Von der Theorie in die Praxis: Wie beurteilen Lehramtsabsolvent_innen rückblickend ihr Studium?

Dienstag, 15. Mai 2018 | Autor/in: , und 

Die Befragung der Absolventinnen und Absolventen der Universität Freiburg findet in regelmäßigen Abständen statt, zuletzt im Herbst 2012, 2015 und 2017. Sie ermöglicht es, von ehemaligen Studierenden zu erfahren, wie die Beschäftigungssuche verlief, welche Beschäftigung derzeit ausgeübt wird und ob das Studium zum Erfolg im Berufsleben beigetragen hat. In diesem Artikel werden nun einige Ergebnisse von Lehramtsabsolvent_innen präsentiert.

Foto: Joachim Hirschfeld

An der Befragung der Absolvent_innen 2017 nahmen 113 ehemalige Lehramtsstudierende (Staatsexamen) teil. Dies entspricht einem Viertel aller angeschriebenen Lehramtsabsolvent_innen des Prüfungsjahrs 2016.

Für knapp 40 % der heutigen Lehramtsabsolvent_innen war das Profil ihres jeweiligen Studiengangs wichtig oder gar sehr wichtig für die Entscheidung, ein Studium genau an der Universität Freiburg aufzunehmen. Die Erwartungen der Lehramtsabsolvent_innen wurden offenkundig übertroffen, denn gut drei von vier sind aus heutiger Sicht zufrieden (55 %) oder sehr zufrieden (22 %) mit ihrem Studium an der Universität Freiburg.

Bezüglich der inhaltlichen Verknüpfungen zwischen den Lehrveranstaltungen aus den Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften weisen die Antworten der Lehramtsabsolvent_innen auf Verbesserungspotential hin. Mehrheitlich werden weder zwischen fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Studienanteilen noch zwischen Fachdidaktik und Bildungswissenschaft oder zwischen fach- und bildungswissenschaftlichen Veranstaltungen inhaltliche Verbindungen erkannt. Besonders die letztgenannte Verknüpfung zwischen Fachwissenschaften und Bildungswissenschaften wird hierbei kritisiert. Die Befragten bewerten die Vermittlung von Inhalten der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Ausbildung für das 1. Hauptfach im Vergleich zum 2. Hauptfach als relevanter. Tendenziell schätzen die Befragungsteilnehmer_innen den Anteil an Fachdidaktik, Bildungswissenschaft und Schulpraxis im Studium als eher zu gering und den Anteil an Fachwissenschaft als eher zu hoch ein.

In der zusammenfassenden Betrachtung geben die Lehramtsabsolvent_innen an, dass die praxis- und berufsbezogenen Elemente des Studiums nur mäßig auf das Berufsleben vorbereiten. Dennoch ist eine deutliche Mehrheit der Lehramtsabsolvent_innen mit der beruflichen Situation, in der sie sich ca. ein Jahr bis anderthalb Jahre nach Studienabschluss befinden, zufrieden (siehe Grafik).

Es bleibt abzuwarten, wie sich die erste Abschlusskohorte des polyvalenten 2-Hauptfächer-Bachelor mit Lehramtsoption und anschließendem Master of Education bezüglich ihrer Zufriedenheit äußert. Die Reformierung des Lehramtsstudiums könnte Verbesserungen bezüglich der Vorbereitungen auf das Berufsleben mit sich bringen. Weitere Informationen zur Befragung der Absolventinnen und Absolventen 2017 finden Sie auf der Homepage (www.uni-freiburg.de/go/abs).

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Digitalisierung der Lehre an der Universität Freiburg: Bestandsaufnahme und Ausblick

Dienstag, 24. April 2018 | Autor/in: , und 

In 2017 führte die Abteilung E-Learning im Rechenzentrum im Auftrag der Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Besters-Dilger, unter Studierenden (n= 1298) und Lehrenden (n= 117) eine Online-Befragung zu E-Learning an der Universität Freiburg durch. Erhoben wurden die aktuelle Nutzung, der wahrgenommene Mehrwert, die Motivation für E-Learning sowie die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung der Lehre in den Präsenzstudiengängen. Zudem wurden in den einzelnen Fakultäten strukturierte Interviews u.a. mit Studiendekan*innen (n=22) geführt. Dieser Blogartikel fasst die Ergebnisse der Evaluation zusammen und gibt einen Ausblick auf ein Maßnahmenpaket in den Jahren 2018 – 2020. Darüberhinaus lädt die Prorektorin für Lehre zu einem „Praxistag der digitalen Lehre“ am 03.07.2018 ein.

Aktuelle Nutzung von E-Learning in Präsenzstudiengängen

Fragt man Studierende und Lehrende an der Universität Freiburg nach dem Einsatz von E-Learning in Lehrveranstaltungen, so wird zuerst und von fast allen die Lernplattform ILIAS genannt. Nahezu jede*r Student*in kommt im Laufe des Studium mit ILIAS in Berührung (s. Abb. 1).

Abb. 1: Antworten der Studierenden zur Nutzung von E-Learning-Systemen in ihrem Studium (n = 1298).

Die Plattform wird überwiegend zur Bereitstellung von Literatur, Lernmaterialien und Aufgabenblättern sowie für organisatorische Prozesse wie die Vergabe bzw. Abgabe von Hausarbeiten verwendet. Studierende und Lehrende sprechen diesem Nutzungsszenario einen hohen Mehrwert zu (gestrichelte Linie in Abb. 2).

Abb. 2: Angaben von Lehrenden und Studierenden zur Nutzungsintensität  und dem gesehenen Mehrwert von Online-Werkzeugen zur Bereitstellung von Lernmaterial (links) und zur Elektronischen Dokumentenabgabe (rechts).

Knapp 70% der teilnehmenden Studierenden gaben an, im Zuge ihres Studiums bereits mit Vorlesungsaufzeichnungen gelernt zu haben, wobei es fakultätsbezogen deutliche Unterschiede in der Nutzungsintensität gibt (siehe Abb. 3, links): In der Technischen Fakultät wie in der Medizin, Biologie, Umwelt und Natürliche Ressourcen sowie Chemie und Pharmazie werden Vorlesungsaufzeichnungen recht häufig eingesetzt. Insgesamt weniger zum Einsatz kommen andere videobasierte Lernmaterialien wie Screen- oder Podcasts, animierte Erklärvideos (siehe Abb. 3, rechts). Auch hier finden sich fakultätsspezifisch unterschiedliche Nutzungshäufigkeiten. Die Bereitstellung von videobasiertem Lernmaterial geschieht weitgehend über die Lernplattform ILIAS und in Zusammenspiel mit dem zentralen Universitäts-Videoportal (VIMP) oder öffentlichen Videoportalen wie YouTube oder Vimeo. Dabei ist festzustellen, dass der gesehene Mehrwert bei allen Fakultäten deutlich höher als die derzeitige Nutzung ist.

Abb. 3: Angaben von Lehrenden  und Studierenden zur Nutzungsintensität und dem gesehenen Mehrwert von  Vorlesungsaufzeichnungen (links) und videobasiertem Lehrmaterial (rechts).

Gesamtuniversitär wenig verbreitet sind bisher automatisierte Feedbackmechanismen (wie E-Tests, Abb. 4, rechts) oder kompetenzorientierte Prüfungsformate (wie E-Portfolios, siehe Abb. 4, links). Beiden wird allerdings ebenfalls ein deutlicher Mehrwert zugeschrieben.

Abb. 4: Angaben von Lehrenden und Studierenden zur Nutzungsintensität und dem gesehenen Mehrwert von E-Portfolios (links) und Elektronischen Wissenstests (rechts).

Viele Studierende greifen im Studium auf universitätsexterne Werkzeuge und Plattformen zurück, so z.B. auf Angebote von Google und Facebook (55%) oder externe Cloud-Dienste wie OneDrive oder Dropbox (62%). Auch die Lehrenden experimentieren für die Gestaltung ihrer Lehre teilweise mit der Nutzung externer Dienste (24%) wie Cloudsysteme oder Skype (s. Abb. 1).

Insgesamt setzen die teilnehmenden Lehrenden ihre Lehre durchschnittlich zu 35% mittels E-Learning-Inhalten um. Dies deckt sich mit der Einschätzung der Studierenden (38%). Zwei Drittel der Studierenden sind mit dem momentanen E-Learning-Einsatz zufrieden (66,7%). Allerdings ist der gesehene Mehrwert bei allen abgefragten E-Learning-Werkzeugen teils deutlich höher als der tatsächliche Einsatz.

Einstellungen und Wünsche zu E-Learning

Fragt man die Studierenden und Lehrenden nach den Vorteilen von E-Learning, werden u.a. orts- und zeitunabhängiges, selbstgesteuertes Lernen, einfachere Verfügbarkeit von Lernmaterialen und individuelle Anpassung an unterschiedliche Lerntypen genannt. Studierende halten E-Learning ergänzend zur Präsenzlehre zur Vor-und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen für sinnvoll. Sie wünschen sich vor allem dauerhaft abrufbare Vorlesungsaufzeichnungen, Livestreams oder Podcasts sowie eine bessere digitale Verfügbarkeit von Literatur über die zentrale Lernplattform ILIAS. Des Weiteren würden sie gerne häufiger Tests, Übungen oder Quizzes über ILIAS durchführen. Einen Ersatz von Vorlesungen durch ein netzbasiertes Selbststudium lehnen sie jedoch mehrheitlich ab. Sie befürchten hier einen Rückgang der sozialen Kontakte zu den KommilitonInnen und Lehrenden.
Lehrende wünschen sich vor allem mehr praktische Unterstützung bei der Realisierung von didaktisch fundierten E-Learning-Formaten sowie bei der Medienproduktion, eine bessere technische Ausstattung sowie zeitliche und finanzielle Anreize bzw. Ressourcen, z. B. eine Anrechnung des Zeitaufwandes auf das Lehrdeputat. Mehrfach wurde genannt, dass die Digitalisierung der Lehre in eine klare Hochschulstrategie eingebunden werden muss. Die Interviewparter*innen in den Fakultäten unterstützten zum Großteil diese Forderungen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Digitalisierung der Lehre, hinsichtlich organisatorischer Prozesse an der Universität Freiburg bereits weit fortgeschritten ist. Das didaktische Potenzial begleitender digitaler Lehrformate wird jedoch in den Präsenzstudiengängen bisher nicht ausgeschöpft.
Abgesehen von einigen sehr guten Leuchtturmprojekten, durchgeführt im Rahmen von Projektförderungen oder von einzelnen, hochmotivierten Lehrenden, u.a. Teilnehmende des E-Learning Qualifizierungsprogramms, wird E-Learning derzeit kaum mit dem klaren Ziel einer erhöhten Flexibilisierung des Studium, zur Unterstützung der Heterogenität der Studierenden oder zur Förderung von selbstgesteuertem Lernen eingesetzt. Es gibt bisher auch nur eine geringe Anzahl zielgerichteter Angebote zur Unterstützung der Studieneingangsphase. Hierbei fehlt es den Lehrenden vor allem an zeitlichen und materiellen Ressourcen sowie an praktischen Unterstützungsstrukturen, die zur Erarbeitung von sinnvollen didaktischen Szenarien notwendig sind. Es ist noch Luft nach oben, die innovativ und kreativ gefüllt werden soll.

Maßnahmen zur Unterstützung von Lehrenden und Studierenden 2018 – 2020

Das Rektorat der Universität Freiburg hat auf Initiative der Prorektorin Prof. Dr. Besters-Dilger 155.000€ für Maßnahmen zur Förderung der Digitalisierung der Lehre in den Jahren 2018-2020 zur Verfügung gestellt. Schwerpunkte der Förderung liegen auf unterstützenden Maßnahmen in der  Studieneingangsphase in Bachelorstudiengängen, der Unterstützung von Lehrenden und dem Ausbau der technischen Infrastruktur zur Umsetzung digitaler Blended-Learning-Szenarien, Aufzeichnung und Übertragung von Vorlesungen und zur Förderung studentischer Lerngruppen.

Am 3. Juli 2018 wird ein Praxistag Digitale Lehre im Paulussaal stattfinden, auf dem neben Impulsreferaten zu bereits bestehenden digitalen Lehrformaten auch die bestehenden Unterstützungsstrukturen, sowie Beratungseinrichtungen und die verfügbare Infrastruktur vorgestellt werden. Lehrende und Studierende sind eingeladen, sich mit Beiträgen am Praxistag zu beteiligen (zum Call for Participation).

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Resilienzorientiertes und praxisbezogenes Modell zur Verringerung der Abbruchquote in den MINT-Fächern

Montag, 2. Januar 2017 | Autor/in:

Zu Be­ginn ihres Stu­di­ums be­su­chen MINT-Stu­die­ren­de lern­in­ten­si­ve grund­le­gen­de Lehr­ver­an­stal­tun­gen, um sich, auf­bau­end auf die­sem Grund­la­gen­wis­sen, im wei­te­ren Stu­di­en­ver­lauf zu spe­zia­li­sie­ren. Die­ser Stu­di­en­auf­bau ver­hin­dert al­ler­dings, sich im ers­ten Se­mes­ter mit den reiz­vol­le­ren Stu­di­en­in­hal­ten des Fa­ches zu be­fas­sen, wel­che erst ab dem zwei­ten oder spä­te­ren Se­mes­ter er­fol­gen. Wei­ter­hin kön­nen fach­lich-aka­de­mi­sche Denk­mus­ter des Fa­ches nicht an das schu­li­sche Wis­sens- und Kom­pe­tenz-Re­ser­voir der Stu­die­ren­den an­knüp­fen. Die Mo­ti­va­ti­on zum Durch­hal­ten ist schwer­lich zu hal­ten, Stu­di­en­fach­wech­sel oder Stu­di­en­ab­brü­che sind die Folge.
Nach Ana­ly­se die­ser Pro­blem­la­ge wurde eine pra­xis­be­zo­ge­ne Ge­stal­tung der Stu­di­en­ein­gangs­pha­se als In­ter­ven­ti­on ent­wi­ckelt und in der Bio­ma­the­ma­tik er­probt. Das Sys­tem fo­kus­siert ge­zielt auf fach­spe­zi­fi­sche Be­dürf­nis­se Erst­se­mes­ter­stu­die­ren­der der Bio­ma­the­ma­tik und bie­tet die­sen durch ihren pra­xis­na­hen An­satz be­reits eine Per­spek­ti­ve auf die For­schungs- und Ak­ti­vi­täts­viel­falt, Ar­beits- und Denk­wei­sen sowie Em­ploya­bi­li­ty-An­for­de­run­gen des Fa­ches.

An­satz: Resi­li­enz pra­xis­be­zo­gen för­dern

Stu­die­ren­de, die über einen hö­he­ren Grad an Resi­li­enz ver­fü­gen, be­wäl­ti­gen die ty­pi­schen Schwie­rig­kei­ten des ers­ten Se­mes­ters, ob­wohl sie im Ver­gleich zu ihren Kom­mi­li­to­nin­nen und Kom­mi­li­to­nen keine her­aus­ra­gen­den Vor­leis­tun­gen auf­wei­sen. Hier­aus lässt sich ab­lei­ten, dass ein hoher Grad an Resi­li­enz der Frus­tra­ti­on des ers­ten Stu­di­en­se­mes­ters ge­gen­über zu for­cie­ren ist, um we­ni­ger oder non-resi­li­en­te Stu­die­ren­de in ihrer per­sön­li­chen Stu­di­en­ver­bleibs­mo­ti­va­ti­on zu stär­ken. Aus­ge­hend von die­ser An­nah­me einer Stei­ge­rung der Stu­di­en­ver­bleibs­mo­ti­va­ti­on mit­tels Trans­pa­renz der mit Aus­dau­er über­wind­ba­ren Stu­di­en­hür­den des ers­ten Se­mes­ters kön­nen eine Stär­kung der in­di­vi­du­el­len Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Fach sowie die Ent­wick­lung einer lang­fris­ti­gen Per­spek­ti­ve auf be­rufs­be­zo­ge­ne Qua­li­fi­ka­tio­nen för­der­lich wir­ken.
Die be­ruf­li­chen Per­spek­ti­ven für Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten des Stu­di­en­gangs Bio­ma­the­ma­tik sind at­trak­tiv, wie aus Alum­ni- und Alum­nae-Kon­tak­ten, -In­ter­views und -Vor­trä­gen zu schluss­fol­gern ist. Ähn­lich ge­stal­tet es sich in den an­de­ren MINT-Fä­chern. Es soll­te daher ver­hin­dert wer­den, dass MINT-Stu­die­ren­de ihr Stu­di­um zu einem Zeit­punkt ab­bre­chen, an dem sie noch nicht ein­zu­schät­zen ver­mö­gen, was ihr Fach aus­zeich­net und wel­che Spe­zia­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten sich ihren Nei­gun­gen bie­ten. Zur För­de­rung einer kon­ti­nu­ier­li­chen Stu­di­en­ver­bleibs­mo­ti­va­ti­on er­scheint es un­ab­ding­bar, mög­lichst früh­zei­tig einen pra­xis­be­zo­ge­nen Ein­blick zu ver­mit­teln, um zu ge­währ­leis­ten, dass die Ent­schei­dung für oder gegen einen Stu­di­en­ab­bruch/-wech­sel hin­rei­chend fun­diert ist. An­dern­falls wan­dern be­nö­tig­ter wis­sen­schaft­li­cher Nach­wuchs sowie zu­künf­ti­ge Fach­kräf­te  der MINT-Fä­cher auf Grund von Des­in­for­ma­ti­on in an­de­re Dis­zi­pli­nen ab, ohne je eine ad­äqua­te Ent­schei­dungs­fin­dung voll­zo­gen zu haben.
Zur Lö­sung der dar­ge­leg­ten Pro­blem­stel­lung zeich­ne­te sich kon­kre­ter Hand­lungs­be­darf zur Un­ter­stüt­zung der Erst­se­mes­ter­stu­die­ren­den der Bio­ma­the­ma­tik ab. Es ent­stand ein fach­spe­zi­fi­sches Sys­tem zur pra­xis­be­zo­ge­nen und iden­ti­fi­ka­ti­ons­för­der­li­chen Stu­di­en­ein­gangs­pha­sen­ge­stal­tung, das unter dem Namen „Auf Dar­wins Spu­ren“ fir­miert und eine In­te­gra­ti­on pra­xis­be­zo­ge­ner Ele­men­te in der Stu­di­en­ein­gangs­pha­se vor­sieht, um die Iden­ti­fi­ka­ti­on der Stu­die­ren­den mit dem Fach Bio­ma­the­ma­tik ge­zielt zu stär­ken. Das Sys­tem ver­ge­gen­wär­tigt be­reits im ers­ten Se­mes­ter be­rufs­be­zo­ge­ne Kom­pe­tenz­fel­der und ver­mit­telt Stu­di­en­kom­pe­ten­zen, um sich in dem an­wen­dungs­be­zo­ge­nen Stu­di­en­gang spe­zia­li­sie­rend zu ent­fal­ten. Neben Pra­xis­ein­bli­cken und einem per se op­ti­mier­ten Be­treu­ungs­ver­hält­nis zwi­schen Stu­die­ren­den und Lehr­per­so­nal fin­den wei­te­re Kom­pen­sa­ti­ons­in­stru­men­te Be­rück­sich­ti­gung.

Fazit

Das hier skiz­zier­te Mo­dell eines ge­eig­ne­ten fach­spe­zi­fi­schen Um­gangs mit Erst­se­mes­ter­stu­die­ren­den soll dazu an­re­gen, in MINT-Fä­chern eine pra­xis­be­zo­ge­ne Stu­di­en­ein­gangs­pha­sen­ge­stal­tung zur För­de­rung der Resi­li­enz auch dann in Be­tracht zu zie­hen, wenn eine ge­ziel­te Qua­li­fi­zie­rung der Stu­die­ren­den ab dem ers­ten Se­mes­ter an­ge­strebt wird, al­ler­dings aus Ka­pa­zi­täts­grün­den keine dem ei­gent­li­chen Ba­che­lor­stu­di­um Ein­füh­rungs­pha­se nach dem „Null-Se­mes­ter“-Mo­dell (vgl. „Leu­pha­na Se­mes­ter“, Leu­pha­na Uni­ver­si­tät, 2016; Schle­gel, Hüb­ner & Fi­dor­ra, 2014, S. 2) um­zu­set­zen ist.
Zur Re­du­zie­rung der Ab­bruch­quo­te in MINT-Fä­chern lohnt der Blick auf non-resi­li­en­te Stu­die­ren­de. Einen pra­xis­ori­en­tier­ten Aus­blick auf be­ruf­li­che Per­spek­ti­ven als pro­ba­tes Mo­ti­va­ti­ons­re­ser­voir kann  in Be­tracht ge­zo­gen wer­den, um der Ziel­grup­pe eine kon­stan­te Stu­di­en­mo­ti­va­ti­on zu er­mög­li­chen. Die Leh­ren­den-Stu­die­ren­den-Be­zie­hung bie­tet dar­über hin­aus wei­te­res Po­ten­zi­al zur mo­ti­va­tio­na­len Un­ter­stüt­zung.

Weitere Informationen und Vollbeitrag zum resilienzorientierten und praxisbezogenen Studieneingangsphasen-Modell sind in der Publikationsreihe „Greifswalder Beiträge zur Hochschullehre“, Ausgabe 1/2016, Wissenschaft und Beruf in der polyvalenten Lehre, S. 22-33 veröffentlicht.

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Ein OSA ist ein OSA

Dienstag, 9. September 2014 | Autor/in: und 

Zum Glück sind die Freiburger Online Studienwahl Assistenten (OSAs) keine diagnostisch orientierten Online-Studienselbsttests. Denn diese erfüllen ihren Zweck gemäß einer Meldung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft überwiegend mehr schlecht als recht.

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Quiz zu Studiensituationen im OSA Geowissenschaften

Diagnostisch orientierte Studienselbsttests setzen ihren Fokus auf die Interessen und Fähigkeiten ihrer Nutzer/innen, um ihnen anschließend passende Studiengänge vorzuschlagen. Unsere OSAs dagegen informieren über einzelne Studienfächer. Grundgedanke dabei ist, dass Studieninteressierte besser herausfinden können, ob sie zu einem Fach passen, wenn sie möglichst gut darüber Bescheid wissen. Deshalb beschreiben wir in unseren OSAs auch nicht nur Inhalte und Aufbau der Studiengänge, sondern machen auch auf typische Schwierigkeiten und falsche Vorstellungen aufmerksam und lassen Lehrende und Studierende der Fächer zu Wort kommen.

„Wir sind froh über die OSAs, weil sie unser Orientierungsangebot hervorragend ergänzen“, sagt Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer. weiter…

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Blackbox Selbststudium: Mehr Kontrolle?

Mittwoch, 18. Juni 2014 | Autor/in: , und 

Beitragsreihe_Selbststudium

Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im IDA-Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken. Im Folgeprojekt (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig vor.

Eine weitere für Dozierende naheliegende Idee zur Reduktion der Prokrastination ist das regelmäßige Abprüfen der Lernerfolge. In unserer Studie verglichen wir wöchentliche mit monatlichen Lernerfolgskontrollen durch den Dozenten. Die Studierenden erhielten jede Woche Testaufgaben, die sie entweder direkt nach einer Woche oder gesammelt am Ende eines Monats abgeben mussten. Während sich Prokrastination und Stresserleben der Studierenden kaum voneinander unterschieden, zeigten die Studierenden in der Gruppe mit monatlicher Abgabefrist eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung, was typischerweise auch mit höherer Motivation und besseren Lernerfolgen verbunden ist. Studierende in der Gruppe mit wöchentlichen Tests gaben in Selbstbeobachtungstagebüchern an, vermehrt Planungs-, Selbstbeobachtungs- und Selbstreflexionsaktivitäten (metakognitive Strategien) zu verwenden. Allerdings zeigten sich keine Unterschiede in Hinblick auf das Prokrastinationsverhalten, d.h. Studierende mit wöchentlichen Abgabefristen der Testaufgaben prokrastinierten nicht weniger als Studierende mit monatlicher Abgabefrist.

Fazit
Insgesamt zeigte sich in unseren Interventionsstudien zur Reduktion des Prokrastinationsverhaltens, dass die Förderung der Selbstregulation der Studierenden Maßnahmen zur Erhöhung der Kontrolle und der Fremdregulation überlegen war. Dabei kann die Förderung der Selbstregulation von strategieaktivierender Lehre, über die Förderung der Selbstbeobachtung bis hin zu konkreten Strategietrainings reichen.

In vorangegangenen Artikeln dieser Beitragsreihe betrachten wir folgende Aspekte:

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Blackbox Selbststudium: Gestaltung von Tutorien

Mittwoch, 28. Mai 2014 | Autor/in: , und 

Beitragsreihe_Selbststudium

Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im IDA-Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken. Im Folgeprojekt (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig vor.

Im Rahmen des Projekts wurde eine Studie durchgeführt, in der verschiedene Formen von Tutoraten im Rahmen einer Statistikveranstaltung in Hinblick auf die Verbesserung der Lernmotivation verglichen wurden. Neben dem klassischen Format (gemeinsames Lösen und Besprechen von Aufgaben), wurden Tutorate angeboten, in denen die Studierenden die Inhalte mit Hilfe von ausgearbeiteten Lösungsbeispielen bearbeiteten:

Loesungsbeispiel

Beispielaufgabe mit Lösungsbeispiel (Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern)

Beim Lernen mit Lösungsbeispielen erarbeiten sich die Studierenden anhand ausgearbeiteter, kommentierter Lösungsbeispiele den Lösungsweg selbst. Lernen mit Lösungsbeispielen führt in der Regel zu flexiblerem, nachhaltigerem Wissen (Salden, Koedinger, Renkl, Aleven, & McLaren, 2010). In Bezug auf die Lernmotivation und die Reduktion des Prokrastinationsverhaltens zeigte sich, dass die Studierenden in der Gruppe mit Lösungsbeispielen motivierter waren, regelmäßig am Tutorat teilzunehmen. Auf diese Weise beschäftigten Sie sich schon lange vor der Klausur intensiv mit den Lerninhalten. Studierende, die das klassische Tutorat besuchten, nutzten diese hauptsächlich direkt vor der Klausur. Die regelmäßigere Teilnahme am Tutorat mit den Lösungsbeispielen führte schließlich zu besseren Lernergebnissen. Insgesamt wurden die Tutorate, in denen mit Lösungsbeispielen gearbeitet wurde, auch besser evaluiert (Zufriedenheitsevaluation durch die Studierenden). Um Studierende in ihrem Lernprozess optimal zu unterstützen, können also didaktisch anspruchsvolle Tutorate mit Lösungsbeispielen eine sinnvolle und auch effektivere Unterstützungsmaßnahme sein.

In weiteren Artikeln dieser Beitragsreihe betrachten wir folgende Aspekte:

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Blackbox Selbststudium: Aktivierende Lehre in großen Veranstaltungen

Mittwoch, 21. Mai 2014 | Autor/in: , und 

Beitragsreihe_Selbststudium

Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im IDA-Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken. Im Folgeprojekt (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig vor.

Um sich selbst als kompetent zu erleben, sollten Studierende erfahren, dass sie ihre Ziele erreichen können. Hierfür kann man wie in vorigem Beitrag beschrieben Studierende in der Nutzung von Lernstrategien trainieren. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Nutzung lernförderlicher Strategien durch aktivierende Lehre anzuregen. In einem Experiment wurde untersucht, ob Lernstrategien auch durch die Gestaltung einer Vorlesung angeregt werden können. Es zeigte sich, dass Studierende die sich eine aktivierende Vorlesung anhörten, motivierter waren und angaben sich intensiver mit dem Lernstoff zu beschäftigen.

Einige, auch in Großveranstaltungen mit sehr vielen Studierenden, leicht umzusetzende Möglichkeiten Lernstrategien anzuregen sind:

Stellen von Fragen oder Arbeitsaufträgen zum Inhalt, die zur Organisation (Strukturierung) und Elaboration (Verknüpfung mit dem Vorwissen) der Inhalte anregen:

  • Welche Beispiele fallen Ihnen ein, die die Lerninhalte verdeutlichen?
  • Formulieren Sie in eigenen Worten die drei zentralsten Erkenntnisse/Aspekte aus der heutigen Sitzung.
  • Veranschaulichen Sie die Ergebnisse kurz graphisch.
  • Visualisieren Sie die inhaltlichen Beziehungen der wichtigsten Begriffe in einer Concept-Map, die Sie im Laufe der Vorlesung zunehmend erweitern.

Diese Fragen können auch jeweils im Dialog mit dem Sitznachbarn beantwortet werden. Auch das Präsentieren von Schaubildern und Diagrammen in Verbindung mit diesen Fragen kann Lernstrategien aktivieren.

Stellen von Fragen zur Relevanz und zum Verständnis der Inhalte:

  • Inwiefern ist das Thema für Sie persönlich relevant?
  • Wo bzw. bei welchen Aufgabenstellungen können Sie ihr neues Wissen anwenden?
  • Bitte reflektieren Sie kurz, welche offenen Fragen Sie noch haben.
In weiteren Artikeln dieser Beitragsreihe betrachten wir folgende Aspekte:

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Blackbox Selbststudium: Selbstbeobachtung des eigenen Prokrastinationsverhaltens

Mittwoch, 7. Mai 2014 | Autor/in: , und 

Beitragsreihe_Selbststudium

Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im IDA-Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken. Im Folgeprojekt (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig vor.

Selbstbeobachtung

In mehreren Studien zur Wirkung von grafischem Feedback des selbst dokumentierten Prokrastinationsverhaltens zeigte sich, dass Studierende in der Lage sind, selbstständig ihr Lernen zu optimieren, wenn sie darin unterstützt werden, ihr Prokrastinationsverhalten über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten. Hierzu führten sie ein webbasiertes Lerntagebuch, in welchem eine grafische Rückmeldung (Liniendiagramm, siehe Bild) zu ihrem Prokrastinationsverhalten integriert war. Diese grafische Rückmeldung wirkte sich nicht nur positiv auf den Rückgang des Prokrastinationsverhaltens aus, sondern auch auf die vermehrte Nutzung von lernförderlichen Strategien (Wäschle et al., submitted). Das so optimierte Lernverhalten führte zu einer Stressreduktion auf Seiten der Studierenden.

In weiteren Artikeln dieser Beitragsreihe betrachten wir folgende Aspekte:

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Blackbox Selbststudium: Setzen geeigneter Lernziele

Mittwoch, 23. April 2014 | Autor/in: , und 

Beitragsreihe_Selbststudium

Irrationale Prokrastination (d.h. das Aufschieben von wichtigen Aufgaben) im universitären Kontext wirkt sich häufig negativ auf den Lernprozess, den Lernerfolg und das Wohlbefinden aus. Im Projekt Blackbox Selbststudium konnten wir dynamische Zusammenhänge zwischen Prokrastination, Misserfolgserleben und geringer Kompetenzwahrnehmung aufdecken (Wäschle, Allgaier, Lachner, Fink, & Nückles, 2014). Im Projekt „’Morgen, morgen, nur nicht heute…!‘ Konstruktive Modulgestaltung als Mittel zur Verminderung von Prokrastinationsverhalten und Prüfungsstress“ (IDA 2012) war es unser Ziel, leicht umsetzbare Interventionsmöglichkeiten abzuleiten und zu evaluieren. Dabei wurden sowohl Interventionen beleuchtet, die bei den Lernenden ansetzen als auch solche, die Veränderungen in der Lehre beinhalteten. In dieser Beitragsreihe stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten überblicksartig dar.

Sogenannte metakognitive Lernstrategien erlauben es Studierenden, ihren eigenen Lernprozess zu planen, zu überwachen und zu bewerten. So lassen sich Konsequenzen ableiten, die zu Verminderung unerwünschten Verhaltens und zur Festigung lernförderlichen Verhaltens führen. (Für mehr Informationen siehe auch unseren früheren Blogbeitrag). Eine zentrale metakognitive Lernstrategie ist das Setzen sinnvoller und konkreter Lernziele (Zimmerman, 2002).
Lernziele beschreiben die gewünschten Ergebnisse eines Lernprozesses vor dem Lernprozess. Im Lernprozess selbst übernehmen sie dann ganz unterschiedliche Funktionen: weiter…

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Call for Papers – Forschendes Lehren und Lernen in der polyvalenten Lehre

Freitag, 18. Oktober 2013 | Autor/in:

Gerne möchten wir Sie auf die neue Reihe Greifswalder Beiträge zur Hochschullehre und den dazugehörigen Call for Papers aufmerksam machen.
Die Greifswalder Beiträge erscheinen zweimal jährlich. Im Turnus von Wintersemester und Sommersemester widmet sich jede Ausgabe einem anderen Schwerpunkt polyvalenter Lehre in jeweils drei Rubriken. Heft 1/2013 führt in die Thematik polyvalenter Lehre ein.

Polyvalent bedeutet in diesem Zusammenhang, dass eine Lehrveranstaltung gleichzeitig für Studierende unterschiedlicher Studiengänge angeboten wird. Polyvalente Lehre fordert einerseits Ansätze zu Heterogenität, Diversity und Inklusion heraus, bedarf andererseits aber auch der Fokussierung auf Qualifikations- und Lernziele, zu erwerbende fachliche und überfachliche Kompetenzen sowie Studierbarkeit und Studienerfolg.

Die nächste Ausgabe (1/2014) fokussiert auf Forschendes Lehren und Lernen in der polyvalenten Lehre. In dieser Publikation sollen Ihre Forschungs- und Arbeitsergebnisse, Konzepte, Erfahrungen, Stellungnahmen und Meinungen zu einer kritischen Diskussion beitragen.

Gesucht werden Ihre Beiträge (theoretische Konzepte, wissenschaftliche (Meta-)Studien, Literaturarbeiten, Beiträge zu Bester oder Guter Praxis etc.) für die Rubriken “Wissenschaftliche Beiträge“ und „Über den Ryck geschaut“ zu folgenden Themen:

  1. Polyvalenz – Potenziale für das Lehren und Lernen
  2. Forschendes Lehren und Lernen in der polyvalenten Lehre
  3. Didaktische und methodische Gestaltung polyvalenter Lehre

Den ausführlichen Call for Papers finden Sie hier.
Wir freuen uns über Ihre Abstracts (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen) bis zum 20.11.2013 an bologna@uni-greifswald.de

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