Das Hochschuldidaktik-Freitags-Frühstück startet am 28.04.2017 zum Thema „Aktivierend Lehren in großen Gruppen“ ins Sommersemester

Dienstag, 18. April 2017 | Autor/in: und 

Im Wintersemester startete die Abteilung Hochschuldidaktik  eine neue Veranstaltungsreihe: das Hochschuldidaktik-Freitags-Frühstück .

In der Hochschuldidaktik-Frühstücks-Reihe greifen ExpertInnen der Hochschuldidaktik in Kurzvorträgen verschiedene Fragen zur Lehre auf, die in Diskussionen und im kollegialen Austausch (sowie bei Kaffee, Brötchen und Co) vertieft werden.
Nach dem großen Erfolg im Wintersemester setzt die Abteilung Hochschuldidaktik die Veranstaltungsreihe im Sommersemester fort.

Den Auftakt macht am 28.04.2017 Dr. Thomas D’Souza (Geschäftsstelle der Studienkommission für Hochschuldidaktik, HS Karlsruhe) zum Thema „Aktivierend Lehren in großen Gruppen“. Er wird gemeinsam mit Ihnen der Frage nachgehen, wie man in diesen Veranstaltungen möglichst viele Studierende zur Mitarbeit, zum Mitdenken und zum aktiven Lernen anregen kann.

Das Hochschuldidaktik-Frühstück findet am Freitag, den 28.04.2017 von 9-11 Uhr (s.t.) in der Bismarckallee 22 im 1. OG statt.

Appetit bekommen? Weitere Infos zur Anmeldung und zum Thema finden Sie auf der Seite der Hochschuldidaktik.

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Kompetenzorientiert prüfen in der Lehrerbildung

Freitag, 7. April 2017 | Autor/in:

Bericht über einen Scientific Retreat im Rahmen vom FACE

Was ist unter Kompetenzorientierung zu verstehen?
Welche Prüfungsformate und Aufgabenstellungen sind kompetenzorientiert?
Wie können gezeigte Leistungen kompetenzorientiert bewertet werden?
Wie kann kompetenzorientiertes Prüfen lernförderlich gestaltet werden?

Diese Fragen treten oft bei Lehrenden im Rahmen kompetenzorientierter Prüfungsgestaltung auf – so auch in der aktuellen Neugestaltung der Lehrerbildung. Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, arbeiteten elf Lehrende der Albert-Ludwigs-Universität und Pädagogischen Hochschule Freiburg in einem Scientific Retreat  am 2. und 3. März 2017 unter Anleitung von Prof. Dr. Niclas Schaper (Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Paderborn und 2. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik) an der konkreten Konzeption kompetenzorientierter Prüfungsformate in Lehrveranstaltungen der Lehrerbildung.

Nach einer Einführung in kompetenzorientiertes Prüfen – bei welcher die Wichtigkeit des Prüfens für den Lernprozess der Studierenden deutlich wurde – warf Herr Schaper die Frage nach den Lernergebnissen auf, sprich „Was soll geprüft werden?“ (im Sinne des Rahmenmodells des Prüfens in der Hochschullehre von Metzger & Nüesch, 2004). Diese Frage wurde von den Teilnehmenden individuell für die eigene Lehrveranstaltung beantwortet, indem sie Lernergebnisse formulierten, die fachbezogene und fachübergreifende Kompetenzaspekte mit einbezogen und Indikatoren beschrieben, die kenntlich machten, inwiefern das Lernergebnis von den Studierenden erzielt wurde.

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden über die Frage „Wie soll geprüft werden?“. Dabei wurden unterschiedliche Prüfungsformate und Aufgabenstellungen in den Blick genommen und inwiefern diese den Kompetenzerwerbsstand überprüfen können. Bei der Anwendung des Gelernten auf die eigene Lehrveranstaltung wurde deutlich, welche Vielfalt es an Prüfungsszenarios geben kann. Beispielsweise werden in den Sportwissenschaften Kompetenztests eingesetzt, bei denen Studierende bei Kommiliton/-innen Fehler während der Durchführung bestimmter Sportarten identifizieren und diese lernförderlich rückmelden sollen. In den Sprachwissenschaften wenden Studierende ihren gelernten Wortschatz in einem Kompetenztest in Form eines Dialogs mit Kommiliton/-innen an.

Der nächste Schritt bestand darin die Frage „Wie soll bewertet werden?“ zu bearbeiten. Für die jeweiligen Lehrveranstaltungen wurden dazu Kriterien formuliert, die zur Bewertung der gezeigten Leistung im zuvor entwickelten Prüfungsszenario herangezogen werden. Zur präziseren Einschätzung der gezeigten Leistung stuften die Teilnehmenden die Kriterien im Anschluss. In diesem Zusammenhang wurde die Relevanz von Beurteilungsraster (sog. Rubrics) deutlich. Im weiteren Verlauf des Scientific Retreats wurde über die Funktion von Prüfungen und die Wechselwirkung zwischen Prüfen und dem Lernverhalten diskutiert. Abschließend setzten sich die Teilnehmenden unter Anleitung von Herrn Schaper mit der Rückmeldung von Prüfungsergebnissen an Studierende auseinander und erkannten dabei welche essentielle Rolle eine lernförderliche Rückmeldung für den Kompetenzerwerb spielen kann.

Den Teilnehmenden wurde während des Scientific Retreats deutlich, dass eine kompetenzorientierte Prüfung von Anfang an mitzudenken ist und nicht erst kurz vor dem Prüfungszeitraum konzipiert werden sollte, wie es laut einer Studie von Schindler et al. (2015) 71 % der Lehrenden tun. Zudem ist die Entwicklung von kompetenzorientierten Prüfungsformaten ein andauernder Prozess: Bei der ersten Durchführung einer Lehrveranstaltung kann und muss die Prüfung nicht perfekt gestaltet sein. Die Evaluation der Studierenden sowie Qualitätssteigerungsschleifen optimieren Prüfungsformate kontinuierlich. Diese Aussage des Experten entlastet und ließ die Teilnehmenden optimistisch-realistisch ins neue Semester starten.

Alle, die gerne einen Einblick in kompetenzorientiertes Prüfen erhalten möchten, finden in der HRK nexus Broschüre „Kompetenzorientiert prüfen“ Anregungen dazu.

Quellenangaben:
Metzger, Chr. & Nüesch,  Ch. (2004): Fair prüfen. Ein Qualitätsleitfaden für Prüfende an Hochschulen. In: Euler, D.; Metzger, Chr. (Hrsg.): Hochschuldidaktische Schriften Band 6. St.  Gallen.

C. Schindler, N. Schlomske-Bodenstein, A. Strasser et al.: Prüfungen als Indikator für Studienerfolg. In: Berthold/Jorzik/Meyer-Guckel (Hrsg.): Handbuch Studienerfolg, Stifterverband, 2015.

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Befragungsinstrumente der Abteilung Lehrentwicklung

Freitag, 31. März 2017 | Autor/in:

Die Abteilung Lehrentwicklung bearbeitet Grundsatzfragen zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre an der Universität Freiburg – so weit, so gut. Aber was bedeutet das im Detail? Um einige der zentralen Tätigkeiten der Abteilung genauer zu skizzieren, liegt nun ein Informationsblatt vor.

Neben einem Aufriss über die grundsätzlichen Zuständigkeiten des Arbeitsbereichs liegt der Fokus des Faltblatts auf den Befragungsinstrumenten, die der Universität Freiburg über die Abteilung Lehrentwicklung zur Verfügung stehen: die Zentralen Befragungen, der Zentrale Evaluationsservice und das Projekt FORUM. Das Faltblatt unterscheidet die Anwendungsbereiche, Inhalte und Ziele dieser Befragungsinstrumente klar, um einen schnellen Überblick über die Bandbreite der Verfahren zu geben. So werden sowohl die gemeinsame Stoßrichtung als auch insbesondere die spezifischen Nutzwerte der Instrumente deutlich.

Hier finden Sie das Informationsblatt!

Für weitergehende Informationen über die Abteilung Lehrentwicklung besuchen Sie gerne unsere Website.

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ELIS – Erfolgreich Lernen im Studium

Donnerstag, 16. März 2017 | Autor/in: , und 

Aus dem IDA-Projekt „Adaptive Lernförderung“ gibt es Neuigkeiten. Im Rahmen dieses Projekts entstand das adaptive online Lerntool „ELIS“ (Kurztitel für „Erfolgreich Lernen im Studium“).

Das online Lerntool ist untergliedert in drei Phasen: die Lernphase, die Übungsphase und die Transferphase. Zu Beginn der Lernphase wird zunächst das Vorwissen eines Lernenden zum Thema Lernstrategien ermittelt, bevor dann deklaratives Wissen über Lernstrategien in Form von Videos und Texten dargeboten wird. Darauf folgt die Übungsphase mit einem adaptiven, an das Vorwissen angepassten Abruftraining zur Festigung des neu erworbenen Wissens. In der abschließenden Transferphase wird der Lernende dabei unterstützt, das neue Wissen auf seine aktuellen Lehrveranstaltungen zu beziehen und Lernstrategien zielführend in seinem Lernalltag anzuwenden.

ELIS ist jedoch nicht nur der Kurztitel des Lerntools, sondern auch der Name unserer Leitfigur, die einen Lernenden durch die Lernphase hindurch begleitet. Um ELIS und das Lerntool ein bisschen genauer kennenzulernen, haben wir ein Video erstellt, das du dir hier anschauen kannst:

Du bist neugierig geworden und möchtest das Lernstrategie-Training gerne selbst ausprobieren? Super! Dann folge hierfür diesem Link zum Adaptiven Lernmodul (ALM): http://elis.vm.uni-freiburg.de/

Um das Training zu starten musst du dir zunächst einen Benutzernamen anlegen, mit dem du dich anschließend einloggen kannst.

Übrigens: aktuell suchen wir jede Menge Studierende, die das Lerntool einmal für uns testen! Für alle, die mitmachen, gibt es die Möglichkeit an einer Verlosung teilzunehmen, bei der es iPads und Kindle E-Book-Reader zu gewinnen gibt!

Weitere Informationen geben Frau Jasmin Leber und Herr Tino Endres.

 

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Kompetenzorientiert Lehren?!? – ein Themendossier für Lehrende und Studiengangentwickler/innen

Freitag, 30. September 2016 | Autor/in:

Das Semester steht vor der Tür und oftmals kehrt die Frage wieder „Wie gestalte ich meine Lehrveranstaltungen?“. Ein Blick in das Modulhandbuch verrät, welche Lernziele und zu erwerbende Kompetenzen mit dem Modul oder einer Lehrveranstaltung verbunden sind. Daraufhin lässt sich die Frage weiter präzisieren: „Wie gestalte ich meine Lehrveranstaltungen so, dass Studierende die Lernziele erreichen und die zu erzielenden Kompetenzen erwerben?“

hd-themendossierDas hochschuldidaktische Themendossier  „Kompetenzorientiert Lehren“   (Download ) gibt Antworten auf diese Frage, indem Prinzipien aufgezeigt werden, die bei der Planung und Durchführung kompetenzorientierter Lehre zu beachten sind.

Das Themendossier soll sowohl Lehrende als auch Studiengangkoordinatoren und –koordinatorinnen bei der Studiengang-, Curriculum- und/oder Lehrveranstaltungsplanung unterstützen und als Orientierungshilfe in dieser Thematik dienen. In einem einführenden Kapitel „Kompetenzorientierung, aber was ist das?“ werden grundlegende Fragen zu Kompetenzorientiertem Lehren beantwortet. Das darauffolgende Kapitel „Kompetenzorientierte Studiengang- und Curriculumentwicklung“ beschreibt ein mögliches Vorgehen, wenn Studiengänge und/oder Curricula kompetenzorientiert gestaltet werden und veranschaulicht dies an einem Beispiel. Im Anschluss werden Prinzipien der „kompetenzorientierten Lehrveranstaltungskonzeption“ erläutert und ebenfalls anhand eines Best-Practice-Beispiels verdeutlicht.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Wenn Sie Fragen dazu haben oder gerne Beratung bzw. Rückmeldung zu Ihren Lehrveranstaltungskonzepten hätten, können Sie sich gerne an das Team der Hochschuldidaktik wenden.

P.S.: Auch in unserem Workshop-Angebot finden sich zahlreiche spannende Workshops zum Thema Kompetenzorientierung.

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Quote oder Qualifizierung – Frauen in modernen Führungssystemen

Freitag, 27. Mai 2016 | Autor/in:

Podiumsdiskussion GenY - 58_Simon LitterstSeit 2014 veranstaltet die studentische Unternehmensberatung der Uni Freiburg, TriRhena Consulting e.V., die ‚Freiburger Unternehmergespräche‘. Nach der gelungen Veranstaltung mit Martin Herren-knecht von der Herrenknecht AG, kam der weltbekannte Möbelhersteller VITRA auf TriRhena zu, mit der Idee einer Podiumsdiskussion.

Im Zuge einer Kooperation mit der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften, wurde letztes Jahr die erste Podiumsdiskussion organisiert. Zum Thema „Generation Y – Arbeiten in der Zukunft?!“ kamen 100 Studierende und 100 Unternehmerinnen in die Aula der Universität und folgten einer spannenden Diskussion, an der sich unter anderem der Wirtschaftsweise Prof. Dr. Lars Feld und der Deutschlandchef von VITRA, Rudolf Pütz, beteiligten.

Getragen von dem Erfolg der Podiumsdiskussion, wurde gleich die nächste geplant. Unter dem Thema „Quote oder Qualifizierung – Frauen in modernen Führungssystemen“ findet am 09. Juni 2016 um Uhr 18 c.t. die nächste Veranstaltung in der Reihe der ‚Freiburger Unternehmergespräche‘ in der Aula (KG I) statt.

Neben Bonita Grupp, vom bekannten Textilhersteller Trigema, die mit ihrem Bruder ins Familienunternehmen eingestiegen und dort Verantwortung übernimmt, wird Elsbeth Trautwein für den ‚Verband deutscher Unternehmerinnen‘ sprechen. Derzeit repräsentiert der VdU über 1.800 frauengeführte, insbesondere mittelständische Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung.

Frau Professor Felicia Rosenthal ist Co-Founderin von CellGenix im Jahr 1994. Sie kann in der Podiumsdiskussion genau den Perspektivwechsel von akademischer Karriere zum Leben in der Wirtschaft aufzeigen und von ihren Erfahrungen, die im Medizinstudium begannen und bis zur erfolgreichen Unternehmerin führten, den Gemeinsamkeiten und Unterschieden authentisch berichten.

Als vierte Rednerin komplettiert Frau Dr. Eva Voß das Podium. Sie vertritt Ernst&Young. Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Fachartikel und Bücher, u.a. mit Schwerpunkt auf Unconscious Bias im Recruiting und Gleichstellungsaspekten in Governance-Strukturen. Dr. Eva Voß studierte an den Universitäten Freiburg und Brest Politikwissenschaft, Geschichte und Gender Studies und wurde an der Universität Freiburg im Fach Politikwissenschaft promoviert.

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Darius Adlung, VWL Student im 5 Semester und Mitglied der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften und Angela Hoelzenbein, Alumna der Universität und Alumna von TriRhena, die aktuell bei Google London (vorher IBM London) arbeitet.

Wir freuen uns, Studierende, UnternehmerInnen, Angehörige der Universität und generell interessierten Menschen zu dieser Veranstaltung einladen zu dürfen. Für die Universität wird die Prorektorin Frau Prof. Dr. Zacharias das Grußwort sprechen.

Der Eintritt ist frei.

Anmeldungen sind zwecks besser Planungen erwünscht:

http://events.trirhena-consulting.de/quote-oder-qualifizierung-frauen-in-modernen-fuehrungssystemen/

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Auf dem Weg zu innovativer Lehre – Hochkarätiger Instruktions-Designer zu Besuch in Freiburg.

Dienstag, 5. April 2016 | Autor/in:

Eine innovative Lehrerausbildung, in deren Mittelpunkt Professionsorientierung und Kohärenz stehen, dies ist die Zielsetzung des FACE-Projekts „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung“ welches durch das BMBF gefördert wird. Doch wie sieht der Weg zu solch einem hohen Ziel aus?
Das Programm „Lehren Lecturer“ des Stifterverbands ermöglichte im März dieses Jahres den Besuch von einem der bekanntesten Vertreter modernen Instruktions Designs: Jeroen van Merriёnboer (Maastricht University). Während seines drei-tägigen Besuchs diskutierten vor allen Dingen Akteure der aktuellen Lehrerbildungsreform, wie innovative Lehre im Rahmen des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) aussehen könnte. Im Zentrum seines Besuchs stand die Frage:

 „Wie muss Lehre gestaltet sein, damit angehende Lehrerinnen und Lehrer nicht nur Wissen erwerben, sondern dies auch im späteren Berufsleben in der Schule anwenden können?“
Abbildung 1: Jeroen van Merriёnboer zu Besuch in Freiburg (Foto Brian Barnhart)

Abbildung 1: Jeroen van Merriёnboer zu Besuch in Freiburg (Foto Brian Barnhart)

Antworten auf diese Frage wurden im Rahmen eines Vortrags und zwei daran anknüpfenden Workshops diskutiert. Die Kernantwort auf die Frage ist simpel und komplex zugleich: Damit Studierende Wissen anwenden können (sprich: Kompetenzen erwerben), ist es wichtig, sie durch authentische und ganzheitliche Lernaufgaben mit Situationen zu konfrontieren, in denen sie die zu erlernenden Kompetenzen benötigen. Damit die Studierenden jedoch mit den Situationen nicht überfordert sind, ist eine, nach und nach abnehmende, Unterstützung und Anleitung notwendig.

Das 4-Komponenten-Instruktions-Design-Modell (4C/ID)

Wie nun konkret vorgegangen werden kann, um solch eine Lehre zu entwickeln, schildert das von Jeroen van Merriёnboer entwickelte 4-Komponenten-Instruktions-Design-Modell (4C/ID-Modell). Wie der Name bereits andeutet, beschreibt das Modell vier Komponenten, aus denen jede Lernumgebung aufgebaut sein sollte:

  1.  Authentische und ganzheitliche Lernaufgaben: Diese Komponente bildet die Basis der Lernumgebung. Die Studierenden arbeiten sich von Lernaufgabe zu Lernaufgabe (anstatt im traditionellen Sinne von Thema zu Thema). Jede Lernaufgabe beruht auf realen Situationen aus dem späteren Berufsleben (z.B. Schule) und umfasst somit mehrere Themen. Daher findet eine Integration von verschiedenen Gegenstandsbereichen statt. Lernaufgaben werden dabei mit steigendem Komplexitätsgrad sequenziert und zeichnen sich durch eine hohe Variabilität untereinander aus. Mit zunehmender Expertise der Studierenden nimmt die Unterstützung bei der Bearbeitung der Lernaufgaben durch die Lehrperson ab.
  2. Unterstützende Informationen: Sie helfen die Lernaufgabe zu bewältigen, indem sie erklären, welche Themen mit der Aufgabe in Bezug stehen, wie die zu erlernende Domäne organisiert ist und wie Probleme in dieser angegangen werden. Für die Studierenden sind sie ständig verfügbar. Die unterstützenden Informationen entsprechen in traditionellen Lernumgebungen typischer ‚der Theorie‘.
  3. Prozedurale Informationen: Diese Komponente ist erforderlich um wiederkehrende Aspekte der Lernaufgabe zu meistern, denn sie gibt durch Schritt-für-Schritt Instruktionen an, wie diese ausgeführt werden müssen. Daher werden prozedurale Informationen ‚just in time‘ während der Bearbeitung der Lernaufgabe bereitgestellt und nehmen ab, sobald die Lernenden mehr Routine erlangt haben.
  4. Üben von Teilaufgaben: Falls bei einigen Aspekten der Lernaufgabe ein hohes Maß an Automatisierung erforderlich ist, kann dies durch das Üben von Teilaufgaben erzielt werden. Vorab müssen die Lernenden den Zusammenhang der Teilaufgabe mit der gesamten Lernaufgabe verstanden haben.
Zusammengefasst: Das 4C/ID-Modell führt zur Anwendung von Wissen (Kompetenzaufbau), indem Studierende mit authentischen Lernaufgaben konfrontiert werden, durch unterstützende und prozedurale Informationen bei der Bearbeitung der Lernaufgaben an- und begleitet werden und mittels Üben von Teilaufgaben einen hohen Automatisierungsgrad erzielen.

Das 4C/ID-Modell als Licht für kohärente und professionsorientierte Lehrerbildung

Neben dem Kompetenzaufbau wird durch die Anwendung des 4C/ID-Modells an den beiden Hauptzielen des FACE-Projekts „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2Kohärenz und Professionsorientierung gearbeitet:
Kohärenz: In jeder beruflichen Situation müssen Lehrkräfte spontan auf ihr fachwissenschaftliches, fachdidaktisches und bildungswissenschaftliches Wissen zurückgreifen und dies anwenden, um professionell agieren zu können. Wenn diese realen beruflichen Situationen als Ausgangspunkt für die Entwicklung authentischer Lernaufgaben genommen werden, muss auch hier eine Integration von fachwissenschaftlichem, fachdidaktischem und bildungswissenschaftlichem Wissen stattfinden.
Professionsorientierung: Die konsequente Orientierung an realen beruflichen Situationen im Schulalltag bei der Entwicklung von Lernaufgaben zieht automatisch eine Professionsorientierung mit sich.

Abbildung 2: Professionsorientierung und Kohärenz in der Lehrerbildung durch das 4C/ID-Modell.

Abbildung 2: Professionsorientierung und Kohärenz in der Lehrerbildung durch das 4C/ID-Modell.

Auf Grund dieser außerordentlich guten Passung zwischen den Hauptzielen des Projekts und dem 4C/ID-Modell, gestalten einige Teilprojekte der Kernmaßnahme Lehrkohärenz im Freiburger Projekt der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des BMBF ihre Projekte auf Basis des innovativen 4C/ID-Modells. Der Austausch mit dem Experten Jeroen van Merriёnboer war eine optimale Bereicherung und Antriebsmotor für diese Projekte. Sie strahlen als Lichter in die Lehrerbildung von FACE und sollen weitere Lehrprojekte mit dem Kerngedanken des Modells entflammen.

Bei Fragen oder Anregungen zur Anwendung des 4C/ID-Modells in der Lehrerbildung können Sie sich gerne an Christiane Klein (Projektmitarbeiterin in der Abteilung Hochschuldidaktik der Universität Freiburg) wenden.

Weitere Informationen zum 4-Komponenten-Instruktions-Modell:
•   Videoaufzeichnung des Vortrags von Jeroen van Merriёnboer am 14.3.2016 in Freiburg
•   Artikel von Jeroen von Merriёnboer und Paul Kirschner zum 4C/ID-Modell

 

 

 

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Zum 15. Mal dreht sich alles um die Lehre – das hochschuldidaktische Jahresprogramm 2016 ist erschienen!

Mittwoch, 18. November 2015 | Autor/in: und 

Foto: Christiane Klein

Foto: Christiane Klein

Seit 2002 bietet die Abteilung Hochschuldidaktik in Kooperation mit den anderen Landesuniversitäten ein gemeinsames Workshop-programm an. Mit dem Erscheinen des Jahresprogramms 2016 geht das landesweite Weiterbildungsangebot in seine 15. Saison.
In der vergangenen Woche hat das Team der Abteilung über 2850 Briefe an das wissenschaftliche Personal der Universität verschickt, an die sich dieses Angebot richtet.
Im kommenden Jahr haben die Lehrenden der Universität Freiburg damit die Chance, sowohl von Grundlagen- und Schwerpunkt-Workshops als auch von etablierten und neuen Themen im Kontext der Lehre zu profitieren.

Innovative Lehrformate

Einige Veranstaltungen im kommenden Jahr widmen sich dabei explizit innovativen Lehr-Lern-Formen. So wird Prof. Dr. Wim Gijselaers in der eintägigen Veranstaltung „Problem-based Learning – A key to facilitate students‘ learning“ einen Einblick in das viel diskutierte Konzept geben, mit Lehrenden Strategien der Umsetzung erarbeiten und Realisierungsmöglichkeiten aber auch Schwierigkeiten diskutieren. Ein vergleichsweise junger hochschuldidaktischer Ansatz ist Service Learning. Dieses Prinzip hat zum Ziel, durch reale Projekte Fachinhalte anzuwenden, Kompetenzen aufzubauen und gesellschaftliches Engagement zu fördern. Konkret geht es darum, reale Herausforderungen wissenschaftlich zu bearbeiten, den eigenen Wissens- und Kompetenzzuwachs zu reflektieren und neue Handlungs- und Forschungsfelder zu identifizieren.

Lernaufgaben im Fokus

Im Oktober war Prof. Dr. Jeroen van Merriёnboer (Universität Maastricht) im Rahmen des Lehren-Projektes „Vom Wissen zum Handeln: Das 4C/ID Modell zur Förderung komplexen Lernens“ bereits zu Gast an der Universität Freiburg. Im März wird er nochmals zum Thema “Enhancing complex learning – the importance of learning tasks for competence-based learning” einen Workshop durchführen. Dabei wird die Bedeutung von authentischen Lernaufgaben in den Mittelpunkt gerückt und anhand des 4C/ID Modells erarbeitet, wie Lernumgebungen gestaltet werden können, um nachhaltiges Lernen zu ermöglichen und handlungsbasierten Kompetenzaufbau zu fördern.

Herausforderungen in der Lehre

Im Jahresprogramm werden aber nicht nur innovative Konzepte in den Fokus genommen, sondern auch Herausforderungen aufgegriffen, denen Lehrende im Alltag gegenüberstehen. Eine Herausforderung besteht sicherlich darin, auch in Lehrveranstaltungen mit einer großen Studierendenzahl Lernprozesse (inter-)aktiv zu gestalten. Im Workshop „Große Vorlesungen, Übungen und Seminare – Wege zur Weiterentwicklung der Frontallehre“ konkretisieren Prof. Dr. Wilfried Hauenschild und Martin Mürmann Möglichkeiten, die Beteiligung der Studierenden und deren Tiefenlernen auch in großen Gruppen zu fördern.
In jeder Lehr- und Beratungssituation wird deutlich, dass Studierende ganz verschiedene Individuen sind. Sie unterschieden sich u.a. in ihren Lernbiografien, Vorwissen, Interessen und Einstellungen. Diese Unterschiedlichkeiten nicht nur als Hürde sondern auch als Chance für die Lehre wahrzunehmen, damit auch das Voneinander-Lernen stärker zu fokussieren, wird im Workshop „Arbeit in und mit heterogenen Gruppen – Diversität als Chance und Herausforderung im Lehren und Lernen“ nachgegangen.
Ein beachtlicher Anteil der über 24.000 Studierenden sind internationale Studierende. Lehren und Lernen gewinnt in diesen Kontexten neue Facetten. Deswegen wird im Workshop „Learning and Teaching in a Multilingual, Multicultural Environment“ Raum für den Umgang mit und Reflexion von Diversität in multilingualen und multikulturellen Lernsettings gegeben.

Fit für die Lehre?

All diejenigen Lehrenden, die erst seit kurzem in der Lehre tätig sind – oder auch nach einiger Zeit der Lehrpraxis, das eigene Handeln auf ein sicheres Fundament stellen möchten – können in der insgesamt viertägigen Veranstaltung „Fit für die Lehre – Hochschuldidaktische Grundlagen“ didaktisch-methodisches Wissen über das Zusammenspiel von Lehren und Lernen aufbauen und sich u.a. mit der Fragen beschäftigen, welchen Bedingungen Lehr-/Lernprozesse unterliegen sowie Impulse holen, wie sie ihre Lehre kompetenz- und lernendenzentriert gestalten können. Dieser Workshop wird auf Grund der hohen Nachfrage drei Mal angeboten.

Nähere Informationen zu diesen Veranstaltungen und allen anderen Veranstaltungen des Jahresprogramms 2016 finden Sie in der Gesamtübersicht.

Wenn Sie in einem persönlichen Gespräch klären möchten, welche Veranstaltungen für Sie und Ihren Lehrkontext sinnvoll wären oder Sie Fragen zum Programm oder unserem Gesamtangebot haben, dann können Sie sich jederzeit an uns wenden.

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Von Fach zu Fach und von der Spitze in die Breite – Fachtagung „Lehr- und Lernformen“ des Qualitätspakt Lehre

Freitag, 17. Juli 2015 | Autor/in:

Leipzig - vor der Nikolaikirche Foto: Krämer-McCaffery

Leipzig – vor der Nikolaikirche Foto: Krämer-McCaffery

Um die 270 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland trafen sich am 25. und 26. Juni  zur jährlichen Qualitätspakt Lehre-Fachkonferenz „Lehr- und Lernformen“  in Leipzig. Vom QPL-Projekt „Windows für Higher Education“ der Uni Freiburg nahmen Simon Büchner vom University College Freiburg und ich an der Tagung teil, ebenfalls aus Freiburg anwesend war Marianne Giesler aus der medizinischen Fakultät für das Verbundvorhaben „Kompetenzorientiert lernen, lehren und prüfen in der Medizin“.
Wie der Titel der Konferenz „Lehr- und Lernformen“ schon sagt, wurde auf  der Tagung thematisiert, durch welche (innovativen) Lehrformate die Lernprozesse bei den Studierenden optimal angeregt werden können. Da diese Prozesse in verschiedenen Fächern auch unterschiedlich ablaufen können, gab es am ersten Tag Workshops für den fachspezifischen Einsatz von Lehr- und Lernformen. Mich interessierte bei dieser Konferenz besonders, welche Lehr- und Lernformate gerade in den „Massenfächern“ wie Jura oder VWL hilfreich sein könnten, so hatte ich mich für den Workshop 5 für die Fächergruppen „Rechts- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ eingetragen. Geleitet wurde der Workshop von Prof. Dr. Isabell von Ackeren (die auch die „Keynote“ an diesem Tag hielt), Prof. Erwin Amann und Patrick Hintze. In drei Praxisbeispielen  wurde insbesondere die Rolle von „Blended-Learning“-Ansätzen  dargestellt.
Besonders fasziniert hat mich das Beispiel von Prof. Amann aus den Wirtschaftswissenschaften (Duisburg-Essen), der es auch in einer Massenvorlesung von über 500 Studierenden mit einem Mix aus diversen Instrumenten schafft, die Studierende zu aktivieren und besonders für das Selbstlernen zu motivieren. Er setzt z.B. Einstiegsvideos ein, die auch schon vor der Vorlesung verfügbar sind, um die Heterogenität der Studierenden hinsichtlich ihrer Vorkenntnisse etwas abzumildern. Durch regelmäßige, freiwillige und individualisierte Online-Testate mit Feedbackfunktion, mit denen die Studierenden Bonuspunkte zur Verbesserung ihrer Note bekommen können, werden die Studierenden zum regelmäßigen Lernen aktiviert und bekommen Feedback zu ihrem Lernstand, wodurch sich auch die Ergebnisse der Abschlussklausur deutlich verbessern. Durch Tutoren (und auch dem Lehrenden) moderierte Facebookgruppen  sorgen für Diskussionsmöglichkeiten und bieten Anregung und Unterstützung. Insgesamt für mich ein Beispiel dafür, dass  die Motivierung und Aktivierung der Studierenden auch bei großen Lehrveranstaltungen möglich ist!

Leipzig- QPL-Visualisierung5
Am zweiten Tag der Tagung ging es mehr um fächerübergreifende Themen wie z.B. das Thema Qualitätsstandards und Lehrevaluation oder wie die Verbindung zwischen Theorie und Praxis gelingt. In meinem Workshop wurde die Thematik „Vom Einzelfall in die Fläche – welche Strategien unterstützen die Einführung und Verbreitung neuer Lehr-/Lernformen“ unter der Moderation  von Dr. Angela Kuonath und Julia Specht (die ebenfalls ihr Projekt vorstellten)  von der Ludwig-Maximilians-Universität München diskutiert. Dabei wurde ersichtlich, dass es viele Stellschrauben sind, die die Verbreitung von neuen Lehr-/Lernformen fördern, wie z.B.

– Die Rahmenbedingungen: wie z.B. die strategische Ausrichtung der Hochschule

– Die Einbindung der Studierenden, die bei der Einführung neuer Lehr-/Lernformen informiert werden müssen, und bei denen eventuell auch Widerstände überwunden werden müssen

– Die Lehrenden, die u.a. Wertschätzung und Rückhalt , aber auch Anreiz- und Unterstützungssysteme  und nicht zuletzt Vorbilder benötigen, um neue Formen der Lehre auszuprobieren
Die Ergebnisse nicht nur dieses Workshops sondern der gesamten Tagung haben mich darin bestätigt, dass die  Lehrentwicklung an der Universität Freiburg auf einem guten Weg ist, aber auch, dass wir auch noch ganz viel Potential haben, mehr zu tun.  Ich persönlich bin auf jeden Fall sehr motiviert, dieses Potential noch besser auszuschöpfen und  mich dafür zu engagieren, dass  gute Beispiele im Bereich Lehre und Lernen noch mehr den Weg „von der Spitze in die Breite finden“.

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Vision & Leadership at UCF

Montag, 3. November 2014 | Autor/in: und 

las_tour25Im Rahmen eines Fellowship unterrichtete Till Wahnbaeck im vergangenen Sommersemester den Kurs „Vision & Leadership“ am University College Freiburg. Mit Fallbeispielen aus seiner langjährigen Berufserfahrung brachte er den Studierenden verschiedene Führungsstile näher.

During the summer term 2014 you taught a course entitled Vision & Leadership at UCF. How did this come about?
Till Wahnbaeck: “Nicholas Eschenbruch, UCF’s academic director, had offered that I design this course from scratch and try to combine my previous academic experience as a historian with my practical experience in various leadership positions in a business context. It was an appealing offer, and it turned out to be a very productive and fun course.”

What approach did you take?
TW: “The course was set up to be as experiential as possible. I didn’t want students to theoretically learn concepts of leadership but rather to experience first-hand what it means to be in a leadership position and give people tools for more effective leadership.”

What does leadership mean for you, then?
TW: “Leadership for me is closely related to the notion of change. If you don’t want to go anywhere new, you don’t need anyone to take you there. In fact, I define leadership as “taking responsibility for change”. Consequently, the course started with a “brief history of change” over the last 100,000 years. Its aim was to make students critically assess if change is good. And, if so, for whom. Only if you have a clear view of what you want to change, and why, and what the consequences of change are, can you be effective in bringing it about. In the course of the semester we assessed various schools of leadership with a view to real-life application, effectiveness and their ethical dimensions. The aim was not to provide cookie-cutter solutions but rather to let students discover various dimensions of leadership as they went along and to let them connect the dots themselves.”

You talk a lot about real-life application. How can that be translated into the classroom?
TW: “More important than the theoretical discussions, and much more effective in my view, were real-life case studies. The cases were drawn from my own experience and ranged from leading sales teams, to attempting to change a corporate culture, to volunteering in Africa. Students read up on the context and then got a chance to work out what they would have done in the given situation. I then shared what I had done and we discussed where I had gotten it right and where I had gone wrong. I think the approach worked quite well, because it made theory tangible and real.”

What other teaching elements besides lectures and case studies did you use?
TW: “One of the most effective ways to experience the leadership topic occurred when we conducted a little experiment early in the semester. I had asked students to assign presentation topics among themselves so that all given topics would be covered, and then email me the results. It turned out one topic hadn’t been assigned. I didn’t point this out, so when the day of the presentation came and I introduced the topic and asked who was presenting, there was an awkward silence at first. I didn’t say anything either and thereby relinquished my role as leader of the class in order to see what would happen. After some time, when people had discovered that no-one had prepared a presentation, one student spoke up and asked who had written the summary of the day’s pre-reading. Reluctantly, the two students who had done it came out of hiding and presented their material. Another student then raised a new point when one student stepped forth and offered to give a related presentation that he had on his laptop. But the class wanted to discuss the point just raised before. The student was stopped in his tracks and increasingly withdrew from engagement. He was a leader without followers. Only when another student later on asked him to give the presentation did he feel the legitimacy to speak up and present. We spent the remainder of the class analysing what had happened, who had taken responsibility to change the awkward situation, how they had finally managed to assemble a group of knowledge-holders to teach the class, and how leaders fail when they don’t have the support of their followers. I think the case – and the interactive design of the course in general – show how theory can be brought to life and be really experienced even in an academic setting. It was an experiment well worth repeating.”

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