„Fit in das Tutorat” – Workshops für Tutor*innen

Mittwoch, 13. September 2017 | Autor/in:

Die Abteilung Hochschuldidaktik bietet auch im Wintersemester im Rahmen des MWK-geförderten Projektes „Strukturmodelle der Studieneingangsphase“ interdisziplinäre und auf Anfrage auch fachspezifische Workshops für Tutor*innen in der Studieneingangsphase (Semester 1-3) an.

 

 

Der eintägige Workshop „Fit in das Tutorat“, der die Tutor*innen optimal auf die bevorstehenden didaktischen Aufgaben vorbereitet, wird im Wintersemester zunächst zweimal angeboten:

  • Freitag, 13.10.17, von 09:00 – 16:30 Uhr

und

  • Freitag, 20.10.17, von 09:00 – 16:30 Uhr.

Nähere Informationen können Sie der Homepage oder unserem Flyer entnehmen.

Zudem bieten wir auf Anfrage einen halbtägigen Workshop für Lehrende an, um die eigene Betreuungspraxis und den lernförderlichen Einsatz von Tutoraten in der Studieneingangsphase zu reflektieren und Strategien zur Verzahnung von Lehrveranstaltung und Tutorat zu erarbeiten.

Wenn in Ihrem Bereich Interesse an fachspezifischen Workshops für Tutor*innen und/oder Lehrende besteht, können Sie sich gerne an Anne Lickert wenden.

 

gefördert durch:

 

 

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Im Praxistest: Helfen Tutorate mit Lösungsbeispielen gegen studentische Aufschieberitis?

Montag, 23. Juni 2014 | Autor/in:

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Tutorate als Lehrveranstaltungen von Studierenden für Studierende sind aus der akademischen Lehre kaum wegzudenken. Hannah Köpper ist langjährige Tutorin in Statistikvorlesungen und hat ein Tutoratsformat für uns getestet, das im Rahmen eines IDA-Projekts entwickelt wurde.

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„Da gibt es keine Anwesenheitspflicht“, „das fällt nicht auf, wenn ich nicht da bin“ oder „das arbeite ich irgendwann schon noch nach“ – sind Tutorate freiwillige Veranstaltungen, die Anwesenheit wird nicht regelmäßig kontrolliert oder ist nur für einzelne Sitzungen oder Referate erforderlich, dann zeigt sich schnell: Nur wenige TeilnehmerInnen sind motiviert, konsequent an den Sitzungen teilzunehmen. Erst wenn die Klausur oder Prüfung näher rückt, steigt mit der nahenden „Bedrohung“ die Teilnehmerzahl im Tutorat. Meistens in der letzten Sitzung vor dem Termin. Der nachzuholende Stoff ist dann aber schon zu einem schier unbewältigbaren Berg aufgetürmt. Trotzdem wird so lange aufgeschoben, bis es nicht mehr geht. Das hat verständlicherweise negative Auswirkungen auf das Lernen, die Noten ,aber auch auf das individuelle Wohlbefinden. Darauf verweist auch das IDA-Projekt Blackbox Selbststudium.

Die Prokrastination des/der Einzelnen hat dann nicht nur individuelle Folgen, sondern bedeuten auch für den Tutor/die Tutorin eine Herausforderung. Dieser/diese steht in solchen Fällen vielen Fragen gegenüber, die eigentlich in den ersten Sitzungen hätten beantwortet werden können – wäre der/die TeilnehmerIn in den Sitzungen erschienen. Es fehlt schlicht die Zeit, innerhalb einer einzelnen Sitzung den Stoff des gesamten Semesters noch einmal zu wiederholen.  weiter…

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Blackbox Selbststudium: Gestaltung von Tutorien

Mittwoch, 28. Mai 2014 | Autor/in: , und 

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Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im IDA-Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken. Im Folgeprojekt (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig vor.

Im Rahmen des Projekts wurde eine Studie durchgeführt, in der verschiedene Formen von Tutoraten im Rahmen einer Statistikveranstaltung in Hinblick auf die Verbesserung der Lernmotivation verglichen wurden. Neben dem klassischen Format (gemeinsames Lösen und Besprechen von Aufgaben), wurden Tutorate angeboten, in denen die Studierenden die Inhalte mit Hilfe von ausgearbeiteten Lösungsbeispielen bearbeiteten:

Loesungsbeispiel

Beispielaufgabe mit Lösungsbeispiel (Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern)

Beim Lernen mit Lösungsbeispielen erarbeiten sich die Studierenden anhand ausgearbeiteter, kommentierter Lösungsbeispiele den Lösungsweg selbst. Lernen mit Lösungsbeispielen führt in der Regel zu flexiblerem, nachhaltigerem Wissen (Salden, Koedinger, Renkl, Aleven, & McLaren, 2010). In Bezug auf die Lernmotivation und die Reduktion des Prokrastinationsverhaltens zeigte sich, dass die Studierenden in der Gruppe mit Lösungsbeispielen motivierter waren, regelmäßig am Tutorat teilzunehmen. Auf diese Weise beschäftigten Sie sich schon lange vor der Klausur intensiv mit den Lerninhalten. Studierende, die das klassische Tutorat besuchten, nutzten diese hauptsächlich direkt vor der Klausur. Die regelmäßigere Teilnahme am Tutorat mit den Lösungsbeispielen führte schließlich zu besseren Lernergebnissen. Insgesamt wurden die Tutorate, in denen mit Lösungsbeispielen gearbeitet wurde, auch besser evaluiert (Zufriedenheitsevaluation durch die Studierenden). Um Studierende in ihrem Lernprozess optimal zu unterstützen, können also didaktisch anspruchsvolle Tutorate mit Lösungsbeispielen eine sinnvolle und auch effektivere Unterstützungsmaßnahme sein.

In weiteren Artikeln dieser Beitragsreihe betrachten wir folgende Aspekte:

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Tutorate im Fokus – Der Tutor als Ansprechpartner

Mittwoch, 16. April 2014 | Autor/in:

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Tutorate als Lehrveranstaltungen von Studierenden für Studierende sind aus der akademischen Lehre kaum wegzudenken. Hannah Köpper ist langjährige Tutorin in Statistikvorlesungen und gewährt uns Einblicke in ihre Erfahrungen mit dieser besonderen Lehrform und der Rolle des Tutors.

Tutor – das Wort kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bezeichnete diejenigen, die als Vormund und Beschützer von Personen auftraten, welche als handlungsunfähig definiert worden waren. Von dieser Bedeutung sind Tutorinnen und Tutoren heute weit entfernt. Sie übernehmen die Aufgabe, für andere Studierende BegleiterInnen im Lernprozess und AnsprechpartnerInnen zu sein.

In den Tutoraten „stehen nicht Leistung und Benotung im Vordergrund, sondern das gemeinsame Üben und Erlernen von wissenschaftlichem Arbeiten ausgehend von dem jeweiligen Wissensstand der Studierenden“.1

So beschreibt die Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung Tutorate“ des Historischen Seminars und Seminars für Alte Geschichte die Veranstaltungen.

Tutorate sind Zusatzveranstaltungen zu Vorlesungen im Grundstudium und bieten die Möglichkeit die Themen und Texte der Vorlesungen zu diskutieren, zu üben und zu vertiefen. Meist sind TutorInnen selbst noch Studierende und arbeiten als studentische Hilfskräfte an der Universität. Ich habe in meinem dritten Fachsemester das erste Tutorat übernommen. Bei meiner ersten Sitzung hatte ich unglaubliches Lampenfieber. Das habe ich aber immer noch bei jeder ersten Sitzung eines neuen Tutorats – wenn auch nicht mehr so sehr – und schätze das persönlich als positiv und dazugehörig ein, da es wichtig ist, sich auf die von Semester zu Semester wechselnden TeilnehmerInnen einzulassen, auf ihre Erfahrungen, Fragen, Diskussionen und Meinungen. Ein Tutorat zu übernehmen, bedeutet für mich weiter…

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POL: Nicht nur die Tutorenrolle ist ungewohnt…

Mittwoch, 8. August 2012 | Autor/in: , und 

Theorie und Praxis – Erste Erfahrungen aus dem IDA-Projekt zu wissenschaftlichen Kompetenzen in der Medizin:

Problemorientiertes Lernen ist ungewohnt
Wie nicht anders zu erwarten war, reagieren die Studierenden auf die für sie ungewohnte Lernmethode des problemorientierten Lernens (POL) sehr unterschiedlich, wobei außerdem die einzelnen Elemente des Lernens (Fall, Gruppendiskussion, Selbststudium) verschieden bewertet werden. Dementsprechend gehen auch die Meinungen im Hinblick auf den individuellen Lernerfolg auseinander.

Die Fälle: Je näher am klinischen Alltag, desto interessanter
Die Fälle wurden von den Studierenden dann als besonders interessant bewertet, wenn sie mit klinischen Fragestellungen verbunden waren, z.B. mit der Frage der Wirksamkeit von bestimmten Behandlungen. Weniger angetan waren die Studierenden dagegen von Fällen, die zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der alltäglichen Verwendung wissenschaftlicher Studien anregen sollten z.B. im Hinblick auf die angeblich gesundheitsförderliche Wirkung von sogenanntem „Functional Food“. Offensichtlich ist es für die Studierenden leichter, die Relevanz zu erkennen, wenn die im Fall angesprochene Thematik unmittelbar mit ihrem späteren Berufsalltag verbunden ist. weiter…

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Qualitätssicherung von Tutoraten

Mittwoch, 15. Februar 2012 | Autor/in:

Prof. Dr. Birgit Studt

Seit Oktober 2011 wird unter meiner Leitung im Rahmen des IDA-Projekts „Qualitätssicherung Tutorate“ eine Neukonzeption für die Tutorate der Lehrveranstaltungen am Historischen Seminar und Seminar für Alte Geschichte erarbeitet. Das Projekt konnte auf Vorarbeiten der Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung Tutorate“ zurück-greifen, die bereits im Sommersemester 2011 unter Leitung von Frau PD Dr. Cornelia Brink die Arbeit aufgenommen hatte.

Die Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung Tutorate“
Herzstück der Projektarbeit ist die Arbeitsgruppe, in der die wichtigsten Aufgaben und Fragen gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Vertretern aller beteiligten Gruppen zusammen – Dozierende aus der Professorenschaft und dem Mittelbau sowie Tutorinnen und Tutoren und zwar aus allen Bereichen der Geschichtswissenschaft sind repräsentiert, ebenso wie die Studierenden durch die Fachschaft Geschichte.

Die Arbeitsfelder des Projekts
Die AG erarbeitet zum einen die Neukonzeption der dreißig Tutorate, die parallel zu der Einführungsvorlesung Geschichtswissenschaft für alle Studienanfänger im Fach Geschichte angeboten werden. Zum anderen ist sie mit der Neugestaltung der epochenspezifischen Proseminartutorate befasst. Jedes dieser Tutorate ist an ein individuell gestaltetes Seminar angeschlossen. Die enge Zusammenarbeit von TutorInnen und Dozierenden sind hier Voraussetzung für eine erfolgreiche Lehre. Die Tutorate der Einführungsvorlesung und die der Proseminare sollen zukünftig konzeptionell abgestimmt sein und aufeinander aufbauen.

Die wichtigsten Fragen
Im Zuge ihrer Arbeit beschäftigen die Mitglieder der AG „Qualitätssicherung Tutorate“ grundsätzliche Fragen:
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Instructional Development Award Preisträgerin Prof. Dr. Birgit Studt

Montag, 13. Februar 2012 | Autor/in: und 

Frau Prof. Dr. Birgit Studt wird hier am Mittwoch über ihr Projekt „Qualitätssicherung Tutorate“ berichten, für das Sie 2011 mit dem Instructional Development Award (IDA) der Uni Freiburg ausgezeichnet wurde. Vorab hat mir die Lehrstuhlinhaberin für Mittelalterliche Geschichte II am Historischen Seminar einige Fragen zum Projekt, ihrer Person und ihren Ansichten über universitäre Lehre beantwortet.

IDA Projekt

Frau Prof. Studt, was hat Sie zu der Projektidee „Qualitätssicherung Tutorate“ inspiriert?
Besonders von Seiten der Studierenden wurden wiederholt nach Sinn, Inhalt und Funktion der Tutorate gefragt und auf Seiten der Lehrenden bestand das Bedürfnis, die Inhalte der angebotenen Tutorate stärker aufeinander abzustimmen. Da die Tutorate in den Studiengängen des Historischen Seminars eine wichtige Rolle spielen (und auch viel Mittel dafür eingesetzt werden), bestand hier ein deutlicher Handlungsbedarf. Der konkrete Anstoß dazu kam von der Neukonzeption der Tutorate zur Einführungsveranstaltung „Einführung in die Geschichtswissenschaft“, die ab Herbst 2012 für die AnfängerInnen (derzeit über 500 Personen) aller Studiengänge des Historischen Seminars verbindlich ist. In diesen Tutoraten bearbeiten die Studierenden unter Anleitung unterschiedliche Aufgaben zur Einführungsvorlesung in Kleingruppen und werden frühzeitig zu selbständiger Einübung von grundlegenden wissenschaftlichen Arbeitstechniken angeleitet und zur intensiven Auseinandersetzung mit weiterführender Literatur motiviert.

Arbeitsgruppe "Qualitätssicherung Tutorate"

Woran merken Sie, dass sich durch das Projekt bereits etwas verändert hat?
Bei den beteiligten Gesprächs-partnern ist ein Bewusstsein dafür entstanden, dass ein Reform-projekt zu Qualitätssicherung der Lehre sehr tief an Fragen der Wahrnehmung von Rollenver-ständnissen ansetzt. Im Institut ist ein Kommunikations-prozess in Gang gesetzt worden, der im folgenden Semester aber auf einer breiteren Ebene noch fortgeführt werden muss.

Welche Rückmeldungen zum Projekt haben Sie bereits von Kollegen und Studierenden bekommen?

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Gute Lehre soll Kreise ziehen: Ein Bericht vom IDA-Qualitätszirkel

Mittwoch, 21. Dezember 2011 | Autor/in:

Mitzuerleben, wie sich positive Veränderungen in solch einer großen und komplexen Organisation wie der Universität Freiburg durchsetzen, begeistert mich. Ein erster Einblick im Rahmen der Impulswerkstatt Lehrqualität bot sich mir dazu am 5. Dezember, als sich die diesjährigen IDA Preisträger/innen zu einem Qualitätszirkel im Haus zur lieben Hand trafen. Die Professorinnen und Professoren nutzen das Preisgeld des „Instructional Development Award“, um bestimmte Aspekte der Lehre in ihren Fachbereichen nachhaltig zu verbessern (aktuelle Ausschreibung der dritten Vergaberunde).

Mentor/innen für Tutor/innen?
Prof. Dr. Birgit Studt beschäftigt sich beispielsweise mit der Qualitätssicherung der Tutorate am Historischen Seminar. Gemeinsam mit allen Status-gruppen werden Missver-ständnisse zu Inhalten von Tutoraten und Anforderungen an Tutor/innen ausgeräumt. Silke Weiß vom Hochschuldidaktik-zentrum warf in der Diskussion die Idee auf, Mitarbeiter/innen im Fachbereich als Mentor/innen zu qualifizieren, die wiederum die große Anzahl an Tutor/innen (allein 20 für die Einführungsveranstaltung im 1. Semester) schulen. Wäre das nicht auch für andere Fächer eine interessante Variante?

FRIAS für die Lehre?
Die Studiendekane Prof. Dr. Friedrich, Prof. Dr. Kenkmann und Prof. Dr. Müller der Fakultät für Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften möchten die Interdisziplinarität ihrer Fakultät stärker nutzen, stoßen dabei aber auch auf Herausforderungen: Wie kann nach dem „IDA-Jahr“ sichergestellt werden, dass die neuen Strukturen und Verknüpfungen zwischen den Studiengängen weiter umgesetzt werden, wenn das Preisgeld nicht mehr zur Verfügung steht? Könnte auf lange Sicht eine Art „FRIAS für die Lehre“ die Nachhaltigkeit solcher Projekte sichern?

Offener Austausch
Häufig denken viele das gleiche, aber keiner weiß es vom anderen. Wenn der offene Austausch, wie er an diesem Tag im Qualitätszirkel stattfand, auch in die Impulswerkstatt Lehrqualität Einzug hält, können durch die universitätsweite Diskussion Verbesserungen in der Lehre angetrieben werden, die über einzelne Fachbereiche und Fakultäten hinausgehen und der ganzen Universität dienen.

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