Evaluation des zweiten Durchlaufs des neuen Orientierungspraktikums (OSP) im Lehramtsstudium: Ein Beitrag zur Professionalisierung der Lehrer/innenausbildung

Mittwoch, 9. August 2017 | Autor/in:

Für alle Lehramtsstudierenden, die im WS 2016/17 mit dem polyvalenten Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang gestartet haben, wurde im Zeitraum vom  Oktober 2016 bis April 2017 zum zweiten Mal das neue dreiwöchige OSP durchgeführt. Das OSP zielt auf eine bessere Verzahnung von universitärer Ausbildung und Praxisphasen in der Lehrer/innenausbildung ab und soll darüber hinaus den Studierenden frühzeitig die Möglichkeit geben, ihre Studien- und Berufswahlentscheidung zu reflektieren bzw. zu überprüfen. Fast 400 Studierende haben das OSP in diesem Jahr erfolgreich absolviert. Das OSP ist Bestandteil des Moduls Bildungswissenschaften und besteht aus einer Vorlesung („Einführung in die Bildungswissenschaften“), dem Praktikum sowie einem Vor- und Nachbereitungsworkshop. Inhaltlich wird es durch das Institut für Erziehungswissenschaft verantwortet und vom Zentrum für Schlüsselqualifikationen umgesetzt.  Das Konzept wurde in enger Kooperation mit den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung Freiburg (Abteilung Gymnasien, Abteilung Berufliche Schulen) und der Pädagogischen Hochschule Freiburg entwickelt.

Bereits nach dem ersten Durchlauf im WS 2015/16 gab es im Rahmen einer aufwändigen Evaluation für alle Beteiligten (Studierende, Workshopleiter/innen und praktikumsgebende Schulen) die Möglichkeit, Rückmeldungen und Anregungen zu geben. Deshalb war es nun im zweiten Durchlauf des OSP sehr interessant zu sehen, wie sich die Überarbeitungen und Optimierungen ausgewirkt haben (z.B. Reduzierung des Umfangs der Aufgabenstellungen, verstärkte Verknüpfung bildungswissenschafllicher Inhalte mit schulpraktischen Erfahrungen, Verbesserung der organisatorischen Abläufe)
Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Studierenden das Praktikum als sehr hilfreich und gewinnbringend für ihre Orientierung im Kontext des Lehramtsstudiums einschätzen. Bei den meisten Studierenden hat das OSP zu eine Bestätigung der Entscheidung für die Lehramtsoption geführt und ihre Motivation gestärkt. Einzelne denken aufgrund der Einblicke im OSP über einen Fachwechsel nach. Das OSP hat dazu beigetragen, dass Schule und Unterricht ganz konkret erleb- und erfahrbar wurden. Das Praktikum an einer der fast 200 teilnehmenden Schulen wurde sehr positiv eingeschätzt, besonders positiv fanden die Studierenden:

  • der Kontakt und die Gespräche mit den Lehrkräften in den Schulen.
  • die Möglichkeit, eigene Unterrichtseinheiten durchzuführen.
  • die Interaktion mit Schülern und Schülerinnen.
  • die Möglichkeit, einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten des Lehrer/innenberufs zu erhalten.
  • die gute und sehr hilfreiche Betreuung durch die Lehrkräfte an den Schulen

Optimierungsanregungen kamen von den Studierenden zum Beispiel zur Gestaltung des E-Portfolios und zum Umfang des angeleiteten Unterrichtens.
Von den 90 Schulen, die an der Online-Umfrage zur Evaluation teilgenommen haben, kam die Rückmeldung, dass fast alle Studierenden sehr motiviert und zielgerichtet in das Praktikum kamen, also deutlich besser vorbereitet waren, als dies in früheren Orientierungspraktika oftmals der Fall war. Eine Herausforderung für die Studierenden besteht aus Sicht der befragten Schulen zum Teil in der Fähigkeit zum Wechsel von der (ehemalige) Schüler/innenrolle zur neuen Lehrer/innenrolle.

Die Zusammenfassung aller Evaluationsbereiche ergibt auch für den zweiten Durchlauf des OSP in der Gesamtschau wieder ein sehr positives Bild. Erneut wurden die wesentlichen Zielsetzungen des OSP erreicht, nämlich die Reflexion und Überprüfung der Studien- und Berufswahl und die Verknüpfung von bildungswissenschaftlichen Befunden mit schulpraktischen Erfahrungen. Nicht zuletzt war auch das zweite OSP auch deshalb wieder erfolgreich, weil es die Kompetenzen vieler verschiedener Akteure in der Lehrer*innenausbildung bündelt und in einem abgestimmten Vorgehen umsetzt. Und weil die inhaltlich und organisatorisch enorm umfangreichen Abstimmungsbedarfe bzw. Absprachen sowie der Informations- und Kommunikationsfluss zwischen allen beteiligten Institutionen und Akteuren im Großen und Ganzen sehr gut funktioniert haben.

Das OSP ist aus unserer Sicht auf einem sehr guten Weg, es ist weiterhin ein innovatives Modell, das in hohem Maße zu einer Professionalisierung in der Lehrer*innenausbildung beiträgt. Genau das haben uns viele Lehrkräfte zurückgemeldet: Die Studierenden starten auf einem ganz anderen Niveau, als dies oftmals früher der Fall war, ins Praktikum: gut vorbereitet, meistens hoch motiviert, sehr zielstrebig und mit ersten bildungswissenschaftlichen Kenntnissen ausgestattet. Gerne möchten wir auch bei dem kommenden OSP Gestaltungspielräume nutzen, kontinuierlich an Optimierungen arbeiten, neue Formate entwickeln und im Gespräch und im Austausch mit allen Beteiligten bleiben.

Auf der Homepage des ZfS ist der Evaluationsbericht veröffentlicht. Für Fragen steht Ihnen gerne Herr Michael Thimm (Fachbereichsleitung OSP) zur Verfügung (Tel.: 0761-203-6894).

Weitere Informationen erhalten Sie auf der FACE-Webseite.

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Kompetenzorientiert prüfen in der Lehrerbildung

Freitag, 7. April 2017 | Autor/in:

Bericht über einen Scientific Retreat im Rahmen vom FACE

Was ist unter Kompetenzorientierung zu verstehen?
Welche Prüfungsformate und Aufgabenstellungen sind kompetenzorientiert?
Wie können gezeigte Leistungen kompetenzorientiert bewertet werden?
Wie kann kompetenzorientiertes Prüfen lernförderlich gestaltet werden?

Diese Fragen treten oft bei Lehrenden im Rahmen kompetenzorientierter Prüfungsgestaltung auf – so auch in der aktuellen Neugestaltung der Lehrerbildung. Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, arbeiteten elf Lehrende der Albert-Ludwigs-Universität und Pädagogischen Hochschule Freiburg in einem Scientific Retreat  am 2. und 3. März 2017 unter Anleitung von Prof. Dr. Niclas Schaper (Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Paderborn und 2. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik) an der konkreten Konzeption kompetenzorientierter Prüfungsformate in Lehrveranstaltungen der Lehrerbildung.

Nach einer Einführung in kompetenzorientiertes Prüfen – bei welcher die Wichtigkeit des Prüfens für den Lernprozess der Studierenden deutlich wurde – warf Herr Schaper die Frage nach den Lernergebnissen auf, sprich „Was soll geprüft werden?“ (im Sinne des Rahmenmodells des Prüfens in der Hochschullehre von Metzger & Nüesch, 2004). Diese Frage wurde von den Teilnehmenden individuell für die eigene Lehrveranstaltung beantwortet, indem sie Lernergebnisse formulierten, die fachbezogene und fachübergreifende Kompetenzaspekte mit einbezogen und Indikatoren beschrieben, die kenntlich machten, inwiefern das Lernergebnis von den Studierenden erzielt wurde.

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden über die Frage „Wie soll geprüft werden?“. Dabei wurden unterschiedliche Prüfungsformate und Aufgabenstellungen in den Blick genommen und inwiefern diese den Kompetenzerwerbsstand überprüfen können. Bei der Anwendung des Gelernten auf die eigene Lehrveranstaltung wurde deutlich, welche Vielfalt es an Prüfungsszenarios geben kann. Beispielsweise werden in den Sportwissenschaften Kompetenztests eingesetzt, bei denen Studierende bei Kommiliton/-innen Fehler während der Durchführung bestimmter Sportarten identifizieren und diese lernförderlich rückmelden sollen. In den Sprachwissenschaften wenden Studierende ihren gelernten Wortschatz in einem Kompetenztest in Form eines Dialogs mit Kommiliton/-innen an.

Der nächste Schritt bestand darin die Frage „Wie soll bewertet werden?“ zu bearbeiten. Für die jeweiligen Lehrveranstaltungen wurden dazu Kriterien formuliert, die zur Bewertung der gezeigten Leistung im zuvor entwickelten Prüfungsszenario herangezogen werden. Zur präziseren Einschätzung der gezeigten Leistung stuften die Teilnehmenden die Kriterien im Anschluss. In diesem Zusammenhang wurde die Relevanz von Beurteilungsraster (sog. Rubrics) deutlich. Im weiteren Verlauf des Scientific Retreats wurde über die Funktion von Prüfungen und die Wechselwirkung zwischen Prüfen und dem Lernverhalten diskutiert. Abschließend setzten sich die Teilnehmenden unter Anleitung von Herrn Schaper mit der Rückmeldung von Prüfungsergebnissen an Studierende auseinander und erkannten dabei welche essentielle Rolle eine lernförderliche Rückmeldung für den Kompetenzerwerb spielen kann.

Den Teilnehmenden wurde während des Scientific Retreats deutlich, dass eine kompetenzorientierte Prüfung von Anfang an mitzudenken ist und nicht erst kurz vor dem Prüfungszeitraum konzipiert werden sollte, wie es laut einer Studie von Schindler et al. (2015) 71 % der Lehrenden tun. Zudem ist die Entwicklung von kompetenzorientierten Prüfungsformaten ein andauernder Prozess: Bei der ersten Durchführung einer Lehrveranstaltung kann und muss die Prüfung nicht perfekt gestaltet sein. Die Evaluation der Studierenden sowie Qualitätssteigerungsschleifen optimieren Prüfungsformate kontinuierlich. Diese Aussage des Experten entlastet und ließ die Teilnehmenden optimistisch-realistisch ins neue Semester starten.

Alle, die gerne einen Einblick in kompetenzorientiertes Prüfen erhalten möchten, finden in der HRK nexus Broschüre „Kompetenzorientiert prüfen“ Anregungen dazu.

Quellenangaben:
Metzger, Chr. & Nüesch,  Ch. (2004): Fair prüfen. Ein Qualitätsleitfaden für Prüfende an Hochschulen. In: Euler, D.; Metzger, Chr. (Hrsg.): Hochschuldidaktische Schriften Band 6. St.  Gallen.

C. Schindler, N. Schlomske-Bodenstein, A. Strasser et al.: Prüfungen als Indikator für Studienerfolg. In: Berthold/Jorzik/Meyer-Guckel (Hrsg.): Handbuch Studienerfolg, Stifterverband, 2015.

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Was bedeutet es, Lehrerin oder Lehrer zu sein?

Dienstag, 29. November 2016 | Autor/in: und 

wtp_assetDas Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring hebt sein neues Baby aus der Taufe: Das Programm „Mentoring für Lehramtsstudierende“.

Was dieses Programm ausmacht und warum es ein wunderbarer Weg zur gezielten Nachwuchsförderung ist, davon berichtet in diesem Blog-Beitrag Heike Elisabeth Kapp, Koordinatorin Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring.

Was ist das Besondere am Mentoring für Lehramtsstudierende?

Seit 2012 koordiniert das Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring zahlreiche Mentoringprogramme mit unterschiedlichen Zielgruppen. Das Mentoring für Lehramtsstudierende ist unser neuestes Programm und, soweit ich weiß in dieser Form einzigartig in Deutschland. Es bietet Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, Kontakte zu erfahrenen Lehrkräften zu knüpfen. Die Studierenden sollen schon früh Einblick in den Schulalltag erhalten und sich mit dem Schulberuf identifizieren, so wie andere Studierende über ihre Fächer zusammenfinden.

Im Schulpraxissemester werfen die Studierenden doch auch einen Blick in den Schulalltag. Worin unterscheidet sich Ihr Mentoringprogramm?

Ein ganz wesentlicher Unterschied sind unsere Qualitätsstandards wie z.B. Freiwilligkeit und Hierarchiefreiheit. Im Schulpraxissemester erwerben die Studierenden praktische Kompetenzen, werden im Anschluss aber bewertet. Kritische Momente wie z.B. Zweifel an der Studien- oder Fächerwahl, Probleme im Umgang mit Schülern oder einer Klasse werden daher von Natur aus meist nur vorsichtig oder gar nicht thematisiert, um eine schlechte Bewertung zu vermeiden. Unser Programm hingegen lässt neben fachbezogenen Themen auch Raum für persönliche Anliegen, da es zwischen den Beteiligten kein Abhängigkeitsverhältnis gibt. Ein weiterer Aspekt ist die zeitliche Dauer. Während das Schulpraxissemester innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erfolgt, kann eine Mentoringbeziehung auch über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden und begünstigt damit den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses.

Gibt es schon erste Erfahrungen oder Rückmeldungen?

Die vergangenen Monate waren arbeitsintensiv aber erfolgreich. Wir haben mit Hochdruck daran gearbeitet, engagierte Lehrkräfte und geeignete Studierende zu gewinnen und können deshalb jetzt mit der ersten Staffel starten. In persönlichen Gesprächen haben wir herausgefunden, welche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zueinander passen – hier bewähren sich Fingerspitzengefühl und unsere langjährige Erfahrung. Im Rahmen einer feierlichen Auftaktveranstaltung werden sich die Tandempartner am 07.12.2016 im Rahmen unserer Auftaktveranstaltung erstmals persönlich kennenlernen. Mit den ersten Rückmeldungen zum beiderseitigen Erfahrungsaustausch rechnen wir im ersten Quartal 2017.

Geben Sie uns einen kleinen Einblick: Was motiviert Lehrkräfte, sich ehrenamtlich zu engagieren? Was versprechen sich die Studierenden?

Ich habe mit jeder Lehrkraft ausführlich gesprochen. Mein Eindruck ist, dass viele von ihrem Beruf begeistert sind und künftigen Kolleginnen und Kollegen ein Verständnis für die Komplexität des Lehrberufs vermitteln möchten. Sie sind stolz darauf, fachliche und persönliche Erfahrungen weitergeben zu können und damit den Nachwuchs zu fördern. Da viele Lehrkräfte einer großen zeitlichen Belastung ausgesetzt sind, freue ich mich umso mehr über dieses Engagement. Die Spanne reicht von Lehrkräften an Realschulen über berufliche Schulen bis hin zu Gymnasien im Stadtgebiet und der Umgebung.

Mit den Studierenden wurden intensive Bewerbungsgespräche geführt, da wir nur diejenigen auswählen, die die größte Motivation mitbringen und das aus unserer Sicht größte Potential, um eine Mentoringbeziehung mit den Lehrkräften zum Erfolg zu führen. Die Studierenden kennzeichnet, dass sie schon früh, auch außerhalb des Praxissemesters, lernen möchten, was neben dem Unterricht in der Schule wichtig ist und was es bedeutet, Lehrerin oder Lehrer zu sein. Sie möchten ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen stärken, suchen Beratung bei der Gestaltung zum Studium, wünschen sich Tipps zum Bewerbungsprozess oder Referendariat oder suchen konkrete Hilfe bei Fragen zum Berufseinstieg.

Wie werden die Lehrerinnen/Lehrer und Studierenden von Ihnen unterstützt?

Zu unseren Qualitätsstandards gehört auch die professionelle Begleitung: Wir stellen ein Mentoring-Handbuch sowie umfangreiches Material bereit. Parallel zu den persönlichen Treffen von Mentorin/Mentor und Mentee bieten wir verschiedene Veranstaltungen und Workshops an. Gerne stehen wir auch telefonisch, persönlich oder vertraulich in der Sprechstunde bei (üblicherweise selten) auftretenden Konflikten mit unserem Beratungsangebot zur Verfügung. Uns ist wichtig, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer so viel wie möglich aus dem Mentoring mitnehmen und ihren fachlichen und persönlichen Horizont erweitern können.

https://www.mentoring.uni-freiburg.de/Lehramtmentoring

Das Lehramtsspezifische Mentoring findet im Rahmen des Freiburg Advanced Centers of Education (FACE) statt. Freiburg Advanced Center of Education (FACE) ist ein Kooperationsnetzwerk der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Für weitere Informationen:
www.face-freiburg.de

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Aktuelle Angebote vom Praxiskolleg in FACE

Freitag, 14. Oktober 2016 | Autor/in:

ringvorlesung2016Im Wintersemester 2016/17 lädt das Praxiskolleg zur öffentlichen Ringvorlesung „Lehr- und Lernperspektiven – Impulse aus der Forschung für Schule und Unterricht“ ein. Ausgewiesene Experten verschiedener Hochschulen stellen aktuelle Themen der Unterrichts- und Bildungsforschung vor, die u.a. an der Metastudie von John Hattie anknüpfen. In allen Vorträgen wird darauf fokussiert, wie wissenschaftliche Erkenntnisse der Schul- und Unterrichtsforschung direkt von Lehrkräften im Unterricht genutzt werden können.

Zum Auftakt wird Prof. Dr. Thorsten Bohl, Leiter der neu gegründeten Tübingen School of Education (TüSE), am 20.10.2016 der Frage nachgehen: „Was bietet die Unterrichts- und Schulforschung für einen qualitätsvollen Umgang mit Heterogenität?“.(Infos)

Die Vorträge finden zweiwöchentlich donnerstags von 18.00 (s.t.) bis 20.00 Uhr an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im KG I, 1098 (Platz der Universität 3, Freiburg) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Alle Kolleginnen und Kollegen der Universität und der PH Freiburg sowie die Studierenden beider Hochschulen sind herzlich eingeladen, sich am Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu beteiligen. Die Veranstaltung ist auch als Invista-Veranstaltung gelistet. Für Rückfragen, Anregungen oder bei Interesse zur Teilnahme an weiteren Angeboten, stehen die Koordinatorinnen des Praxiskollegs Martina von Gehlen und Ulrike Dreher zur Verfügung. Weitere Informationen zur Ringvorlesung unter:
http://www.face-freiburg.de/lehr-lernperspektiven/

Weitere Termine und Angebote des Praxiskollegs und von FACE:
  • 28.11.2016: Dialogveranstaltung „Community of Practice in der Lehrerbildung“ in Kooperation mit dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Freiburg (Abteilung Gymnasien)
  • Frühjahr 2017: Schulnetzwerkveranstaltung „Praxis meets Forschung“
  • 22.06.2017 Tagung „Face to FACE – gemeinsam Lehrerbildung gestalten“
  • Herbst 2017: Veranstaltung zu Praxisphasen im Lehramtsstudium
  • Kooperation als Hochschulpartnerschule
zur Information:

Seit Dezember 2015 besteht das Kooperationsnetzwerk der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg – FACE (Freiburg Advanced Center of Education) – um gemeinsam die Lehrerbildung im Raum Freiburg weiter zu entwickeln. Im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ wird das Praxiskolleg aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Martina von Gehlen ist als Projektmitarbeiterin in der Stabsstelle Lehrerbildung der Universität und gemeinsam mit ihrer Kollegin Ulrike Dreher am Zentrum für schulpraktische Studien (ZfS) der PH Freiburg angesiedelt. Im Rahmen des Praxiskollegs unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck (Universität Freiburg) und Prof. Dr. Lars Holzäpfel (PH Freiburg) werden zielgruppenorientierte Angebote konzipiert und umgesetzt, um zu einer engeren Vernetzung aller Akteure der Lehrerbildung im Raum Freiburg und zu einer Förderung der Kohärenz zwischen Theorie und Praxis beizutragen.

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Kompetenzorientierung leicht gemacht

Dienstag, 2. August 2016 | Autor/in:

Foto: Brian Barnhart

Foto: Brian Barnhart

Die kompetenzorientierte Gestaltung von Lehrveranstaltungen, Prüfungen und ganzen Studiengängen steht inbesondere seit der Bologna-Reform im Zentrum der Aufmerksamkeit an den Hochschulen.  KMK-Rahmenvorgaben geben vor, die Qualifikationsziele von Modulen und Studiengänge kompetenzorientiert auszurichten; auch von Seiten der Akkreditierungsagenturen wird sehr darauf geachtet, dass neu konzipierte Studiengänge kompetenzorientiert beschrieben werden.  Wie aber können Studiengänge durch Kompetenzorientierung kohärent gestaltet werden?  Wie wird die Kompetenzorientierung in der Konzeption und Durchführung von Lehrveranstaltungen konkret umgesetzt?  Welche lehr-/lerntheoretischen und didaktische Ansätze müssen von den Lehrenden beachtet und umgesetzt werden, dass Studierende in Lehrveranstaltungen handlungswirksame Kompetenzen erwerben können? Bei dem zweitägigen Workshop „Kohärente Gestaltung von Lehramtsstudiengängen durch Kompetenzorientierung“  geleitet von Prof. Dr. Jörg Wittwer und Dr. Elisabeth Wegner vom Insitut für Erziehungswissenschaft wurden diese Fragen insbesondere für die reformierten Lehramtsstudiengänge ins Visier genommen.  Den Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin können Sie hier lesen.

 

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Kohärente Gestaltung von Lehramtsstudiengängen durch Kompetenzorientierung

Dienstag, 31. Mai 2016 | Autor/in: und 

Workshop für Lehrende im Lehramt der Universität Freiburg und Pädagogischen Hochschule Freiburg

workshopDie in Baden-Württemberg reformierten Lehramtsstudiengänge sollen sich an den von der Kultusministerkonferenz festgelegten Kompetenzen in Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften orientieren. Um eine möglichst hohe Kompetenzorientierung und Kohärenz in den Lehramtsstudiengängen zu erreichen, ist es empfehlenswert, Lernziele, Lernaktivitäten und Lernerfolgsüberprüfungen systematisch aufeinander abzustimmen. Im Workshop werden wesentliche Grundlagen für eine kohärente Lehrgestaltung durch Kompetenzorientierung behandelt und Möglichkeiten zur direkten Umsetzung für die eigene Lehre erprobt. Die Teilnehmenden werden gebeten, Materialien aus ihren eigenen Lehrveranstaltungen (z.B. Seminarplan, Aufgaben, Vortragsfolien) mitzubringen, um einen unmittelbaren Nutzen für die eigene Lehre herzustellen und einen intensiven Austausch über die eigene Lehrpraxis anzuregen.

Tag 1: Montag, 11.07.2016, 9.00 – 18.00 Uhr
Am ersten Tag des Workshops werden zunächst allgemein die Vorteile einer Kompetenzorientierung in Studium und Lehre aufgezeigt sowie die lerntheoretischen Grundlagen einer Kompetenzorientierung vermittelt. Anschließend wird die Bedeutung von Lernzielen für das Lehren und Lernen thematisiert. Das Aufstellen von unterschiedlichen Lernzielen zum Erwerb spezifischer Teilbereiche von Kompetenzen bildet den Schwerpunkt bei der praktischen Umsetzung von Kompetenzorientierung für die eigene Lehre.

Tag 2: Montag, 18.07.2016, 9.00 – 18.00 Uhr
Am zweiten Tag des Workshops wird behandelt, wie Lernaktivitäten zu gestalten sind, damit sie optimal zur Erreichung spezifischer Lernziele beitragen. Darauf aufbauend werden unterschiedliche Formen der Lernerfolgsmessung thematisiert, mit denen eine kriteriengeleitete Überprüfung eines erfolgreichen Kompetenzerwerbs möglich ist. Die passgenaue Auswahl von Lernaktivitäten und die Entwicklung von lernzielspezifischen Prüfungsaufgaben für die eigene Lehre werden praktisch angewendet.

Weitere Informationen und Anmeldung:

Prof. Dr. Jörg Wittwer & Dr. Elisabeth Wegner
Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Freiburg
Ort: wird noch bekanntgegeben
Teilnehmendenzahl: maximal 25 Personen
Anmeldeschluss: 17.06.2016
Anmeldung per E-Mail an: katharina.hellmann@ph-freiburg.de

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Face to FACE

Dienstag, 24. Mai 2016 | Autor/in:

Nach der feierlichen Eröffnungsveranstaltung des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) im Dezember fand das zweite große Treffen aller Akteure in der Aula der Pädagogischen Hochschule statt.

Die Runde der anwesenden Personen an diesem Tag ist groß. Immerhin zählen zu den Teilnehmer_innen Mitwirkende aus drei Projekten zur Lehrerbildung.

Foto: Prof. Dr. Lars HolzäpfelIm Zentrum des Treffens standen der Austausch zu den bisherigen Arbeitsergebnissen sowie die kontinuierliche Fortentwicklung der Projektorganisation und -gestaltung. Während der gesamten Zusammenkunft kam es zu einem regen Austausch der Projektmitarbeiter_innen untereinander. Unterstützt wurde dies durch einen interaktiven Einstieg zu den zentralen Fragestellungen der Teilprojekte. Mittels Postergalerie und Präsentationen berichteten die Vertreter_innen der einzelnen Teilprojekte von ihren Vorhabensfortschritten.

Ein Höhepunkt in der bisherigen Arbeit des  Freiburger Praxiskollegs war ein Vernetzungstreffen ganz besonderer Art: In einem Worldcafé stellten Doktorand_innen des Teilprojekts Wissenschaftsorientierung und Nachwuchsförderung ihre Forschungsvorhaben den anwesenden Schulvertreter_innen vor. Gemeinsam wurde der Frage nachgegangen, wie Schulen, Lehrkräfte und Forscher_innen von Forschungsprojekten wechselseitig profitieren können. Neben dem Schwerpunkt „Forschung trifft Praxis“ stand in diesem Vernetzungstreffen zusätzlich der Ausbau des lehramtsspezifischen Mentoringnetzwerkes im Mittelpunkt.
Von Seiten des Teilprojekts Lehrkohärenz wurde unter anderem von der frisch konzipierten Lehrwerkstatt Lehrerbildung berichtet, welche in diesem Sommersemester startet. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter_innen dieses Teilprojekts interne Entwicklungsgruppen gebildet, die sich verstärkt mit den Themenbereichen Lehrwerkstatt, Kohärenzerfassung, Philologien, Mathematik, Naturwissenschaften und Wirtschaft sowie Curriculumentwicklung befassen. Herausragend waren auch die Workshops und Vorträge mit dem niederländischen Bildungsforscher Jeroen van Merriёnboer, dem Begründer des Vier-Komponenten-Instruktions-Design-Modells (4C/ID) im März.
Die Mitarbeiter_innen der Maßnahme Praxis- und Weiterbildung stellten ihre umfassenden Konzepte für eine modularisierte Weiterbildung für die Lehrerbildung vor.

Die genannten Beispiele der Aktivitäten aus den Teilprojekten veranschaulichen sehr gut den gelebten Vernetzungsgedanken, der eine zentrale Rolle im FACE einnimmt.

Mehrere Rektoratsmitglieder beider Hochschulen sind aktiv im FACE involviert und gestalteten Parts des Treffens. Seitens der Leitung von FACE, in Person von Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger (Prorektorin für Studium und Lehre der Universität) und Prof. Dr. Ulrich Druwe (Rektor der Pädagogischen Hochschule), wurden wichtige Details für die weitere qualifizierte Zusammenarbeit verkündet. So hat das paritätische Leitungsduo die Struktur des FACE mit seinen vier Handlungsfeldern Lehre, Praxis- und Weiterqualifizierung, Bildungs- und Unterrichtsforschung sowie Lernende Institution und die Einordnung der Projekte und ihrer Teilprojekte in diese Handlungsfelder dargelegt. Auch auf das Thema der Evaluation wurde nochmals ein besonderes Augenmerk gelegt. Mit dem gemeinsamen Mittagessen wurde das gelungene Treffen fröhlich abgeschlossen.

Weitere aktuelle Informationen zum zweiten Treffen und zu den Projekten erhalten Sie auf der FACE-Website.

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Auf dem Weg zu innovativer Lehre – Hochkarätiger Instruktions-Designer zu Besuch in Freiburg.

Dienstag, 5. April 2016 | Autor/in:

Eine innovative Lehrerausbildung, in deren Mittelpunkt Professionsorientierung und Kohärenz stehen, dies ist die Zielsetzung des FACE-Projekts „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung“ welches durch das BMBF gefördert wird. Doch wie sieht der Weg zu solch einem hohen Ziel aus?
Das Programm „Lehren Lecturer“ des Stifterverbands ermöglichte im März dieses Jahres den Besuch von einem der bekanntesten Vertreter modernen Instruktions Designs: Jeroen van Merriёnboer (Maastricht University). Während seines drei-tägigen Besuchs diskutierten vor allen Dingen Akteure der aktuellen Lehrerbildungsreform, wie innovative Lehre im Rahmen des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) aussehen könnte. Im Zentrum seines Besuchs stand die Frage:

 „Wie muss Lehre gestaltet sein, damit angehende Lehrerinnen und Lehrer nicht nur Wissen erwerben, sondern dies auch im späteren Berufsleben in der Schule anwenden können?“
Abbildung 1: Jeroen van Merriёnboer zu Besuch in Freiburg (Foto Brian Barnhart)

Abbildung 1: Jeroen van Merriёnboer zu Besuch in Freiburg (Foto Brian Barnhart)

Antworten auf diese Frage wurden im Rahmen eines Vortrags und zwei daran anknüpfenden Workshops diskutiert. Die Kernantwort auf die Frage ist simpel und komplex zugleich: Damit Studierende Wissen anwenden können (sprich: Kompetenzen erwerben), ist es wichtig, sie durch authentische und ganzheitliche Lernaufgaben mit Situationen zu konfrontieren, in denen sie die zu erlernenden Kompetenzen benötigen. Damit die Studierenden jedoch mit den Situationen nicht überfordert sind, ist eine, nach und nach abnehmende, Unterstützung und Anleitung notwendig.

Das 4-Komponenten-Instruktions-Design-Modell (4C/ID)

Wie nun konkret vorgegangen werden kann, um solch eine Lehre zu entwickeln, schildert das von Jeroen van Merriёnboer entwickelte 4-Komponenten-Instruktions-Design-Modell (4C/ID-Modell). Wie der Name bereits andeutet, beschreibt das Modell vier Komponenten, aus denen jede Lernumgebung aufgebaut sein sollte:

  1.  Authentische und ganzheitliche Lernaufgaben: Diese Komponente bildet die Basis der Lernumgebung. Die Studierenden arbeiten sich von Lernaufgabe zu Lernaufgabe (anstatt im traditionellen Sinne von Thema zu Thema). Jede Lernaufgabe beruht auf realen Situationen aus dem späteren Berufsleben (z.B. Schule) und umfasst somit mehrere Themen. Daher findet eine Integration von verschiedenen Gegenstandsbereichen statt. Lernaufgaben werden dabei mit steigendem Komplexitätsgrad sequenziert und zeichnen sich durch eine hohe Variabilität untereinander aus. Mit zunehmender Expertise der Studierenden nimmt die Unterstützung bei der Bearbeitung der Lernaufgaben durch die Lehrperson ab.
  2. Unterstützende Informationen: Sie helfen die Lernaufgabe zu bewältigen, indem sie erklären, welche Themen mit der Aufgabe in Bezug stehen, wie die zu erlernende Domäne organisiert ist und wie Probleme in dieser angegangen werden. Für die Studierenden sind sie ständig verfügbar. Die unterstützenden Informationen entsprechen in traditionellen Lernumgebungen typischer ‚der Theorie‘.
  3. Prozedurale Informationen: Diese Komponente ist erforderlich um wiederkehrende Aspekte der Lernaufgabe zu meistern, denn sie gibt durch Schritt-für-Schritt Instruktionen an, wie diese ausgeführt werden müssen. Daher werden prozedurale Informationen ‚just in time‘ während der Bearbeitung der Lernaufgabe bereitgestellt und nehmen ab, sobald die Lernenden mehr Routine erlangt haben.
  4. Üben von Teilaufgaben: Falls bei einigen Aspekten der Lernaufgabe ein hohes Maß an Automatisierung erforderlich ist, kann dies durch das Üben von Teilaufgaben erzielt werden. Vorab müssen die Lernenden den Zusammenhang der Teilaufgabe mit der gesamten Lernaufgabe verstanden haben.
Zusammengefasst: Das 4C/ID-Modell führt zur Anwendung von Wissen (Kompetenzaufbau), indem Studierende mit authentischen Lernaufgaben konfrontiert werden, durch unterstützende und prozedurale Informationen bei der Bearbeitung der Lernaufgaben an- und begleitet werden und mittels Üben von Teilaufgaben einen hohen Automatisierungsgrad erzielen.

Das 4C/ID-Modell als Licht für kohärente und professionsorientierte Lehrerbildung

Neben dem Kompetenzaufbau wird durch die Anwendung des 4C/ID-Modells an den beiden Hauptzielen des FACE-Projekts „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2Kohärenz und Professionsorientierung gearbeitet:
Kohärenz: In jeder beruflichen Situation müssen Lehrkräfte spontan auf ihr fachwissenschaftliches, fachdidaktisches und bildungswissenschaftliches Wissen zurückgreifen und dies anwenden, um professionell agieren zu können. Wenn diese realen beruflichen Situationen als Ausgangspunkt für die Entwicklung authentischer Lernaufgaben genommen werden, muss auch hier eine Integration von fachwissenschaftlichem, fachdidaktischem und bildungswissenschaftlichem Wissen stattfinden.
Professionsorientierung: Die konsequente Orientierung an realen beruflichen Situationen im Schulalltag bei der Entwicklung von Lernaufgaben zieht automatisch eine Professionsorientierung mit sich.

Abbildung 2: Professionsorientierung und Kohärenz in der Lehrerbildung durch das 4C/ID-Modell.

Abbildung 2: Professionsorientierung und Kohärenz in der Lehrerbildung durch das 4C/ID-Modell.

Auf Grund dieser außerordentlich guten Passung zwischen den Hauptzielen des Projekts und dem 4C/ID-Modell, gestalten einige Teilprojekte der Kernmaßnahme Lehrkohärenz im Freiburger Projekt der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des BMBF ihre Projekte auf Basis des innovativen 4C/ID-Modells. Der Austausch mit dem Experten Jeroen van Merriёnboer war eine optimale Bereicherung und Antriebsmotor für diese Projekte. Sie strahlen als Lichter in die Lehrerbildung von FACE und sollen weitere Lehrprojekte mit dem Kerngedanken des Modells entflammen.

Bei Fragen oder Anregungen zur Anwendung des 4C/ID-Modells in der Lehrerbildung können Sie sich gerne an Christiane Klein (Projektmitarbeiterin in der Abteilung Hochschuldidaktik der Universität Freiburg) wenden.

Weitere Informationen zum 4-Komponenten-Instruktions-Modell:
•   Videoaufzeichnung des Vortrags von Jeroen van Merriёnboer am 14.3.2016 in Freiburg
•   Artikel von Jeroen von Merriёnboer und Paul Kirschner zum 4C/ID-Modell

 

 

 

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Die Aktivitäten des FACE werden beforscht!

Montag, 14. März 2016 | Autor/in:

Weit angereister Besuch aus Hamburg und Kaiserslautern zu Besuch in Freiburg.
Treffen von G. Favella, A. Heudorfer, J. Besters-Dilger und U. Druwe (v.l.n.r.)

Treffen von G. Favella, A. Heudorfer, Prof. Dr. Besters-Dilger und Prof. Dr. Druwe (v.l.n.r.)

Anna Heudorfer (Univ. Hamburg) und Gianpiero Favella (TU Kaiserslautern) forschen derzeit im Rahmen des Projektes FideS (BMBF-gefördert) zur Thematik des Forschenden Lernens. In Freiburg fanden sie sich für einen Interviewtermin mit dem Leitungsduo des FACE-Verbundprojekts (Freiburger Advanced Center of Education) in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger (Prorektorin für Studium und Lehre, Univ.) und Prof. Dr. Ulrich Druwe (Rektor, PH), zusammen.
Der Anlass: Die beiden Forscher befassen sich aktuell mit der Untersuchung der Integration forschenden Lernens in die Studieneingangsphase. Forschendes Lernen sei aus ihrer Sicht in der ersten Phase des Studiums besonders wertvoll, da es die natürliche Neugierde der jungen Studierenden ausnutze, um sie mit dem Bereich der Forschung in Kontakt zu bringen und das Einfinden in die eigene Fachdisziplin zu erleichtern. Bei ihren Recherchen sei ihnen das Freiburger Verbundvorhaben schnell ins Auge gefallen.
Denn auch im Rahmen des FACE-Projekts in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wird das forschende Lernen bereits in der Studieneingangsphase gefördert. Angehende Lehrerinnen und Lehrer absolvieren beispielsweise nach dem ersten Semester im Bachelorstudiengang das Orientierungspraktikum. Bei diesem werden sie angehalten, den Unterricht sowie die erste eigene Tätigkeit als Lehrperson systematisch zu beobachten und zu reflektieren sowie Lehrpersonen zu interviewen. Unterstützt werden sie hierbei durch forschungsbasierte Anleitungen. Ziel des recht frühen Praktikums ist die Bewusstwerdung der eigenen subjektiven Theorien, da subjektive Theorien zu den zentralen Tätigkeiten des Lehrerberufs häufig falsch sind und deshalb den Erwerb professioneller Kompetenzen massiv beeinträchtigen können.
Die beiden Forscher des Projekts FideS gaben im Anschluss an das Interview an, dass sie das Freiburger Orientierungspraktikum als besonders beachtenswert und wichtig wahrnehmen, da durch die Anwendung von Elementen des forschenden Lernens ein Wechsel von der meist noch nicht lang zurückliegenden eigenen Schülerrolle in die einer Lehrperson vollzogen werden kann.
Insgesamt 20 deutsche Hochschulen wurden im Rahmen der Untersuchung bereits interviewt. Freiburg war das erste Projekt aus der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, das von den Forschern besucht wurde. Die ersten Ergebnisse wird es voraussichtlich 2017 geben. Basierend auf den Resultaten werden dann Modelle, Materialien sowie technische Werkzeuge für die forschungsorientierte Gestaltung der Lehre in der Studieneingangsphase entwickelt.

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Feierliche Eröffnung des Freiburger Advanced Center of Education

Mittwoch, 16. Dezember 2015 | Autor/in: und 

IMG_5120Mit einem eindrucksvollen Festakt eröffneten die Rektoren von Universität und Pädagogischer Hochschule gemeinsam mit Ministerin Bauer das Freiburg Advanced Center of Education (FACE).

Universität und Pädagogische Hochschule besiegeln mit FACE ein neues und weitreichendes Kooperationsformat für den Bereich Lehrerbildung. Nachdem die Idee zu FACE bereits im Jahr 2014 entstanden war, wurde nun am Donnerstag, den 10.12.2015 die offizielle Eröffnung unter prominenter Beteiligung gefeiert. Neben Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) waren weitere Bundes- und Landespolitiker_innen sowie zahlreiche Vertreter_innnen zentraler Stellen des Lehrerbildungsstandortes Freiburg anwesend.

Fotos: Brian Barnhart

Fotos: Brian Barnhart

Rund 80 Lehramtsstudierende sorgten für eine eindrucksvolle und professionelle musikalische Gestaltung der Feierlichkeit. Für den Festvortrag war extra Frau Prof. Dr. Cornelia Gräsel aus Wuppertal angereist, sodass die rund 160 geladenen Gäste noch in den Genuss eines Expertenvortrages zum Thema „Qualität in der Lehrerbildung“ kamen.

 

Die bereits eingeworbenen Drittmittelprojekte unter dem Dach von FACE wurden von Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger und Prof. Dr. Timo Leuders vorgestellt. Im Rahmen der BMBF- Initiative „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ erhält das Freiburger Verbundvorhaben 6,9 Millionen Euro. Durch die zusätzlich eingeworbene Landesförderung in Höhe von 1,7 Millionen Euro wird der Bereich Lehrerbildung an den beiden Freiburger Hochschulen nun mit insgesamt 8,6 Millionen Euro gefördert.

IMG_7436Der Höhepunkt der Veranstaltung war schließlich die feierliche Unterzeichnung des FACE-Vertrages von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer und Prof. Dr. Ulrich Druwe.

 

 

 

Die Eröffnung fand breites mediales Interesse: Fernsehen, Radio und Zeitung waren vertreten und stellten in der anschließenden Pressekonferenz Ministerin Bauer und den Rektoren noch weitergehende Fragen.

IMG_5193Auf den offiziellen Startschuss von FACE wurde im Anschluss noch beim gemeinsamen Sektempfang angestoßen, bevor es dann für die 40 Projektmitarbeiter_innen  sowie die begleitenden Professor_innen beider Hochschulen in einem internen Workshop mit der inhaltlichen Arbeit weiterging.

 

Für weitere Informationen zu FACE – insbesondere zu den Handlungsfeldern, Aktivitäten und Strukturen – besuchen sie die Website der Kooperation unter www.face-freiburg.de.

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