Viel Prüfungsstoff, Balance zwischen Studium und Job und der Wunsch nach Praxis – Studienabbruch an der Universität Freiburg

Montag, 17. April 2017 | Autor/in: , und 

Im Durchschnitt beenden 23% der Studierenden in Deutschland ihr Studium nicht, in Freiburg waren es 2015 über ein Viertel (26%). Dabei brechen Studierende ihr Studium aus den verschiedensten Gründen ab. Diese finden sich auf persönlicher Ebene als auch auf institutioneller Ebene der Hochschule bzw. des Hochschulsystems (z.B. mangelnde Studieneignung oder -motivation des/der Studierenden, Abbruch als Folge unzureichender Studienbedingungen oder individueller Probleme bei der Studienfinanzierung). Eine Exmatrikuliertenbefragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) von 2014 beleuchtet diese Gründe genauer. Sie umfasste die Themenbereiche „Zeitpunkt des Abbruchs“ (und betonte dabei die Wichtigkeit der Studieneingangsphase), die „Studienentscheidung und Fachwahl“, die „schulischen Voraussetzungen“, „Studienanforderungen und –bedingungen“, sowie Details zur „finanziellen Lage“, der „Wohnsituation“ und „demografischen Hintergrund“ der Befragten.

 

Die wichtigsten Abbruchgründe an der Universität Freiburg

Ausschlaggebende Abbruchgründe von ehemaligen Studierenden der Universität Freiburg (n=64). Angaben in Prozent. Datenquelle DZHW, eigene Darstellung.

 

Die ausschlaggebenden Abbruchsgründe können sich je nach Fach stark unterscheiden. In der Grafik sind die Angaben aus der DZHW-Studie der Abbrecher_innen der Universität Freiburg (n=64) dargestellt. Es wird deutlich, dass besonders das Themenfeld Praxisbezug/Berufsvorbereitung wichtig ist. Oft wird das Studium als theoretisch und wenig praxisbezogen kritisiert. Weiterhin scheint die Studieneingangsphase bedeutend zu sein, da viele Befragte angeben, den Einstieg in das Studium nicht geschafft zu haben oder mit falschen Erwartungen herangegangen zu sein. Abbrecher_innen beklagen eine Unvereinbarkeit von Studium und Nebenjob oder eine Überforderung durch zu viel Studien- und Prüfungsstoff oder zu hohe Studienanforderungen. Weiterhin spielen individuelle, persönliche Gründe und unzureichende Studienbedingungen eine Rolle.

Diese Gründe finden sich auch in den Antworten aus der Studierendenbefragung 2016 (n=7168) wieder. Hier gibt 1% der Befragten die Absicht, das Studium abzubrechen, an. Die Freitextantworten spiegeln vor allem den Wunsch nach mehr Praxisbezug wieder: „Die Tätigkeiten, die man nach dem Studium offen hat, sind nicht das, was ich machen möchte“ – „Hätte mehr interessante Inhalte und v.a. mehr Praxisbezug erwartet.“ – „Extreme Verschultheit des Studienganges“. Doch auch die Unvereinbarkeit von Nebenjob und Studium wird deutlich („Durch meine Arbeit, um meine Wohnung zu bezahlen, war es mir nicht möglich, meine Prüfungen mit den entsprechenden Noten zu erbringen.“) sowie eine Überforderung durch die Leistungsanforderungen im Studium („Erbringe nicht die erforderlichen Leistungen“).

Allerdings geht aus der Befragung des DZHW auch hervor, dass ein hoher Anteil der Abbrecher_innen wieder studieren würde, oft sogar an derselben Hochschule und das gleiche Fach. Weiterhin bezeichnen 34% der Abbrecher_innen das Studium (trotz Abbruch) als sinnvolle Zeit, im Vergleich zu 73% der ebenfalls befragten Gruppe der Absolvent_innen. Alles in allem sind Absolvent_innen mit ihrer jetzigen Lebenssituation zufriedener (76%), allerdings ist mit 49% der Abbrecher_innen ein hoher Anteil ebenfalls zufrieden.

Wie geht es jetzt weiter?

Da die Teilnehmerzahlen dieser Studie sehr gering waren, ist die Aussagekraft der Ergebnisse beschränkt. Sie zeigen trotzdem interessante Tendenzen auf. Um aber Abbruchsgründe nach Fachsemestern, Fächergruppen und Abschlussarten unterscheiden zu können, muss eine separate Befragung vorgenommen werden. Die Abteilung Lehrentwicklung plant zurzeit eine Exmatrikuliertenbefragung, die im Wintersemester 2017/2018 starten soll. Zweck der Befragung ist die genaue Identifikation von Motiven und Lebensumständen der Studienabbrecher_innen und Studienwechsler_innen an der Uni Freiburg sowie die Analyse der unterschiedlichen Formen und Folgen des Abbruchs um von Seiten der Universität mögliche Ansatzpunkte für weitere und spezifischere Unterstützungsmöglichkeiten zu finden.

Eine detailliertere Analyse der DZHW-Befragung zu den Abbrecher_innen an der Uni Freiburg ist hier zu finden: Bericht Abbrecherbefragung DZHW

Weitere Informationen zu den Zentralen Befragungen der Studierenden und Absolvent_innen finden Sie unter: www.uni-freiburg.de/go/befragungen

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Vorlesungszeit ist Evaluationszeit – der ZES startet ins neue Semester

Mittwoch, 19. Oktober 2016 | Autor/in: und 

Mit Beginn des Wintersemesters 2016/17 am 17. Oktober hat auch der Zentrale Evaluationsservice (ZES) der Abteilung Lehrentwicklung seine Vorbereitungen für die Semesterevaluation wieder aufgenommen. Mit diesem zentralen Service bietet die Universität den Fakultäten die Möglichkeit, Evaluationen zeitnah und (teil-)automatisiert durchzuführen. Egal, ob Lehrveranstaltungs- oder Modulevaluation – der ZES unterstützt die Evaluationseinheiten bei der nachhaltigen Weiterentwicklung der Lehr- und Studienqualität. Seit dem Wintersemester 2014/15 durchgängig angeboten, haben im akademischen Jahr 2015/16 bereits 35 Evaluationseinheiten aus 13 Fakultäten – darunter das University College Freiburg (UCF), das Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) sowie das Zertifizierungsprogramm „English Medium Instruction“ (EMI) – am zentralisierten Evaluationsverfahren teilgenommen.

Der Kernfragebogen der Universität Freiburg

Der Kernfragebogen der Universität Freiburg

Der ZES dient der Entlastung und Unterstützung der Fakultäten bei der quantitativen Lehrveranstaltungsevaluation. Der Service umfasst die komplette administrative Durchführung der Lehrveranstaltungsevaluationen – angefangen bei der Umfrageerstellung über die Durchführung bis hin zur Auswertung und Ergebnisberichtserstellung und -bereitstellung. Ausgeführt gemäß der Evaluationsordnung der Universität, kann die Evaluation sowohl papier- als auch onlinebasiert durchgeführt werden – und zwar in Form sowohl einer Teil- als auch einer Vollerhebung. Unterstützt wird die Evaluation von einem universitätsweiten Kernfragebogen, der innerhalb der jeweiligen Fakultät beziehungsweise Evaluationseinheit um bis zu sieben individuelle Fragen und/oder Freitextfeldern ergänzt werden kann.

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Vorbereitungen für die Papierevaluation

Bei einer Papierevaluation werden die Fragebögen – das wird ein Großteil der Lehrenden sowie Studierenden bereits kennen – in den Lehrveranstaltungen ausgegeben und anschließend wieder eingesammelt. Der ZES erstellt und druckt die Fragebögen bei der Universitätsdruckerei. Nach der Evaluation werden diese in der Abteilung Lehrentwicklung mit einem Hochleistungsscanner eingescannt und ausgewertet. Die Evaluationsergebnisse liegen für gewöhnlich zwischen drei und fünf Tagen nach Durchführung der Papierevaluation vor.

Noch schneller gestaltet sich die Onlineevaluation. Sie erfolgt über die E-Mail-Adressen der Studierenden. Per Zeitsteuerung werden die Umfragen geöffnet und – nach Ablauf der Frist – wieder geschlossen. Der Ergebnisbericht wird anschließend sofort (automatisch) verschickt, so dass die Ergebnisse den Lehrenden sowie den Evaluationseinheiten sehr zeitnah vorliegen. Das Ziel: Die Ergebnisse sollen den Studierenden spätestens in der letzten Semesterwoche rückgemeldet und gemeinsam besprochen werden.

Zeitplan für das Wintersemester 2016/17

Zeitplan für das Wintersemester 2016/17

Grundsätzlich sind alle Studentinnen und Studenten der Universität Freiburg zur Teilnahme an der Evaluation eingeladen, um sich auf diese Art und Weise aktiv an der Verbesserung und Weiterentwicklung von Lehre und Studium zu beteiligen. Sorgen um den Schutz ihrer Daten brauchen sie sich hierbei nicht zu machen: Die Anonymität der Angaben ist gewährleistet. Auch der gesamte Datenaustausch mit den Evaluationseinheiten erfolgt über einen geschützten, universitätsinternen Server.

Für das Wintersemester 2016/17 sieht der Zentrale Evaluationsservice einen Evaluationszeitraum vom 11. Januar bis 1. Februar vor. Erstmalig werden im kommenden Semester Sprachkurse des SLI mit dem ZES evaluiert und auch das neu reformierte Lehramt wird mithilfe des ZES genauer unter die Lupe genommen: Bereits zum zweiten Mal werden die Rückmeldungen im Orientierungspraktikum, das alle angehenden Lehrerinnen und Lehrer zu Beginn ihres Studiums durchlaufen, zentral erhoben. So kann der ZES auch im beginnenden Wintersemester zur stetigen Weiterentwicklung der Qualität von Studium und Lehre beitragen und die Fakultäten und Fachbereiche in Ihrer Arbeit nachhaltig entlasten.

 

Mehr Informationen zur Arbeit des ZES finden alle Interessierten Leserinnen und Leser hier.

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Forum Dialogkultur – Evaluation mal anders

Mittwoch, 16. März 2016 | Autor/in:

Semesterende ist nicht nur Prüfungs- sondern auch Evaluationszeit. Kreuzchen hier, Häkchen dort, und in der letzten Sitzung die Präsentation der Ergebnisse in Form von ein paar Mittelwerten, einem schönen Diagramm und vielleicht ein paar Freitextkommentaren. Evaluationen sind den Lehrenden ohne Frage ein wichtiger Anhaltspunkt. Doch Hand aufs Herz, wer dachte nicht schon mindestens einmal beim Ausfüllen einer solchen Evaluation „Das könnte ich jetzt so oder so beantworten“ und würde am liebsten den eigenen Antworten Erklärungen beifügen?

Genau das dachten sich die Mitarbeiter der Abteilung Lehrentwicklung bei der Konzeption des Pilotprojekts „Freiburger Forum Dialogkultur“, das im WS 2015/2016 an zwei Fakultäten der Universität Freiburg durchgeführt wurde. Als HiWi durfte ich das Projekt in allen Schritten mit begleiten. Wie das Ganze ablief, wird im Folgenden beispielhaft an der Evaluation des Masterstudiengangs „Caritaswissenschaft und Christliche Gesellschaftslehre“ der Theologischen Fakultät erläutert.

„Forum Dialogkultur“ – was ist das?

Das aus dem Innovationsfonds des Studierendenrates finanzierte „Forum Dialogkultur“ orientiert sich an einem Projekt der Goethe-Universität Frankfurt. Es handelt sich hierbei um qualitative Evaluation mittels Gesprächen mit Studiengangsverantwortlichen sowie Studierenden.
Diese wurde unter Anderem im Masterstudiengang „Caritaswissenschaft und Christliche Gesellschaftslehre“ der Theologischen Fakultät durchgeführt. Diesen Studiengang gibt es seit 2006 in seiner aktuellen, modularisierten Form. Mit durchschnittlich weniger als 10 Studierenden pro Semester handelt es sich um einen sehr kleinen Studiengang, weshalb quantitative Evaluationen aus datenschutzrechtlichen Gründen häufig keine Ergebnisse liefern. Somit wurde dieses Projekt von Prof. Dr. Baumann, dem Direktor des Arbeitsbereiches, sehr begrüßt.

Schritt 1: Vorbereitung

Der erste Schritt bestand natürlich darin, sich einen Überblick über den Studiengang „Caritaswissenschaft und Christliche Gesellschaftslehre“ zu schaffen. Informationen fanden sich im Modulhandbuch, der Prüfungsordnung, und der allgemeinen Konzeption des Studiums. Weiteres ergab sich aus Vorgesprächen mit Studiengangsverantwortlichen.  Aus den zusammengetragenen Informationen wurde ein Konzept erstellt, das verschiedene Dimensionen beinhaltete, beispielsweise Betreuungssituation und Rahmenbedingungen, aber auch Workload, Studienverlauf und Lehr- bzw. Lernformen. Aus diesen Dimensionen wurde ein Leitfragebogen entwickelt, welcher zunächst im

Schritt 2: Expertengespräch

zum Einsatz kam. Das Expertengespräch ist ein 60-minütiges, semi-moderiertes Interview, bei dem vom „Experten“, in diesem Falle Prof. Dr. Baumann, zu den Dimensionen und darüber hinaus Stellung genommen wird.

Schritt 3: Gruppengespräch
Foto: Julia Müller

Foto: Julia Müller

Als nächstes folgte ein 90-minütiges Gruppengespräch mit Studierenden. Dieses ist ähnlich aufgebaut, wie das Expertengespräch, es gibt Leitfragen zu den verschiedenen Dimensionen und das Gespräch wird von den Mitarbeitern des Projekts angeleitet. Ziel ist jedoch nicht das sture Abarbeiten klar definierter Fragen, vielmehr sollen die Leitfragen dazu dienen, Diskussionen unter den Studierenden anzuregen. Obgleich das Gespräch für einen Montagabend und zu später Stunde angesetzt war, nahmen die Studierenden ihre Gelegenheit wahr und sprachen offen und gelassen sowohl über Dinge, die sehr gut laufen, als auch über Dinge, für die sie sich Änderungen wünschen würden.

Schritt 4: Auswertung und Analyse

Sowohl Experten- als auch Gruppengespräch wurden mit einem Audioaufnahmegerät aufgezeichnet und im nächsten Schritt transkribiert (wobei die Gesprächsteilnehmer anonymisiert wurden). Die Inhalte wurden strukturiert, kategorisiert, und zusammengefasst, bis schließlich die Quintessenzen des Expertengesprächs denen des Gruppengesprächs gegenübergestellt werden konnten. Aus dieser Gegenüberstellung heraus wurde ein Zwischenbericht verfasst, den alle Beteiligten zur Vorbereitung auf das

Schritt 5: Abschlussgespräch

erhielten. Im Abschlussgespräch, dem wie der Name schon vermuten lässt letzten Schritt, kamen nun alle, Studierende sowie Lehrende, zusammen. Nach einer kurz zusammenfassenden Präsentation der Ergebnisse durch die Projektmitarbeiter gab es nun noch einmal die Möglichkeit, Brennpunkte ganz offen miteinander zu diskutieren, Verbesserungsvorschläge einzubringen und eigene Standpunkte zu erklären. Lehrende wie Studierende nahmen dies mit reger Beteiligung wahr, sodass noch einmal viele Themen zur Sprache kamen.

Vorteile dieser Methode

Der große Pluspunkt dieser Evaluationsmethode besteht darin, dass sie eine Plattform für einen aktiven Austausch bietet. Klar können Studierende sich auch in ihrer Freizeit über ihr Studium austauschen – oft wird dies jedoch nicht an Lehrende weitergeleitet. Ebenso besteht theoretisch für Lehrende stets das Potential, sich zusammenzusetzen und kritische Betrachtungen anzustellen – ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass dies in der Praxis oftmals zwischen dringlicheren Themen untergeht. Daher bietet das Projekt „Freiburger Forum Dialogkultur“ die Möglichkeit, sich ein paar Stunden Zeit zu nehmen, und sich aktiv mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Es bietet sowohl den Studierenden im Gruppengespräch die Möglichkeit, sich frei zu äußern, da hier keine Lehrenden anwesend sind; es bietet genauso den Lehrenden die Möglichkeit, im Abschlussgespräch oftmals sehr simple, obgleich auch nicht unmittelbar durchschaubare Gründe für gewisse Strukturen und Entscheidungen darzulegen. Die abschließend direkte Kommunikation aller Parteien basierend auf der Grundlage des Zwischenberichts ist zweifelsohne eine effektivere Auseinandersetzung mit den Themen, als ein anfängliches Gruppengespräch es jemals hätte sein können. Jeder hat bereits eine Vorstellung von den Fragen und Wünschen der anderen und kann so gezielt darauf eingehen.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese Art von Evaluation sehr aufwändig ist, es sich für die Beteiligten meines Erachtens jedoch lohnt. Sie stellt vielleicht keine äquivalente Alternative zur klassischen Fragebogen-Evaluation dar, da, vor allem in größeren Studiengängen, nur vereinzelte Meinungen erfasst werden, ich halte sie jedoch für eine hilfreiche Ergänzung.

Diese Bewertung des Projekts „Freiburger Forum Dialogkultur“ deckt sich auch mit der Einschätzung des Wertes des Projekts durch den Studiengangsverantwortlichen und Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Baumann, der folgendes betont: „Die Evaluation bot uns eine willkommene Gelegenheit einer externen Auswertung in qualitativer Form unseres Studienganges. Wir danken dem Team des Pilotprojekts „Freiburger Forum Dialogkultur“ für die intensive und professionelle Erhebung sowie Ausarbeitung der Ergebnisse. Aus dem Abschlussgespräch gingen einige Anregungen hervor, an deren Umsetzung wir bereits arbeiten.“

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Fachschaftspreis Wirtschaftswissenschaften

Freitag, 26. Februar 2016 | Autor/in:

Fachschaftspreis VWL2016Grund zum Feiern gab es am Mitwoch, den 10.02.16 in den Wirtschaftswissenschaften, denn dort wurde auch dieses Jahr der Fachschaftspreis verliehen. Stattgefunden hat die Veranstaltung im kleinen Theatersaal der alten Universität. Im Zentrum der Auszeichnung stand das Engagement rund um die dauerhafte Verbesserung der Lehre.

Die Preisträger wurden auf Basis der Evaluationsergebnisse ermittelt, die inzwischen jedes Semester von der Studienfachberatung erhoben werden. Dabei wurden alle TeilnehmerInnen von Vorlesungen, Übungen und Seminare innerhalb von zwei Wochen per Papierfragebogen befragt. In der Auswertung für die Preisverleihung wurden nur die berücksichtigt, die Ihre Ergebnisse veröffentlichten. Professor Krieger erhielt den Preis für die beste Veranstaltung, Dr. Beckmann für die beste Übung, Professor Landmann und Dr. Flotho für das beste Seminar. Professor Kessler erhielt den Ehrenpreis der Fachschaft für besondere Leistung an der Fakultät, da er trotz seiner Position als Studiendekan sein Lehrdeputat nicht gekürzt  hat und  immer im Kontakt mit der Studierendenvertretung war.

Die Veranstaltung wurde von Studierenden und Vertretern der Fakultät besucht. Nach der Verleihung der Preise und den Laudationes gab es noch die Möglichkeit bei einem Glas Sekt oder Orangensaft für Studierende sich mit Professoren, Doktoranden oder HiWis auszutauschen. Das Ziel der Veranstaltung war neben der Ehrung, Studierenden auch die Möglichkeit zu geben, die Dozierenden anders kennen zu lernen – nicht nur durch eine Vorlesung oder Übung.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Fachschaft der Wirtschaftswissenschaften.

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Studienzufriedenheit – Empirische Untersuchung über Prädiktoren

Mittwoch, 21. Oktober 2015 | Autor/in: , und 

­Felix 2Felix Bittmann ist Absolvent des Bachelorstudiengangs Soziologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und hat in den letzten Monaten erfolgreich seine Bachelorarbeit verfasst. In seiner vorrangig auf quantitative Methoden zurückgreifenden Arbeit hat Herr Bittmann Ergebnisse der Zentralen Studierendenbefragung genutzt, um genauer zu untersuchen, welche Rahmenbedingungen die Zufriedenheit der Studierenden besonders beeinflussen. Für die Impulswerkstatt Lehrqualität hat er die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst:

Wie zufrieden sind Freiburger Studierende mit ihrem Studium und welche Faktoren beeinflussen diese Zufriedenheit am stärksten? In meiner Bachelorarbeit habe ich versucht, diese Fragen zu beantworten und konnte dafür, in Zusammenarbeit mit der Abteilung Lehrentwicklung, die Daten der Studierendenbefragung 2013 genauer analysieren. Auf Basis von mehr als 7000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen ist klar: die Studierendenschaft ist mit ihrer Universität im Großen und Ganzen recht zufrieden. Knapp 80 % aller Studierenden geben an, zufrieden oder sehr zufrieden zu sein, was für die Qualität der Universität zu sprechen scheint. Zudem konnte festgestellt werden, dass die Studienzufriedenheit am deutlichsten durch das Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden bestimmt wird und andere Faktoren, wie beispielsweise die Leistungsfähigkeit und Intelligenz der Studierenden, quasi keine Bedeutung für die Studienzufriedenheit haben. Die Zufriedenheit zwischen Frauen und Männern unterscheidet sich nicht. Auch zwischen MigrantInnen und NichtmigrantInnen lassen sich keine signifikanten Unterschiede nachweisen. Die zufriedensten Studierenden finden sich in den Fächern Liberal Arts and Sciences, Sportwissenschaften und angewandten Politikwissenschaften.

Der theoretische Ansatz der Untersuchung basiert auf den Arbeiten des Soziologen Talcott Parsons und dem von ihm entwickelten AGIL-Schema, das ein Modell darstellt, um beliebige Systeme in Untersysteme zu gliedern und so nach strukturfunktionalistischen Merkmalen genauer zu analysieren. Auf diese Weise wurde das Konstrukt „Studienzufriedenheit“ in feinere Analyseeinheiten aufgetrennt, um diese gesondert betrachten zu können. Mit dem Ziel, die Stärke des Einflusses der jeweiligen Subsysteme ausmachen zu können, wurden die Fragen der zugrunde liegenden Befragung nach Plausibilitätsgründen dem passendsten Untersystem zugeordnet. Anschließend wurde eine Faktorenanalyse durchgeführt, um mehrere Fragen auf einige wenige Dimensionen reduzieren zu können. Als Grundlage dieses Vorgehens diente eine Studie über die Zufriedenheit an der Universität Mainz von Cornelia Damrath aus dem Jahr 2006.

Nachdem die vier bedeutendsten Dimensionen (Studienrelevante Werteorientierung, Fach, Studienziele und kognitive Leistungsressourcen) aus den Daten extrahiert wurden, konnten diese für Korrelations- und Regressionsanalysen herangezogen werden. Dabei wurde deutlich, dass diese vier Dimensionen über 40 % der Gesamtvarianz der Studienzufriedenheit erklären konnten, was für die Güte des Modells spricht. Die dabei wichtigsten Faktoren waren die Akademische Gemeinschaft, sprich das Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden, der Wissenserwerb, also die Fokussierung der Studierenden auf das Ziel, neues Wissen zu erlangen, sowie dem Wert des Studierens an sich, der misst, wie hoch Studierende das Studierendenleben an sich einschätzen.

Über anschließende Subgruppenanalysen konnte gezeigt werden, dass beispielsweise für GeisteswissenschaftlerInnen die Akademische Gemeinschaft einen wichtigeren Faktor darstellt als für NaturwissenschaftlerInnen, für die der Wissenserwerb deutlicher im Vordergrund zu stehen scheint. Insgesamt erweckt es den Eindruck, als konnten durch die Untersuchung bestimmte Fundamentalzusammenhänge aufgedeckt werden, die geeignet sind eine Basis für weitere Forschungsarbeiten darzustellen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, eine Rückmeldung über seine eigene Zufriedenheit abzugeben, hat demnächst wieder Gelegenheit: die nächste Studierendenbefragung findet im Sommersemester 2016 statt. Die komplette Arbeit von Felix Bittmann ist unter folgender Adresse abzurufen: http://www.felix-bittmann.de

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Zentrale Modulevaluation – Aufbruch in neue Weiten der Evaluation

Freitag, 17. April 2015 | Autor/in:

„Modularisierung ist die Zusammenfassung von Stoffgebieten zu thematisch und zeitlich abgerundeten, in sich abgeschlossenen und mit Leistungspunkten versehenen abprüfbaren Einheiten.“*

214 Bild von Monika InselDie Umstellung der Studiengänge im Sinne der Modularisierung ist an der Universität Freiburg erfolgreich abgeschlossen. Aber ist uns die Modularisierung gelungen und konnten `thematisch und zeitlich abgerundete` Einheiten gebildet werden? Sind unsere Modulabschlussprüfungen dazu geeignet, die Modulinhalte abzuprüfen? Wie kann eine Überprüfung erfolgen und wie können Verbesserungspotentiale identifiziert werden? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe Modulevaluation im vergangen Wintersemester unter der Leitung der Zentralen Evaluationsbeauftragten Monika Schiffert.

Ziel der AG war es ein Konzept zu entwickeln, um durch studentisches Feedback Antworten auf diese Fragen zu erhalten. Vertreter/innen von interessierten Fakultäten haben sich zu einer AG zusammengefunden, um ein solches Konzept für eine Modulevaluation in einem standardisierten Verfahren unter Einsatz eines passgenauen Evaluationsinstruments zur Umsetzung der Evaluation mit EvaSys zu entwickeln. Die Modulevaluation soll dazu dienen, Stärken und Schwächen der im Rahmen der Bologna-Umstellung eingeführten Modulen zu identifizierten und passgenaue Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln. Diese Verbesserungsmaßnahmen können sich auf verschiedene Bereiche beziehen, wie beispielsweise die Anpassung des Lehrangebots, die Veränderung von Modul- und Lehrveranstaltungsinhalten, inhaltliche und organisatorische Abstimmungen zwischen Lehrveranstaltungen, studentische Arbeitsbelastung oder Prüfungsmodalitäten. Somit geht die Modulevaluation über eine klassische Lehrveranstaltungsevaluation hinaus, da sie sowohl Studienbedingungen als auch curriculare Aspekte erfasst. Die Arbeitsgruppe bestand aus einer bunten Mischung verschiedener Disziplinen: Theologie, Rechtswissenschaften, Psychologie, Chemie, Pharmazie, Biologie, Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen sowie Vertretungen der Technischen und der Philosophischen Fakultät. Bereichert wurde die AG auch durch eine Vertretung der Studierendenschaft, die auch immer wieder den Blickwinkel der Studierenden einbringen konnte.
Ende Februar sollte sowohl ein Verfahren als auch ein Evaluationsinstrument vorliegen, sodass es im Sommersemester 2015 in den Routinebetrieb übergehen kann. Ein ambitionierter Zeitplan! Allen Fakultätsvertreter/innen in der AG wurde zu Beginn Gelegenheit gegeben die Anforderungen und Vorstellungen für ihren Fachbereich sich gegenseitig darzustellen – dabei zeigten sich schon einige Unterschiede in der Umsetzung der Modularisierung: Beispielsweise in der Dauer, Größe und Zusammensetzung von Modulen. Auch zeigten sich verschiedene Vorstellungen bezüglich der Umsetzung sowie der Inhalte einer Modulevaluation, die verschiedene Differenzierungen des Fragebogens erfordern würden: In einigen Einheiten soll die Modulevaluation im Wechsel zu einer Lehrveranstaltungsevaluation durchgeführt werden d. h. in zwei getrennten Verfahren. Andere möchten die Lehrveranstaltungsevaluation (v. a. dozentenspezifische Aspekte) in die Modulevaluation integrieren, um nur noch ein Evaluationsverfahren anzuwenden. Teilweise sollte die Evaluation bereits vor der Modulabschlussprüfung durchgeführt werden, bei anderen jedoch erst danach. Bei allen Unterschieden wurden in den Sitzungen aber auch immer wieder viele Gemeinsamkeiten deutlich, wie beispielsweise, dass für alle die inhaltliche und organisatorische Kohärenz der Module ein sehr zentraler Aspekt einer Modulevaluation sein sollte.
Die oft sehr lebhaften Diskussionen und Kleingruppenarbeiten innerhalb der AG ermöglichten den Mitgliedern einen Erfahrungsaustausch unter Kolleg/innen mit Einblicken in andere Fachbereiche. So konnte beispielsweise ein anfangs sehr umfangreicher Pool an Fragen durch die gemeinsame Diskussion der zentralen und gemeinsamen Aspekte deutlich reduziert werden. So steht nun zu Beginn des Sommersemesters ein Konzept zur Modulevaluation mit einem Evaluationsinstrument in zwei Varianten des Verfahrens zur Verfügung: Einerseits eine Modulevaluation, welche die Lehrveranstaltungsevaluation und somit dozentenspezifische Items integriert und andererseits eine Modulevaluation, welche keinen dozentenspezifischen Teil enthält. Der Grundbogen zur Modulevaluation kann nun ähnlich wie beim Kernfragebogen zur Lehrveranstaltungsevaluation mit weiteren (fakultäts-) spezifischen Items ergänzt werden.
Das neue Evaluationsverfahren wurde nun bereits in 4 Modulen getestet. Zusätzlich wird der Fragebogen noch im Rahmen einer Masterthesis analysiert und validiert.
Die Arbeit der Arbeitsgruppe ist damit nun erfolgreich abgeschlossen. Die Motivation der Mitglieder in dieser AG war immer sehr hoch und sehr engagiert. Trotz der zusätzlichen Arbeit, wie Arbeitsaufträge zur Vorbereitung von Sitzung, verliefen die Treffen immer sehr produktiv und engagiert – auch der Spaß kam dabei nicht zu kurz. Diese fakultätsübergreifende Arbeitsform wurde von allen Mitgliedern als sehr bereichernd beurteilt und für die Zukunft sowohl zum regelmäßigen Austausch von Erfahrungen als auch zum gemeinsamen Erarbeiten von weiteren Konzepten angeregt.

Herzlichen Dank allen Beteiligten, die zum Gelingen dieser Arbeitsgruppe beigetragen haben!!

Weitere Informationen zur Zentralen Modulevaluation finden Sie auf www.rz.uni-freiburg.de/services/zes

*Quelle: Rahmenvorgaben für die Einführung von Leistungspunktsystemen und die Modularisierung von Studiengängen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.09.2000)

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Evaluation: Ein(-)Blick hinter die Kulisse

Dienstag, 21. Oktober 2014 | Autor/in:

Evaluation

Es rückt näher, das Wintersemester 2014/15 – und damit auch die halbjährliche Lehrveranstaltungsevaluation. Der im Wintersemester 2013/14 ins Leben gerufene Zentrale Evaluationsservice (ZES) unter der Leitung von Monika Schiffert unterstützt die Fakultäten dabei, Umfragen zeitnah und (teil-)automatisiert durchzuführen. Evaluiert werden kann wie bisher auf Papier, aber auch online.

Ich als HiWine kann sagen, dass dahinter eine ganze Menge Arbeit steckt, die den Mitarbeitern nicht nur EDV-Kenntnisse, sondern auch Organisationstalent und Kommunikationsgeschick abverlangt – vor allem, wenn sie das, was die Fakultäten sich wünschen und das, was tatsächlich zur Realisierung notwendig ist, auf einen Nenner bringen müssen. weiter…

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„… und was passiert mit den Ergebnissen?“

Montag, 21. Oktober 2013 | Autor/in:

Im Wintersemester 2012/13 und im Sommersemester 2013 fanden drei zentrale Befragungen zum Thema Studium und Lehre an der Albert-Ludwigs-Universität statt. Befragt wurden Absolvent/innen des Abschlussjahres 2010/2011, alle Studierenden während des letzten Sommersemesters und alle Lehrenden des vergangenen Studienjahres.

Die Beteiligung an allen drei Umfragen war außerordentlich hoch, hierfür möchte sich die Abteilung Lehrentwicklung ausdrücklich bei allen Teilnehmenden bedanken! Die Rücklaufquote bei der Absolvent/innenbefragung liegt bei 56 Prozent, bei der Studierendenbefragung bei 38 und bei der Befragung der Lehrenden erreichte sie 47 Prozent. Insgesamt haben knapp 12.000 Personen mitgemacht und Ihre Meinung gesagt!

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Die hohe Teilnahme bestätigt zum einen den Bedarf nach einem solchen Studienqualitätsmonitoring, zum anderen verweist sie auf eine funktionierende Evaluationskultur an der Universität. Um diese zu bestätigen und lebendig zu halten, sollen hier einige Antworten auf die Frage folgen, die uns während der Feldphase am häufigsten gestellt wurde: „Was passiert mit den Ergebnissen?“

Dank der vielen Teilnehmer/innen ist der Grundstein für eine repräsentative und detaillierte Auswertung der Ergebnisse gelegt. Diese Auswertung der Daten erfolgt derzeit auf Hochtouren in der Abteilung Lehrentwicklung. Ziel ist die Erstellung detaillierter Ergebnisberichte auf Ebene der Gesamtuniversität und der Lehreinheiten bzw. Fakultäten. Die Abteilung Lehrentwicklung möchte die Ergebnisse spätestens zu Beginn des Frühjahrs 2014 so detailliert wie möglich und in aggregierter Form den Verantwortlichen Gremien und Personen zur Verfügung stellen. Langfristig ist vorgesehen, dass die Daten auch der Öffentlichkeit und damit den Befragten selbst zugänglich gemacht werden. Bei der Ergebnispräsentation behält die Anonymität der Befragten oberste Priorität.  weiter…

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Qualitätspakt Lehre an der Uni Freiburg

Mittwoch, 18. September 2013 | Autor/in: , und 

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Was hat der Werkzeugkasten Lehrevaluation mit den Instructional Development Awards und dem Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring gemeinsam? Alle drei Projekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert:

„Mit dem Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre („Qualitätspakt Lehre“) sollen die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an Hochschulen verbessert werden. Der Bund stellt dafür zwischen 2011 und 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Gefördert werden 186 Hochschulen aus allen 16 Ländern.“ (http://www.qualitaetspakt-lehre.de/)

Durch diese Förderung konnten viele gute Ideen in die Tat umgesetzt werden. Heute möchten wir Ihnen einen Überblick über die sieben Teilprojekte an der Uni Freiburg geben. In den nächsten Wochen und Monaten werfen wir dann einen Blick auf die Projekte anderer Hochschulen – vielleicht können wir uns da noch die ein oder andere Idee abschauen 😉

Unsere Teilprojekte und Ziele

1. Instructional Development Award (IDA)
Erweiterung des bisherigen Konzepts durch Schaffung von zwei zusätzlichen Lehrentwicklungspreisen in den Förderlinien „Innovative Studieninhalte/Modulinnovation“ und „Innovationen in Staatsexamens-Studiengängen“.

Ziel: Förderung von innovativen Lehrentwicklungs-Projekten durch die Vergabe ausreichender und flexibel nutzbarer Ressourcen.

2. Lehrzentrum Interdisziplinarität – University College Freiburg
Aufbau einer geeigneten organisatorischen Struktur für die Stärkung und den Ausbau interdisziplinärer Lehre.

Ziel: Systematische Nutzung des Fächerspektrums der „Volluniversität“ Freiburg durch koordinierte interdisziplinäre Angebote.  weiter…

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Premiere! Erste hochschulweite Befragung der Lehrenden an der Universität

Dienstag, 4. Juni 2013 | Autor/in:

Haben Sie sich als Dozentin oder Dozent schon mal gefragt, warum Studierende während des Studiums des Öfteren nach ihrer Meinung gefragt werden (Lehrveranstaltungsevaluationen, Studierendensurveys oder Absolvent/innenbefragung), Sie aber noch nie? Dabei sind Sie es doch, die nahezu täglich Lehre durchführen! Wir, die Abteilung Lehrentwicklung, finden diese Frage berechtigt, weshalb wir in diesem Jahr die erste Befragung der Lehrenden an der Universität durchführen. Selbstverständlich fragen wir nicht nur, um gefragt zu haben.

Logo_LEHWir sind überzeugt davon, dass viele wichtige Aspekte, die für die Gesamtbewertung des Lehr- und Studienangebots relevant sind, am besten aus der Perspektive der Lehrenden eingeschätzt werden können: Wo sehen Lehrende die Stärken und Schwächen der Lehre an der Universität? Wo wünschen sich Lehrende mehr oder bessere Unterstützung und an welchem Punkt wünschen Sie sich die viel zitierte „Freiheit von Forschung und Lehre“? Es geht also einerseits um die Arbeitssituation und Lehrpraxis Freiburger Dozenten (von der Professorin bis zum Lehrbeauftragten in der Promotionsphase), andererseits auch um wichtige Zukunftsthemen wie die Internationalisierung der Hochschule, eine immer heterogenere Studierendenschaft und den damit verbunden Anforderungen an die universitäre Lehre.

Damit betritt die Universität Neuland. Umfragen gibt es inzwischen zwar wie Sand am Meer und an verschiedenen Universitäten des Landes werden auch vereinzelt Umfragen unter Dozierenden durchgeführt, doch mit dieser ersten Befragung der Lehrenden möchte die Universität ausloten, ob dieses Instrument dauerhaft als Teil der Qualitätssicherung und -entwicklung sinnvoll ist.

Als wir im Herbst letzten Jahres mit der Vorbereitung der Befragung und der Erstellung des Fragebogens begannen, wurde unter anderem schnell klar, dass dieses Projekt auch auf Skepsis und Zweifel seitens der Befragten stoßen weiter…

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