SocialSIM: Ein interdisziplinäres Simulationsspiel

Mittwoch, 11. Juni 2014 | Autor/in: und 

SocialSIM ist ein interdisziplinäres Lern- und Lehrprojekt von Ethnologie, Soziologie und Politikwissenschaft, das den diesjährigen IDA in der Profillinie Modulentwicklung gewonnen hat. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Nutzbarkeit von Simulationen für die sozialwissenschaftliche Lehre zu erproben. Studierende können die Regelhaftigkeit sozialer Prozesse aus verschiedenen Perspektiven erleben und kritisch beobachten, indem sie während dem Simulationsspiel “SocialSIM – Bau dir deine Gesellschaft!” am 2. August kleinere theoriegeleitete Forschungsübungen zu gemeinsamen Fragestellungen durchführen. Begleitet werden sie von wöchentlichen disziplinären und interdisziplinären Seminarsitzungen zur Vor- und Nachbereitung der Simulation. An dem Simulationsspiel können alle Interessierten, nicht nur Studierende, teilnehmen und selbst die Zusammenhänge zwischen Simulation und “realer” Welt erleben.

Das Simulationsspiel SocialSIM ist gleichzeitig ein Spielfeld und eine teilweise kontrollierte Forschungsumgebung. Nach vorab definierten Regeln, die auch Freiraum für die eigene Gestaltung lassen, simulieren SpielerInnen gesellschaftliche Abläufe und erfahren die Verschränkung sozialer, politischer und wirtschaftlicher Prozesse. SocialSIM ermöglicht es den TeilnehmerInnen, für die Dauer des Spiels neue soziale Welten zu entwickeln. Sie gestalten miteinander eigene Gemeinschaften, bestimmen politische Organisationsstrukturen, einigen sich auf Grundprinzipien und Ziele ihrer Gemeinschaft und entscheiden über die Verteilung von Ressourcen.

SocialSIM1

Das Projekt SocialSIM stellt sich gleich mehreren Herausforderungen sozialwissenschaftlicher Lehre. Die Gesellschaftssimulation, die am 2. August in der Mensa Rempartstraße stattfinden wird, schafft einen Raum, um theoretische Konzepte auf praktischer Ebene zu erfahren. Spielerisch und systematisch können sich die Teilnehmenden soziale Zusammenhänge erschließen und die Sensibilität für vergleichbare Prozesse in realen Gesellschaften schärfen. weiter…

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Blackbox Selbststudium: Gestaltung von Tutorien

Mittwoch, 28. Mai 2014 | Autor/in: , und 

Beitragsreihe_Selbststudium

Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im IDA-Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken. Im Folgeprojekt (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig vor.

Im Rahmen des Projekts wurde eine Studie durchgeführt, in der verschiedene Formen von Tutoraten im Rahmen einer Statistikveranstaltung in Hinblick auf die Verbesserung der Lernmotivation verglichen wurden. Neben dem klassischen Format (gemeinsames Lösen und Besprechen von Aufgaben), wurden Tutorate angeboten, in denen die Studierenden die Inhalte mit Hilfe von ausgearbeiteten Lösungsbeispielen bearbeiteten:

Loesungsbeispiel

Beispielaufgabe mit Lösungsbeispiel (Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern)

Beim Lernen mit Lösungsbeispielen erarbeiten sich die Studierenden anhand ausgearbeiteter, kommentierter Lösungsbeispiele den Lösungsweg selbst. Lernen mit Lösungsbeispielen führt in der Regel zu flexiblerem, nachhaltigerem Wissen (Salden, Koedinger, Renkl, Aleven, & McLaren, 2010). In Bezug auf die Lernmotivation und die Reduktion des Prokrastinationsverhaltens zeigte sich, dass die Studierenden in der Gruppe mit Lösungsbeispielen motivierter waren, regelmäßig am Tutorat teilzunehmen. Auf diese Weise beschäftigten Sie sich schon lange vor der Klausur intensiv mit den Lerninhalten. Studierende, die das klassische Tutorat besuchten, nutzten diese hauptsächlich direkt vor der Klausur. Die regelmäßigere Teilnahme am Tutorat mit den Lösungsbeispielen führte schließlich zu besseren Lernergebnissen. Insgesamt wurden die Tutorate, in denen mit Lösungsbeispielen gearbeitet wurde, auch besser evaluiert (Zufriedenheitsevaluation durch die Studierenden). Um Studierende in ihrem Lernprozess optimal zu unterstützen, können also didaktisch anspruchsvolle Tutorate mit Lösungsbeispielen eine sinnvolle und auch effektivere Unterstützungsmaßnahme sein.

In weiteren Artikeln dieser Beitragsreihe betrachten wir folgende Aspekte:

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Blackbox Selbststudium: Aktivierende Lehre in großen Veranstaltungen

Mittwoch, 21. Mai 2014 | Autor/in: , und 

Beitragsreihe_Selbststudium

Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im IDA-Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken. Im Folgeprojekt (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig vor.

Um sich selbst als kompetent zu erleben, sollten Studierende erfahren, dass sie ihre Ziele erreichen können. Hierfür kann man wie in vorigem Beitrag beschrieben Studierende in der Nutzung von Lernstrategien trainieren. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Nutzung lernförderlicher Strategien durch aktivierende Lehre anzuregen. In einem Experiment wurde untersucht, ob Lernstrategien auch durch die Gestaltung einer Vorlesung angeregt werden können. Es zeigte sich, dass Studierende die sich eine aktivierende Vorlesung anhörten, motivierter waren und angaben sich intensiver mit dem Lernstoff zu beschäftigen.

Einige, auch in Großveranstaltungen mit sehr vielen Studierenden, leicht umzusetzende Möglichkeiten Lernstrategien anzuregen sind:

Stellen von Fragen oder Arbeitsaufträgen zum Inhalt, die zur Organisation (Strukturierung) und Elaboration (Verknüpfung mit dem Vorwissen) der Inhalte anregen:

  • Welche Beispiele fallen Ihnen ein, die die Lerninhalte verdeutlichen?
  • Formulieren Sie in eigenen Worten die drei zentralsten Erkenntnisse/Aspekte aus der heutigen Sitzung.
  • Veranschaulichen Sie die Ergebnisse kurz graphisch.
  • Visualisieren Sie die inhaltlichen Beziehungen der wichtigsten Begriffe in einer Concept-Map, die Sie im Laufe der Vorlesung zunehmend erweitern.

Diese Fragen können auch jeweils im Dialog mit dem Sitznachbarn beantwortet werden. Auch das Präsentieren von Schaubildern und Diagrammen in Verbindung mit diesen Fragen kann Lernstrategien aktivieren.

Stellen von Fragen zur Relevanz und zum Verständnis der Inhalte:

  • Inwiefern ist das Thema für Sie persönlich relevant?
  • Wo bzw. bei welchen Aufgabenstellungen können Sie ihr neues Wissen anwenden?
  • Bitte reflektieren Sie kurz, welche offenen Fragen Sie noch haben.
In weiteren Artikeln dieser Beitragsreihe betrachten wir folgende Aspekte:

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Blackbox Selbststudium: Selbstbeobachtung des eigenen Prokrastinationsverhaltens

Mittwoch, 7. Mai 2014 | Autor/in: , und 

Beitragsreihe_Selbststudium

Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im IDA-Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken. Im Folgeprojekt (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig vor.

Selbstbeobachtung

In mehreren Studien zur Wirkung von grafischem Feedback des selbst dokumentierten Prokrastinationsverhaltens zeigte sich, dass Studierende in der Lage sind, selbstständig ihr Lernen zu optimieren, wenn sie darin unterstützt werden, ihr Prokrastinationsverhalten über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten. Hierzu führten sie ein webbasiertes Lerntagebuch, in welchem eine grafische Rückmeldung (Liniendiagramm, siehe Bild) zu ihrem Prokrastinationsverhalten integriert war. Diese grafische Rückmeldung wirkte sich nicht nur positiv auf den Rückgang des Prokrastinationsverhaltens aus, sondern auch auf die vermehrte Nutzung von lernförderlichen Strategien (Wäschle et al., submitted). Das so optimierte Lernverhalten führte zu einer Stressreduktion auf Seiten der Studierenden.

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Wie die Hausarbeit aus der Schublade kam – ein kollaboratives Aufsatzprojekt als Modellfall (Teil 2)

Mittwoch, 30. April 2014 | Autor/in: und 

Im Wintersemester 2012/2013 bot Dr. Stefan Seeber im Rahmen des Proseminars „Tristanstoff im Mittelalter“ ein innovatives Lehrkonzept an: Statt eine Hausarbeit zu schreiben, durften wir an einem Aufsatzprojekt mitwirken (siehe Teil 1). Von knapp 30 Seminarteilnehmenden nahmen 15 das Angebot in Anspruch. Sechs davon reflektieren über die Abläufe, ihre Erwartungen, Erfahrungen und kommen zum Fazit: Es hat sich gelohnt!


Hinweis: Stefan Seeber wünscht sich einen Erfahrungsaustausch mit Lehrenden, die ähnliche Projekte durchführen: über Themenstellungen und Abläufe ebenso wie über Gruppendynamik und die Publikationsform. Fühlen Sie sich angesprochen? Hinterlassen Sie einen Kommentar!

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Blackbox Selbststudium: Setzen geeigneter Lernziele

Mittwoch, 23. April 2014 | Autor/in: , und 

Beitragsreihe_Selbststudium

Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken (Wäschle, Allgaier, Lachner, Fink, & Nückles, 2014). Im Projekt „’Morgen, morgen, nur nicht heute…!‘ Konstruktive Modulgestaltung als Mittel zur Verminderung von Prokrastinationsverhalten und Prüfungsstress“ (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig dar.

Sogenannte metakognitive Lernstrategien erlauben es Studierenden, ihren eigenen Lernprozess zu planen, zu überwachen und zu bewerten. So lassen sich Konsequenzen ableiten, die zu Verminderung unerwünschten Verhaltens und zur Festigung lernförderlichen Verhaltens führen. (Für mehr Informationen siehe auch unseren früheren Blogbeitrag). Eine zentrale metakognitive Lernstrategie ist das Setzen sinnvoller und konkreter Lernziele (Zimmerman, 2002).
Lernziele beschreiben die gewünschten Ergebnisse eines Lernprozesses vor dem Lernprozess. Im Lernprozess selbst übernehmen sie dann ganz unterschiedliche Funktionen: weiter…

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Wissen im Prozess – Impressionen aus zwei Projektseminaren

Mittwoch, 9. April 2014 | Autor/in: , und 

Im Rahmen des IDA-Projekts „Wissen im Prozess – Kollaborativ erstellte Online-Publikationen von Studierenden“ führten Prof. Dr. Anna Schreurs-Morét und Prof. Dr. Bent Gebert an den Universitäten Freiburg und Konstanz in ihren jeweiligen Fachgebieten Seminare durch, in denen Studierende mithilfe von Wikis und Etherpads gemeinsam Texte erstellen, diskutieren und weiterentwickeln.

Die Inhalte und Ziele des Projekts wurden bereits in der Impulswerkstatt Lehrqualität vorgestellt. In diesem Beitrag soll es darum gehen, Impressionen aus den Seminaren einzufangen. Hierzu wurden Studierenden vor Beginn des Sommersemesters 2013 zu ihren Vorerfahrungen und Erwartungen bezüglich der Seminarinhalte und -form befragt. In Feedbackrunden wurde zum Abschluss der Seminare evaluiert, was erreicht wurde, was gut gelungen ist, was eher ungewohnt und vielleicht auch schwierig war.

In der Kunstgeschichte erstellten Studierende gemeinsam ein Glossar zu den Schlüsselbegriffen der Kunstgeschichte, in der Germanistik wurde historisches, kulturelles und literaturwissenschaftliches Wissen zum „Ich-Erzählen“ im Mittelalter in Wiki-Artikeln abgebildet. Für beide Seminare gilt, es gibt nicht nur einen Autor je Artikel, sondern alle Teilnehmer/innen sind dafür verantwortlich, dass am Ende ein Gruppenergebnis vorliegt und erarbeitete Themen und Ergebnisse für weitere Studierendengenerationen verfügbar sind.

In den folgenden zwei Videobeiträgen erfahren Sie, mit welchen Vorerfahrungen und Erwartungen die Studierenden in Freiburg und in Konstanz in das Sommersemester 2013 starteten. (Die Zeichnungen wurden von Nora Bergner erstellt.)

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Wie in den Interviews zu hören ist, wurden die Seminare mit viel Neugier begonnen, sowohl in Bezug auf inhaltliche Aspekte als auch in Hinblick auf die kollaborative Arbeitsform. weiter…

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Wie die Hausarbeit aus der Schublade kam – ein kollaboratives Aufsatzprojekt als Modellfall

Mittwoch, 12. März 2014 | Autor/in:

Hausarbeiten werden gemeinhin für die Schublade geschrieben. Sie haben nur einen Leser, den Dozenten, und kämpfen zumeist mit dem Problem, dass in kurzer Zeit auf engem Raum von einem Autor allein ein Thema bearbeitet werden soll. Auf beide Probleme – mangelnde Sichtbarkeit und engen Rahmen – reagiert das Experiment, im Seminar einen kollaborativ erstellten Aufsatz zu schreiben und diesen relativ zügig auf einer wissenschaftlichen Plattform online zu publizieren. Ich möchte das Procedere kurz vorstellen, um im Anschluss einen Ausblick über »lessons learned« und die Vorteile des Unternehmens zu geben.

Bilder_Aufsatzprojekt

Quelle: Universitätsbibliothek Heidelberg

Procedere
Das Rahmenthema des Proseminars waren mittelhochdeutsche Tristandichtungen – d. h. eine relativ große, breit gestreute und durch zweisprachige Editionen gut erschlossene Textgruppe. Wir haben zwei Standbeine der Arbeit aufgebaut: »Autorensitzungen« in virtueller und realer Form haben den Austausch zur Themenfindung, Aufgabenverteilung und dem Abgleich der fertigen Textteile ermöglicht. Ein passwortgeschützter Google-Drive-Account stand für den Upload von Material, Bibliographie, Statusberichten und fertigen Texten zur Verfügung. Zuerst wurden von den Studierenden für den Leistungsnachweis Essays in Einzelarbeit, aber im Austausch mit den anderen Beteiligten erstellt. Diese Essays haben wir im nächsten Schritt kombiniert und gemeinsam weiter bearbeitet. In einem letzten Durchgang habe ich Einleitung und Schluss ergänzt, den Text gerafft und stilistisch vereinheitlicht. Diese Version haben wir dann gemeinsam einem externen, promovierten germanistischen Mediävisten als peer reviewer zur kritischen Lektüre übergeben. Danach hat eine kleinere Arbeitsgruppe letzte Änderungen eingearbeitet, alle haben das Imprimatur gegeben, und die UB Freiburg hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, den Aufsatz auf der Freidok-Plattform zu veröffentlichen.  weiter…

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Gemeinsam öffentliche Ressourcen in und für die Geisteswissenschaften erstellen

Mittwoch, 18. Dezember 2013 | Autor/in: , , und 

Im Rahmen des IDA-Projekts „Wissen im Prozess – Kollaborativ erstellte Online-Publikationen von Studierenden“ führen Prof. Dr. Anna Schreurs-Morét und Prof. Dr. Bent Gebert derzeit an den Universitäten Freiburg und Konstanz in ihren jeweiligen Fachgebieten Seminare durch, in denen Studierende mithilfe von Wikis und Etherpads gemeinsam Texte erstellen, diskutieren und weiterentwickeln.
Was genau im Rahmen dieses Projekts erarbeitet wird und welche Ziele dahinter stehen, wird in diesem Beitrag von den beteiligten Professoren vorgestellt.

Materialien zur Nachnutzung durch andere Studierende (Zeichnung Nora Bergner)

Materialien zur Nachnutzung durch andere Studierende (Zeichnung Nora Bergner)

In dem Projekt „Wissen im Prozess“ beschäftigen wir uns mit kollaborativ erstellten Artikeln von Studierenden, die in eine Online-Publikation münden sollen. Virtuelle Kollaborationswerkzeuge wie z.B. Wikis bieten neue Arbeitsformen auch für die Hochschullehre an, deren Fokus auf der gemeinsamen Leistung eines Personenkreises – in unserem Fall Studierenden – liegt. Diese Leistungen landen hierbei nach Abschluss des Seminars nicht irgendwo in einer Schublade, sondern sollen im Internet für definierte Personenkreise, unter Umständen auch für die gesamte Welt, zugänglich sein. Daraus ergibt sich ein ganz besonderer Anreiz für die Studierenden, sich aktiv an den Erarbeitungs- und Schreibprojekten zu beteiligen. Dies bedeutet aber auch, dass das  gemeinsam erarbeitete Wissen gesichert, bewertet und ggfs. weiterentwickelt werden muss, um den wissenschaftlichen Kriterien einer Online-Publikation zu genügen.

Projekt-Wiki der Germanistik (SoSe 2013)

Projekt-Wiki der Germanistik (SoSe 2013)

Wir verfolgen in unserem Projekt demnach mehrere Fragen. Zum einen interessiert uns, welche Auswirkungen der Einsatz von virtuellen Kollaborationswerkzeugen auf das didaktische Konzept einer Lehrveranstaltung hat. Wie binde ich beispielsweise die Arbeit in einem Wiki gewinnbringend in meine Seminarplanung ein? Werden kollaborative Arbeiten in der Leistungsbeurteilung berücksichtigt, wenn ja, wie? Zum anderen stellt sich die Frage, welche Kriterien ein Text bzw. ein Artikel erfüllen muss, um der Wissenschaftlichkeit gerecht zu werden, die sich je nach Fachkontext in verschiedenen Standards bzw. Gewichtungen ausprägt. weiter…

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Es ist angerichtet! Das neue Hochschuldidaktik-Programm 2014

Mittwoch, 4. Dezember 2013 | Autor/in:

Die Sommerpause hat die Abteilung Hochschuldidaktik dazu genutzt, das neue Programm für das Jahr 2014 zu entwickeln, zu priorisieren, innerhalb der Qualitätskommission Hochschuldidaktik abzustimmen und letztlich zum Abschluss zu bringen. Dabei war uns wichtig, sowohl das Angebot um neue Themen zu ergänzen, auf Bedarfe zu reagieren als auch stark nachgefragte Veranstaltungen wieder aufzunehmen.
Vergangenen Monat ist das neue Jahresprogramm nun erschienen und seither ist auch die Online-Anmeldung frei geschaltet.

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Was erwartet Sie im Jahr 2014?

Als Lehrende/r der Universität Freiburg können Sie das gesamte Angebotsspektrum nutzen: Besuch von themenspezifischen Workshops nach Ihrem persönlichen Interesse, individuelle Beratung zu Ihren spezifischen Fragen oder Lehrhospitationen in Ihren Veranstaltungen.
An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Einblick geben, welche Themen im kommenden Jahr im hochschuldidaktischen Workshopprogramm verankert sind.  weiter…

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