Digitalisierung der Lehre an der Universität Freiburg: Bestandsaufnahme und Ausblick

Dienstag, 24. April 2018 | Autor/in: , und 

In 2017 führte die Abteilung E-Learning im Rechenzentrum im Auftrag der Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Besters-Dilger, unter Studierenden (n= 1298) und Lehrenden (n= 117) eine Online-Befragung zu E-Learning an der Universität Freiburg durch. Erhoben wurden die aktuelle Nutzung, der wahrgenommene Mehrwert, die Motivation für E-Learning sowie die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung der Lehre in den Präsenzstudiengängen. Zudem wurden in den einzelnen Fakultäten strukturierte Interviews u.a. mit Studiendekan*innen (n=22) geführt. Dieser Blogartikel fasst die Ergebnisse der Evaluation zusammen und gibt einen Ausblick auf ein Maßnahmenpaket in den Jahren 2018 – 2020. Darüberhinaus lädt die Prorektorin für Lehre zu einem „Praxistag der digitalen Lehre“ am 03.07.2018 ein.

Aktuelle Nutzung von E-Learning in Präsenzstudiengängen

Fragt man Studierende und Lehrende an der Universität Freiburg nach dem Einsatz von E-Learning in Lehrveranstaltungen, so wird zuerst und von fast allen die Lernplattform ILIAS genannt. Nahezu jede*r Student*in kommt im Laufe des Studium mit ILIAS in Berührung (s. Abb. 1).

Abb. 1: Antworten der Studierenden zur Nutzung von E-Learning-Systemen in ihrem Studium (n = 1298).

Die Plattform wird überwiegend zur Bereitstellung von Literatur, Lernmaterialien und Aufgabenblättern sowie für organisatorische Prozesse wie die Vergabe bzw. Abgabe von Hausarbeiten verwendet. Studierende und Lehrende sprechen diesem Nutzungsszenario einen hohen Mehrwert zu (gestrichelte Linie in Abb. 2).

Abb. 2: Angaben von Lehrenden und Studierenden zur Nutzungsintensität  und dem gesehenen Mehrwert von Online-Werkzeugen zur Bereitstellung von Lernmaterial (links) und zur Elektronischen Dokumentenabgabe (rechts).

Knapp 70% der teilnehmenden Studierenden gaben an, im Zuge ihres Studiums bereits mit Vorlesungsaufzeichnungen gelernt zu haben, wobei es fakultätsbezogen deutliche Unterschiede in der Nutzungsintensität gibt (siehe Abb. 3, links): In der Technischen Fakultät wie in der Medizin, Biologie, Umwelt und Natürliche Ressourcen sowie Chemie und Pharmazie werden Vorlesungsaufzeichnungen recht häufig eingesetzt. Insgesamt weniger zum Einsatz kommen andere videobasierte Lernmaterialien wie Screen- oder Podcasts, animierte Erklärvideos (siehe Abb. 3, rechts). Auch hier finden sich fakultätsspezifisch unterschiedliche Nutzungshäufigkeiten. Die Bereitstellung von videobasiertem Lernmaterial geschieht weitgehend über die Lernplattform ILIAS und in Zusammenspiel mit dem zentralen Universitäts-Videoportal (VIMP) oder öffentlichen Videoportalen wie YouTube oder Vimeo. Dabei ist festzustellen, dass der gesehene Mehrwert bei allen Fakultäten deutlich höher als die derzeitige Nutzung ist.

Abb. 3: Angaben von Lehrenden  und Studierenden zur Nutzungsintensität und dem gesehenen Mehrwert von  Vorlesungsaufzeichnungen (links) und videobasiertem Lehrmaterial (rechts).

Gesamtuniversitär wenig verbreitet sind bisher automatisierte Feedbackmechanismen (wie E-Tests, Abb. 4, rechts) oder kompetenzorientierte Prüfungsformate (wie E-Portfolios, siehe Abb. 4, links). Beiden wird allerdings ebenfalls ein deutlicher Mehrwert zugeschrieben.

Abb. 4: Angaben von Lehrenden und Studierenden zur Nutzungsintensität und dem gesehenen Mehrwert von E-Portfolios (links) und Elektronischen Wissenstests (rechts).

Viele Studierende greifen im Studium auf universitätsexterne Werkzeuge und Plattformen zurück, so z.B. auf Angebote von Google und Facebook (55%) oder externe Cloud-Dienste wie OneDrive oder Dropbox (62%). Auch die Lehrenden experimentieren für die Gestaltung ihrer Lehre teilweise mit der Nutzung externer Dienste (24%) wie Cloudsysteme oder Skype (s. Abb. 1).

Insgesamt setzen die teilnehmenden Lehrenden ihre Lehre durchschnittlich zu 35% mittels E-Learning-Inhalten um. Dies deckt sich mit der Einschätzung der Studierenden (38%). Zwei Drittel der Studierenden sind mit dem momentanen E-Learning-Einsatz zufrieden (66,7%). Allerdings ist der gesehene Mehrwert bei allen abgefragten E-Learning-Werkzeugen teils deutlich höher als der tatsächliche Einsatz.

Einstellungen und Wünsche zu E-Learning

Fragt man die Studierenden und Lehrenden nach den Vorteilen von E-Learning, werden u.a. orts- und zeitunabhängiges, selbstgesteuertes Lernen, einfachere Verfügbarkeit von Lernmaterialen und individuelle Anpassung an unterschiedliche Lerntypen genannt. Studierende halten E-Learning ergänzend zur Präsenzlehre zur Vor-und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen für sinnvoll. Sie wünschen sich vor allem dauerhaft abrufbare Vorlesungsaufzeichnungen, Livestreams oder Podcasts sowie eine bessere digitale Verfügbarkeit von Literatur über die zentrale Lernplattform ILIAS. Des Weiteren würden sie gerne häufiger Tests, Übungen oder Quizzes über ILIAS durchführen. Einen Ersatz von Vorlesungen durch ein netzbasiertes Selbststudium lehnen sie jedoch mehrheitlich ab. Sie befürchten hier einen Rückgang der sozialen Kontakte zu den KommilitonInnen und Lehrenden.
Lehrende wünschen sich vor allem mehr praktische Unterstützung bei der Realisierung von didaktisch fundierten E-Learning-Formaten sowie bei der Medienproduktion, eine bessere technische Ausstattung sowie zeitliche und finanzielle Anreize bzw. Ressourcen, z. B. eine Anrechnung des Zeitaufwandes auf das Lehrdeputat. Mehrfach wurde genannt, dass die Digitalisierung der Lehre in eine klare Hochschulstrategie eingebunden werden muss. Die Interviewparter*innen in den Fakultäten unterstützten zum Großteil diese Forderungen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Digitalisierung der Lehre, hinsichtlich organisatorischer Prozesse an der Universität Freiburg bereits weit fortgeschritten ist. Das didaktische Potenzial begleitender digitaler Lehrformate wird jedoch in den Präsenzstudiengängen bisher nicht ausgeschöpft.
Abgesehen von einigen sehr guten Leuchtturmprojekten, durchgeführt im Rahmen von Projektförderungen oder von einzelnen, hochmotivierten Lehrenden, u.a. Teilnehmende des E-Learning Qualifizierungsprogramms, wird E-Learning derzeit kaum mit dem klaren Ziel einer erhöhten Flexibilisierung des Studium, zur Unterstützung der Heterogenität der Studierenden oder zur Förderung von selbstgesteuertem Lernen eingesetzt. Es gibt bisher auch nur eine geringe Anzahl zielgerichteter Angebote zur Unterstützung der Studieneingangsphase. Hierbei fehlt es den Lehrenden vor allem an zeitlichen und materiellen Ressourcen sowie an praktischen Unterstützungsstrukturen, die zur Erarbeitung von sinnvollen didaktischen Szenarien notwendig sind. Es ist noch Luft nach oben, die innovativ und kreativ gefüllt werden soll.

Maßnahmen zur Unterstützung von Lehrenden und Studierenden 2018 – 2020

Das Rektorat der Universität Freiburg hat auf Initiative der Prorektorin Prof. Dr. Besters-Dilger 155.000€ für Maßnahmen zur Förderung der Digitalisierung der Lehre in den Jahren 2018-2020 zur Verfügung gestellt. Schwerpunkte der Förderung liegen auf unterstützenden Maßnahmen in der  Studieneingangsphase in Bachelorstudiengängen, der Unterstützung von Lehrenden und dem Ausbau der technischen Infrastruktur zur Umsetzung digitaler Blended-Learning-Szenarien, Aufzeichnung und Übertragung von Vorlesungen und zur Förderung studentischer Lerngruppen.

Am 3. Juli 2018 wird ein Praxistag Digitale Lehre im Paulussaal stattfinden, auf dem neben Impulsreferaten zu bereits bestehenden digitalen Lehrformaten auch die bestehenden Unterstützungsstrukturen, sowie Beratungseinrichtungen und die verfügbare Infrastruktur vorgestellt werden. Lehrende und Studierende sind eingeladen, sich mit Beiträgen am Praxistag zu beteiligen (zum Call for Participation).

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Kursangebote für Lehrende im Wintersemester 2016/2017

Mittwoch, 21. September 2016 | Autor/in: , , und 

Lesetipp_SemesterprogrammSoSe15Sie möchten Module reflektieren und weiterentwickeln, Ihre Methodenrepertoire erweitern, Lernprozesse mit dem LMS ILIAS begleiten, sich mit Möglichkeiten und Grenzen von virtuellen Klassenzimmern auseinandersetzen oder Ihre englisch-sprachige Lehre optimieren?

In der Übersicht über das umfangreiche Weiterbildungsangebot der Abteilung Hochschuldidaktik, der Servicestelle E-Learning und des Sprachlehrinstituts werden Sie sicher fündig.

Abteilung Hochschuldidaktik –
Hochschuldidaktische Workshops

 

Grundlagen-Workshops (Modul I)

  • Fit für die Lehre – Hochschuldidaktische Grundlagen, 29./30.09.2016 & 02./03.02.2017 (Info)
  • Fit für die Lehre – Hochschuldidaktische Grundlagen, 20./21.10.2016 & 24./25.11.2016 (Info)

Vertiefungs-Workshops (Modul II)

  • Studierende mündlich prüfen, 03.11.2016 (Info)
  • Arbeit in und mit heterogenen Gruppen – Diversität als Chance und Herausforderung im Lehren und Lernen, 17./18.11.2016 (Info)
  • Das Lehrportfolio als Möglichkeit der kontinuierlichen Lehrreflexion und Nachweis der Lehrkompetenz in Berufungsverfahren, 24./25.11.2016 (Info)
  • Jenseits von „Think-Pair-Share“ – Methoden für Fortgeschrittene, 08./09.12.2016 (Info)

Die Inhalte und Ziele der der Veranstaltungen finden Sie unter „Info“. Weitere Angebote finden Sie auf der Homepage der Abteilung Hochschuldidaktik.

Das Jahresprogramm 2017 wird voraussichtlich am 07.11.2016 erscheinen.

Diese Veranstaltungen richten sich ausschließlich an Lehrende der Universität Freiburg bzw. an den Landesuniversitäten. Die Kosten für das Workshopprogramm trägt die Universität Freiburg. Von Ihnen erheben wir für Grundlagen- und Vertiefungs-Workshops lediglich einen Kostenbeitrag von 25€/Tag.

 

Angebote der Servicestelle E-Learning

 

E-Learning-Qualifizierungsprogramm

Workshops für Lehrende der Universität Freiburg im Rahmen des von der Abteilung Hochschuldidaktik und der Abteilung E-Learning gemeinsam angebotenen E-Learning-Qualifizierungsprogramms:

  • Lernendenaktivierung mit ILIAS (Info) Fr, 11.11.2016
  • Content Authoring: Erstellung von interaktiven Lehrmaterialien (Info)  Do/Fr, 08./09.12.2016
  • Fragen, Testen, Üben: Lernprozesse mit dem LMS ILIAS begleiten (Info)  Fr, 25.11.2016
  • Vom Hörsaal ins Netz: Möglichkeiten und Grenzen von virtuellen Klassenzimmern (Info)  Fr, 13.01.2017
  • E-Portfolios in der Lehre (Info)  Mo, 23.01.2017
  • Blended Learning – Hybride Lehrveranstaltungen gestalten (Info)  3-wöchige Blended Learning Veranstaltung. Präsenztermine am 24. Februar und 17. März 2017

Die Workshops finden jeweils von 9-17 Uhr im Rechenzentrum der Universität Freiburg statt und richten sich explizit an Lehrende der Universität Freiburg.

Link zur Online-Anmeldung
Flyer: Flyer WS 2016/17

 

EMI – English Medium Instruction

 

Was kann ich (noch) tun, um meine englischsprachige Lehrveranstaltung zu verbessern?
Eine Antwort auf diese und weitere Fragen können Sie in den kostenfreien Workshops für Lehrende finden, die in der vorlesungsfreien Zeit von der Fachabteilung English Medium Instruction (EMI) des Sprachlehrinstituts angeboten werden.

Workshops für (zukünftige) Lehrende in englischsprachigen Studiengängen der Universität Freiburg:

Semesterkurs für zukünftige Lehrende in englischsprachigen Studiengängen:

Online-Selbstlernmodule für (zukünftige) Lehrende in englischsprachigen Studiengängen:

Weitere Angebote
Darüber hinaus bieten wir auf Anfrage auch Unterrichtshospitationen mit Feedback, maßgeschneiderte Workshops oder Einzeltrainings an Ihrem Institut an.

Wenn Ihr englischsprachiger Studiengang an einer Zertifizierung der sprachlichen und kommunikativen Kompetenzen der Lehrenden interessiert ist, finden Sie hier weitere Informationen.

Falls Sie Fragen zu unserem Angebot haben, können Sie uns per E-Mail oder telefonisch unter 203-8962 erreichen.

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E-learning resources for teaching in English

Donnerstag, 28. Mai 2015 | Autor/in: und 

Over 40 teachers have already accessed e-modules launched at the beginning of summer term 2015. The six e-modules, created by the English Medium Instruction (EMI) project team at Sprachlehrinstitut, are available to all teachers via the ILIAS learning platform. In particular, two modules have proven especially appealing so far: Lecturing in English: Cohesion through signposts and Do you speak Denglish or English?.

Selbstlernmodule wordcloudThe Lecturing in English e-module focuses on functions and typical expressions in a lecture such as transitioning to a new topic or highlighting information. This communicative skill ensures better structure in lectures in English while also reducing the cognitive load students are dealing with when learning new content in a foreign language.

The Do you Speak Denglish or English? e-module looks at some typical errors German speakers make in English. For example, might you be saying ‘I am irritated’ when you actually mean ‘I am confused’? Are you transferring German word stress to make strange sounding words in English, i.e. phil-o-SOPH-er instead of phi-LOS-o-pher? Have you ever asked students whether they “still have the red line?”?

While lecturing is undoubtedly an important teaching skill, facilitating student interaction plays a vital role as well. The e-modules listed below focus on communicative strategies and language for interaction skills. Each module contains video tutorials, resource sheets, links to articles and video clips, and self-study templates to foster reflection on language use and best-practice communicative strategies.

In order to tailor future modules, teachers’ feedback and input on current e-modules are desirable and welcome. By filling in brief feedback surveys at the end of the e-module(s) you work through, you will help us identify strengths and weaknesses as we develop and optimize future e-modules.

Alternatively, you can email us directly with feedback comments at emi@sli.uni-freiburg.de.

We look forward to your Feedback!

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Neue Funktionen auf der Lernplattform ILIAS

Freitag, 15. Mai 2015 | Autor/in:

startseite

Einstiegsseite zum Magazin in neuem Design

Mit dem Update auf Version 5.0 erscheint die Lernplattform ILIAS nicht nur im neuen Gewand – nämlich im Corporate Design der Universität Freiburg – sie bringt auch neue Funktionen und Verbesserungen mit sich, von denen wir Ihnen einige hier kurz vorstellen möchten (alle Änderungen finden Sie auf ilias.de).

Kursorganisation

  • Der Darstellungsmodus „Lernzielorientierter Kurs“, aktivierbar unter „Einstellungen“, ermöglicht es, Lernziele zu definieren, diesen Materialien zuzuordnen und Eingangs- bzw. Abschluss-Selbsttests festzulegen, die die Lernziele abfragen.
  • In der Literaturliste werden nun automatisch Links zur UB erzeugt und dort eine Suchabfrage im Bestand durchgeführt. Eine Buchung über die UB ist für die Studierenden ohne erneutes Einloggen möglich.
  • In den Sitzungen gibt es jetzt das Anmeldeverfahren „Teilnahme beantragen“. Eine Aufnahme erfolgt nur, wenn der Kursadministrator diese bestätigt. Die Studierenden erhalten eine entsprechende E-Mail.
  • Mit dem Buchungspool lassen sich z. B. Referatsthemen verteilen. Dabei kann nun eine maximale Anzahl der Buchungen pro Nutzerin oder Nutzer festgelegt werden.
  • Das neue Objekt Mediacast ermöglicht das strukturierte Ablegen von Videos, Audio und Bilddateien. Diese können direkt abgespielt und als Download zur Verfügung gestellt werden. Über einen eigenen RSS-Feed, den die Kursteilnehmenden abonnieren können, wird über neu hochgeladene Objekte informiert.

Kollaboration und gemeinsam Lernen

  • Beim Anlegen eines Kurses haben Sie die Möglichkeit, zwischen dem bekannten Standard-Kurs und dem neuen Kollaborativen Kurs zu wählen. In letzterem haben die Studierenden deutlich mehr Rechte und können selbstständig Dateien, Ordner, Wikis, Foren, Weblinks, Abstimmungen, Etherpads, ILIAS Lernmodule, Sitzungen und Glossare anlegen. Sie dürfen nur die Objekte wieder löschen, die sie selbst angelegt haben.
  • Im Wiki steht eine Statistik zum Verlauf des gesamten Wikis bzw. zu einzelnen Seiten zur Verfügung (z. B. Anzahl der Änderungen, Zugriffe, Wörter). Zudem können nun Seiten als Vorlage festgelegt werden.
  • Im Forum können Bewertungen von Themen herauf- oder herabgesetzt werden.

Testen & Üben

  • Bei der Übung / Einreichungsaufgabe können über verschiedene Aufgaben hinweg Teams gebildet werden. Bisher musste die Teamzusammenstellung immer neu vorgenommen werden. Die Funktion „Peer Feedback“ ist nun personalisiert oder anonym nutzbar. Zudem ist es möglich, als Peer-Feedback eine Datei einzureichen.
  • Im Test wurde der Einstellungsreiter überarbeitet und vereinfacht und es gibt mit KPrim einen neuen Multiple-Choice-Fragetyp, mit vierfacher Entscheidung (richtig / falsch).

ILIAS Lernmodule

  • Das Lernmodul kann so eingestellt werden, dass es erst dann möglich ist, die nächste Seite anzusteuern, wenn alle Fragen auf der bisherigen korrekt beantwortet wurden. Der Kurstutor/-admin erhält optional eine E-Mail, wenn eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer eine Frage nicht beantworten und hierdurch das Lernmodul nicht fortsetzen kann.
  • Das Lernmodul speichert, welche Seiten bereits bearbeitet wurden.

ILIAS Seiten-Editor

  • Die Tasten [Pos1] und [Ende] funktionieren nun im ILIAS Seiteneditor.
  • Das Gestaltungselement „Block“ ist in verschiedenen Uni-Freiburg-Farben verfügbar

Auf ILIAS finden Sie einen Beispielkursraum (Login mit Uni-Account), in dem die meisten ILIAS-Objekte inklusive der Neuerungen mit Link zur jeweiligen Anleitung vorgestellt werden. Schauen Sie mal rein! Bei Fragen stehen Ihnen außerdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Servicestelle E-Learning gerne zur Verfügung.

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Ergebnisse der Online-Umfrage zur Umstellung auf ILIAS

Mittwoch, 18. Februar 2015 | Autor/in: und 

Seit dem Sommersemester 2013 ist ILIAS bekanntlich die zentrale Lernplattform der Universität Freiburg. Die Vorgängerplattform CampusOnline wurde nach langer Vorankündigung zum 1.10.2014 endgültig abgeschaltet. Die Servicestelle E-Learning im Rechenzentrum begleitete den zweijährigen Umstellungsprozess mit einem umfangreichen Schulungs- und Supportprogramm für Lehrende und Mitarbeitende der Universität Freiburg. Dieses umfasste, neben den regulären Einführungsschulungen, auch Schulungen direkt in den Fachbereichen, die Möglichkeit einer persönlichen Beratung per Telefon oder persönlich vor Ort, eine ausführliche Online-Dokumentation sowie eine Kurzanleitung für den schnellen Einstieg in die Plattform. Lehrende, die Tests in ihren CampusOnline-Kursen verwendet hatten, erhielten auf Wunsch Unterstützung bei der Migration der Single- und Multiple-Choice-Fragen auf die neue Plattform.

Nachdem die Umstellung im Sommersemester 2014 abgeschlossen war, führte die Servicestelle E-Learning eine Online-Umfrage unter Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden der Uni Freiburg zum Umstellungsprozess sowie zur Zufriedenheit mit der neuen Lernplattform durch: Gab es Probleme, wurden die Informationsmaterialien genutzt und wie kam das Schulungs- und Supportprogramm an? Erfüllt ILIAS die Anforderungen der Lehre? Gibt es Anregungen und Ideen seitens der Studierenden und Lehrenden, die den Einsatz der Lernplattform für die Veranstaltungen in der Lehre noch attraktiver machen würden? Das waren einige der gestellten Fragen.

Beteiligung und Gesamtergebnis

Abb. 1: Teilnahme an Umfrage

Abb. 1: Teilnahme an Umfrage

Die Umfrage wurde auf ILIAS, über Newsletter sowie auf diversen Homepages beworben. Insgesamt beteiligten sich 618 Angehörige der Universität Freiburg daran. Die größte Gruppe waren mit 79 % die Studierenden, 12% waren Lehrende mit eigenen Lehrveranstaltungen, 6% Mitarbeitende ohne eigene Lehrveranstaltung, die zur Unterstützung der Lehre tätig sind. Wissenschaftliche Hilfskräfte und Gasthörenden umfassten 3%  (s. Abb. 1). Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, geben allerdings ein Stimmungsbild der aktiven Nutzenden der Lernplattform ILIAS wieder.

Abb. 1: Sind Sie mit dem Ablauf der Lernplattformumstellung zufrieden?

Abb. 2: Zufriedenheit mit dem Ablauf der Lernplattformumstellung

Ein erfreuliches Ergebnis ist, dass der Großteil der Befragten mit 75 % im Großen und Ganzen zufrieden mit der Umstellung der Lernplattform ist (s. Abb. 2). Die neue Lernplattform ILIAS wird weitgehend positiv angenommen. 79% gaben an, dass ILIAS ihre Erwartungen, die sie an eine Lernplattform haben, erfüllt.

Nun zu einigen Ergebnissen im Einzelnen:

Informationsfluss

Abb. 2: Informationen zur Umstellung

Abb. 3: Informationen zur Umstellung

Wie erfuhren die Angehörigen der Universität Freiburg von der Lernplattformumstellung? Hier unterscheiden sich die befragten Gruppen: Studierende erhielten vorwiegend direkt von ihren Dozierenden (66%) Informationen, je 29% von ihren Kommiliton/-innen und über Nachrichten auf CampusOnline.
Lehrende wurden häufig von Kolleg/innen informiert (51%). Neben dem „Flurfunk“ spielte vor allem der Newsletter für Mitarbeitende der Universität eine große Rolle (40%). Weiterhin fanden Lehrende Informationen auf CampusOnline (26%) und im Rahmen von Infoveranstaltungen (26%). Während alle Lehrenden angaben, Informationen zur Umstellung der Lernplattform gefunden zu haben und sich zu Großteil ausreichend informiert fühlten, fanden 11% der Studierenden keine Informationen zur Umstellung. 71 % fühlten sich teils teils bis völlig informiert (s. Abb. 3). Für die Zielgruppe Studierende lässt sich zusammenfassend festhalten, dass der Informationsfluss zu den E-Learning Angeboten noch verbessert werden sollte.

Unterstützungsangebote

Abb: Inanspruchnahme der Unterstützungsangebote

Abb. 4: Inanspruchnahme der Unterstützungsangebote

Da die Servicestelle ein umfangreiches Unterstützungsangebot zur Verfügung gestellt hatte, interessierte uns, wie gut dieses angenommen wurde. Diese Frage richtete sich nur an Mitarbeitende der Universität, da für Studierende kein spezielles Angebot von seiten der SEL gemacht wurde. Dies liegt in der Ausrichtung der Servicestelle E-Learning auf die Zielgruppe „Mitarbeitende“ der Universität begründet.

Von den Lehrenden hatten 59 %, von den Mitarbeitenden 70 % eines oder mehrere Unterstützungsangebote der Servicestelle angenommen (s. Abb. 4), was dafür spricht, dass diese Zielgruppe doch recht gut erreicht werden konnte. Die Zufriedenheit mit dem bereitgestellten Angebot war groß. Positiv hervorgehoben wurden insbesondere die persönliche und telefonische Beratung sowie die Einführungsschulung in ILIAS, die lediglich 12 Befragte nicht besucht hatten. Ein kleiner Teil der Lehrenden arbeitete sich selbst in die Plattform ein oder ließ sie sich von Kolleg/innen erklären.

Nutzung von ILIAS

Neben Fragen zum Umstellungsprozess wurde ebenso abgefragt, wie die Lernplattform im Sommersemester 2014 genutzt wurde. Im Schnitt begleiteten Lehrende 2-3 Lehrveranstaltungen mit ILIAS, Studierenden nutzten ca. 4-5 Online-Kursräume. Sowohl Lehrende als auch Studierende verbrachten rund eine Stunde pro Woche auf der Lernplattform, um Materialien abzurufen bzw. die Kurse zu pflegen. Die Lernplattform wurde überwiegend dazu genutzt, Dateien bereit zu stellen und Fragen in einem Forum zu beantworten. Ein Drittel der befragten Lehrenden setzte das Übungsmodul ein, mit dem Einreichungsaufgaben zu einem bestimmten Termin abgegeben werden müssen. Es besteht aber auch ein großes Interesse seitens der Lehrenden, die interaktiven Funktionalitäten, die ILIAS bietet, wie Blogs, Wikis, Portfolios etc. zukünftig in der Lehre einzusetzen.

Zufriedenheit mit ILIAS

Abb. 3: Erwartungen an eine Lernplattform

Abb. 5: Erwartungen an ILIAS

Die Mitarbeitenden der Universität schätzen an ILIAS vor allem den einfachen Upload von (mehreren) Dateien, die Übersichtlichkeit und Anwenderfreundlichkeit der Plattform sowie die einfache Bedienung und Übersichtlichkeit der Funktionen, die über das Hochladen von Dateien hinausgehen (Wikis, Umfragen, Übungen, Tests, Forum etc.). Studierende profitieren davon indirekt insofern, als dass die Lehrenden durch die einfachere Handhabung motivierter sind, die Lernplattform auszuprobieren und neue Werkzeuge jenseits des reinen Dateiuploads auszuprobieren. 93% der Lehrenden gaben an, dass ILIAS die Erwartungen, die sie an eine Lernplattform haben, voll und ganz bzw. eher erfüllt (s. Abb. 5).

Fast 60 % der Studierenden bewerteten das Auffinden von Lehrveranstaltungen als (eher) intuitiv, wohingegen 39% dem (eher) nicht zustimmen konnten. Sobald der Kurs gefunden wurde, war das Abrufen von Lernmaterialien jedoch für die meisten (eher) einfach (81%). Zentrale Einführungsschulungen für Studierende gab es nicht, die Einführung in die Lernplattform lag in der Verantwortung der Dozierenden bzw. der Institute. Es zeigt sich, dass es auch bei den Studierenden durchaus Bedarf gibt, in die Anwendung der Lernplattform eingewiesen zu werden, gerade wenn es um komplexere Funktionalitäten geht, die über das Abrufen von Lernmaterialien hinausgehen. Die Studierenden stimmten der Aussage, dass ILIAS ihre Erwartungen an eine Lernplattform erfüllt, mit 75% zu (s. Abb. 5).

Kritikpunkte und Probleme

Fast zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie ILIAS ohne technische Probleme nutzen konnten. 31% sahen sich mit technischen Problemen konfrontiert. Als häufigste Kritikpunkte wurden die Geschwindigkeit und Erreichbarkeit der Plattform genannt, was in der Tat vor allem zu Beginn der Umstellungsphase problematisch war.

Zum Abschluss der Umfrage wurden alle Teilnehmenden gefragt, ob sie den Einsatz einer Lernplattform zur Unterstützung der Lehre generell als sinnvoll erachten. Hier stimmten 97%  der Aussage voll und ganz bzw. eher  zu.

Abschließende Bemerkung

Die Umstellung der zentralen Lernplattform war kein triviales Unterfangen. Schließlich galt es, immerhin ca. 26.000 aktive Nutzer/innen, davon ca. 2.600 Mitarbeitende, auf die neue Plattform zu führen, Schulungen zu konzipieren und durchzuführen sowie entsprechende Informationsmaterialien zu erstellen.

Mit den Ergebnissen der Umfrage ist die Servicestelle E-Learning von daher sehr zufrieden, zeigen sie doch, dass der Umstellungsprozess gut vermittelt werden konnte, die Unterstützungsangebote gut angenommen wurden und die Nutzer/innen im Großen und Ganzen zufrieden mit ILIAS sind. Sie gibt uns aber auch Anregungen, was in Zukunft noch optimiert werden kann. Hierzu zählt an erster Stelle die Verbesserung des Informationsflusses zu den Studierenden. Deutlich wurde auch, dass einige der Studierenden mit ILIAS nicht so intuitiv zurechtkommen, wie wir das erwartet hatten. Hier arbeiten wir einerseits an einer Optimierung der Plattform, andererseits werden wir diesen Punkt verstärkt in unseren Schulungen und Beratungen aufgreifen und entsprechend an die Lehrenden weitergeben.

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E-Portfolios in der Lehre

Montag, 9. Dezember 2013 | Autor/in: und 

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Die Arbeit mit (E-)Portfolios hat in den letzten Jahren an deutschsprachigen Hochschulen stark zugenommen, teilweise ist sie sogar in Studien- und Prüfungsordnungen verankert. Die Einsatzszenarien von Portfolios sind dabei sehr vielseitig: Sie können z. B. als Instrument für wissenschaftliches Arbeit dienen, ein persönliches Reflexionsinstrument während des Studiums sein und als alternative Studien- oder Prüfungsleistung eingesetzt werden.

Gemeinsam ist den unterschiedlichen Portfolioarten, dass mit ihnen ein reflexives, individualisiertes und forschendes Lernen unterstützt und gefördert werden kann. Je nach Einsatzgebiet können der Portfolioarbeit allerdings sehr unterschiedliche Aufgabenstellungen, Zielsetzungen und Anforderungen zugrunde liegen.

E-Portfolios bieten ergänzend noch die Möglichkeit, multimediale Artefakte einzubinden und das Portfolio ganz oder teilweise für andere Benutzer/innen freizugeben. Auf der Lernplattform ILIAS findet sich im Bereich „Persönlicher Schreibtisch“ der Eintrag Portfolio, unter dem man neue anlegen und vorhandene bearbeiten kann. Alleine die technische Verfügbarkeit reicht natürlich nicht aus für einen erfolgreichen und sinnvollen Einsatz von E-Portfolios in der Lehre. Vielmehr will dieser gut überlegt, geplant, vor- und nachbereitet werden.

Um auf diesem Gebiet für Lehrende mehr Sicherheit zu bieten, Anregungen zu geben und um den Dschungel der verschiedenen Portfolioarten etwas zu lichten, bietet die Servicestelle E-Learning am 13.1.2014 einen ganztägigen Workshop zu E-Portfolios in der Lehre an. Dabei wird u. a. folgenden Fragen nachgegangen:

Was genau versteht man unter einem Portfolio, was sind die Besonderheiten eines E-Portfolios? Wo liegen die Chancen und Herausforderungen? Unter welchen Fragestellungen ist der Einsatz in der Lehre didaktisch sinnvoll und welcher Vorbereitungs- und Betreuungsaufwand ist erforderlich? Wie führe ich die Portfolioarbeit bei den Studierenden ein und welche Bewertungskriterien lege ich zugrunde?

Für die Teilnehmer/innen besteht die Gelegenheit, an eigenen Konzepten für den Einsatz von Portfolios in ihrer Lehre zu arbeiten und ihre eigenen Fragestellungen mitzubringen. Natürlich wird es auch eine praktische Einführung in die Erstellung von E-Portfolios mit der Lernplattform ILIAS geben.

Durch den Workshop führen Marion Degenhardt vom Zentrum für Weiterbildung und Hochschuldidaktik der PH Freiburg und Claudia Gayer von der Servicestelle E-Learning. Marion Degenhardt beschäftigt sich seit Jahren mit Konzepten zur Individualisierung von Lehr- und Lernprozessen unter Einbeziehung der Lernenden. Erfahrungen in der Portfolioarbeit sammelte sie u.a. als Lehrende in eigenen Hochschulveranstaltungen und in der Beratung von Lehrenden und Funktionsträger/innen. Claudia Gayer übernimmt die praktische Einführung in die Erstellung von E-Portfolios mit der Lernplattform ILIAS. Sie betreut das E-Learning-Qualifizierungsprogramm für Lehrende der Uni Freiburg und hat bereits zahlreiche Schulungen zur Lernplattform ILIAS durchgeführt.

Der Workshop richtet sich ausschließlich an Lehrende der Universität Freiburg sowie der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Bei Interesse melden Sie sich gerne online an.

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E-Lunch am 30.10.13: Die neue Lernplattform ILIAS

Montag, 28. Oktober 2013 | Autor/in:

ILIAS Logo WebILIAS hat als neue Lernplattform der Uni Freiburg bereits einen fulminanten Start hingelegt. Über 2/3 aller Studierenden und Lehrenden haben sich zumindest schon einmal eingeloggt. Wenn wir am Mittwoch mit dem E-Lunch loslegen, werden wir wahrscheinlich schon die 20000 (in Worten: zwanzigtausend) Nutzer Schallmauer durchbrochen haben. Wahnsinn.

In diesem E-Lunch werden wir einen kurzen Einblick in die Möglichkeiten von ILIAS geben und auch ein paar praktische Beispiele anschauen. Wir werden vor allem erkunden, welche Möglichkeiten ILIAS für die aktive Zusammenarbeit von Studierenden z.B. durch Wikis, Foren, Blogs und Abstimmungen bietet und wie einfach diese in ILIAS in die eigenen Kurse einbindbar sind. Egal also, ob Sie das Feuer der Begeisterung für ILIAS schon gepackt hat oder nicht: dieser E-Lunch weckt den Geschmack auf mehr und wirkt hoffentlich als Inspiration für Ihre E-Learning Ideen und Lehrkonzepte.

Ich würde mich besonders freuen, wenn Sie ihre Fragen und E-Learning Ideen mitbringen würden und freue mich auf eine kreative und spannende Diskussion.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, wie Sie eigentlich zum E-Lunch kommen! Ganz einfach, folgen Sie vertrauensvoll diesem Link:

https://connect.ruf.uni-freiburg.de/e-lunch

Bis Mittwoch um 13:30 also!

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Hey hey Wiki! Doku- und ILIAS-Wiki im Vergleich

Mittwoch, 3. Juli 2013 | Autor/in:

Immer mehr Lehrende an der Uni Freiburg setzen in ihren Lehrveranstaltungen Wikis als Werkzeuge für das kollaborative Arbeiten ein. Gemeinsam schreiben Studierende online Texte, erstellen Glossare, hinterlegen Protokolle, übersetzen Artikel etc. pp. Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten ist vielfältig und reicht von seminarinternen geschlossenen bis hin zu weltweit lesbaren Wikis.

Die Servicestelle E-Learning bietet seit mittlerweile vier Jahren einen Wiki-Service an, über den sich Lehrende ein eigenes DokuWiki einrichten lassen können. Erfolgreich – denn dieser wird rege genutzt! Mit der Einführung der neuen Lernplattform ILIAS ist nun eine Konkurrenz hinzugekommen: Denn ILIAS bietet ebenfalls ein tolles Wiki an, das sich gut für den Einsatz in der Lehre eignet.

„Was ist der Unterschied zwischen den beiden Wikis? Welches ist besser? Welches eignet sich für meine Lehrveranstaltung?“ – werden wir seitdem oft gefragt. Nun, das kommt darauf an, wofür man das Wiki verwenden möchte. Aber der Reihe nach.

Zunächst einmal der Hauptunterschied:

Dokuwiki ist eigenständig – ILIAS-Wiki ist in die Lernplattform integriert
Das Dokuwiki ist ein eigenständiges System mit eigenem Anmeldeverfahren und eigener Nutzer- und Zugriffsverwaltung. Der Lehrperson stehen im Admin-Bereich recht umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung, in die man sich allerdings erst ein bisschen einarbeiten muss. Das DokuWiki ist so einstellbar, dass nur bestimmte Personen lesen und schreiben dürfen, theoretisch kann man es aber auch für die ganze Welt öffnen.

Das ILIAS-Wiki ist in die Lernplattform ILIAS integriert und kann z. B. innerhalb einer Lehrveranstaltung oder Gruppe angelegt werden. Für die Anmeldung bei ILIAS wiederum ist ein Uni-Account erforderlich. Das Wiki ist von außerhalb der Universität derzeit nicht zugreifbar, es kann nur von den Kursteilnehmer/innen bearbeitet werden. Lehrende haben aber die Möglichkeit, mit uns zusammen den Kreis der potenziellen Wiki-Mitwirkenden auf die gesamte Universität auszuweiten.

Das ILIAS-Wiki hat für Studierende den Vorteil, dass sie sich weiter…

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Mein ILIAS-Tagebuch (5) – Fazit: ILIAS nach einem Semester Testnutzung

Donnerstag, 16. Mai 2013 | Autor/in:

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Dr. Kristin Kupfer hat als eine von mehreren Pilottestern die Lernplattform ILIAS im Wintersemester 2012/3 für ihre Lehrveranstaltung „Protest und Widerstand in der VR China“ genutzt. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Was ist nach einem Semester Arbeit mit ILIAS herausgekommen? Meine letzte Seminarsitzung sollte es zeigen. Für diese hatten die Studierenden und ich uns die Bewertung der Wiki-Beiträge und ein abschließendes Feedback zu ILIAS vorgenommen. Als Frist für die Fertigstellung der Wiki-Beiträge hatte ich nach mehrmaligen Verhandlungen 9.00 Uhr, rund eine Stunde vor Beginn meines Seminars, festgelegt. Gespannt loggte ich mich also am Morgen auf ILIAS und in unseren Kurs ein um die Beiträge auszudrucken. Nach dem ersten Schock – einige der Studierenden hatten laut „Verlauf“ bis tief in die Nacht gearbeitet – kam direkt der zweite: wie drucke ich nun auf die Schnelle diese Unmenge an Seiten aus und bringe sie in ein lesbares Format? Dank den Optionen im Reiter „Druckansicht“ (s. Screenshot 1)

Screenshot 1: Druckansicht im Wiki

Screenshot 1: Druckansicht im Wiki

hatte ich die Beiträge alle schnell ausgedruckt. Für die gemeinsame Lektüre und anschließende Bewertung habe ich dann jeweils  fünf bis sieben Seiten der Beiträge aneinandergeklebt und später  im Seminarraum an die Wand gehängt. Bei insgesamt acht Texten verbrachten wir deshalb rund 50 Minuten der Sitzung mit Lesen.

Die Ergebnisse waren beeindruckend. Neben den inhaltlichen Anforderungen hatten sich alle Studierenden auch beim Layout sehr viele Gedanken gemacht.  Neben Karten und Fotos haben sie, wie im Internet oft praktiziert, bei einigen Inhalten Weiterverlinkungen in ihren Texten eingebaut weiter…

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Mein ILIAS-Tagebuch (4) – Kollaboratives Arbeiten mit Foren

Donnerstag, 25. April 2013 | Autor/in:

Dr. Kristin Kupfer hat als eine von mehreren Pilottestern die Lernplattform ILIAS im Wintersemester 2012/3 für ihre Lehrveranstaltung „Protest und Widerstand in der VR China“ genutzt. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Das Thema meiner Lehrveranstaltung „Protest und Widerstand in der VR China“ ist im wahrsten Sinne des Wortes brandaktuell: nahezu jeden Tag findet irgendwo in China eine Protest- oder Widerstandsaktion statt. Nicht nur ausländische Medien, sondern auch chinesische Internetnutzer machen diese publik. Aktuelle Medienberichte zu einem Thema analysieren und beurteilen können, ist aus meiner Sicht eine wichtige Kompetenz für Studierende. Wie kann ich diese sinnvoll in meine Veranstaltung einbinden? Dafür kommen nach einer wie immer kompetenten Beratung mit Marko Glaubitz von der Servicestelle E-Learning des Rechenzentrums zwei Objekte der ILIAS-Elemente in Frage: das Element „Blog“ und das Element „Forum“. Bei einem Blog steht der Hauptbeitrag und nicht so sehr die Diskussion über diesen im Mittelpunkt. Der Beitrag kann wie eine ILIAS-Textbaustein-Seite bearbeitet und gestaltet werden – auch im für alle anderen nicht sichtbaren Entwurfsmodus. Das Kommentarfenster erlaubt dagegen nur einfache Texteingabe. Aus mehreren Kommentaren kann natürlich auch ein Dialog oder eine Diskussion entstehen (s. Screenshot 1).

Screenshot 1: Kommentar im Blog

Screenshot 1: Kommentar im Blog

Das Element „Forum“ ist interaktiver angelegt. Deutlich wird dies schon in den „Einstellungen“ (s. Screenshot 2).

Screenshot 2: Einstellungen im Forum

Screenshot 2: Einstellungen im Forum

Mir ging es um diesen interaktiven Aspekt: die Studierenden sollten keine eigenen Beiträge verfassen – dann hätte ich wohl eher das Blog-Element gewählt – sondern zum Thema erschienene Medienbeiträge als Beitrag posten und dann über diesen diskutieren. Jede/r Studierende hatte die Aufgabe pro Woche einen Medienbeitrag zu posten und mindestens einen anderen Beitrag zu kommentieren, sei es mit einer Frage oder einer Aussage. Um eine gewisse Qualität der ausgewählten Beiträge zu garantieren, einigte ich mich mit den Studierenden auf einen Pool von Quellen, der allerdings keine deutschen, sondern nur englisch- und chinesischsprachige Zeitungen bzw. deren Webseiten umfasste. So konnten die Teilnehmer ihre Lesefähigkeit in den beiden Sprachen verbessern und sich auch mit den wichtigsten Tageszeitungen für die China-Berichterstattung vertraut machen.  weiter…

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