Welchen Mehrwert generieren Zentrale Befragungen?

Mittwoch, 12. April 2017 | Autor/in: , und 

In den letzten Jahren entwickelte sich ein Trend hin zu kontinuierlichen und umfassenden Befragungen der unterschiedlichen Akteure in verschiedenen universitären Bereichen. Auch an der Universität Freiburg werden durch das Team Zentrale Befragungen der Abteilung Lehrentwicklung universitätsweite Befragungen unter Einbeziehung aller Studiengänge durchgeführt. Befragungen der gesamten Studierendenschaft, der Absolvent_innen ausgewählter Abschlussjahrgänge sowie der Lehrenden wurden bereits realisiert und werden in den kommenden Jahren kontinuierlich wiederholt. Studieneingangsbefragungen wie auch Befragungen der Exmatrikulierten befinden sich in der Vorbereitung. Somit kann der gesamte Student Life Cycle abgebildet werden (siehe Abb. 1).

Abb. 1: Zentrale Befragungen der Universität Freiburg im Student-Life-Cycle

Doch welchen Nutzen haben diese Befragungen?

Die Ergebnisse werden einerseits genutzt, um Verbesserungspotenziale in den einzelnen Studiengängen aufzudecken und Veränderungen anzustoßen. Als Beispiele von vielen sind Veränderungen in den Fachbereichen Jura und Biologie zu nennen: Im Bereich Biologie fand die Einführung einer Veranstaltung zu möglichen Berufsfeldern statt, womit darauf reagiert wurde, dass Studierende das mangelnde Angebot an Career Aktivitäten kritisierten. In der juristischen Fakultät folgte eine Reform bzgl. des Schwerpunktbereichsstudiums auf die Ergebnisse der zentralen Befragungen, da hier eine Überforderung eines Teils der Studierenden ersichtlich wurde. Weitere Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung der aus den Ergebnissen gewonnenen Daten können im Blogeintrag der Abteilung Lehrentwicklung „Evaluationen bringen nichts? So wurden die Kritikpunkte aus den zentralen Befragungen bereits aufgenommen“ entnommen werden.

Andererseits wird durch die Befragungen ein zusätzlicher Mehrwert generiert, indem neben objektiven Kennzahlen wie bspw. der durchschnittlichen Abschlussnote weitere Indikatoren zur Erfassung von Qualität in Studium und Lehre erhoben werden. Gegenüber den Lehrveranstaltungsevaluationen ergibt sich der Zusatznutzen, dass Aussagen sowohl auf Universitätsebene (z.B. über zentrale Einrichtungen und Strukturen) als auch auf Ebene der einzelnen Lehreinheiten (z.B. bzgl. Curriculum und Ausstattung) getroffen werden und in das Qualitätsmanagement einfließen können. Die verschiedenen Indikatoren werden dabei nicht isoliert, sondern im Kontext als verschiedene, zu integrierende Perspektiven auf das Phänomen Qualität angesehen. So können objektive Kennzahlen mit den Informationen, die in den Befragungen gewonnenen wurden, angereichert werden, wodurch sich neue Interpretationsspielräume ergeben.

Durch die Befragung der unterschiedlichen Akteursgruppen kann zudem ein Großteil der drei hochschulrelevanten Qualitätsbereiche (Prozess-, Struktur- und Zielqualität) abgedeckt werden. Bei den verschiedenen Akteur_innen liegen aufgrund ihrer jeweiligen Rolle unterschiedliche Auffassungen zur Definition und Operationalisierung von „Qualität“ vor. Hieraus ergibt sich die Chance, alle Perspektiven im Sinne des Stakeholderansatzes einzuholen und somit neue Ansatzpunkte für Verbesserungen aufzudecken, die sich erst durch die verschiedenen Verständnisse einer qualitativ hochwertigen Lehre ergeben. Studierende können erfahrungsgemäß als Expert_innen für die Prozessqualität der Universität angesehen werden. Sie können bspw. die Studien- und Lehrorganisation, die Arbeitslast sowie Vermittlungsformen in der Lehre sehr genau beurteilen. Durch die Studieneingangsbefragungen können insbesondere das Bewerbungsverfahren sowie die Beratungsangebote im Vorfeld bewertet werden. Anhand der Exmatrikuliertenbefragungen ist bspw. ersichtlich, ob hohe Abbruchsquoten eines Studiengangs eher auf persönliche Gründe der Abbrecher_innen (z.B. Umorientierung) oder eher auf strukturelle Gründe, die einen Handlungsbedarf aufzeigen (bspw. defizitäre Studierbarkeit und Organisation des Studiengangs) zurückzuführen sind. Der Befragung von Absolvent_innen ist ein besonderer Stellenwert einzuräumen, da diese die aussagekräftigste Bewertung zur Ergebnisqualität der Universität, wie bspw. Aussagen über die Employability, d.h. darüber, wie gut Absolvent_innen nach dem Abschluss für die Berufswelt und den Arbeitsmarkt gerüstet sind, ermöglicht. Die Studienzufriedenheit kann sowohl allgemein als auch bezogen auf verschiedene Teilaspekte wie z.B. der Betreuung durch Lehrende, in allen vier Gruppen (Studieneingänger_innen, Studierende, Absolvent_innen und Exmatrikulierte) erhoben und somit über den gesamten Student Life Cycle hinweg abgebildet werden.

Um die Ergebnisse in Zukunft noch stärker zu nutzen, wird in der Abteilung Lehrentwicklung im Rahmen des Pilotprojekts „Freiburger Forum Dialogkultur“ seit 2017 ein begleiteter Folgeprozess entwickelt, der zu einer langfristigen Evaluationskultur beitragen soll. Auf zentraler Ebene wurde als Folge der Erhebungen 2014 eine Klausurtagung in Abstimmung mit der Senatskommission Studium und Lehre abgehalten, in der unerwartete Ergebnisse und Good-Practice-Beispiele vorgestellt sowie Verbesserungsmöglichkeiten angeregt wurden. Durch die Anwesenheit von Vertretern beinahe aller Fakultäten, Mitgliedern der Senatskommission für Studium und Lehre sowie der Prorektorin Frau Prof. Dr. Besters-Dilger wurde deutlich, dass die Ergebnisse von hohem Interesse für die verschiedenen am Qualitätsprozess beteiligten Akteure sind.

Weitere Informationen zu den Zentralen Befragungen erhalten Sie unter http://www.uni-freiburg.de/go/befragungen.

Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation | Schreiben Sie den ersten Kommentar

Befragungsinstrumente der Abteilung Lehrentwicklung

Freitag, 31. März 2017 | Autor/in:

Die Abteilung Lehrentwicklung bearbeitet Grundsatzfragen zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre an der Universität Freiburg – so weit, so gut. Aber was bedeutet das im Detail? Um einige der zentralen Tätigkeiten der Abteilung genauer zu skizzieren, liegt nun ein Informationsblatt vor.

Neben einem Aufriss über die grundsätzlichen Zuständigkeiten des Arbeitsbereichs liegt der Fokus des Faltblatts auf den Befragungsinstrumenten, die der Universität Freiburg über die Abteilung Lehrentwicklung zur Verfügung stehen: die Zentralen Befragungen, der Zentrale Evaluationsservice und das Projekt FORUM. Das Faltblatt unterscheidet die Anwendungsbereiche, Inhalte und Ziele dieser Befragungsinstrumente klar, um einen schnellen Überblick über die Bandbreite der Verfahren zu geben. So werden sowohl die gemeinsame Stoßrichtung als auch insbesondere die spezifischen Nutzwerte der Instrumente deutlich.

Hier finden Sie das Informationsblatt!

Für weitergehende Informationen über die Abteilung Lehrentwicklung besuchen Sie gerne unsere Website.

Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation | Schreiben Sie den ersten Kommentar

Wie ergeht es unseren Absolvent_innen eineinhalb Jahre nach dem Abschluss?

Dienstag, 13. Dezember 2016 | Autor/in: , und 

Foto: Julia Müller

Die Abteilung Lehrentwicklung der Universität Freiburg führte 2015 zum dritten Mal die Befragung der Absolvent_innen im Rahmen des Kooperationsprojekts Absolventenstudien (KOAB) durch. Dies geschah in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Zentrum für Hochschulforschung (INCHER), sowie dem Institut für angewandte Statistik (ISTAT). Neben der Befragung der Studierenden stellt die Befragung der Absolvent_innen einen wichtigen Bestandteil der Zentralen Befragungen dar, weil die Absolvent_innen die einzige Zielgruppe ist, die ihr Studium bereits retrospektiv und vor allem mit dem Fokus auf die Beschäftigungssuche und dem Beginn des Berufslebens beurteilen kann.

Die Befragung der Absolvent_innen fand als Vollerhebung statt, d.h. alle knapp 4.000 Absolvent_innen des Abschlussjahres 2014 (Wintersemester 2013/2014 und Sommersemester 2014) waren zur Teilnahme aufgerufen. Dieses Abschlussjahr wurde gewählt, weil die Absolvent_innen zum Befragungszeitpunkt gerade mindestens ein bzw. maximal zwei Jahre die Universität verlassen hatten und sich somit einerseits noch gut an das Studium erinnern können, andererseits aber bereits erste Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt machen konnten.

Insgesamt wurde der Fragebogen von 1783 Absolvent_innen komplett ausgefüllt, was einer beachtlichen Rücklaufquote von 48% entspricht. Unter den Teilnehmer_innen waren jeweils genügend Absolvent_innen jeder Abschlussart (Bachelor, Master, Lehramt, Staatsexamen, Diplom, Magister Artium und Promotion) vertreten, um gesonderte Auswertungen durchzuführen. Ebenfalls wurden die Daten nach 31 einzelnen Lehreinheiten der Universität ausgewertet, die restlichen 11 Lehreinheiten wurden aus Datenschutzgründen unter „Sonstige“ zusammengefasst. Dies ermöglicht es in vielen Bereichen, fachbezogene Rückschlüsse zu ziehen und damit verbunden gegebenenfalls Handlungsbedarf zu identifizieren. Durch die Befragung der Absolvent_innen soll das Studium vor allem im Hinblick auf die Qualität der Vorbereitung auf das Berufsleben evaluiert werden, wodurch wertvolle Ansätze für Entwicklungspotenziale aufgedeckt werden können.

Nachfolgend werden einige zentrale Ergebnisse dargestellt. Hierbei werden entweder Prozentzahlen oder gerundete Werte der Antwortkategorien „sehr gut“ und „gut“ (der verwendeten fünfstufigen Skala) zusammengefasst.

Studienverlauf

Im Durchschnitt wurden alle Studienabschlüsse im (sehr) guten Notenbereich abgelegt (1,8). Abgesehen von Diplom- und Magisterabsolvent_innen (11% bzw. 31%) hat knapp die Hälfte aller Absolvent_innen (45%) ihr Studium in der vorgesehenen Regelstudienzeit beendet.

Mehr als ein Drittel (38%) aller Absolvent_innen kann bereits auf Auslandserfahrungen (sowohl Studiensemester als auch Praktika) zurückblicken, welche ausnahmslos während des Studiums gesammelt wurden. Der Verzicht auf Auslandserfahrung (62% der Teilnehmenden) wird vor allem durch die Verlängerung des Studiums (43%), finanzielle Gründe (36%) sowie das nicht vorhandene persönliche Interesse (35%) begründet (Mehrfachantwort möglich).

Retrospektive Bewertung des Studiums

Da die Befragten ihr Studium zum Befragungszeitpunkt bereits abgeschlossen hatten, können sie rückblickend das Studium als Ganzes bewerten.
Zwei Drittel (64%) aller Absolvent_innen bewertet die Ausstattung der Universität sowie die Studienorganisation als (sehr) gut. Auffällig ist hierbei, dass sich bei Diplomstudierenden im Vergleich zu allen anderen Abschlussarten der größte Anteil für eine (sehr) gute Ausstattung (77%), gleichzeitig aber der geringste Anteil für eine (sehr) gute Studienorganisation (47%) ausspricht.
Knapp zwei Drittel (61%) der Absolvent_innen bescheinigt ihrem abgeschlossenen Studium (sehr) gute Lehrinhalte, die Hälfte (51%) (sehr) gute Betreuung bzw. Beratung durch die Lehrenden. Eine starke Abweichung zeigt sich jedoch bezüglich der Betreuung im Staatsexamen (ohne Lehramt), die nur von gut einem Viertel (27%) als (sehr) gut bewertet wird.
Weniger überzeugt sind die Absolvent_innen von der Praxisorientierung: lediglich ein gutes Viertel der Befragten (28%) bewertet diese als (sehr) gut. Die Career Aktivitäten der Universität wurden nur von 9% aller Absolvent_innen als (sehr) gut bewertet.
In der Gesamtbetrachtung ergeben sich gute Ergebnisse: Drei Viertel aller Absolvent_innen der Uni Freiburg (75%) gaben eine (sehr) hohe Zufriedenheit mit ihrem Studium an.

Abb. 1: Frage D9: Wie zufrieden sind Sie aus heutiger Sicht mit Ihrem Studium an der Universität Freiburg insgesamt?

Rückblickend würden sich gut zwei Drittel (69%) wieder für denselben Studiengang und gut drei Viertel (79%) wieder für die Universität Freiburg entscheiden.

Abb. 2: Frage D10: Wenn Sie – rückblickend – noch einmal die freie Wahl hätten, würden Sie denselben Studiengang wählen?; Frage D10: Wenn Sie – rückblickend – noch einmal die freie Wahl hätten, würden Sie dieselbe Hochschule wählen?

Neben der  Bewertung der Studienqualität sind Aussagen über die Beschäftigungssuche nach dem Studium sowie die anschließende Erwerbsarbeit Themen, die nur über die Zielgruppe der Absolvent_innen erhoben werden können.

Beschäftigungssuche

Nach dem Abschluss begab sich mit Ausnahme der Bachelor-Absolvent_innen (41%) ein Großteil der Absolvent_innen der anderen Abschlussarten (68%-93%) auf Beschäftigungssuche, wovon wiederum knapp die Hälfte (49%) innerhalb von ein bis drei Monaten die erste Stelle erhielt. Bei lediglich 4% dauerte die Suche länger als ein Jahr.

Abb. 3: Frage F02: Wie viele Monate hat Ihre Suche nach einer ersten Beschäftigung insgesamt gedauert (mit Beschäftigung sind keine vorübergehenden, studienfernen Jobs zum Geldverdienen gemeint; allerdings zählen bezahlte berufliche Ausbildungen wie Referendariat, Facharztausbildung u. Ä. auch als Beschäftigungsverhältnis)?

Erwerbsarbeit

Zum Befragungszeitpunkt, ungefähr eineinhalb Jahre nach Studienabschluss sind etwa ein Drittel (35%) aller Absolvent_innen (n= 1.466) ausschließlich erwerbstätig, bei den Master- und Diplomabsolvent_innen sogar knapp die Hälfte (je 49%). Allerdings befindet sich beinahe die Hälfte der Bachelorabsolvent_innen (47%) ausschließlich in Ausbildung, weitere 27% sind gleichzeitig erwerbstätig und in Ausbildung. Somit bemühen sich drei Viertel der Bachelorabsolvent_innen um einen höheren Abschluss, um ihre Berufschancen zu erhöhen.

Von der Untergruppe derjenigen Absolvent_innen, die ausschließlich erwerbstätig sind (35% von n=1466; entspricht 461 Absolvent_innen), d.h. nicht gleichzeitig eine weitere Ausbildung erlangen, sind mehr als zwei Drittel (69%) in Vollzeit beschäftigt, etwa die Hälfte (49%) konnte eine unbefristete Arbeitsstelle finden. Der Großteil der rein erwerbstätigen Absolvent_innen (77%) schätzt ihre Beschäftigung zum Befragungszeitpunkt als niveauadäquat ein; Beinahe ebenso viele (75%) übernehmen in ihrem Beruf studienfachnahe berufliche Aufgaben.

Abb. 4: Frage I05: Inwieweit sind Sie mit Ihrer beruflichen Situation insgesamt zufrieden?

Je klarer die spätere Erwerbsarbeit auf das Studium zugeschnitten zu sein scheint, desto höher ist die Berufszufriedenheit: Knapp zwei Drittel (62%) gaben an, (sehr) zufrieden mit ihrem Beruf zu sein, wobei dieser Wert bei Lehramtsabsolvent_innen und Absolvent_innen, die mit dem Staatsexamen abgeschlossen haben, besonders hoch ist (81% bzw. 71%), während er bei Magister- und Bachelorabsolvent_innen vergleichsweise gering ist (44% bzw. 50%). Bei den beiden ersten Abschlussarten ist bereits bei Studienbeginn das spätere Berufsfeld vergleichsweise klar, während bei einem Master-, Bachelor oder Magisterstudium häufig sehr viele verschiedene Berufe in Frage kommen.

Über alle Lehreinheiten hinweg ist knapp die Hälfte (49%) aller Absolvent_innen im öffentlichen Bereich beschäftigt, ein geringer Anteil (9%) bei Organisationen ohne Erwerbscharakter und der Rest (42%) im (privat-)wirtschaftlichen Bereich.

Die Abteilung Lehrentwicklung arbeitet seit dem Ende der Feldphase an der ausführlichen Auswertung der Ergebnisse, die teilweise sogar noch bis auf die Ebene einzelner Studiengänge erfolgte. Somit kann in den einzelnen Studienbereichen und –fächern nun eine detaillierte Analyse und Interpretation der Ergebnisse erfolgen, wodurch dort Handlungsbedarfe und Entwicklungspotenziale aufgedeckt werden können. Die nächste Befragung der Absolvent_innen findet voraussichtlich 2018 statt, vermutlich gepaart mit der erstmaligen Befragung der Studienabbrecher_innen bzw. Exmatrikulierten.

Den Tabellenband (beinhaltet alle Ergebnisse in Tabellenform) der Befragung der Absolvent_innen 2015 nach Abschlussart oder Lehreinheit und weitere Informationen können Sie aus dem Universitätsnetz (IP-Filter) herunterladen: http://www.uni-freiburg.de/go/befragungen

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Absolvent_innen, die an der Studie teilgenommen haben und uns somit eine so genaue Auswertung ermöglicht haben!

Thema: Werkzeugkasten Lehrevaluation | Schreiben Sie den ersten Kommentar

Feldphase der Zentralen Befragungen endet mit dem Sommersemester „und was passiert mit den Ergebnissen?“

Mittwoch, 10. August 2016 | Autor/in: , und 

Im vergangenen Winter- und Sommersemester fanden erneut Zentrale Befragungen zum Thema Studium und Lehre an der Albert-Ludwigs-Universität statt. Befragt wurden Absolvent_innen und alle eingeschriebenen Studierenden.

Das Befragungsteam Bild: Oliver Hafner

Das Befragungsteam
Bild: Oliver Hafner

Die Beteiligung an den Umfragen war außerordentlich hoch, hierfür bedankt sich das Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung herzlich bei allen Teilnehmenden! Die Rücklaufquote bei der Absolvent_innenbefragung lag bei 48 % und bei der Studierendenbefragung erreichte sie 31%. Somit konnten wieder detaillierte Ergebnisauswertungen auf Fachebene erstellt werden. Weil bei den Teilnehmenden häufig die Frage aufkam, was denn nun mit den Ergebnissen geschehe, werden im Folgenden Antworten auf diese Frage gegeben.

Erste Ergebnisse aus den Befragungen

Dank der vielen Rückmeldungen ist jetzt der Grundstein für eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse gelegt. Diese Auswertung erfolgt derzeit auf Hochtouren in der Abteilung Lehrentwicklung. Das Befragungsteam stellt die Ergebnisse zeitnah und so detailliert wie möglich den verantwortlichen Gremien und Personen in den Fachbereichen sowie der universitären Öffentlichkeit – und damit auch den Befragten – zur Verfügung. Bei der Ergebnispräsentation behält die Anonymität der Befragten oberste Priorität.
Bei den Auswertungen zeichnet sich beispielsweise ab, dass knapp über die Hälfte der Absol-vent_innen ihre im Studium erworbenen Qualifikationen bei den beruflichen Aufgaben in „sehr hohem“ oder „hohem Maße“ einbringen können. Hohe Zufriedenheit mit dem Studium gaben retrospektiv 75% der Absolvent_innen und 72% der Studierenden an. Knapp 60% der Studierenden schätzten das Engagement der Lehrenden als sehr gut bis gut ein. Jedoch beurteilten 16% der Teilnehmenden der Befragung der Studierenden ihre Arbeitsbelastung im Studium als „zu hoch“. Über ein Drittel der Studierenden kritisierte die Verfügbarkeit von Räumen für eigenständiges Lernen und äußerte, dass Auslandaufenthalte oft nur mit zeitlicher Verzögerung des Studiums durchführbar sind.

Der Analyseprozess auf Universitätsebene

Nach der Aufbereitung der Ergebnisse werden diese zuerst den Studiendekan_innen der jeweiligen Fächer überreicht, damit die Ergebnisse fachnah in den Studienkommissionen analysiert und bewertet werden können. In den Studienkommissionen sind Vertreter_innen aller für die Lehre relevanten Akteur_innen versammelt. Sie sind in der Regel am besten über die Lehre in den entsprechenden Fächern informiert und sind verantwortlich für die Qualitätssicherung und -entwicklung in den jeweiligen Fachbereichen. Aus diesen Gründen soll eine Bewertung der Ergebnisse auf dieser Fachebene (und nicht etwa zentral) erfolgen und im Anschluss Handlungsoptionen aufgezeigt werden. Die universitätsweiten Gesamtberichte der Befragung der Absolvent_innen und der Studierenden können ab September auf der Homepage der Abteilung Lehrentwicklung im PDF-Format heruntergeladen werden.

Das Team der Zentralen Befragungen erhofft sich mit dem hier skizzierten Weg einen konstruktiven Analyseprozess, der einen Austausch über die Qualität der Lehre an der Universität anstößt, zur Weiterentwicklung anregt und mittelfristig für noch mehr zufriedene Universitätsmitglieder sorgt.

Herzlichen Glückwunsch

Abschließend herzlichen Glückwunsch an alle per Email informierten Gewinner_innen unserer vielen Preise beim Gewinnspiel der Befragung der Studierenden. Die Hauptpreise (iPhone und Tandemsprung) wurden – wie auf den Fotos abgebildet – bereits von Julia Müller und Natalie Boros überreicht.
PreisBefragungen1Tandemsprung

Weitere Informationen:
https://www.lehrentwicklung.uni-freiburg.de/projekte/befragungen

Kontakt:
Natalie Boros und Katharina Schneijderberg
Abteilung Lehrentwicklung
Tel.: 0761/203-67578
E-Mail: befragung@uni-freiburg.de

Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation | Schreiben Sie den ersten Kommentar

Evaluationen bringen nichts? So wurden die Kritikpunkte aus den zentralen Befragungen bereits aufgenommen

Freitag, 13. Mai 2016 | Autor/in: , und 

Wer davon ausgeht, dass sich das Mitmachen an der Befragung der Studierenden nicht lohnt, weil dadurch nichts bewirkt wird, liegt falsch! Die Resultate wurden sowohl auf zentraler Seite, als auch bei den Fachbereichen intensiv diskutiert und aufgezeigte Schwächen in Angriff genommen. Generell findet der Befragungsprozess in enger Abstimmung zwischen dem Rektorat und den Fachbereichen statt.

Befragungsprozess

Auf zentraler Seite wurde neben der Veröffentlichung der Ergebnisberichte durch das Befragungsteam, auch eine große Klausurtagung organisiert. Hier wurden Good-Practice-Beispiele vorgestellt, überraschende Ergebnisse berichtet und Verbesserungsvorschläge gemacht.

Weiterhin werden die Ergebnisse aus der Befragung in Strategiegesprächen des Rektorats mit den einzelnen Fakultäten aufgegriffen, um aufgezeigte Schwächen zu beheben. Auch bei Akkreditierungen und Reakkreditierungen werden die Befragungsergebnisse genutzt.

Was sich aufgrund der Ergebnisse der letzten Befragungen (Absolvent_innen 2012 und Studierende 2013) und den anschließenden Klausurtagungen mit Studiendekann_innen und Studiengangskoordinator_innen auf Seiten der Fachbereiche geändert hat, kann in diesem Beitrag in Auszügen nachgelesen werden.

Career-Aktivitäten und Statistikkurse

Die Biologiestudierenden (http://www.bio.uni-freiburg.de/) kritisierten in der letzten Befragung das geringe Angebot an Career-Aktivitäten und Berufsberatung. Daraufhin wurde gemeinsam mit der Fachschaft die Veranstaltung „B³ – Berufsfelder für Biologen“ initiiert, die seitdem jährlich am Ende des Wintersemesters angeboten wird. Weitere Veranstaltungen sind geplant.

Um gegen Defizite in Statistikkenntnissen vorzugehen, wird nun seit zwei Jahren ein Statistikkurs für diese Lehreinheit angeboten.

Es wurde auch auf Verbesserungspotential in der inhaltlichen Abstimmung zwischen den Lehrveranstaltungen und Modulen hingewiesen. In Klausursitzungen wurden daraufhin die Inhalte der Pflichtmodule im Bachelorstudiengang transparent gemacht und diskutiert, um unnötige Redundanzen und Lücken zu vermeiden.

Fächerübergreifendes Denken und entzerrte Praktika

Auch der Fachbereich Chemie (http://www.cup.uni-freiburg.de/) hat sich seine Schwachstellen, die bei der Befragung der Studierenden 2013 deutlich wurden, vorgeknüpft:

Der Bereich „Methoden und Konzepte“ wird ausgebaut und das Angebot in kleinen fachübergreifenden Seminaren erweitert, um das fächerübergreifende Denken zu fördern. Ebenso soll das ethische Verantwortungsbewusstsein durch entsprechende Vorlesungen geschult werden.

Da die Studierenden dieses Fachbereiches angaben, Schwierigkeiten mit mangelndem Freiraum zur Ausarbeitung von Wissenslücken und der Bewältigung des Stoffumfanges im Semester zu haben, wird nun frühzeitige Unterstützung durch Seminare und entsprechende Kurse angeboten.

Es wurden außerdem im ersten Semester unbenotete Kenntnisprüfungen eingeführt, um den Studierenden ohne Folgen für den weiteren Studienverlauf ihren Wissenstand aufzuzeigen.

Auch bei den Praktika wurden Änderungen vorgenommen: Die zeitlich gedrängten Praktika wurden entzerrt, zusätzliche Übungsstunden zu den Vorlesungen wurden angeboten und für die interfakultären Studiengänge wurden Einführungspraktika durchgeführt, um einheitliche Sicherheits- und allgemeine Laborkenntnisse zu Beginn der Praktika zu garantieren.

Insgesamt fanden in allen Studiengängen mehr Informationsveranstaltungen zu Organisation und Inhalten statt.

Bessere Berufsvorbereitung

Das Fach Europäische Ethnologie (https://www.eu-ethno.uni-freiburg.de/) hat nach der letzten Befragung die Möglichkeiten zur Berufsvorbereitung verbessert. Im Rahmen von Orientierungsveranstaltungen und Diskussionsrunden mit Alumni, können sich Studierende zu potentiellen Berufsfeldern informieren. In der Eingangsphase werden die Studierenden durch das Studierendenmentoring intensiver betreut.

Die Vielfalt der Lehre konnte durch eine neue Prüfungsordnung, welche mehr Wahlmöglichkeiten bei der Leistungserbringung lässt, verbessert werden. Auslandsaufenthalte ohne zeitliche Verzögerung, lassen sich nun durch noch bessere curriculare Abstimmungen leichter verwirklichen.

Ebenso wurden räumliche und technische Verbesserungen wie weitere Seminarräume und mehr Arbeitsplätze mit Computern vorgenommen.

Erweiterung der E-Learningangebote

Die juristische Fakultät (https://www.jura.uni-freiburg.de/) hat an einer Verbesserung der Formate des E-Learning gearbeitet und bietet jetzt beispielsweise einen „Examensklausurenkurs online“ an.

Zur Qualitätsverbesserung der Klausurkorrekturen tragen eine bessere Vergütung der Korrekturentlohnung und eine Schulung der Korrekturassistenten bei. Auch werden regelmäßige Studienarbeitsschulungen angeboten, um die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens besser zu vermitteln.

Durch die Eröffnung des „Examenshauses“ haben die Studierenden mehr Möglichkeiten in Kleingruppen und eigenständig zu lernen. Da viele Studierenden über Überforderungen im Schwerpunktbereichsstudium klagten, wurde hier eine Reform durchgeführt.

Vermittlung der Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens

Dem Wunsch der Studierenden der Lehreinheit Geographie (http://www.geographie.uni-freiburg.de/) nach einem erweiterten Fach- und Lehrveranstaltungsangebot im fachfremden Bereich konnte mit der Bachelorprüfungsordnung 2013 realisiert werden. Auch die Masterprüfungsordnung wird derzeit überarbeitet, um den Studierenden ein umfangreicheres Angebot zu bieten. Diese Neufassungen der Studienordnungen tragen also zur Erhöhung der Breite und Vielfalt des Lehrangebots bei.

Mehr Praxis und Informationen

Der Fachbereich der Mathematik (http://www.math.uni-freiburg.de/) ist nun dazu übergegangen, alle Vorlesungen zu evaluieren.

Auch wurden Diskussionen über den Praxisbezug des Mathematikstudiums geführt und als Folge davon, das vorgesehen Programmierpraktikum umstrukturiert.

Zudem werden die Webseiten mit den Informationen zu den Studiengängen beständig verbessert und das WLAN im Institut wurde ausgebaut.

Betreuung und Beratung

Die Studierenden des Romanischen Seminars (http://www.romanistik.uni-freiburg.de/rs-web/) berichteten über Orientierungsprobleme im Studium und sahen Verbesserungsbedarf im Bereich der individuellen Beratung. Diese Kritikpunkte wurden als Anlass für folgende Änderungen genommen:

  • Es wurde ein Studierenden-Newsletter, der über wichtige studienorganisatorische Vorgänge, aber auch über Vorträge, kulturelle Veranstaltungen mit Romanistikbezug, Praktikumsangebote und Stellenausschreibungen informiert, eingerichtet.
  • Ein Mentor_innenprogramm zur Studieneingangsphase und zur Studienausgangsphase wurde entwickelt und evaluiert. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen.
  • Auch das Vertrauensdozent_innenprogramm wurde ins Leben gerufen. Dieses Angebot ersetzt nicht die bisherige Studiengangskoordination, sondern erlaubt zusätzliche Beratungsmöglichkeiten in Form von ausführlichen Gesprächen mindestens einmal im Semester.
  • Seit dem SoSe 2016 gibt es die allgemeine Studienberatung täglich.
Größere Auswahl fachspezifischer Seminare

Die Lehreinheit VWL (http://portal.uni-freiburg.de/vwl/ ) hat die Ergebnisse der Evaluation intensiv analysiert und arbeitet aktiv daran, durch eine geeignete Wahl von Maßnahmen die Qualität der Lehre zu verbessern.

Die Studierenden äußerten zudem den Wunsch, in ihren Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens und Forschens stärker gefördert zu werden. Als Maßnahmen hierfür wurde die Auswahl fachspezifischer Seminare ausgebaut und die Möglichkeit eingeräumt, ein Seminar im Bereich der berufsorientierenden Kompetenzen einzubringen.

Zur Förderung der Veranstaltungen im kleinen Kreis wurden zusätzliche freiwillige Tutorate angeboten, die den Stoff der Vorlesung nicht nur ausführlich nachbehandeln, sondern auch durch praktische Aufgaben zum Verständnis von komplexen theoretischen Inhalten beitragen.

Den in der Evaluation aufgezeigten Bedarf der Studierenden an E-Learning-Angeboten wurde bisher im kleinen Rahmen, durch einzelne Lehrstühle, entgegen gekommen. Die Verankerung von Studieninhalten wird dabei durch Medien wie beispielsweise E-Learning, Webcast, Blogs und Apps gestützt.

Um noch mehr Bachelorabsolvent_innen für ein weiterführendes Studium an der eigenen Universität zu halten, wurden zusätzliche Informationsangebote eingeführt. So findet regelmäßig eine Einführung in die verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Masterprogramme statt.

Hohes Weiterentwicklungspotenzial wiesen spezielle Betreuungsangebote in der Studieneingangsphase auf. Zur Reduktion bzw. Vermeidung von Schwierigkeiten, mit denen Schulabsolvent_innen zu Beginn des Studiums konfrontiert werden, startete im Wintersemester 2014/15 das Mentoring-Projekt.

Um den gewachsenen Betreuungs- und Beratungsanforderungen durch Erweiterung des Studienangebots und den zusätzlichen Serviceinitiativen für Studieninteressenten und Studierende Rechnung zu tragen, wurde im Wintersemester 2015/16 die Studienkoordination und Studienfachberatung personell verstärkt und im Zuge dessen, separate Ansprechpartner für Bachelor- und Masterstudierende definiert.

Über 40 Ergebnisberichte für die Fächergruppen erstellte das Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung. Auch der universitätsweite Gesamtbericht ist auf der Befragungshomepage als pdf erhältlich.

Über 40 Ergebnisberichte für die Fächergruppen erstellte das Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung.

Weitere Informationen

Wenn Sie mehr zu den fachspezifischen Ergebnissen der letzten Befragungen erfahren wollen, können Sie sich uniintern hier die Berichte downloaden. Für spezifische Veränderungen in Ihrem Fach, fragen Sie bitte dort an entsprechender Stelle nach. Spannend wird vor allem an der Befragung der Studierenden 2016, wie sich die Ergebnisse im Vergleich zur letzten Befragung darstellen. Für diese Vergleiche ist es von sehr hoher Wichtigkeit einen hohen Rücklauf zu erzielen, denn nur so können die Ergebnisse datenschutzkonform auf Fächerebenen ausgewertet werden. Also: Bitte alle mitmachen, es lohnt sich.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:
befragung@uni-freiburg.de

Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation | 2 Kommentare Hier wird schon diskutiert

Ihr habt uns die Meinung gesagt – vielen Dank!

Dienstag, 8. März 2016 | Autor/in: und 

Die zentrale Befragung der Absolventinnen und Absolventen, koordiniert von der Abteilung Lehrentwicklung, fand 2015 erneut statt: Knapp 4000 ehemalige Studierende der Universität Freiburg wurden hierbei befragt.

Gewinnübergabe durch Natalie Boros an Martin Kalt Foto: Petra Mußler

Gewinnübergabe durch Natalie Boros an Martin Kalt                                    Foto: Petra Mußler

Am 15. Februar 2016 endete die Feldphase der Befragung der Absolventinnen und Absolventen mit einer sensationell hohen Rücklaufquote von 47,9%. Das Befragungsteam bedankt sich sehr herzlich bei allen, die sich Zeit genommen haben, den detaillierten Fragebogen auszufüllen. Solche Mühe soll belohnt werden – daher wurden als Dankeschön attraktive Gewinne wie ein Samsung Galaxy Tab A und ein iPad Mini 2 unter allen TeilnehmerInnen verlost. Einer der fünf glücklichen Hauptgewinner ist Martin Kalt (siehe Bild). Da er derzeit in Müllheim wohnt, konnte er seinen Gewinn direkt in unserem Büro abholen: Eine ibox Android OS von Samsung, die von Omega Electronics zur Verfügung gestellt wurde. Wir wünschen ihm, sowie den weiteren vier GewinnerInnen, viel Freude damit!

Doch nun, da die Feldphase abgeschlossen ist, geht es für das Befragungsteam erst richtig los, denn die gesammelten Daten der über 1700 Absolventinnen und Absolventen müssen nun analysiert und aufbereitet werden. Einen kleinen Vorgeschmack hierzu bieten die Berichte der Absolventinnen und Absolventen der letzten Befragung von 2012, die auf unserer Homepage aus dem Uninetz einsehbar sind. Die Berichte enthalten detaillierte Ergebnisse der Befragung zu den Themenbereichen Lehrqualität, Schlüsselkompetenzen sowie dem bisherigen Berufserfolg. Die Ergebnisse von 2012 waren durchweg positiv und übertrafen oft sogar den Bundesdurchschnitt. Umso spannender ist nun der Vergleich der damaligen Daten mit den aktuellen Ergebnissen.

Foto: Julia Müller

Foto: Julia Müller

Doch nicht nur die Meinung der ehemaligen, sondern auch die der aktuell Studierenden soll gehört werden! Daher startet in diesem Mai die Studierendenbefragung, bei der alle rund 25.000 Studierenden, die momentan an der Universität Freiburg eingeschrieben sind, zur Qualität ihres Studiums befragt werden sollen. Neben Fragen zum Lehrangebot und zur Studienwahl, werden die Studierenden auch aufgefordert die Betreuungssituation, die Ausstattung sowie die Angebote der Beratungs- und Serviceeinrichtungen zu beurteilen. Auch im Rahmen dieser Befragung werden wieder eine Vielzahl von Preisen verlost, unter anderem auch über die Facebook-Seite des Befragungsteams – ein Like lohnt sich also! Aber die Studierenden gewinnen nicht nur bei der Verlosung: durch die erneute Befragung wird den Stärken und Schwächen der Universität Freiburg auf den Grund gegangen. Im anschließenden Dialog werden Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen auf Fakultätsebene sowie universitätsweit abgeleitet. Der Vergleich mit den bisherigen Ergebnissen  evaluiert zudem bereits erzielte Verbesserungen und neue Bedürfnisse, die zur Qualitätssicherung und -weiterentwicklung beitragen.

Bei Fragen und Anregungen können Sie sich gerne an die Projektverantwortlichen Natalie Boros und Katharina Schneijderberg wenden:
Abteilung Lehrentwicklung, Zentrale Befragungen
Email: befragung@uni-freiburg.de
Telefon: 0761/203-67578

Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation | Schreiben Sie den ersten Kommentar

Du kannst uns (wieder) die Meinung sagen!

Dienstag, 6. Oktober 2015 | Autor/in: und 

Aufkleber-EndversionDie nächste Runde der von der Abteilung Lehrentwicklung koordinierten zentralen Befragungen startet diesen Herbst. Ab Anfang Oktober findet die Befragung der Absolventinnen und Absolventen statt (www.uni-freiburg.de/go/abs). Mehr als 4000 ehemalige Studierende und Promovierende der Universität Freiburg, die im Wintersemester 2013/2014 und im Sommersemester 2014 ihr Studium abgeschlossen haben, werden per Online-Fragebogen befragt. Sie können rückblickend ihre Meinung zur Lehrqualität, zu den erworbenen Schlüsselkompetenzen und ihrem bisherigen Berufserfolg mitteilen. Im Jahr 2012 wurden die Absolventinnen und Absolventen der Universität Freiburg schon einmal befragt. Dabei konnte ein Rücklauf von 47 Prozent erreicht werden. Die Ergebnisse für die retrospektive Bewertung der allgemeinen Studienzufriedenheit fielen insgesamt sehr positiv aus: 78 % der Befragten würden erneut die Universität Freiburg als Studienort und 71 % denselben Studiengang wieder wählen. Als sehr gut oder gut wurden beispielsweise von zwei Drittel der Absolventinnen und Absolventen die Ausstattung und von 60 % die Studienorganisation bewertet. Insgesamt fielen die Bewertungen positiver aus als im deutschlandweiten Durchschnitt aller an der Befragung beteiligten Universitäten.

Im kommenden Frühjahr 2016 sind dann erneut die Studierenden gefragt. Fast 25.000 Studentinnen und Studenten können das Lehrangebot, die Betreuungssituation und die Qualität ihres Studiums beurteilen. Bereits im Jahr 2013 wurde eine erste gesamtuniversitäre Befragung der Studierenden durchgeführt, an der mehr als 7000 Studierende teilgenommen haben. Die Ergebnisse zeigten eine sehr positive Bewertung Freiburgs als Studienstandort. Auch die Betreuungssituation empfanden die Studierenden als angenehm. Fachberatungen bekamen bessere Bewertungen als zentrale Beratungsangebote der Universität Freiburg. Die Kritik der Studierenden, Evaluationsergebnissen würden nicht transparent genug umgesetzt, wurde ernst genommen und neben den Ergebnisberichten auch Stellungnahmen samt Konsequenzen der Fächer zu den Befragungen verfasst.

Insgesamt zeigte sich bei den letzten Befragungen, dass die Absolventinnen und Absolventen sowie die Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität ihr Studium positiv bewerten. Darüber hinaus wird durch die rege Teilnahme an den Befragungen deutlich, dass sowohl aktive als auch ehemalige Studierende gerne dazu bereit sind, die Lehrqualität und die damit verbundenen Rahmenbedingungen voranzubringen und gegebenenfalls zu Weiterentwicklungen beizutragen.

Die erneuten Befragungen im Herbst 2015 und Frühjahr 2016 dienen der Qualitäts(weiter)entwicklung im Bereich Studium und Lehre an der Universität Freiburg. Es können Stärken und Schwächen erkannt sowie Vergleiche zu den Absolvierenden- und Studierendenbefragungen aus den Jahren 2012 und 2013 gezogen werden.

Informationen zu den letzten Befragungen und deren Ergebnisse können unter www.uni-freiburg.de/go/befragungen eingesehen werden. Darüber hinaus gibt es bereits (uniintern) Stellungnahmen der einzelnen Fächer zu den Ergebnissen .
Bei Fragen und Anregungen können Sie sich gerne an Natalie Boros und Katharina Schneijderberg wenden:
Abteilung Lehrentwicklung
Email: befragung@uni-freiburg.de
Telefon: 0761/20367578

Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation | Schreiben Sie den ersten Kommentar

„Neue“ Fragen an die „Alten“

Donnerstag, 23. April 2015 | Autor/in:

Vom 24. bis 27. Februar 2015 fand im brandenburgischen Wildau die Jahrestagung des deutschlandweiten Kooperationsprojekts Absolventenstudien (KOAB) sowie ein Kick-Off-Workshop zur kommenden Befragungsphase im Wintersemester 2015/16 statt. Veranstaltet wurden beide Tagungen vom International Center for Higher Education Research Kassel (INCHER) in Zusammenarbeit mit dem Gastgeber, der 1991 thwgegründeten TH Wildau. Nachdem sich die Universität Freiburg nach erfolgreichem Abschluss der vergangenen Befragungsphase entschieden hat, im WS 2015/16 erneut alle Absolvent_innen eines Jahrgangs zu befragen, markiert der als Projektinformations- und Vorbereitungstreffen konzipierte Kick-Off Workshop den Beginn der neuen Befragungsphase. Die ersten eineinhalb Tage standen folglich ganz im Zeichen der Planung für die anstehende Befragung der Absolvent_innen im kommenden Wintersemester. Zahlreiche Fragen zu den Inhalten des Fragebogens, zum konkreten Vorgehen bei der Recherche nach den aktuellen Adressen der Absolvent_innen und zum Datenschutz wurden diskutiert. Auch gelang es den Mitarbeiter_innen des INCHER-Kassel, die Brücke zu übergeordneten Themen zu schlagen. So wurden der bisherige Projektverlauf und geplante Forschungsfragestellungen ebenso thematisiert, wie die Bedeutung von Absolventenstudien für die Hochschulentwicklung im Allgemeinen. Mit dem Ende des Vormittags und einem kurzen Ausblick auf das Datenmanagement, das unsere Abteilung vor allem im Frühjahr und Sommer 2016 beschäftigen wird, ging der Kick-Off Workshop am Mittwoch fließend in die Jahrestagung des Kooperationsprojekts Absolventenstudien über. Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Dr. Ungvari, dem Präsidenten der Technischen Hochschule Wildau, und dem Direktor des Incher Kassel Prof. Dr. Georg Krücken, gab letztgenannter einen umfassenden Überblick über Stand und Perspektiven des KOAB-Projektes. Weitere Themen waren die Frage nach einem Zusammenhang zwischen der Bearbeitungsdauer eines Fragebogens und der Anzahl an Dropouts sowie die Entwicklung von Gütekriterien für den KOAB-Fragebogen. Besonders der zweitgenannte Punkt ist für die Universität Freiburg als teilnehmende Hochschule von besonderem Interesse. Denn nur wenn die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität im Fragebogen gewährleistet sind, kann mit Sicherheit von einer hohen Qualität der erhobenen Daten ausgegangen werden. Da die Überprüfung der Gütekriterien von Fragebögen einen aufwendigen und zeitintensiven wissenschaftlichen Prozess darstellt, ist mit Ergebnissen erst ab Frühjahr 2016 zu rechnen.

Auch während der nächsten beiden Tage standen die zahlreich stattfindenden Vorträge und Panels einerseits im Zeichen von Themen, die den konkreten Befragungsprozess und das Befragungsinstrument betreffen. Besonders spannend erschien in diesem Zusammenhang die vorgestellte Schwerpunktsetzung für die kommende Absolvent_innenbefragung im Bereich „Soziale Ungleichheit“ und die damit einhergehenden negeneration HAuen Fragebogeninhalte. Andererseits stand die Frage im Mittelpunkt, wie die im Kooperationsprojekt erhobenen Befragungsdaten sowohl in der Hochschuladministration als auch in der Hochschulforschung genutzt werden können. So wurden von Projektkoordinator_innen aus verschiedenen Hochschulen Anwendungsbeispiele für die Befragungsdaten im Kontext von Career-Service und Qualitätsentwicklung vorgestellt. Aber auch die Mitarbeiter_innen des INCHER-Kassel nutzen die Gelegenheit, ihre Projekte aus dem Bereich der Hochschulforschung vorzustellen und auf die Wichtigkeit einer breiten und fundierten Datenbasis als Grundlage für eine erfolgreiche und erkenntnisbringende Forschung hinzuweisen. Interessierten sei in diesem Zusammenhang der von Choni Flöther und Georg Krücken in diesem Jahr herausgegebene Sammelband „Generation Hochschulabschluss: Vielfältige Perspektiven auf Studium und Berufseinstieg“ zur Lektüre empfohlen.

Rückblickend waren beide Tagungen vor allem durch ihren perspektivischen und thematischen Doppelcharakter gewinnbringend. Es wurden sowohl konkrete inhaltliche und methodische Fragen zur Durchführung einer Absolventenbefragung diskutiert und beantwortet, als auch ein horizonterweiternder Blick auf Stand, Trends und Möglichkeiten wissenschaftlicher Absolventenforschung ermöglicht. Besonders anregend und spannend war jedoch der Austausch mit vielen der 90 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Hochschulen Deutschlands. Die Tagung bot eine seltene Gelegenheit, landesweit Kontakte zu WissenschaftlerInnen und HochschulmitarbeiterInnen zu knüpfen, die im Bereich Absolventenforschung arbeiten. Es konnten nicht nur Erfahrungen zum konkreten Vorgehen vor und während der Feldphase oder zur Berichtserstellung sondern auch so mancher kleine Trick und Kniff für die statistische Datenauswertung ausgetauscht werden.

Thema: Mitbringsel, News & Ausschreibungen | Schreiben Sie den ersten Kommentar

Fächerberichte der Zentralen Befragungen sind online

Dienstag, 17. März 2015 | Autor/in:

Befragungen Screenshot86 Einzelberichte auf Lehreinheits- bzw. Fakultätsebene sowie Stellungnahmen der StudiendekanInnen können ab sofort universitätsintern eingesehen werden

Nachdem im Dezember 2014 eine Klausur der StudiendekanInnen, deren StudiengangskoordinatorInnen und der Mitglieder der Senatskommission für Studium & Lehre unter der Leitung von Prorektorin Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger stattfand, konnten die freigegebenen und dort diskutierten Ergebnisberichte der Zentralen Befragungen nun veröffentlicht werden. Die StudiendekanInnen hielten für Ihren Fachbereich Positives, Negatives und daraus abgeleitete Folgeprozesse fest, die ebenfalls als PDF-Dateien zur Verfügung stehen.

Im Herbst 2012 sowie im Sommer 2013 wurden knapp 4000 AbsolventInnen sowie alle Studierenden und alle Lehrenden der Universität Freiburg gebeten, ihre Meinung zur Qualität von Studium und Lehre abzugeben. Über ein Drittel der Angeschriebenen nahmen an den Online-Befragungen teil.

Kommenden Herbst sollen erneut Absolventinnen und Absolventen der Universität Freiburg die Möglichkeit erhalten, ihr Studium retrospektiv zu bewerten. Auch werden im Sommer 2016 alle derzeit eingeschriebenen Studierenden eingeladen, den Fragebogen zur Studienqualität auszufüllen, um die Ergebnisse und Entwicklungen innerhalb der letzten drei Jahre festzustellen. Die Universität ist stets an einer Qualitätssicherung und -verbesserung interessiert, was allerdings der Mitwirkung der Betroffenen und des offenen Diskurses bedarf.

Die Abteilung Lehrentwicklung, die für die Befragungen zuständig ist, freut sich, wenn die eingestellten Dokumente gelesen und genutzt werden und steht für Anregungen und Kritik gerne zur Verfügung.

Hier finden Sie den Link zu den universitätsinternen Berichten 2014.

Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation | Schreiben Sie den ersten Kommentar

Befragungen und erste Antworten

Mittwoch, 17. Dezember 2014 | Autor/in: und 

Zentrale Befragungen IUnter Federführung des Prorektorats für Studium und Lehre und vorbereitet durch die Abteilung Lehrentwicklung, fand am Montag den 08.12.2014 eine ganztägige Klausurtagung unter dem Titel „Zentrale Befragungen – Einordnung und Folgeprozesse“ statt. Neben der Prorektorin Frau Prof. Dr. Besters-Dilger und dem Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung sowie Vertreterinnen der Stabsstelle für Rechtsangelegenheiten mit Bezug zu Studium und Lehre, waren nahezu alle Studiendekan_innen der Universität Freiburg und jeweils Verantwortliche aus den Studienbüros und Studienkoordinator_innen vertreten. Auch die Senatskommission für Studium und Lehre war durch die Teilnahme zahlreicher Mitglieder repräsentiert.

Ziel des Tages war eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Ergebnissen der zentral durchgeführten Befragungen aller Studierenden, aller Lehrenden sowie der Absolvent_innen des Abschlussjahrganges 2010/11. Als Grundlage der Diskussionen dienten die drei universitätsumfassenden Gesamtberichte und 86 Einzelberichte auf Ebene der Lehreinheiten bzw. der Fakultäten, die den Studiendekan_innen, Studienbüros und Studienkommissionen im Vorfeld der Tagung durch das Befragungsteam zur Verfügung gestellt wurden.
Nachdem die Senatskommission für Studium und Lehre ihre Sicht auf die Ergebnisse der Gesamtberichte dargelegt hatte, nahmen die Studiendekan_innen zu den Befragungsergebnissen der ihnen zugeordneten Fächer Stellung. Jeder Fachbereich konnte mithilfe von drei Präsentationsfolien auf die Stärken und Schwächen sowie auf daraus abgeleitete Folgeprozesse im jeweiligen Fachbereich Bezug nehmen. Neben vielen Gemeinsamkeiten bei den Stärken und Schwächen, die auf Grundlage der Befragungsergebnisse in den einzelnen Fachbereichen sichtbar wurden, wurden auch zahlreiche, zum Teil überraschende Spezifika der jeweiligen Fächer und Fakultäten deutlich.

Befragungen sollen wiederholt werden

Bei der anschließenden, ausgesprochen konstruktiven Diskussion, wurde die Bedeutung der erhobenen Daten als Grundlage für Verbesserungen der Qualität von Studium und Lehre betont. An dieser Stelle sei allen Absolvent_innen, Studierenden und Lehrenden erneut für die Teilnahme gedankt. Ohne ihre hohe Beteiligung, wären spezifische Fächerauswertungen nicht möglich gewesen. Am Ende der Tagung, die sich während des ganzen Tages durch eine offene und interessierte Atmosphäre auszeichnete, wurde der Vorschlag der Wiederholung der Befragungen der Absolvent_innen und der Studierenden im Dreijahreszyklus zustimmend zur Kenntnis genommen. Auch eine periodische Durchführung der Befragung der Lehrenden wurde als sinnvoll erachtet.
Klausur20141208Um den Stellenwert der Evaluationen zu verdeutlichen und die Umsetzung der Resultate zu sichern, wurde an diesem Tag zudem beschlossen, die Ergebnisse sowie die abgeleiteten Handlungsoptionen der Fächer universitätsintern zu veröffentlichen und sie somit als Anregung für weitere Gespräche in den entsprechenden Gremien gesamtuniversitär zugänglich zu machen.

Das Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung bedankt sich noch einmal bei allen Klausurteilnehmer_innen für den gewinnbringenden Tag. Zusätzlich möchten wir die Gelegenheit nutzen, uns bei allen am Befragungsprozess Beteiligten Mitgliedern der Universität für die produktive Zusammenarbeit der letzten drei Jahre zu bedanken. Wir wünschen uns auch für die Zukunft eine ergebnisorientierte und nachhaltige Qualitätssicherung und -entwicklung im Bereich Studium und Lehre seitens der Fakultäten sowie des Rektorats.
Weitere Informationen und Zugang zu den Dokumenten erhalten Sie bei der Abteilung Lehrentwicklung .

Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation | Schreiben Sie den ersten Kommentar