Online-Portal für Lehrende: Forschendes Lehren und Lernen – von Theorie zur Praxis
Dienstag, 26. März 2013 | Autor/in: Silke Weiß
Die Abteilung Hochschuldidaktik startet ein Online-Portal zu didaktischen Konzepten und Lehrideen. Damit möchten wir unser Angebot erweitern, und unabhängig von Workshops einen praxisorientierten Zugang zu hochschuldidaktischen Themen bieten.
Beginn der Reihe ist das Thema Forschendes Lehren und Lernen. Mit diesem didaktischen Konzept soll der besondere Stellenwert des Humboldtschen Ideals, die Einheit von Forschung und Lehre, als Auftaktthema des Portals herausgestellt werden.

Warum forschend Lehren?
Dieses didaktische Konzept lädt Lehrende explizit dazu ein, die eigene Forschung zum Gegenstand in Curricula und Lehre zu machen, beide Aufgabenbereiche stärker miteinander zu verbinden und damit die eigene weiter…
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Ein wichtiges Ziel unseres Projekts im Hinblick auf das Selbststudium war es, dass die Studierenden selbständig nach wissenschaftlicher Literatur suchen und sich dabei mit verschiedenen Quellen von Information kritisch auseinandersetzen. Insgesamt ist dies im Lauf des Projekts immer besser gelungen. Gerade am Anfang war die Tendenz der Studierenden noch groß, Instrumente wie Google oder Wikipedia weitgehend unkritisch zu benutzen, zumal manchem die in wissenschaftlichen Datenbanken gefundenen Informationen als „zu spezifisch“ erschien. Hier ist offensichtlich noch eine weitere Auseinandersetzung mit der Qualität und dem Charakter wissenschaftlicher Erkenntnisse notwendig.
Die Fälle wurden von den Studierenden dann als besonders interessant bewertet, wenn sie mit klinischen Fragestellungen verbunden waren, z.B. mit der Frage der Wirksamkeit von bestimmten Behandlungen. Weniger angetan waren die Studierenden dagegen von Fällen, die zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der alltäglichen Verwendung wissenschaftlicher Studien anregen sollten z.B. im Hinblick auf die angeblich gesundheitsförderliche Wirkung von sogenanntem „Functional Food“. Offensichtlich ist es für die Studierenden leichter, die Relevanz zu erkennen, wenn die im Fall angesprochene Thematik unmittelbar mit ihrem späteren Berufsalltag verbunden ist. 