Viel Prüfungsstoff, Balance zwischen Studium und Job und der Wunsch nach Praxis – Studienabbruch an der Universität Freiburg

Montag, 17. April 2017 | Autor/in: , und 

Im Durchschnitt beenden 23% der Studierenden in Deutschland ihr Studium nicht, in Freiburg waren es 2015 über ein Viertel (26%). Dabei brechen Studierende ihr Studium aus den verschiedensten Gründen ab. Diese finden sich auf persönlicher Ebene als auch auf institutioneller Ebene der Hochschule bzw. des Hochschulsystems (z.B. mangelnde Studieneignung oder -motivation des/der Studierenden, Abbruch als Folge unzureichender Studienbedingungen oder individueller Probleme bei der Studienfinanzierung). Eine Exmatrikuliertenbefragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) von 2014 beleuchtet diese Gründe genauer. Sie umfasste die Themenbereiche „Zeitpunkt des Abbruchs“ (und betonte dabei die Wichtigkeit der Studieneingangsphase), die „Studienentscheidung und Fachwahl“, die „schulischen Voraussetzungen“, „Studienanforderungen und –bedingungen“, sowie Details zur „finanziellen Lage“, der „Wohnsituation“ und „demografischen Hintergrund“ der Befragten.

 

Die wichtigsten Abbruchgründe an der Universität Freiburg

Ausschlaggebende Abbruchgründe von ehemaligen Studierenden der Universität Freiburg (n=64). Angaben in Prozent. Datenquelle DZHW, eigene Darstellung.

 

Die ausschlaggebenden Abbruchsgründe können sich je nach Fach stark unterscheiden. In der Grafik sind die Angaben aus der DZHW-Studie der Abbrecher_innen der Universität Freiburg (n=64) dargestellt. Es wird deutlich, dass besonders das Themenfeld Praxisbezug/Berufsvorbereitung wichtig ist. Oft wird das Studium als theoretisch und wenig praxisbezogen kritisiert. Weiterhin scheint die Studieneingangsphase bedeutend zu sein, da viele Befragte angeben, den Einstieg in das Studium nicht geschafft zu haben oder mit falschen Erwartungen herangegangen zu sein. Abbrecher_innen beklagen eine Unvereinbarkeit von Studium und Nebenjob oder eine Überforderung durch zu viel Studien- und Prüfungsstoff oder zu hohe Studienanforderungen. Weiterhin spielen individuelle, persönliche Gründe und unzureichende Studienbedingungen eine Rolle.

Diese Gründe finden sich auch in den Antworten aus der Studierendenbefragung 2016 (n=7168) wieder. Hier gibt 1% der Befragten die Absicht, das Studium abzubrechen, an. Die Freitextantworten spiegeln vor allem den Wunsch nach mehr Praxisbezug wieder: „Die Tätigkeiten, die man nach dem Studium offen hat, sind nicht das, was ich machen möchte“ – „Hätte mehr interessante Inhalte und v.a. mehr Praxisbezug erwartet.“ – „Extreme Verschultheit des Studienganges“. Doch auch die Unvereinbarkeit von Nebenjob und Studium wird deutlich („Durch meine Arbeit, um meine Wohnung zu bezahlen, war es mir nicht möglich, meine Prüfungen mit den entsprechenden Noten zu erbringen.“) sowie eine Überforderung durch die Leistungsanforderungen im Studium („Erbringe nicht die erforderlichen Leistungen“).

Allerdings geht aus der Befragung des DZHW auch hervor, dass ein hoher Anteil der Abbrecher_innen wieder studieren würde, oft sogar an derselben Hochschule und das gleiche Fach. Weiterhin bezeichnen 34% der Abbrecher_innen das Studium (trotz Abbruch) als sinnvolle Zeit, im Vergleich zu 73% der ebenfalls befragten Gruppe der Absolvent_innen. Alles in allem sind Absolvent_innen mit ihrer jetzigen Lebenssituation zufriedener (76%), allerdings ist mit 49% der Abbrecher_innen ein hoher Anteil ebenfalls zufrieden.

Wie geht es jetzt weiter?

Da die Teilnehmerzahlen dieser Studie sehr gering waren, ist die Aussagekraft der Ergebnisse beschränkt. Sie zeigen trotzdem interessante Tendenzen auf. Um aber Abbruchsgründe nach Fachsemestern, Fächergruppen und Abschlussarten unterscheiden zu können, muss eine separate Befragung vorgenommen werden. Die Abteilung Lehrentwicklung plant zurzeit eine Exmatrikuliertenbefragung, die im Wintersemester 2017/2018 starten soll. Zweck der Befragung ist die genaue Identifikation von Motiven und Lebensumständen der Studienabbrecher_innen und Studienwechsler_innen an der Uni Freiburg sowie die Analyse der unterschiedlichen Formen und Folgen des Abbruchs um von Seiten der Universität mögliche Ansatzpunkte für weitere und spezifischere Unterstützungsmöglichkeiten zu finden.

Eine detailliertere Analyse der DZHW-Befragung zu den Abbrecher_innen an der Uni Freiburg ist hier zu finden: Bericht Abbrecherbefragung DZHW

Weitere Informationen zu den Zentralen Befragungen der Studierenden und Absolvent_innen finden Sie unter: www.uni-freiburg.de/go/befragungen

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„Teaching4Future – Lehre digital“ – gestalten Sie die landesweite Digitalisierungsstrategie mit!

Dienstag, 11. April 2017 | Autor/in:

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich mit Beiträgen online an der Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg zu beteiligen. Diese umfasst verschiedene gesellschaftliche Themen, wovon für die Hochschulen insbesondere der Bereich „Wissenschaft und Kultur“ und darin wiederum die Unterkategorien „Schlüsseltechnologie – Intelligente Systeme“, „Infrastrukturen der digitalen Forschung“ sowie „Teaching4Future – Lehre digital“ relevant sind.

„Teaching4Future“ richtet sich explizit an Lehrende und Studierende mit der Frage, wie und inwieweit die Hochschulen mit der digitalen Lehre die Qualität des Studiums verbessern und Studierende auf digitalisierte Arbeitswelten vorbereiten können. Es soll, so das Ministerium, flächendeckend eine neue Qualität in der digitalen Hochschullehre sowie in der hochschulischen Lehrer*innenbildung erreicht werden, was u.a. hochschulübergreifende Kooperationen und gegenseite Anerkennung von Kursen, die Qualifizierung von Lehrenden sowie den Bereich Offene Bildungsressourcen (OER) umfasst.

Anhand folgender Leitfragen werden Anregungen, Diskussionsbeiträge und Ideen gesucht:

  • Was würden Sie als Lehrende oder Studierende für Meilensteine in der digitalen Lehre erwarten?
  • Was würden Sie von Lehrerinnen und Lehrern im digitalen Schulunterricht erwarten?
  • Von welchen Neuerungen im Bereich digitale Lehre haben Sie bereits profitiert?

Beiträge können in Form von (anonymen) Kommentaren bis zum 24.4.2017, 12 Uhr, im Beteiligungsportal Baden-Württemberg eingereicht werden.

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Last Call: Workshop-Anmeldung für Tag des Lernens und Lehrens am 18.11.2016

Montag, 31. Oktober 2016 | Autor/in:

Tag des Lernens und Lehrens - ProgrammflyerAm 18.11.16 findet der Tag des Lernens und Lehrens in der Aula KG I von Uhr 9:00 – 17:00 statt.

Umrahmt von Vorträgen zu „Aktives Lernen fördern! – wie man das (nicht) machen sollte“ und „Über die Abwesenheit von Lehrveranstaltungen und die Folgen für den Lernerfolg“ sowie dem Streitgespräch „Anwesenheitspflicht – wieviel Präsenz braucht das Lernen“  gibt es neben einer Posterausstellung auch insgesamt sechs Workshops zum Lernen und Lehren. In diesen wird eine Themenvielfalt von Forschungsorientiertem Studium, Service Learning, Lernstrategien, Flipped Classroom, Heterogenität sowie englischsprachiger Lehre geboten.

Aufgepasst, wer sich bis jetzt noch nicht zu den Workshops angemeldet hat, kann sich nur noch auf eine begrenzte Anzahl an Plätzen bis spätestens zum 04.11.16 anmelden.

Weitere Details zum Tag des Lernens und Lehrens sowie die Anmeldung finden Sie auf der Seite der Lehrentwicklung: www.lehrentwicklung.uni-freiburg.de/projekte/tdll2016

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Von Fach zu Fach und von der Spitze in die Breite – Fachtagung „Lehr- und Lernformen“ des Qualitätspakt Lehre

Freitag, 17. Juli 2015 | Autor/in:

Leipzig - vor der Nikolaikirche Foto: Krämer-McCaffery

Leipzig – vor der Nikolaikirche Foto: Krämer-McCaffery

Um die 270 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland trafen sich am 25. und 26. Juni  zur jährlichen Qualitätspakt Lehre-Fachkonferenz „Lehr- und Lernformen“  in Leipzig. Vom QPL-Projekt „Windows für Higher Education“ der Uni Freiburg nahmen Simon Büchner vom University College Freiburg und ich an der Tagung teil, ebenfalls aus Freiburg anwesend war Marianne Giesler aus der medizinischen Fakultät für das Verbundvorhaben „Kompetenzorientiert lernen, lehren und prüfen in der Medizin“.
Wie der Titel der Konferenz „Lehr- und Lernformen“ schon sagt, wurde auf  der Tagung thematisiert, durch welche (innovativen) Lehrformate die Lernprozesse bei den Studierenden optimal angeregt werden können. Da diese Prozesse in verschiedenen Fächern auch unterschiedlich ablaufen können, gab es am ersten Tag Workshops für den fachspezifischen Einsatz von Lehr- und Lernformen. Mich interessierte bei dieser Konferenz besonders, welche Lehr- und Lernformate gerade in den „Massenfächern“ wie Jura oder VWL hilfreich sein könnten, so hatte ich mich für den Workshop 5 für die Fächergruppen „Rechts- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ eingetragen. Geleitet wurde der Workshop von Prof. Dr. Isabell von Ackeren (die auch die „Keynote“ an diesem Tag hielt), Prof. Erwin Amann und Patrick Hintze. In drei Praxisbeispielen  wurde insbesondere die Rolle von „Blended-Learning“-Ansätzen  dargestellt.
Besonders fasziniert hat mich das Beispiel von Prof. Amann aus den Wirtschaftswissenschaften (Duisburg-Essen), der es auch in einer Massenvorlesung von über 500 Studierenden mit einem Mix aus diversen Instrumenten schafft, die Studierende zu aktivieren und besonders für das Selbstlernen zu motivieren. Er setzt z.B. Einstiegsvideos ein, die auch schon vor der Vorlesung verfügbar sind, um die Heterogenität der Studierenden hinsichtlich ihrer Vorkenntnisse etwas abzumildern. Durch regelmäßige, freiwillige und individualisierte Online-Testate mit Feedbackfunktion, mit denen die Studierenden Bonuspunkte zur Verbesserung ihrer Note bekommen können, werden die Studierenden zum regelmäßigen Lernen aktiviert und bekommen Feedback zu ihrem Lernstand, wodurch sich auch die Ergebnisse der Abschlussklausur deutlich verbessern. Durch Tutoren (und auch dem Lehrenden) moderierte Facebookgruppen  sorgen für Diskussionsmöglichkeiten und bieten Anregung und Unterstützung. Insgesamt für mich ein Beispiel dafür, dass  die Motivierung und Aktivierung der Studierenden auch bei großen Lehrveranstaltungen möglich ist!

Leipzig- QPL-Visualisierung5
Am zweiten Tag der Tagung ging es mehr um fächerübergreifende Themen wie z.B. das Thema Qualitätsstandards und Lehrevaluation oder wie die Verbindung zwischen Theorie und Praxis gelingt. In meinem Workshop wurde die Thematik „Vom Einzelfall in die Fläche – welche Strategien unterstützen die Einführung und Verbreitung neuer Lehr-/Lernformen“ unter der Moderation  von Dr. Angela Kuonath und Julia Specht (die ebenfalls ihr Projekt vorstellten)  von der Ludwig-Maximilians-Universität München diskutiert. Dabei wurde ersichtlich, dass es viele Stellschrauben sind, die die Verbreitung von neuen Lehr-/Lernformen fördern, wie z.B.

– Die Rahmenbedingungen: wie z.B. die strategische Ausrichtung der Hochschule

– Die Einbindung der Studierenden, die bei der Einführung neuer Lehr-/Lernformen informiert werden müssen, und bei denen eventuell auch Widerstände überwunden werden müssen

– Die Lehrenden, die u.a. Wertschätzung und Rückhalt , aber auch Anreiz- und Unterstützungssysteme  und nicht zuletzt Vorbilder benötigen, um neue Formen der Lehre auszuprobieren
Die Ergebnisse nicht nur dieses Workshops sondern der gesamten Tagung haben mich darin bestätigt, dass die  Lehrentwicklung an der Universität Freiburg auf einem guten Weg ist, aber auch, dass wir auch noch ganz viel Potential haben, mehr zu tun.  Ich persönlich bin auf jeden Fall sehr motiviert, dieses Potential noch besser auszuschöpfen und  mich dafür zu engagieren, dass  gute Beispiele im Bereich Lehre und Lernen noch mehr den Weg „von der Spitze in die Breite finden“.

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Ausschreibung Fellowships für 2016

Donnerstag, 30. April 2015 | Autor/in:

Zum 5. Mal schreiben der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Landesstiftung Baden-Württemberg auch in diesem Jahr wieder Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre aus.

Antragsberechtigt sind Lehrende aller Statusgruppen und Disziplinen.

Bild: Rüdiger Buhl

Bild: Rüdiger Buhl

Wie im letzten Jahr, werden die Fellowships in diesem Jahr in drei unterschiedlichen Linien ausgeschrieben: In der Kategorie Junior Fellowships sind explizit die Gruppe der DoktorandInnen, Post-DoktorandInnen und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen angesprochen, während die Senior Fellowships sich an JuniorprofessorInnen und ProfessorInnen richten. Außerdem gibt es noch die Linie Tandem-Fellowships für Lehrende, die mit einem/einer HochschuldidaktikerIn oder LernforscherIn oder einem Lehrenden aus einer anderen Fachrichtung kooperieren. Die Linien sind auch unterschiedlich dotiert: Junior Fellowships mit 15.000 Euro, Senior Fellowships mit 25.000 Euro und Tandem Fellowships mit 30.000 Euro; die gesamte Fördersumme beträgt 225.000 Euro.

Es sind solche Projekte förderungsfähig, die [Auszug aus dem Ausschreibungstext]:

  • „Anreize für die Entwicklung und Erprobung neuartiger Lehr- und Prüfungsformate (beispielsweise Konzepte für forschendes oder problembasiertes Lernen oder zur Prüfung von Schlüsselkompetenzen) oder die Neugestaltung von Modulen und Studienabschnitten (beispielsweise der Studieneingangsphase oder von Praxisphasen, etwa unter dem Gesichtspunkt der Interdisziplinarität oder zunehmenden Diversität von Studierenden) zu schaffen;
  • den Austausch über Hochschullehre und die Verbreitung der entwickelten Projekte durch eine Vernetzung der Fellows zu befördern,
  • die Auswirkungen dieser Innovationen auf den Lernerfolg und Kompetenzerwerb der Studierenden begleitend zu untersuchen und im Ergebnis sowohl zu einer systematischen Weiterentwicklung der Lehre in curricularer, didaktischer und methodischer Hinsicht als auch zur Professionalisierung und persönlichen Weiterentwicklung von Lehrenden im Sinne des scholarship of teaching beizutragen,
  • zur Verstetigung innovativer Hochschullehre in den Hochschulen selbst beizutragen.“

Hier finden Sie die vollständige Ausschreibung auf den Seiten des Stifterverbands.
Übrigens: Im vergangenen Jahr wurde Frau Dr. Jessika Nowak  (Historisches Seminar) mit einem Junior-Fellowship ausgezeichnet.

 Antragsverfahren

Die Einreichung von mehreren Anträgen pro Hochschule ist möglich. Die Anträge müssen von der Fakultät und dem Rektorat unterstützt und über die Hochschulleitung eingereicht werden.

Wir, also die Abteilung Lehrentwicklung, sind für die Koordination der Antragstellung zuständig und unterstützen Sie gerne. Wir bitten allerdings alle potenziellen Antragsteller/innen, sich spätestens bis zum 21. Mai 2015 bei uns zu melden, damit wir den weiteren Ablauf gemeinsam planen können! Alle Fristen finden Sie unten.

Für die Antragstellung wird von uns eine einheitliche und verbindliche Formatvorlage zur Verfügung gestellt, um so die (optische) Einheitlichkeit der Freiburger Anträge sicherzustellen. Der Antrag sollte 25.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten und maximal (inkl. Bilder) 10 Seiten lang sein.

Fellowships und Instructional Development Award: Doppelbewerbung möglich!

Da dieses Jahr der Instructional Development Award (IDA) für insgesamt zwei Projekte zur Verfügung steht und das Konzept dem der Fellowships ähnelt, wäre dies bei der Antragsstellung zu beachten. Eine Bewerbung in beiden Wettbewerben mit ein und demselben Projekt – sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind – ist möglich. Allerdings kann dasselbe Projekt höchstens durch einen Preis finanziell gefördert werden.  Eine Bewerbung in den Wettbewerben mit zwei unterschiedlichen Projekten ist selbstvertsändlich völlig unproblematisch. Bei Fragen zu diesem oder anderen Themen beraten wir Sie gerne. Sprechen Sie uns einfach an!

Zeitplan und Fristen
  • Interessensbekundung gegenüber der Abt. Lehrentwicklung: 21. Mai 2015
  • Einreichung des Antrags bei der Abt. Lehrentwicklung: 15. Juni 2015
  • Einreichungsfrist der Förderer: 10. Juli 2015
  • Entscheidung über die Auswahl der Fellows voraussichtlich Ende Oktober 2015
Kontakt:

Dr. Tanja Krämer-McCaffery, Tel.: 203-97558, E-Mail
Petra Mußler, Tel.: 203-9088, E-Mail

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Das Logbuch Lehre der RWTH Aachen – Schaufenster, Multiplikator und Verteiler

Mittwoch, 11. Dezember 2013 | Autor/in:

RWTH Aachen UniversitySeit 2011 findet auf Initiative der Lehrenden und der Studierendenvertretung an der RWTH Aachen jährlich der sogenannte Talk Lehre statt. Diese Veranstaltung soll Lehrende, Studierende und weitere interessierte Hochschulmitglieder über die Umsetzung des Zukunftskonzepts Exzellente Lehre informieren und insbesondere den Dialog über lehrebezogene Themen auf einer größeren Plattform ermöglichen. Diese Idee will das Logbuch Lehre aufgreifen und im Netz fortsetzen. 

Was ist das Logbuch Lehre und welche Idee steckt dahinter?

Das Logbuch Lehre ist das zentrale, blogbasierte Webportal für alle News und Entwicklungen rund um das Thema Lehre an der RWTH Aachen. Es startete Ende Juni zum diesjährigen Talk Lehre.

Wortmarke LL

Im Rahmen des Zukunftskonzepts Exzellente Lehre wurden – und werden weiterhin – wirksame Instrumente sowie einzelne Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre entwickelt. Der Qualität der Lehre soll zudem eine stärkere Aufmerksamkeit, eine größere Wertschätzung und verbesserte Sichtbarkeit zukommen. Dazu will das Logbuch Lehre einen Beitrag leisten: und zwar indem es darauf aufmerksam macht, was bislang bereits geleistet wurde und was weiterhin aktuell geleistet wird.

Das Logbuch Lehre soll nach und nach zu einem wachsendem Kompendium guter Lehre werden – mit Vorstellungen von Best Practice, Veranstaltungen, Ausschreibungen, hochschuldidaktischen und lernpraktischen Internetquellen.

Auf unserer Seite berichten die verschiedenen Einrichtungen und Institute sowie Studierende und Lehrende der RWTH Aachen über Neuigkeiten, Konzepte, Ideen, Erfahrungen und Schulungen zur Verbesserung der Hochschullehre. So will diese Seite Schaufenster, Impulsgeber, Multiplikator und Verteilerstation gleichermaßen sein.  weiter…

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Gute Lehre braucht gute Rahmenbedingungen

Mittwoch, 27. November 2013 | Autor/in:

Charta

Was macht gute Lehre aus? Dieser Frage hat sich ein Qualitätszirkel, zusammengestellt aus vielen verschiedenen Hochschulen, gewidmet und trotz anfänglicher Bedenken festgestellt, dass dieser fach- und hochschulübergreifende Austausch über die Lehre sehr befruchtend sein kann. In der Charta (PDF) wurden zahlreiche Best-Practice Beispiele guter Lehre zusammengetragen. Auch die Uni Freiburg ist gleich mit drei Beispielen vertreten: Den Online Studienwahl Assistenten, dem Interdisciplinary Track und auch wir selbst, also die Impulswerkstatt Lehrqualität wird darin vorgestellt. In den kommenden Monaten wollen wir einzelne Kapitel der Charta detaillierter darstellen und damit zur Lektüre, aber natürlich insbesondere zur Diskussion anregen.

Eines der zehn Kapitel der Charta wurde redaktionell von der Universität Freiburg verantwortet. Gemeinsam mit der Universität Göttingen haben wir uns dem Thema „Rahmenbedingungen“ für gute Lehre gewidmet. Dabei wurde uns sehr schnell klar, dass die Frage der Finanzierung der Hochschulen eine zentrale Stellung einnehmen muss. Es wurde aber auch klar, dass es neben einer verlässlichen strukturellen Ausfinanzierung von Studium und Lehre weitere Stellschrauben gibt, mit denen die Hochschulen selbst, aber natürlich auch die (Landes-)Politik solche Bedingungen schaffen können, die gute Lehre ermöglichen und wahrscheinlich machen.

Fünf Bereiche haben wir identifiziert, die aus unserer Erfahrung heraus – und damit ist das Redaktionsteam der gesamten Charta gemeint – die Qualität von Lehre besondere Bedeutung haben. Wir haben versucht, diese in Grundsätze bzw. Leitlinien zu fassen und mögliche Handlungsoptionen für die Hochschulen, die Politik und die Kooperationsmöglichkeiten zwischen diesen beiden Akteuren aufzuzeigen. Diese Liste ist keineswegs als abschließend zu verstehen, sondern soll vor allem eines sein: Eine Grundlage zur Reflexion und Diskussion über die aktuelle Situation. Kommentiert und diskutiert werden kann das Kapitel übrigens online auf der Seite des Stifterverbandes.

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„… und was passiert mit den Ergebnissen?“

Montag, 21. Oktober 2013 | Autor/in:

Im Wintersemester 2012/13 und im Sommersemester 2013 fanden drei zentrale Befragungen zum Thema Studium und Lehre an der Albert-Ludwigs-Universität statt. Befragt wurden Absolvent/innen des Abschlussjahres 2010/2011, alle Studierenden während des letzten Sommersemesters und alle Lehrenden des vergangenen Studienjahres.

Die Beteiligung an allen drei Umfragen war außerordentlich hoch, hierfür möchte sich die Abteilung Lehrentwicklung ausdrücklich bei allen Teilnehmenden bedanken! Die Rücklaufquote bei der Absolvent/innenbefragung liegt bei 56 Prozent, bei der Studierendenbefragung bei 38 und bei der Befragung der Lehrenden erreichte sie 47 Prozent. Insgesamt haben knapp 12.000 Personen mitgemacht und Ihre Meinung gesagt!

Fragezeichen

Die hohe Teilnahme bestätigt zum einen den Bedarf nach einem solchen Studienqualitätsmonitoring, zum anderen verweist sie auf eine funktionierende Evaluationskultur an der Universität. Um diese zu bestätigen und lebendig zu halten, sollen hier einige Antworten auf die Frage folgen, die uns während der Feldphase am häufigsten gestellt wurde: „Was passiert mit den Ergebnissen?“

Dank der vielen Teilnehmer/innen ist der Grundstein für eine repräsentative und detaillierte Auswertung der Ergebnisse gelegt. Diese Auswertung der Daten erfolgt derzeit auf Hochtouren in der Abteilung Lehrentwicklung. Ziel ist die Erstellung detaillierter Ergebnisberichte auf Ebene der Gesamtuniversität und der Lehreinheiten bzw. Fakultäten. Die Abteilung Lehrentwicklung möchte die Ergebnisse spätestens zu Beginn des Frühjahrs 2014 so detailliert wie möglich und in aggregierter Form den Verantwortlichen Gremien und Personen zur Verfügung stellen. Langfristig ist vorgesehen, dass die Daten auch der Öffentlichkeit und damit den Befragten selbst zugänglich gemacht werden. Bei der Ergebnispräsentation behält die Anonymität der Befragten oberste Priorität.  weiter…

Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation | 2 Kommentare Hier wird schon diskutiert

Call for Papers – Forschendes Lehren und Lernen in der polyvalenten Lehre

Freitag, 18. Oktober 2013 | Autor/in:

Gerne möchten wir Sie auf die neue Reihe Greifswalder Beiträge zur Hochschullehre und den dazugehörigen Call for Papers aufmerksam machen.
Die Greifswalder Beiträge erscheinen zweimal jährlich. Im Turnus von Wintersemester und Sommersemester widmet sich jede Ausgabe einem anderen Schwerpunkt polyvalenter Lehre in jeweils drei Rubriken. Heft 1/2013 führt in die Thematik polyvalenter Lehre ein.

Polyvalent bedeutet in diesem Zusammenhang, dass eine Lehrveranstaltung gleichzeitig für Studierende unterschiedlicher Studiengänge angeboten wird. Polyvalente Lehre fordert einerseits Ansätze zu Heterogenität, Diversity und Inklusion heraus, bedarf andererseits aber auch der Fokussierung auf Qualifikations- und Lernziele, zu erwerbende fachliche und überfachliche Kompetenzen sowie Studierbarkeit und Studienerfolg.

Die nächste Ausgabe (1/2014) fokussiert auf Forschendes Lehren und Lernen in der polyvalenten Lehre. In dieser Publikation sollen Ihre Forschungs- und Arbeitsergebnisse, Konzepte, Erfahrungen, Stellungnahmen und Meinungen zu einer kritischen Diskussion beitragen.

Gesucht werden Ihre Beiträge (theoretische Konzepte, wissenschaftliche (Meta-)Studien, Literaturarbeiten, Beiträge zu Bester oder Guter Praxis etc.) für die Rubriken “Wissenschaftliche Beiträge“ und „Über den Ryck geschaut“ zu folgenden Themen:

  1. Polyvalenz – Potenziale für das Lehren und Lernen
  2. Forschendes Lehren und Lernen in der polyvalenten Lehre
  3. Didaktische und methodische Gestaltung polyvalenter Lehre

Den ausführlichen Call for Papers finden Sie hier.
Wir freuen uns über Ihre Abstracts (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen) bis zum 20.11.2013 an bologna@uni-greifswald.de

Mehr Informationen

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Charta guter Lehre

Mittwoch, 2. Oktober 2013 | Autor/in: und 

Charta

Was macht gute Lehre aus? Dieser Frage hat sich ein Qualitätszirkel, zusammengestellt aus vielen verschiedenen Hochschulen, gewidmet und trotz anfänglicher Bedenken festgestellt, dass dieser fach- und hochschulübergreifende Austausch über die Lehre sehr befruchtend sein kann. In der Charta wurden zahlreiche Best-Practice Beispiele guter Lehre zusammengetragen. Auch die Uni Freiburg ist gleich mit drei Beispielen vertreten: Den Online Studienwahl Assistenten, dem Interdisciplinary Track und auch wir selbst, also die Impulswerkstatt Lehrqualität wird darin vorgestellt.

Bettina Jorzik vom „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“ hat den Qualitätszirkel moderiert und ist Herausgeberin der Charta guter Lehre. Im Audiointerview beantwortet sie folgende Fragen:

Wortwolke_Charta

  • Was ist Sinn und Zweck der Charta guter Lehre?
  • Welche Erfahrungen haben Sie mit dem fachübergreifenden Austausch über die Lehre gemacht? Funktioniert das?
  • Die Charta besteht aus Überzeugungen der Verfasser sowie Praxisbeispielen. Warum haben Sie diesen Weg gewählt und keine empirischen Untersuchungen herangezogen?
  • Wie kann die Charta die Praxis guter Lehre fördern?
  • Was haben Sie persönlich aus dem Entwicklungsprozess mitgenommen?

Holen Sie sich Anregungen für Ihre Lehre in der Online-Version der Charta (mit Möglichkeit zu Kommentieren) und dem PDF-Download!

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