Kompetenzorientiert Lehren?!? – ein Themendossier für Lehrende und Studiengangentwickler/innen

Freitag, 30. September 2016 | Autor/in:

Das Semester steht vor der Tür und oftmals kehrt die Frage wieder „Wie gestalte ich meine Lehrveranstaltungen?“. Ein Blick in das Modulhandbuch verrät, welche Lernziele und zu erwerbende Kompetenzen mit dem Modul oder einer Lehrveranstaltung verbunden sind. Daraufhin lässt sich die Frage weiter präzisieren: „Wie gestalte ich meine Lehrveranstaltungen so, dass Studierende die Lernziele erreichen und die zu erzielenden Kompetenzen erwerben?“

hd-themendossierDas hochschuldidaktische Themendossier  „Kompetenzorientiert Lehren“   (Download ) gibt Antworten auf diese Frage, indem Prinzipien aufgezeigt werden, die bei der Planung und Durchführung kompetenzorientierter Lehre zu beachten sind.

Das Themendossier soll sowohl Lehrende als auch Studiengangkoordinatoren und –koordinatorinnen bei der Studiengang-, Curriculum- und/oder Lehrveranstaltungsplanung unterstützen und als Orientierungshilfe in dieser Thematik dienen. In einem einführenden Kapitel „Kompetenzorientierung, aber was ist das?“ werden grundlegende Fragen zu Kompetenzorientiertem Lehren beantwortet. Das darauffolgende Kapitel „Kompetenzorientierte Studiengang- und Curriculumentwicklung“ beschreibt ein mögliches Vorgehen, wenn Studiengänge und/oder Curricula kompetenzorientiert gestaltet werden und veranschaulicht dies an einem Beispiel. Im Anschluss werden Prinzipien der „kompetenzorientierten Lehrveranstaltungskonzeption“ erläutert und ebenfalls anhand eines Best-Practice-Beispiels verdeutlicht.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Wenn Sie Fragen dazu haben oder gerne Beratung bzw. Rückmeldung zu Ihren Lehrveranstaltungskonzepten hätten, können Sie sich gerne an das Team der Hochschuldidaktik wenden.

P.S.: Auch in unserem Workshop-Angebot finden sich zahlreiche spannende Workshops zum Thema Kompetenzorientierung.

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Kursangebote für Lehrende im Wintersemester 2016/2017

Mittwoch, 21. September 2016 | Autor/in: , , und 

Lesetipp_SemesterprogrammSoSe15Sie möchten Module reflektieren und weiterentwickeln, Ihre Methodenrepertoire erweitern, Lernprozesse mit dem LMS ILIAS begleiten, sich mit Möglichkeiten und Grenzen von virtuellen Klassenzimmern auseinandersetzen oder Ihre englisch-sprachige Lehre optimieren?

In der Übersicht über das umfangreiche Weiterbildungsangebot der Abteilung Hochschuldidaktik, der Servicestelle E-Learning und des Sprachlehrinstituts werden Sie sicher fündig.

Abteilung Hochschuldidaktik –
Hochschuldidaktische Workshops

 

Grundlagen-Workshops (Modul I)

  • Fit für die Lehre – Hochschuldidaktische Grundlagen, 29./30.09.2016 & 02./03.02.2017 (Info)
  • Fit für die Lehre – Hochschuldidaktische Grundlagen, 20./21.10.2016 & 24./25.11.2016 (Info)

Vertiefungs-Workshops (Modul II)

  • Studierende mündlich prüfen, 03.11.2016 (Info)
  • Arbeit in und mit heterogenen Gruppen – Diversität als Chance und Herausforderung im Lehren und Lernen, 17./18.11.2016 (Info)
  • Das Lehrportfolio als Möglichkeit der kontinuierlichen Lehrreflexion und Nachweis der Lehrkompetenz in Berufungsverfahren, 24./25.11.2016 (Info)
  • Jenseits von „Think-Pair-Share“ – Methoden für Fortgeschrittene, 08./09.12.2016 (Info)

Die Inhalte und Ziele der der Veranstaltungen finden Sie unter „Info“. Weitere Angebote finden Sie auf der Homepage der Abteilung Hochschuldidaktik.

Das Jahresprogramm 2017 wird voraussichtlich am 07.11.2016 erscheinen.

Diese Veranstaltungen richten sich ausschließlich an Lehrende der Universität Freiburg bzw. an den Landesuniversitäten. Die Kosten für das Workshopprogramm trägt die Universität Freiburg. Von Ihnen erheben wir für Grundlagen- und Vertiefungs-Workshops lediglich einen Kostenbeitrag von 25€/Tag.

 

Angebote der Servicestelle E-Learning

 

E-Learning-Qualifizierungsprogramm

Workshops für Lehrende der Universität Freiburg im Rahmen des von der Abteilung Hochschuldidaktik und der Abteilung E-Learning gemeinsam angebotenen E-Learning-Qualifizierungsprogramms:

  • Lernendenaktivierung mit ILIAS (Info) Fr, 11.11.2016
  • Content Authoring: Erstellung von interaktiven Lehrmaterialien (Info)  Do/Fr, 08./09.12.2016
  • Fragen, Testen, Üben: Lernprozesse mit dem LMS ILIAS begleiten (Info)  Fr, 25.11.2016
  • Vom Hörsaal ins Netz: Möglichkeiten und Grenzen von virtuellen Klassenzimmern (Info)  Fr, 13.01.2017
  • E-Portfolios in der Lehre (Info)  Mo, 23.01.2017
  • Blended Learning – Hybride Lehrveranstaltungen gestalten (Info)  3-wöchige Blended Learning Veranstaltung. Präsenztermine am 24. Februar und 17. März 2017

Die Workshops finden jeweils von 9-17 Uhr im Rechenzentrum der Universität Freiburg statt und richten sich explizit an Lehrende der Universität Freiburg.

Link zur Online-Anmeldung
Flyer: Flyer WS 2016/17

 

EMI – English Medium Instruction

 

Was kann ich (noch) tun, um meine englischsprachige Lehrveranstaltung zu verbessern?
Eine Antwort auf diese und weitere Fragen können Sie in den kostenfreien Workshops für Lehrende finden, die in der vorlesungsfreien Zeit von der Fachabteilung English Medium Instruction (EMI) des Sprachlehrinstituts angeboten werden.

Workshops für (zukünftige) Lehrende in englischsprachigen Studiengängen der Universität Freiburg:

Semesterkurs für zukünftige Lehrende in englischsprachigen Studiengängen:

Online-Selbstlernmodule für (zukünftige) Lehrende in englischsprachigen Studiengängen:

Weitere Angebote
Darüber hinaus bieten wir auf Anfrage auch Unterrichtshospitationen mit Feedback, maßgeschneiderte Workshops oder Einzeltrainings an Ihrem Institut an.

Wenn Ihr englischsprachiger Studiengang an einer Zertifizierung der sprachlichen und kommunikativen Kompetenzen der Lehrenden interessiert ist, finden Sie hier weitere Informationen.

Falls Sie Fragen zu unserem Angebot haben, können Sie uns per E-Mail oder telefonisch unter 203-8962 erreichen.

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Studierende fördern Impulse für innovative, kompetenzorientierte Lehre

Montag, 9. Mai 2016 | Autor/in:

StuRa Innovatives Studium 2016Die Abteilung Hochschuldidaktik bewarb sich im vergangenen Jahr mit zwei Teilmaßnahmen um die Förderung durch den Innovationsfonds, die beide vom Gremium der Studierendenvertretung positiv beurteilt wurden.
Durch eine der beiden Maßnahme („Innovative Lernformate durch alternative Lehrkonzepte“) soll mit drei Schwerpunktthemen ein spezieller Fokus gelegt und damit dem Desiderat nach einem Höchstmaß der Aktivierung und der Beteiligung von Studierenden sowie dem Kompetenzerwerb in Lehrveranstaltungen Raum gegeben werden.

Problem-Based Learning – A Key to Facilitate Students‘ Learning
Den Auftakt der drei geförderten Veranstaltungen bildet der Workshop zum Konzept des Problembasierten Lernens am 08.05.2016. Mit Prof. Dr. Wim Gijselaers (Universität Maastricht)  konnte ein ausgewiesener Experte als Referent gewonnen werden, der bereits vor zwei Jahren in einem Vortrag an der Universität Freiburg Prinzipien und Chancen problembasierten Lernens diskutierte. Im Workshop wird nun erarbeitet, wie Wissen nicht mehr nur vermittelt, sondern von Studierenden durch authentische und realistischer Problem- und Fragestellungen eigenständig erarbeitet werden kann. Dabei stehen u.a. die Gestaltung einer entsprechenden Lernumgebung, die Entwicklung von angemessenen Lernmaterialien und wie man mit Herausforderungen oder Schwierigkeiten bei der Realisierung umgehen kann.

Alternative Prüfungsformen entwickeln
Nachdem die Kompetenzorientierung in der Lehre an Bedeutung gewonnen hat, richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Prüfungspraxis und konkretisiert sich in der Frage, ob tatsächlich das geprüft wird, was als Lernziele in Modulhandbüchern festgelegt und durch entsprechende Lernaktivitäten in Lehrveranstaltungen angeregt wurde. Beim Workshop am 09./10.06.2016 werden Prüfungsformen erarbeitet, die über das Messen von reinem Wissen hinausgehen und sich an den erworbenen Fähigkeiten ausrichten. Ziel der Veranstaltung ist, Sie darin zu unterstützen, Prüfungsaufgaben lernziel-, lernenden- und kompetenzorientiert zu entwickeln und zu gestalten.

Durch reale Projekte Fachinhalte anwenden und Kompetenzen aufbauen
Der Anspruch an ein zeitgemäßes Studium ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Kompetenzen zu fördern (s.o.), so dass Studierende in der Lage sind, auf der Basis des erworbenen Fachwissens in realen Situationen verantwortungsvoll zu agieren. Das didaktische Konzept des „Service Learning“ verbindet zwei Basisbausteine: Wissenserwerb und gemeinnütziges Engagement. In dem Workshop „Durch reale Projekte Fachinhalte anwenden und Kompetenzen aufbauen“ am 07.07.2016 lernen Sie das Konzept „Service Learning“ kennen, das gesellschaftliches Engagement von Studierenden in die universitäre Lehre einbindet, um neue Erfahrungsräume zu ermöglichen. Durch das projekt- und praxisorientierte Format haben Studierende Gelegenheit, Fachwissen im realen Kontexte in der Gesellschaft anzuwenden.

Wenn Sie Fragen zu diesen Veranstaltungen oder zum hochschuldidaktischen Angebot haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

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Kursangebot für Lehrende im Sommersemester 2016

Freitag, 22. April 2016 | Autor/in: , , und 

Lesetipp_Semesterprogramm SoSe 16Sie möchten Module reflektieren und weiterentwickeln, Ihre Methodenrepertoire erweitern, Lernprozesse mit dem LMS ILIAS begleiten, sich mit Möglichkeiten und Grenzen von virtuellen Klassenzimmern auseinandersetzen oder Ihre englisch-sprachige Lehre optimieren?

In der Übersicht über das umfangreiche Weiterbildungsangebot der Abteilung Hochschuldidaktik, der Servicestelle E-Learning und des Sprachlehrinstituts werden Sie sicher fündig.

Abteilung Hochschuldidaktik

 

Hochschuldidaktische Workshops

Die Workshops finden jeweils von 9-17 Uhr (s.t.) statt.
Informationen zur Anmeldung finden Sie auf unser Homepage.

 

Servicestelle E-Learning

 

E-Learning-Workshops

Die E-Learning-Workshops finden jeweils von 9-17 Uhr (s.t.) im Rechenzentrum, Hermann-Herder-Straße 10 statt.

Anmeldung: Online-Anmeldeformular

 

EMI – English Medium Instruction

 

EMI Workshops 2016

Weitere EMI Angebote

  • Unterrichtsbesuche bieten Lehrenden konstruktives Feedback zur Sprachverwendung und Kommunikationsstrategien für die englischsprachige Lehre.
  • Individuelles Training  bietet Lehrenden die Möglichkeit ihre sprachlichen und kommunikativen Fertigkeiten für die englischsprachige Lehre maßgeschneidert weiter zu entwickeln.
  • Institutsspezifische Workshops bieten Lehrenden die Möglichkeit ihre sprachlichen und kommunikativen Fertigkeiten für die englischsprachige Lehre zusammen mit interessierten Kolleginnen weiter zu entwickeln.
  • Selbstlernmodule zu sieben verschiedenen Themen bieten Lehrenden die Möglichkeit ihre sprachlichen und kommunikativen Fertigkeiten für die englischsprachige Lehre autonom zu verbessern. Jedes Modul beinhaltet Video-Tutorials, Übungen oder Aufgaben, herunterladbares Material und weiterführende Links zu Artikeln oder Videos zur Vertiefung.
Falls Sie Fragen zu unserem Angebot haben, können Sie uns per E-Mail oder telefonisch unter 203-8962 erreichen.

 

 

 

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Auf dem Weg zu innovativer Lehre – Hochkarätiger Instruktions-Designer zu Besuch in Freiburg.

Dienstag, 5. April 2016 | Autor/in:

Eine innovative Lehrerausbildung, in deren Mittelpunkt Professionsorientierung und Kohärenz stehen, dies ist die Zielsetzung des FACE-Projekts „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung“ welches durch das BMBF gefördert wird. Doch wie sieht der Weg zu solch einem hohen Ziel aus?
Das Programm „Lehren Lecturer“ des Stifterverbands ermöglichte im März dieses Jahres den Besuch von einem der bekanntesten Vertreter modernen Instruktions Designs: Jeroen van Merriёnboer (Maastricht University). Während seines drei-tägigen Besuchs diskutierten vor allen Dingen Akteure der aktuellen Lehrerbildungsreform, wie innovative Lehre im Rahmen des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) aussehen könnte. Im Zentrum seines Besuchs stand die Frage:

 „Wie muss Lehre gestaltet sein, damit angehende Lehrerinnen und Lehrer nicht nur Wissen erwerben, sondern dies auch im späteren Berufsleben in der Schule anwenden können?“
Abbildung 1: Jeroen van Merriёnboer zu Besuch in Freiburg (Foto Brian Barnhart)

Abbildung 1: Jeroen van Merriёnboer zu Besuch in Freiburg (Foto Brian Barnhart)

Antworten auf diese Frage wurden im Rahmen eines Vortrags und zwei daran anknüpfenden Workshops diskutiert. Die Kernantwort auf die Frage ist simpel und komplex zugleich: Damit Studierende Wissen anwenden können (sprich: Kompetenzen erwerben), ist es wichtig, sie durch authentische und ganzheitliche Lernaufgaben mit Situationen zu konfrontieren, in denen sie die zu erlernenden Kompetenzen benötigen. Damit die Studierenden jedoch mit den Situationen nicht überfordert sind, ist eine, nach und nach abnehmende, Unterstützung und Anleitung notwendig.

Das 4-Komponenten-Instruktions-Design-Modell (4C/ID)

Wie nun konkret vorgegangen werden kann, um solch eine Lehre zu entwickeln, schildert das von Jeroen van Merriёnboer entwickelte 4-Komponenten-Instruktions-Design-Modell (4C/ID-Modell). Wie der Name bereits andeutet, beschreibt das Modell vier Komponenten, aus denen jede Lernumgebung aufgebaut sein sollte:

  1.  Authentische und ganzheitliche Lernaufgaben: Diese Komponente bildet die Basis der Lernumgebung. Die Studierenden arbeiten sich von Lernaufgabe zu Lernaufgabe (anstatt im traditionellen Sinne von Thema zu Thema). Jede Lernaufgabe beruht auf realen Situationen aus dem späteren Berufsleben (z.B. Schule) und umfasst somit mehrere Themen. Daher findet eine Integration von verschiedenen Gegenstandsbereichen statt. Lernaufgaben werden dabei mit steigendem Komplexitätsgrad sequenziert und zeichnen sich durch eine hohe Variabilität untereinander aus. Mit zunehmender Expertise der Studierenden nimmt die Unterstützung bei der Bearbeitung der Lernaufgaben durch die Lehrperson ab.
  2. Unterstützende Informationen: Sie helfen die Lernaufgabe zu bewältigen, indem sie erklären, welche Themen mit der Aufgabe in Bezug stehen, wie die zu erlernende Domäne organisiert ist und wie Probleme in dieser angegangen werden. Für die Studierenden sind sie ständig verfügbar. Die unterstützenden Informationen entsprechen in traditionellen Lernumgebungen typischer ‚der Theorie‘.
  3. Prozedurale Informationen: Diese Komponente ist erforderlich um wiederkehrende Aspekte der Lernaufgabe zu meistern, denn sie gibt durch Schritt-für-Schritt Instruktionen an, wie diese ausgeführt werden müssen. Daher werden prozedurale Informationen ‚just in time‘ während der Bearbeitung der Lernaufgabe bereitgestellt und nehmen ab, sobald die Lernenden mehr Routine erlangt haben.
  4. Üben von Teilaufgaben: Falls bei einigen Aspekten der Lernaufgabe ein hohes Maß an Automatisierung erforderlich ist, kann dies durch das Üben von Teilaufgaben erzielt werden. Vorab müssen die Lernenden den Zusammenhang der Teilaufgabe mit der gesamten Lernaufgabe verstanden haben.
Zusammengefasst: Das 4C/ID-Modell führt zur Anwendung von Wissen (Kompetenzaufbau), indem Studierende mit authentischen Lernaufgaben konfrontiert werden, durch unterstützende und prozedurale Informationen bei der Bearbeitung der Lernaufgaben an- und begleitet werden und mittels Üben von Teilaufgaben einen hohen Automatisierungsgrad erzielen.

Das 4C/ID-Modell als Licht für kohärente und professionsorientierte Lehrerbildung

Neben dem Kompetenzaufbau wird durch die Anwendung des 4C/ID-Modells an den beiden Hauptzielen des FACE-Projekts „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2Kohärenz und Professionsorientierung gearbeitet:
Kohärenz: In jeder beruflichen Situation müssen Lehrkräfte spontan auf ihr fachwissenschaftliches, fachdidaktisches und bildungswissenschaftliches Wissen zurückgreifen und dies anwenden, um professionell agieren zu können. Wenn diese realen beruflichen Situationen als Ausgangspunkt für die Entwicklung authentischer Lernaufgaben genommen werden, muss auch hier eine Integration von fachwissenschaftlichem, fachdidaktischem und bildungswissenschaftlichem Wissen stattfinden.
Professionsorientierung: Die konsequente Orientierung an realen beruflichen Situationen im Schulalltag bei der Entwicklung von Lernaufgaben zieht automatisch eine Professionsorientierung mit sich.

Abbildung 2: Professionsorientierung und Kohärenz in der Lehrerbildung durch das 4C/ID-Modell.

Abbildung 2: Professionsorientierung und Kohärenz in der Lehrerbildung durch das 4C/ID-Modell.

Auf Grund dieser außerordentlich guten Passung zwischen den Hauptzielen des Projekts und dem 4C/ID-Modell, gestalten einige Teilprojekte der Kernmaßnahme Lehrkohärenz im Freiburger Projekt der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des BMBF ihre Projekte auf Basis des innovativen 4C/ID-Modells. Der Austausch mit dem Experten Jeroen van Merriёnboer war eine optimale Bereicherung und Antriebsmotor für diese Projekte. Sie strahlen als Lichter in die Lehrerbildung von FACE und sollen weitere Lehrprojekte mit dem Kerngedanken des Modells entflammen.

Bei Fragen oder Anregungen zur Anwendung des 4C/ID-Modells in der Lehrerbildung können Sie sich gerne an Christiane Klein (Projektmitarbeiterin in der Abteilung Hochschuldidaktik der Universität Freiburg) wenden.

Weitere Informationen zum 4-Komponenten-Instruktions-Modell:
•   Videoaufzeichnung des Vortrags von Jeroen van Merriёnboer am 14.3.2016 in Freiburg
•   Artikel von Jeroen von Merriёnboer und Paul Kirschner zum 4C/ID-Modell

 

 

 

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Verleihung der Baden-Württemberg-Zertifikate für Hochschuldidaktik, der E-Learning-Zertifikate sowie erstmalige Verleihung des E-Learning-Förderpreises

Mittwoch, 2. März 2016 | Autor/in: und 

Die Absolventinnen und Absolventen der Baden-Württemberg-Zertifikate für Hochschuldidaktik und E-Learning-Zertifikate erhielten am 19. Februar ihre Urkunde durch Prorektorin Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger überreicht. Erstmalig wurde an diesem Tag auch der E-Learning Förderpreis verliehen.

Im Rahmen des Qualifizierungsprogramms „Baden-Württemberg-Zertifikat für Hochschuldidaktik“ haben sich die Absolventinnen und Absolventen in durchschnittlich 2,5 Jahren mit viel Engagement und Offenheit ihrem Rollen- und Selbstverständnis, Prinzipien der Lehre und neuen Lehr- und Lernkonzepten auseinandergesetzt und konkrete Ideen daraus abgeleitet und in der eigenen Lehre umgesetzt.

2015 schlossen zudem drei Lehrende das E-Learning-Qualifizierungsprogramm ab, in dem sie sich in zwei Modulen grundlegende Konzepten der Präsenzlehre und der web-basierten Lehre auseinandergesetzt und in im zweiten Schritt ein eigenes E-Learning-Lehrprojekt konzipiert und realisiert  haben.

Quelle: Sandra Meyndt

Eines dieser Projekte wurde von Dr. Martin Mann verwirklicht, dessen Weiterentwicklung mit dem 5.000 € dotierten E-Learning-Förderpreis gefördert wird, der nun erstmals verliehen wurde. Prorektorin Prof. Dr. Besters-Dilger stellte bei der Preisübergabe den innovativen Charakter des Lehrprojektes heraus. Denn Dr. Martin Mann stellt sein Lehrkonzept sprichwörtlich auf den Kopf: Studierende bereiten  seine Vorlesung nicht nur nach, wie es meistens üblich ist, sondern erarbeiten sich im Vorfeld das Wissen zunächst selbstständig (mit Online-Selbstlernmodulen, die beispielsweise E-Lectures, also Videoaufzeichnungen vergangener Vorlesungen, ergänzende Video-, Text- und Bildmaterialien oder Tests zur Lernzielkontrolle).  In den daran anschließenden Vorlesungen kann der der Fokus auf die Verständnissicherung, Anwendung der Lerninhalten oder Diskussion vertiefender Fragestellungen gelegt werden.

Die Absolventinnen und Absolventen 2015 – Baden-Württemberg-Zertifikat für Hochschuldidaktik

• Iva Denzer, Slavisches Seminar
• Dr. Anna Growe, Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie
• Gabriele Heinel, Zentrum für Schlüsselqualifikationen
• Stefanie Innmann, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
• Dr. Krisztina Kis-Katos, Abteilung für Allgemeine Wirtschaftsforschung
• Dr. Julia Klingele, Institut für Anorganische und Analytische Chemie
• Anna Meine, Seminar für Wissenschaftliche Politik
• Dr. Janine Schweier, Professur für Forstliche Verfahrenstechnik
• Dr. Jan Malte von Bargen, Institut für deutsches und ausländisches Zivilprozessrecht

Die Absolventinnen und Absolventen 2015 – E-Learning-Zertifikat

•    Dr. Martin Mann, Institut für Informatik
•    Dr. Anna Rosen, Englisches Seminar
•    Dr. Johann Wölber, Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie

E-Learning-Förderpreis 2015

•    Dr. Martin Mann, Institut für Informatik

 

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„Vom Wissen zum Handeln 2.0“ – Vortrag (14.3.16) und Workshops (15.3.16 & 16.3.16) mit Jeroen van Merriёnboer

Dienstag, 16. Februar 2016 | Autor/in:

van Merrienboer 1Lehrende sind mit zunehmend anspruchsvollen Situationen in der Lehre konfrontiert: Reformen und Neustrukturierungen, Kompetenzorientierung, Polyvalenz, Kohärenz – um nur einige Schlagworte zu nennen. Impulse, wie diesen Situationen begegnet werden kann, können Sie im Austausch mit Jeroen van Merriёnboer (Universität Maastricht) erhalten – einem Experten für kompetenzorientierte Lehrentwicklung. Er ist einer der erfolgreichsten Pädagogischen Psychologen in Europa und einer der herausragenden Vertreter moderner Instruktionsdesigns. Sein 4-Komponenten-Instruktionsmodell (4C/ID) findet weltweit große Anerkennung und Anwendung.

Sein diesjähriger Aufenthalt an der Universität Freiburg, der erneut durch das Programm „Lehren – Lecturer“ (Stifterverband) möglich gemacht wird, knüpft an seinen Besuch letzten Herbst und die leitende Frage an, wie Lehre gestaltet werden kann, um vom „Wissen zum Handeln“ zu gelangen. Dieses Mal steht die handlungsbasierte Kompetenzentwicklung im Kontext der Lehrerbildungsreform sowie die prinzipielle Bedeutung von Lernaufgaben im Vordergrund.

Wir freuen uns Ihnen die folgenden drei Veranstaltungen ankündigen zu dürfen:

van Merrienboer 2

14.03.2016, 18.00-20.00 Uhr (c.t.)Vortrag von Prof. Dr. van Merriënboer in welchem das Instruktionsmodell „4C/ID“ vorgestellt und daran anknüpfend Chancen für eine polyvalente Curriculumentwicklung aufgezeigt werden. Zur besseren Planung wären wir dankbar, wenn Sie Ihre Teilnahme bis 5.3.16 per Mail anmelden würden.

15.03.2016, 9.00-17.00 Uhr Workshop mit Prof. Dr. van Merriënboer, in dem insbesondere die zentrale Bedeutung von Lernaufgaben bei der Kompetenzentwicklung aufgegriffen wird. Nähere Informationen und Anmeldung finden Sie hier.

16.03.2016, 9.00 – 17.00 UhrWorkshop mit Prof. Dr. van Merriënboer speziell für Akteure der Lehrerbildungsreform mit der Möglichkeit an eigenen Studiengangs-/Curriculum-/Lehrveranstaltungsentwicklung zu arbeiten und darüber zu diskutieren. Für diese Veranstaltung gibt es noch einige wenige Restplätze, für die Sie sich gerne bis 11.3.16 anmelden können.

Keine Zeit?! – der Vortrag wird aufgezeichnet und ist anschließend auf der Hochschuldidaktik-Website jederzeit einzusehen. Außerdem finden Sie hier weitere Informationen zum 4C/ID Modell.

Wir freuen uns auf spannende Diskussionen mit Ihnen und Jeroen van Merriёnboer.

Ihr Team der Abteilung Hochschuldidaktik

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Zum 15. Mal dreht sich alles um die Lehre – das hochschuldidaktische Jahresprogramm 2016 ist erschienen!

Mittwoch, 18. November 2015 | Autor/in: und 

Foto: Christiane Klein

Foto: Christiane Klein

Seit 2002 bietet die Abteilung Hochschuldidaktik in Kooperation mit den anderen Landesuniversitäten ein gemeinsames Workshop-programm an. Mit dem Erscheinen des Jahresprogramms 2016 geht das landesweite Weiterbildungsangebot in seine 15. Saison.
In der vergangenen Woche hat das Team der Abteilung über 2850 Briefe an das wissenschaftliche Personal der Universität verschickt, an die sich dieses Angebot richtet.
Im kommenden Jahr haben die Lehrenden der Universität Freiburg damit die Chance, sowohl von Grundlagen- und Schwerpunkt-Workshops als auch von etablierten und neuen Themen im Kontext der Lehre zu profitieren.

Innovative Lehrformate

Einige Veranstaltungen im kommenden Jahr widmen sich dabei explizit innovativen Lehr-Lern-Formen. So wird Prof. Dr. Wim Gijselaers in der eintägigen Veranstaltung „Problem-based Learning – A key to facilitate students‘ learning“ einen Einblick in das viel diskutierte Konzept geben, mit Lehrenden Strategien der Umsetzung erarbeiten und Realisierungsmöglichkeiten aber auch Schwierigkeiten diskutieren. Ein vergleichsweise junger hochschuldidaktischer Ansatz ist Service Learning. Dieses Prinzip hat zum Ziel, durch reale Projekte Fachinhalte anzuwenden, Kompetenzen aufzubauen und gesellschaftliches Engagement zu fördern. Konkret geht es darum, reale Herausforderungen wissenschaftlich zu bearbeiten, den eigenen Wissens- und Kompetenzzuwachs zu reflektieren und neue Handlungs- und Forschungsfelder zu identifizieren.

Lernaufgaben im Fokus

Im Oktober war Prof. Dr. Jeroen van Merriёnboer (Universität Maastricht) im Rahmen des Lehren-Projektes „Vom Wissen zum Handeln: Das 4C/ID Modell zur Förderung komplexen Lernens“ bereits zu Gast an der Universität Freiburg. Im März wird er nochmals zum Thema “Enhancing complex learning – the importance of learning tasks for competence-based learning” einen Workshop durchführen. Dabei wird die Bedeutung von authentischen Lernaufgaben in den Mittelpunkt gerückt und anhand des 4C/ID Modells erarbeitet, wie Lernumgebungen gestaltet werden können, um nachhaltiges Lernen zu ermöglichen und handlungsbasierten Kompetenzaufbau zu fördern.

Herausforderungen in der Lehre

Im Jahresprogramm werden aber nicht nur innovative Konzepte in den Fokus genommen, sondern auch Herausforderungen aufgegriffen, denen Lehrende im Alltag gegenüberstehen. Eine Herausforderung besteht sicherlich darin, auch in Lehrveranstaltungen mit einer großen Studierendenzahl Lernprozesse (inter-)aktiv zu gestalten. Im Workshop „Große Vorlesungen, Übungen und Seminare – Wege zur Weiterentwicklung der Frontallehre“ konkretisieren Prof. Dr. Wilfried Hauenschild und Martin Mürmann Möglichkeiten, die Beteiligung der Studierenden und deren Tiefenlernen auch in großen Gruppen zu fördern.
In jeder Lehr- und Beratungssituation wird deutlich, dass Studierende ganz verschiedene Individuen sind. Sie unterschieden sich u.a. in ihren Lernbiografien, Vorwissen, Interessen und Einstellungen. Diese Unterschiedlichkeiten nicht nur als Hürde sondern auch als Chance für die Lehre wahrzunehmen, damit auch das Voneinander-Lernen stärker zu fokussieren, wird im Workshop „Arbeit in und mit heterogenen Gruppen – Diversität als Chance und Herausforderung im Lehren und Lernen“ nachgegangen.
Ein beachtlicher Anteil der über 24.000 Studierenden sind internationale Studierende. Lehren und Lernen gewinnt in diesen Kontexten neue Facetten. Deswegen wird im Workshop „Learning and Teaching in a Multilingual, Multicultural Environment“ Raum für den Umgang mit und Reflexion von Diversität in multilingualen und multikulturellen Lernsettings gegeben.

Fit für die Lehre?

All diejenigen Lehrenden, die erst seit kurzem in der Lehre tätig sind – oder auch nach einiger Zeit der Lehrpraxis, das eigene Handeln auf ein sicheres Fundament stellen möchten – können in der insgesamt viertägigen Veranstaltung „Fit für die Lehre – Hochschuldidaktische Grundlagen“ didaktisch-methodisches Wissen über das Zusammenspiel von Lehren und Lernen aufbauen und sich u.a. mit der Fragen beschäftigen, welchen Bedingungen Lehr-/Lernprozesse unterliegen sowie Impulse holen, wie sie ihre Lehre kompetenz- und lernendenzentriert gestalten können. Dieser Workshop wird auf Grund der hohen Nachfrage drei Mal angeboten.

Nähere Informationen zu diesen Veranstaltungen und allen anderen Veranstaltungen des Jahresprogramms 2016 finden Sie in der Gesamtübersicht.

Wenn Sie in einem persönlichen Gespräch klären möchten, welche Veranstaltungen für Sie und Ihren Lehrkontext sinnvoll wären oder Sie Fragen zum Programm oder unserem Gesamtangebot haben, dann können Sie sich jederzeit an uns wenden.

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„Vom Wissen zum Handeln“ konkret – Wie E.T. zum world traveler wird

Freitag, 13. November 2015 | Autor/in:

Quelle: www.flickr.com

Quelle: www.flickr.com

Hochmotiviert und begeistert vom Vortrag des vorherigen Abends, haben sich 10 Lehrende der Universität Freiburg mit Prof. Dr. Jeroen van Merriёnboer in das Abenteuer ‚Das four component instructional design (4C/ID) model zur Förderung komplexen Lernens‘ gestürzt. Dass E.T. während des Seminars zu Besuch kommen wird und von den Teilnehmenden zum world traveler ausgebildet werden möchte, das hatte niemand erwartet.

Nach der Einführung der vier Instructional Design Komponenten (learning task, supportive information, procedural information und part-task-practice) überraschte Prof. van Merriёnboer mit der Aufgabe eine Lernumgebung zu gestalten, die es E.T. ermöglicht zum world traveler zu werden. Hintergrund: E.T. war auf die Erde zurückgekommen, um nun die gesamte Erde zu erforschen und nicht bloß einen amerikanischen Vorort, wie bei seinem letzten Erden-Besuch. Zufälligerweise landete E.T. im Rektorat der Universität Freiburg. Nun hieß es für die Teilnehmenden hands-on, um die vier Instructional Design Komponenten mit Leben zu füllen.

Learning task. Backbone jeder 4C/ID Lernumgebung sind authentische und ganzheitliche Lernaufgaben. Konkret bedeutet dies, dass Lernaufgaben der Dreh- und Angelpunkt jeder Lernumgebung sind, mit denen die drei anderen Komponenten verbunden sein müssen. Was könnten ganzheitliche und authentische Aufgaben eines world travelers sein? Ganz einfach: Reisen. Da Lernaufgaben immer von einfach zu komplex angeordnet sein sollten, startete E.T. ganz simpel: Eine Reise vom Rektorat zum Hauptbahnhof in Freiburg. Alleine wollten die Teilnehmenden ihn aber doch nicht loslaufen lassen und auch das 4C/ID Model sieht zu Beginn viel Unterstützung und Anleitung vor, die nach und nach abnimmt. Daher wollten sie ihn auf dem Weg begleiten.

Supportive information. Prof. van Merriёnboer wies darauf hin, dass bei jeder Lernumgebung unterstützende Informationen über die zu erlernenden Inhalte wichtig seien. Daher sollte in unserem Fall E.T. noch einige Hinweise über Freiburg erhalten bevor er seine erste Reise antrete. Letztlich entschieden sich die Teilnehmenden für einen Stadtplan von Freiburg und erklärten ihm wie sich typischerweise in Freiburg auf der Straße benommen und gekleidet wird. Jetzt konnte E.T. losgehen!

Procedural Information. Während des Ausführens einer Lernaufgabe, insbesondere für routine-mäßige Aspekte, sind prozedurale Informationen wichtig. Deshalb wurde E.T. bei der kleinen Reise auf die Verkehrsregeln für Fußgänger hingewiesen und es wurden ihm just-in-time information wie „Halt, die Ampel ist rot!“ oder „Schaue links-rechts-links, bevor du über die Straße läufst.“ gegeben.

Part-task-practice. Das Üben von Teilaufgaben ist vor allem sinnvoll, wenn langfristig ein hoher Grad an Automatisierung erforderlich ist. Dennoch sollte der Zusammenhang der Teilaufgabe mit der gesamten authentischen Lernaufgabe hergestellt bleiben. Bei ET zeigte sich, dass er Schwierigkeiten hatte, die Sicherheit vor dem Überqueren der Straße zu prüfen. Da dies aber eine sehr wichtig Voraussetzung ist, um in Freiburg sicher zu reisen, bekam E.T. hierfür einen separaten Übungsbereich in einer ruhigen Seitenstraße. Dadurch entwickelten sich automatisierte Routinen (links-rechts-links-Schauen), sodass E.T. dann in der Lage war, sicher über die Straße zu gehen.

Nachdem die erste Lernaufgabe gemeistert war, ging die Reise vom Hauptbahnhof zur neuen Universitätsbibliothek. Doch diesmal war weniger Unterstützung nötig, sodass die Teilnehmenden einige Schritte hinter E.T. gingen. Bei der anschließenden Reise von der UB zurück zum Rektorat brauchte E.T. noch weniger Unterstützung: lediglich ein Smart Phone, sodass er seine Lehrer/innen im Notfall kontaktieren konnte, ansonsten reiste er alleine. Auch diese Lernaufgabe meisterte er mit Bravour.
Als nächste komplexere Lernaufgabe sollte E.T. mit dem Bus auf den Schauinsland reisen (wieder mit viel Begleitung und Unterstützung zu Beginn, die nach und nach weniger werden sollte). Die supportive information beinhaltete eine Landkarte des Schauinsland und einen kurzen Vortag „Öffentlicher Nahverkehr im Breisgau“. Allerdings war E.T. von seiner ersten Reise doch sehr müde, sodass die Lernaufgaben auf den nächsten Tag verschoben wurden.

Fazit. Der Workshop verdeutlichte sehr eindrücklich wie wichtig die Integration von Lernaufgaben in die Lehre ist. Zum einen macht die Einbindung von Lernaufgaben Spaß, noch entscheidender ist aber, dass die Verwendung von ganzheitlichen, authentischen und variierenden Lernaufgaben (kombiniert mit unterstützenden und prozeduralen Informationen sowie dem Üben von Teilaufgaben) das Erlernen von Kompetenzen, den Transfer und damit nachhaltiges Lernen fördert.
Und falls Sie in Zukunft E.T. in Freiburg sehen, seien Sie unbesorgt – E.T. weiß nicht nur wie man reist, er kann es auch!

Für mehr Informationen zum 4C/ID Model siehe hier oder besuchen Sie den nächsten Workshop von Prof. Dr. Jeroen van Merriёnboer im März 2016.  Nähere Informationen dazu im Workshop-Programm der Abteilung Hochschuldidaktik ab dem 16.11.2015.

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„Vom Wissen zum Handeln“- Vortrag (26.10.) und Workshop (27.10.) zur Förderung komplexen Lernens

Donnerstag, 15. Oktober 2015 | Autor/in:

lehre_nDie Universität Freiburg hat erneut erfolgreich an der Ausschreibung „Lehren – Lecturer“ (Stifterverband) teilgenommen und damit nun die Möglichkeit, Prof. Dr. Jeroen van Merriënboer (Universität Maastricht) als Experte des Instructional Design einzuladen. Er ist einer der erfolgreichsten Pädagogischen Psychologen in Europa und einer der herausragenden Vertreter modernen Instruktionsdesigns.

4cidSein Besuch an der Universität Freiburg steht unter dem Thema „Vom Wissen zum Handeln: Das 4C/ID Modell zur Förderung komplexen Lernens“ und thematisiert Anforderungen sowie Möglichkeiten der Kompetenzförderung in Studiengängen.

Wir freuen uns sehr auf den Vortrag von Prof. Dr. Jeroen van Merriënboer am 26.10.2015 um 18.00-20.00 Uhr (KG I, 1199), zu dem alle interessierten Lehrenden, insbesondere Lehrenden in Lehramtsfächern, eingeladen sind!

Tags darauf wird er einen Workshop leiten, in dem erarbeitet wird, wie Lehre konkret gestaltet werden kann, so dass Studierende nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern auch handlungsbasierte Kompetenzen aufbauen.
Bitte beachten Sie, dass im Gegensatz zum Vortrag, die Teilnehmerzahl bei dem Workshop beschränkt ist. Eine Anmeldung wird deshalb vorausgesetzt. Weitere Informationen finden Sie hier.

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