5).

Fast 60 % der Studierenden bewerteten das Auffinden von Lehrveranstaltungen als (eher) intuitiv, wohingegen 39% dem (eher) nicht zustimmen konnten. Sobald der Kurs gefunden wurde, war das Abrufen von Lernmaterialien jedoch für die meisten (eher) einfach (81%). Zentrale Einführungsschulungen für Studierende gab es nicht, die Einführung in die Lernplattform lag in der Verantwortung der Dozierenden bzw. der Institute. Es zeigt sich, dass es auch bei den Studierenden durchaus Bedarf gibt, in die Anwendung der Lernplattform eingewiesen zu werden, gerade wenn es um komplexere Funktionalitäten geht, die über das Abrufen von Lernmaterialien hinausgehen. Die Studierenden stimmten der Aussage, dass ILIAS ihre Erwartungen an eine Lernplattform erfüllt, mit 75% zu (s. Abb. 5).

Kritikpunkte und Probleme

Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie ILIAS ohne technische Probleme nutzen konnten. 31% sahen sich mit technischen Problemen konfrontiert. Als häufigste Kritikpunkte wurden die Geschwindigkeit und Erreichbarkeit der Plattform genannt, was in der Tat vor allem zu Beginn der Umstellungsphase problematisch war.

Zum Abschluss der Umfrage wurden alle Teilnehmenden gefragt, ob sie den Einsatz einer Lernplattform zur Unterstützung der Lehre generell als sinnvoll erachten. Hier stimmten 97%  der Aussage voll und ganz bzw. eher  zu.

Abschließende Bemerkung

Die Umstellung der zentralen Lernplattform war kein triviales Unterfangen. Schließlich galt es, immerhin ca. 26.000 aktive Nutzer/innen, davon ca. 2.600 Mitarbeitende, auf die neue Plattform zu führen, Schulungen zu konzipieren und durchzuführen sowie entsprechende Informationsmaterialien zu erstellen.

Mit den Ergebnissen der Umfrage ist die Servicestelle E-Learning von daher sehr zufrieden, zeigen sie doch, dass der Umstellungsprozess gut vermittelt werden konnte, die Unterstützungsangebote gut angenommen wurden und die Nutzer/innen im Großen und Ganzen zufrieden mit ILIAS sind. Sie gibt uns aber auch Anregungen, was in Zukunft noch optimiert werden kann. Hierzu zählt an erster Stelle die Verbesserung des Informationsflusses zu den Studierenden. Deutlich wurde auch, dass einige der Studierenden mit ILIAS nicht so intuitiv zurechtkommen, wie wir das erwartet hatten. Hier arbeiten wir einerseits an einer Optimierung der Plattform, andererseits werden wir diesen Punkt verstärkt in unseren Schulungen und Beratungen aufgreifen und entsprechend an die Lehrenden weitergeben.

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E-Learning-Fachtagungen DeLFI und HDI – Programm, Frühbucherrabatt und Kinderbetreuung

Donnerstag, 24. Juli 2014 | Autor/in:

Vom 15. -17.9.2014 findet im KG1 der Uni Freiburg die Fachtagung e-Learning in der Informatik  (DeLFI) sowie am 15./16.9. die Fachtagung zur Hochschuldidaktik der Informatik (HDI) statt.

Programmhdi-delfi1014
Die DeLFI 2014 startet am 15.9.14 mit vier Workshops zu den Themen „Blended-Learning in Masterstudiengängen“, „Learning Analytics“, „Mobile Learning“ und „Spiele und Spielelemente in Lernkontexten“.

Es folgt am 16. und 17.9.14 ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Forschungs-, Anwendungs- und Industriebeiträgen, die sich mit dem Einsatz von neuen Technologien in Lehr-/Lernszenarien beschäftigen. Den Beginn macht Prof. Dr. Schulmeister mit seiner Keynote „Was wir über das Lernverhalten unserer Studierenden wissen. Welche Faktoren beeinflussen den Lernerfolg?“ Das vollständige Programm finden Sie unter http://www.delfi2014.de/programm.

Parallel zur DeLFI findet am 15. und 16.9. die HDI 2014 (Fachtagung zur Hochschuldidaktik der Informatik) statt. Das Programm finden Sie unter http://wwwswt.informatik.uni-rostock.de/HDI2014/

Anmeldung und Frühbucherrabatt
Anmeldungen zur DeLFI und HDI sind online bis zum 30. August 2014 möglich. Bis zum 31.7. gibt es noch den deutlich vergünstigten Frühbucherrabatt.

Kinderbetreuung
Wir bieten bei Bedarf an allen drei Tagen eine Kinderbetreuung an. Die Betreuung übernehmen Babysitterinnen der Kinderfee. Der Kinderspielraum liegt direkt neben den Veranstaltungsräumen. Sollten Sie Kinderbetreuung benötigen, geben Sie dies bitte bei der Anmeldung mit an. Wir werden uns dann mit Ihnen in Verbindung setzen, um den genauen Zeitraum abzusprechen.

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Alles auf einen Blick: Kursangebot für Lehrende im Sommersemester 2014

Mittwoch, 2. April 2014 | Autor/in: , und 

Bilder-55562-53366-1600_BlumHier finden Sie eine Übersicht über das umfangreiche Weiterbildungsangebot der Abteilung Hochschuldidaktik, der Servicestelle E-Learning und des Sprachlehrinstituts.

Egal, ob Sie neue Lehrmethoden ausprobieren, in einer Veranstaltung E-Learning einsetzen oder Ihr Englisch verbessern möchten –  im kommenden Sommersemester ist für jeden etwas dabei!

 

Abteilung Hochschuldidaktik
10./11.04.2014 Studierende motivieren und aktivieren
15./16.05.2014 Teaching in English with a Multilingual, Multicultural Student Body
23.05.2014 Übungen als Vertiefung von Vorlesungen – Konzepte und Erfahrungen in den MINT-Wissenschaften
12./13.06.2014  Lehrgespräche und Diskussionen initiieren und moderieren
03./04.07.2014  Lehre (anders) evaluieren und konstruktiv mit den Ergebnissen umgehen
10./11.07.2014  Umgang mit schwierigen Lehr- und Beratungssituationen: Konflikten vorbeugen – Konflikte klären
31.07./01.08.2014  Das Lehrportfolio als Möglichkeit der kontinuierlichen Lehrreflexion und Nachweis der Lehrkompetenz in Berufungsverfahren
 

Die Übersicht aller Veranstaltungen im Jahr 2014 sowie die entsprechenden Inhalte der Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage der Abteilung Hochschuldidaktik.

E-Learning-Qualifizierungsprogramm

Ein Angebot von Servicestelle E-Learning und der Abteilung Hochschuldidaktik.

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DeLFI 2014 – Die E-Learning Fachtagung Informatik

Montag, 16. Dezember 2013 | Autor/in:

DeFLI FlyerDie DeLFI ist eine ganz besondere Tagung: Sie beschäftigt sich aus Perspektive der Informatik mit dem Thema E-Learning und schafft es dabei, ein breites, vielfältig interessiertes Publikum anzuziehen. Seit 2003 gibt es die Tagungsreihe mit ihren aktuellen und informativen Beiträgen aus Forschung und Praxis.

Wir freuen uns sehr, dass wir – die Servicesstelle E-Learning – die 12. DeLFI gemeinsam mit der Hochschule Offenburg organisieren dürfen und sie sogar an der Universität Freiburg stattfinden wird! Vom 15. – 17.9.2014 dreht sich in den Hörsälen des KGI alles um die Wechselwirkungen zwischen Lehr-/Lernprozessen und neuen Technologien. Es werden Forschungs-, Anwendungs- und Industriebeiträge vorgestellt, die die Vielfalt der Informatik im E-Learning aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

Der Call for Papers für die DeLFI 2014 ist nun eröffnet. Bis zum 14.02.2014 besteht die Möglichkeit, Workshop-Vorschläge einzureichen, bis zum 16.03.2014 Beiträge, Demos und Poster. Das Themenspektrum ist äußerst vielfältig und umfasst z. B.

  • Softwarewerkzeuge und Technologien für E-Learning
  • Architekturen und Interoperabilität von E-Learning-Systemen
  • Learning Analytics
  • Massive Open Online Courses (MOOCs)
  • Mobile & Augmented Reality Learning
  • Game-based Learning
  • Kooperatives / kollaboratives Lernen
  • Datenschutz und Sicherheit im E-Learning

Das komplette Themenspektrum kann unter www.delfi2014.de/call-for-papers nachgelesen werden. Dort finden sich auch die Bedingungen für die Beitragseinreichung. Im Programmkomitee befinden sich übrigens fast alle, die Rang und Namen im Bereich E-Learning haben. Das wird sich sicher auf die Qualität der Beiträge niederschlagen.

Es wäre natürlich schön, wenn auch aus der Universität Freiburg einige Beiträge auf der DeLFI 2014 präsentiert werden. Wenn Sie also zum Thema E-Learning bzw. Lehren und Lernen mit Unterstützung digitaler Medien forschen oder ein interessantes Lehrprojekt mit Studierenden durchgeführt haben, reichen Sie einen Beitrag ein.

Unter www.delfi2014.de finden Sie weitere Informationen zur Tagung. Auf Twitter gibt es zudem kurze News (#DeLFI2014).

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We proudly present: die ersten Lehrenden mit E-Learning-Zertifikat!

Dienstag, 29. Oktober 2013 | Autor/in:

Die ersten Teilnehmenden unseres Qualifizierungsprogramms haben es geschafft: Sie erhalten in einer feierlichen Zeremonie im Februar 2014 vom Prorektor für Lehre das E-Learning-Zertifikat! Hinter ihnen liegen zwei arbeitsreiche Semester: Sie alle haben mindestens vier unserer Workshops besucht, sie haben sich mit ILIAS, Wikis, Blended Learning Szenarien, Content Authoring und vielem mehr beschäftigt und in einem Lerntagebuch darüber reflektiert. Und im Sommersemester haben alle ein eigenes Lehrprojekt entwickelt und mit ihren Studierenden umgesetzt.

Wieso haben die Lehrenden das Qualifizierungsprogramm gemacht, warum haben sie so viel Zeit investiert, was hat es ihnen gebracht? Aus Perspektive der Servicestelle E-Learning war es eine spannende Zeit voller Input, Diskussionen, Ausprobieren, interdisziplinärem Austausch in einer konstruktiven, entspannten Atmosphäre.

Konzentriertes Arbeiten beim Abschlussworkshop des Moduls implementation

Konzentriertes Arbeiten beim Abschlussworkshop des Moduls implementation

Doch lassen wir einige der Teilnehmenden einfach selbst zu Wort kommen:  weiter…

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Alles auf einen Blick: Kursangebot für Lehrende im Wintersemester 2013/14

Mittwoch, 16. Oktober 2013 | Autor/in: , und 

stiftl_klAuch dieses Wintersemester erwartet die Lehrenden der Uni Freiburg wieder ein vielfältiges Weiterbildungsangebot im Bereich der Lehre. Egal, ob Sie die neue Lenrplattform ILIAS besser kennenlernen, ihr Englisch aufpolieren oder Portfolios in Ihrer Lehre einsetzen möchten: Hier werden Sie fündig!

Servicestelle E-Learning

Einführungsschulung zur Lenrplattform ILIAS

In den 3-stündigen Einführungsveranstaltungen lernen Sie die wichtigsten Funktionen der neuen Lernplattform kennen.

Donnerstag, 17.10.2013 10.00 – 13.00
Mittwoch, 23.10.2013 10.00 – 13.00
Dienstag, 12.11.2013 14.00 – 17.00
Dienstag, 10.12.2013 10.00 – 13.00
Donnerstag, 16.01.2014 14.00 – 17.00
Montag, 24.02.2014 10.00 – 13.00
Dienstag, 18.03.2014 10.00 – 13.00

ILIAS für Fortgeschrittene

ILIAS für Fortgeschrittene: Erstellen von (Selbst-)Tests, Umfragen und Übungen

Dienstag, 26.11.2013 10.00 – 13.00
Dienstag, 28.01.2014 14.00 – 17.00

ILIAS-Aufbauworkshop: Online-Kooperation & Kommunikation mit ILIAS

Dienstag, 13.11.2013 10.00 – 13.00
Mittwoch, 15.01.2014 10.00 – 13.00

Die Schulungen richten sich an Mitarbeiter/innen der Uni Freiburg (auch Hilfskräfte), die Lehrveranstaltungen auf ILIAS anbieten möchten. Ein gültiger Uni-Mitarbeiteraccount ist für die Mitarbeit unbedingt erforderlich Die Schulungen finden im Rechenzentrum, Hermann-Herder-Straße 10, Raum -100 statt.  weiter…

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Qualitätspakt Lehre an der Uni Freiburg

Mittwoch, 18. September 2013 | Autor/in: , und 

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Was hat der Werkzeugkasten Lehrevaluation mit den Instructional Development Awards und dem Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring gemeinsam? Alle drei Projekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert:

„Mit dem Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre („Qualitätspakt Lehre“) sollen die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an Hochschulen verbessert werden. Der Bund stellt dafür zwischen 2011 und 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Gefördert werden 186 Hochschulen aus allen 16 Ländern.“ (http://www.qualitaetspakt-lehre.de/)

Durch diese Förderung konnten viele gute Ideen in die Tat umgesetzt werden. Heute möchten wir Ihnen einen Überblick über die sieben Teilprojekte an der Uni Freiburg geben. In den nächsten Wochen und Monaten werfen wir dann einen Blick auf die Projekte anderer Hochschulen – vielleicht können wir uns da noch die ein oder andere Idee abschauen 😉

Unsere Teilprojekte und Ziele

1. Instructional Development Award (IDA)
Erweiterung des bisherigen Konzepts durch Schaffung von zwei zusätzlichen Lehrentwicklungspreisen in den Förderlinien „Innovative Studieninhalte/Modulinnovation“ und „Innovationen in Staatsexamens-Studiengängen“.

Ziel: Förderung von innovativen Lehrentwicklungs-Projekten durch die Vergabe ausreichender und flexibel nutzbarer Ressourcen.

2. Lehrzentrum Interdisziplinarität – University College Freiburg
Aufbau einer geeigneten organisatorischen Struktur für die Stärkung und den Ausbau interdisziplinärer Lehre.

Ziel: Systematische Nutzung des Fächerspektrums der „Volluniversität“ Freiburg durch koordinierte interdisziplinäre Angebote.  weiter…

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Lehren, Lernen, Lesen: Die neue Ausgabe des Magazins uni’lernen ist erschienen

Freitag, 12. Juli 2013 | Autor/in:

image_previewDas Magazin uni’lernen zu produzieren ist wie ein Kind großzuziehen: aufregend, aber anstrengend. Fairerweise muss ich gleich einräumen, dass dieser Vergleich hinken mag. Schließlich habe ich noch nie ein Kind erzogen. Die Kolleginnen und Kollegen aus der uni’lernen-Redaktion auch nicht. Meine Erfahrungen mit Rund-um-die-Uhr-Babybetreuung stammen aus zweiter Hand: Freunde, die mich zum Abendessen einladen und mich dann an den Kindertisch setzen, während sie in der Küche das zweite Glas Rotwein kippen; Brüder, die ihre Töchter bei mir zum Babysitten abliefern und sie erst wieder um 17 Uhr einsammeln, obwohl das Abholen vier Stunden früher ausgemacht war. Ich registriere den Wunsch, sich für eine gewisse Zeit vom Nachwuchs zu distanzieren. Ich registriere aber auch, dass die Augen glücklich-stolz blicken, wenn die Eltern ihre Kinder nach ein paar Stunden wieder in die Arme nehmen. Das ist der große gemeinsame Nenner: Wir pflegen und hegen das Magazin in seinen Kinderschuhen, recherchieren Themen, suchen Ansprechpartnerinnen weiter…

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