Von Fach zu Fach und von der Spitze in die Breite – Fachtagung „Lehr- und Lernformen“ des Qualitätspakt Lehre

Freitag, 17. Juli 2015 | Autor/in:

Leipzig - vor der Nikolaikirche Foto: Krämer-McCaffery

Leipzig – vor der Nikolaikirche Foto: Krämer-McCaffery

Um die 270 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland trafen sich am 25. und 26. Juni  zur jährlichen Qualitätspakt Lehre-Fachkonferenz „Lehr- und Lernformen“  in Leipzig. Vom QPL-Projekt „Windows für Higher Education“ der Uni Freiburg nahmen Simon Büchner vom University College Freiburg und ich an der Tagung teil, ebenfalls aus Freiburg anwesend war Marianne Giesler aus der medizinischen Fakultät für das Verbundvorhaben „Kompetenzorientiert lernen, lehren und prüfen in der Medizin“.
Wie der Titel der Konferenz „Lehr- und Lernformen“ schon sagt, wurde auf  der Tagung thematisiert, durch welche (innovativen) Lehrformate die Lernprozesse bei den Studierenden optimal angeregt werden können. Da diese Prozesse in verschiedenen Fächern auch unterschiedlich ablaufen können, gab es am ersten Tag Workshops für den fachspezifischen Einsatz von Lehr- und Lernformen. Mich interessierte bei dieser Konferenz besonders, welche Lehr- und Lernformate gerade in den „Massenfächern“ wie Jura oder VWL hilfreich sein könnten, so hatte ich mich für den Workshop 5 für die Fächergruppen „Rechts- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ eingetragen. Geleitet wurde der Workshop von Prof. Dr. Isabell von Ackeren (die auch die „Keynote“ an diesem Tag hielt), Prof. Erwin Amann und Patrick Hintze. In drei Praxisbeispielen  wurde insbesondere die Rolle von „Blended-Learning“-Ansätzen  dargestellt.
Besonders fasziniert hat mich das Beispiel von Prof. Amann aus den Wirtschaftswissenschaften (Duisburg-Essen), der es auch in einer Massenvorlesung von über 500 Studierenden mit einem Mix aus diversen Instrumenten schafft, die Studierende zu aktivieren und besonders für das Selbstlernen zu motivieren. Er setzt z.B. Einstiegsvideos ein, die auch schon vor der Vorlesung verfügbar sind, um die Heterogenität der Studierenden hinsichtlich ihrer Vorkenntnisse etwas abzumildern. Durch regelmäßige, freiwillige und individualisierte Online-Testate mit Feedbackfunktion, mit denen die Studierenden Bonuspunkte zur Verbesserung ihrer Note bekommen können, werden die Studierenden zum regelmäßigen Lernen aktiviert und bekommen Feedback zu ihrem Lernstand, wodurch sich auch die Ergebnisse der Abschlussklausur deutlich verbessern. Durch Tutoren (und auch dem Lehrenden) moderierte Facebookgruppen  sorgen für Diskussionsmöglichkeiten und bieten Anregung und Unterstützung. Insgesamt für mich ein Beispiel dafür, dass  die Motivierung und Aktivierung der Studierenden auch bei großen Lehrveranstaltungen möglich ist!

Leipzig- QPL-Visualisierung5
Am zweiten Tag der Tagung ging es mehr um fächerübergreifende Themen wie z.B. das Thema Qualitätsstandards und Lehrevaluation oder wie die Verbindung zwischen Theorie und Praxis gelingt. In meinem Workshop wurde die Thematik „Vom Einzelfall in die Fläche – welche Strategien unterstützen die Einführung und Verbreitung neuer Lehr-/Lernformen“ unter der Moderation  von Dr. Angela Kuonath und Julia Specht (die ebenfalls ihr Projekt vorstellten)  von der Ludwig-Maximilians-Universität München diskutiert. Dabei wurde ersichtlich, dass es viele Stellschrauben sind, die die Verbreitung von neuen Lehr-/Lernformen fördern, wie z.B.

– Die Rahmenbedingungen: wie z.B. die strategische Ausrichtung der Hochschule

– Die Einbindung der Studierenden, die bei der Einführung neuer Lehr-/Lernformen informiert werden müssen, und bei denen eventuell auch Widerstände überwunden werden müssen

– Die Lehrenden, die u.a. Wertschätzung und Rückhalt , aber auch Anreiz- und Unterstützungssysteme  und nicht zuletzt Vorbilder benötigen, um neue Formen der Lehre auszuprobieren
Die Ergebnisse nicht nur dieses Workshops sondern der gesamten Tagung haben mich darin bestätigt, dass die  Lehrentwicklung an der Universität Freiburg auf einem guten Weg ist, aber auch, dass wir auch noch ganz viel Potential haben, mehr zu tun.  Ich persönlich bin auf jeden Fall sehr motiviert, dieses Potential noch besser auszuschöpfen und  mich dafür zu engagieren, dass  gute Beispiele im Bereich Lehre und Lernen noch mehr den Weg „von der Spitze in die Breite finden“.

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„Neue“ Fragen an die „Alten“

Donnerstag, 23. April 2015 | Autor/in:

Vom 24. bis 27. Februar 2015 fand im brandenburgischen Wildau die Jahrestagung des deutschlandweiten Kooperationsprojekts Absolventenstudien (KOAB) sowie ein Kick-Off-Workshop zur kommenden Befragungsphase im Wintersemester 2015/16 statt. Veranstaltet wurden beide Tagungen vom International Center for Higher Education Research Kassel (INCHER) in Zusammenarbeit mit dem Gastgeber, der 1991 thwgegründeten TH Wildau. Nachdem sich die Universität Freiburg nach erfolgreichem Abschluss der vergangenen Befragungsphase entschieden hat, im WS 2015/16 erneut alle Absolvent_innen eines Jahrgangs zu befragen, markiert der als Projektinformations- und Vorbereitungstreffen konzipierte Kick-Off Workshop den Beginn der neuen Befragungsphase. Die ersten eineinhalb Tage standen folglich ganz im Zeichen der Planung für die anstehende Befragung der Absolvent_innen im kommenden Wintersemester. Zahlreiche Fragen zu den Inhalten des Fragebogens, zum konkreten Vorgehen bei der Recherche nach den aktuellen Adressen der Absolvent_innen und zum Datenschutz wurden diskutiert. Auch gelang es den Mitarbeiter_innen des INCHER-Kassel, die Brücke zu übergeordneten Themen zu schlagen. So wurden der bisherige Projektverlauf und geplante Forschungsfragestellungen ebenso thematisiert, wie die Bedeutung von Absolventenstudien für die Hochschulentwicklung im Allgemeinen. Mit dem Ende des Vormittags und einem kurzen Ausblick auf das Datenmanagement, das unsere Abteilung vor allem im Frühjahr und Sommer 2016 beschäftigen wird, ging der Kick-Off Workshop am Mittwoch fließend in die Jahrestagung des Kooperationsprojekts Absolventenstudien über. Nach einer kurzen Begrüßung durch Prof. Dr. Ungvari, dem Präsidenten der Technischen Hochschule Wildau, und dem Direktor des Incher Kassel Prof. Dr. Georg Krücken, gab letztgenannter einen umfassenden Überblick über Stand und Perspektiven des KOAB-Projektes. Weitere Themen waren die Frage nach einem Zusammenhang zwischen der Bearbeitungsdauer eines Fragebogens und der Anzahl an Dropouts sowie die Entwicklung von Gütekriterien für den KOAB-Fragebogen. Besonders der zweitgenannte Punkt ist für die Universität Freiburg als teilnehmende Hochschule von besonderem Interesse. Denn nur wenn die Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität im Fragebogen gewährleistet sind, kann mit Sicherheit von einer hohen Qualität der erhobenen Daten ausgegangen werden. Da die Überprüfung der Gütekriterien von Fragebögen einen aufwendigen und zeitintensiven wissenschaftlichen Prozess darstellt, ist mit Ergebnissen erst ab Frühjahr 2016 zu rechnen.

Auch während der nächsten beiden Tage standen die zahlreich stattfindenden Vorträge und Panels einerseits im Zeichen von Themen, die den konkreten Befragungsprozess und das Befragungsinstrument betreffen. Besonders spannend erschien in diesem Zusammenhang die vorgestellte Schwerpunktsetzung für die kommende Absolvent_innenbefragung im Bereich „Soziale Ungleichheit“ und die damit einhergehenden negeneration HAuen Fragebogeninhalte. Andererseits stand die Frage im Mittelpunkt, wie die im Kooperationsprojekt erhobenen Befragungsdaten sowohl in der Hochschuladministration als auch in der Hochschulforschung genutzt werden können. So wurden von Projektkoordinator_innen aus verschiedenen Hochschulen Anwendungsbeispiele für die Befragungsdaten im Kontext von Career-Service und Qualitätsentwicklung vorgestellt. Aber auch die Mitarbeiter_innen des INCHER-Kassel nutzen die Gelegenheit, ihre Projekte aus dem Bereich der Hochschulforschung vorzustellen und auf die Wichtigkeit einer breiten und fundierten Datenbasis als Grundlage für eine erfolgreiche und erkenntnisbringende Forschung hinzuweisen. Interessierten sei in diesem Zusammenhang der von Choni Flöther und Georg Krücken in diesem Jahr herausgegebene Sammelband „Generation Hochschulabschluss: Vielfältige Perspektiven auf Studium und Berufseinstieg“ zur Lektüre empfohlen.

Rückblickend waren beide Tagungen vor allem durch ihren perspektivischen und thematischen Doppelcharakter gewinnbringend. Es wurden sowohl konkrete inhaltliche und methodische Fragen zur Durchführung einer Absolventenbefragung diskutiert und beantwortet, als auch ein horizonterweiternder Blick auf Stand, Trends und Möglichkeiten wissenschaftlicher Absolventenforschung ermöglicht. Besonders anregend und spannend war jedoch der Austausch mit vielen der 90 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Hochschulen Deutschlands. Die Tagung bot eine seltene Gelegenheit, landesweit Kontakte zu WissenschaftlerInnen und HochschulmitarbeiterInnen zu knüpfen, die im Bereich Absolventenforschung arbeiten. Es konnten nicht nur Erfahrungen zum konkreten Vorgehen vor und während der Feldphase oder zur Berichtserstellung sondern auch so mancher kleine Trick und Kniff für die statistische Datenauswertung ausgetauscht werden.

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Erster „Tag der Lehre“ in Stuttgart

Freitag, 13. März 2015 | Autor/in:

Mit Spannung trat eine elf-köpfige Delegation der Uni Freiburg, angeführt von der Prorektorin für Studium und Lehre, Juliane Besters-Dilger, am 05.03.2015 die Reise nach Stuttgart an, wo das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg das erste Mal zum „Tag der Lehre“ eingeladen hatte.

Tag der Lehre 15Eröffnet wurde der Tag durch Ministerin Theresia Bauer, die in ihrer Rede die Wichtigkeit für die Hochschulen betonte, flexibel auf die unterschiedlichen Interessen, Voraussetzungen und Bedürfnisse der Studierende einzugehen, um Abbruchquoten (insbesondere in den MINT-Fächern) zu senken und den Studienerfolg zu erhöhen. Hervorzuheben seien dabei die Studienorientierungs- und eingangsphase. Anschließend sprach Manfred Spitzer, Leiter der psychiatrischen Universitätsklinik Ulm, zum Thema Lernerfolg aus Sicht der Hirnforschung, wobei viele seiner Ausführung durchaus Stoff zum Nachdenken boten. Den Abschluss des Vormittags gestalteten Andreas Vöttiner und Andreas Ortenburger vom DZHW, die die ersten Ergebnisse einer Wirkungsforschung des Förderprogramms „Studienmodelle individueller Geschwindigkeit“ und damit erstmals Erfolgsfaktoren für einen erfolgreichen Studienstart präsentierten.

UCF Tag der Lehre 15Vor der Mittagspause war dann noch der „Gallery Walk“ zu absolvieren, bei dem viele Hochschulen (unter anderem auch das University College Freiburg) ihre in verschiedenen Programmen geförderten Projekte präsentieren konnten. Nach dem Mittagessen ging es weiter in fünf verschiedenen Foren zu unterschiedlichen Themen wie Bedingungen zu einem erfolgreichen Studienstart, Konzepte für flexibles Studieren oder auch die Öffnung der Hochschulen und wissenschaftliche Weiterbildung, welches von Jan Ihwe, Leiter der Freiburger Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung (FRAUW) mitmoderiert wurde. Ich persönlich nahm an dem Forum 5 teil, in dem diskutiert wurde, inwieweit im Studium auch Persönlichkeitsbildung, kritisches Denken und gesellschaftliches Engagement gefördert werden können – ein Thema, mit dem ich mich gerne in Zukunft mehr beschäftigen will. In der abschließenden Plenumssitzung wurden die Handlungsempfehlungen, die in den Foren erarbeitet wurden diskutiert.Tag der Lehre 15 FRAUW

Mein Fazit für den Tag: Sehr positiv fand ich, dass das Thema „Lehre“ auf baden-württembergischer Ebene ein öffentliches Forum bekommen hat, und Gelegenheit bot, sich auszutauschen. Auch die Präsentation der Vielfalt der Projekte zur Verbesserung von Lehre und Studium war inspirierend und informativ. Die Durchführung und Veröffentlichung von Wirkungsanalysen für Förderprogramme finde ich ebenfalls sinnvoll, weil hier der Blick auf eine Vielfalt von Projekten geworfen wird, die ein gemeinsames Ziel haben, und so tatsächlich auch gemeinsame Erfolgsfaktoren identifiziert werden können. Diese Erkenntnisse können dann wieder für die Durchführung neuer Projekte genutzt werden, und so deren Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.

P.S. Im Zusammenhang mit dem Tag der Lehre wurde auch das „LehrForum.de“ gestartet, ein „Online-Forum für Lehre und Lehrende an Hochschulen“, irgendwie ein Geschwister unserer Impulswerkstatt Lehrqualität – schauen Sie doch mal rein!

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Dies Universitatis: Universität ehrt IDA-Preisträger/innen 2014

Dienstag, 8. Juli 2014 | Autor/in:

Sehr feierlich ging es auch dieses Jahr wieder am Dies Universitatis zu, der am 03. Juni in der Aula der Universität stattfand. Umrahmt von der Musik des Streichquartetts des akademischen Orchesters wurden – neben den Preisträgern/innen des Bertha-Ottenstein-Preises und der Universitätsmedaille (unter anderem der ehemalige Vizerektor und Prorektor für Lehre, Prof. Dr. Heiner Schanz) – an diesem Abend auch die sechs Preisträger und die Preisträgerin des Instructional Development Award (IDA) 2014 offiziell geehrt. weiter…

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Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring auf der BMBF-Fachkonferenz zur Studieneingangsphase

Donnerstag, 12. Juni 2014 | Autor/in:

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Viele Projekte im Qualitätspakt Lehre zielen auf die Optimierung der Studieneingangsphase, also den Übergang ins Studium und das erste Studienjahr. Weil in dieser Phase entscheidende Weichen für ein erfolgreiches Studium gestellt werden, haben zahlreiche Projekte im Qualitätspakt Lehre zu diesem Thema bereits konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt – genau wie unser Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring, das zahlreiche Mentoringmaßnahmen betreut, die junge Menschen am Anfang ihres Studiums unterstützen.
Deshalb fuhren wir (Harald Wohlfeil für die Abteilung Lehrentwicklung und ich für das Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring) motiviert nach Köln, um uns gemeinsam mit ca. 200 Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland vom 22.05. – 23.05.2014 auf der Fachtagung des Qualitätspakts Lehre zum Themenbereich „Übergang ins Studium und Studieneingangsphase“ intensiv mit den konkreten Herausforderungen, der Wirksamkeit der eingesetzten Instrumente und den künftigen Anforderungen auseinanderzusetzen.
IMG_20140523_110426_400Und natürlich folgten wir gerne der Einladung des BMBF, unser Kompetenznetzwerk bei der Posterausstellung und im Tagungsreader vorzustellen und darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.
Nach einleitenden Worten und Impulsvorträgen ging es dann zur intensiven Gruppenarbeit in einzelne Workshops. Sehr schön war in meinem ersten Workshop „Wir probieren`s miteinander – Orientierung in der ersten Studienphase“, dass es neben mir weitere Mentoring-Aktive gab, die Studierende in dieser zentralen Erfahrungsstufe unterstützen. Moderiert von Dr. Asta von Schröder (Leuphana Universität Lüneburg) diskutierten wir in Kleingruppen verschiedene Konzepte und Einzelmaßnahmen, die Studierende an der Hochschule bei der fachlichen Orientierung und akademischen Sozialisation unterstützen, mit folgenden Leitfragen:  weiter…

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Mitbringsel von der GMW 2013: Neue Technologien für die Lehre

Mittwoch, 9. Oktober 2013 | Autor/in:

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Geschafft! Der Vortrag über die Impulswerkstatt ist gehalten und die GMW Tagung so schnell schon wieder vorbei! Ich persönlich habe davon vor allem drei Dinge mit nachhause nehmen können:
Zuerst einmal mehr Selbstvertrauen, was Vorträge in einem solchen Rahmen angeht :-), dann natürlich viele interessante Themen für die Impulswerkstatt und schließlich einige neue Kontakte, von denen wir hier hoffentlich bald lesen werden!

Was ich Ihnen mitbringen möchte, ist ein Blick auf die aktuellen Trends in den Lehr- und Lerntechnologien (siehe unten Infografik von OnlineDegrees.org). Das New Media Consortium bringt jedes Jahr den Horizon Report heraus: Eine Einschätzung darüber, welche neuen Technologien die Lehre in den nächsten Jahren beeinflussen werden. In seiner Keynote auf der GMW Tagung ging Larry Johnson, Chief Executive Officer des New Media Consortium, nicht nur auf die neuen Trends ein, sondern sprach auch über den sogenannten Hype Cycle von Gartner, der die öffentliche Aufmerksamkeit bei der Einführung einer neuen Technologie darstellt:

500px-Gartner_Hype_Zyklus

Welche der neuen Trends werden es wohl nach dem ersten Tal bis auf das Plateau der Produktivität schaffen? Massive Open Online Courses (MOOCs), die gerade in aller Munde sind, Apps für Smartphones, die auch an der Uni Freiburg schon in großen Vorlesungen eingesetzt werden, Game-Based-Learning oder Learning Analytics – wir dürfen gespannt sein! Möchten Sie einen Tipp abgeben? Schreiben Sie einen Kommentar!

Mehr Infos:

Öffnen Sie den vollständigen Artikel, um die Infografik über die aktuellen Trends in den Lehr- und Lerntechnologien anzuzeigen:  weiter…

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Betreutes Lernen: Nein Danke!? – Eindrücke von der Programmkonferenz zum “Qualitätspakt Lehre”

Mittwoch, 25. September 2013 | Autor/in:

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„Dieses Formular hat mir meine Mutter aber nicht mitgegeben!“ Nein, solch eine Antwort möchte man von einem Erstsemester lieber nicht hören. Schließlich sind wir hier nicht mehr in der Schule – oder?

Wenn man sich das Programm der Konferenz zum Qualitätspakt Lehre anschaut, fällt auf, dass viele Hochschulen aktuell mit zahlreichen Beratungs- und Betreuungsangeboten versuchen, den Übergang von der Schule in die Uni zu erleichtern (mehr dazu im ersten Teil des Mitbringsels) und auch an unserer Uni gibt es Bestrebungen in dieser Richtung, wie z.B. das Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring, das sich kürzlich auf der Impulswerkstatt vorgestellt hat. Mancherorts geht man noch weiter und bezieht Eltern mit speziellen Informationstagen in die Studienwahl ihrer Kinder ein. Doch auch schon auf der Konferenz kamen bei einer Plenumsdiskussion kritische Stimmen dazu auf und irgendwann fiel das Stichwort „betreutes Lernen“, das ich hier zur Diskussion stellen möchte.

Ich frage mich: Tun wir uns und den Studierenden mit diesen Angeboten tatsächlich etwas Gutes? Wie können wir erwarten, dass Studierende selbständig Denken und Handeln lernen, wenn wir ihnen alles vorsetzen wie in der Schule? Und die andere Frage, die ich mir stelle: Sollte ein gewisses Maß an Selbständigkeit nicht als Studienvoraussetzung gefordert werden können?

Ein Argument, das in diesem Zusammenhang häufig genannt wird, ist dass sich die Studierendenschaft verändert hat. Studierende sind heute nicht immer volljährig, manche kommen aus bildungsfernen Familien, haben Migrationshintergrund oder kein Abitur. Sollten diesen Studierenden nicht dieselben Chancen geboten werden, wie dem Studenten, der auf eine lange Ahnengalerie von Rechtsanwälten oder Ärzten zurückblicken kann? Natürlich! Aber wie kann die Universität diesen unterschiedlichen Anforderungen Rechnung tragen ohne ihre eigenen Ansprüche zu verleugnen?

Sie sehen, ich bin etwas hin- und hergerissen, was dieses Thema angeht und würde gerne wissen, wie Sie das sehen! Schreiben Sie einen Kommentar und diskutieren Sie mit!

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Bilder-Mitbringsel für Daheimgebliebene

Montag, 26. August 2013 | Autor/in:

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Wenn Ihre Kollegen gerade in alle Winde verstreut sind und ihren Urlaub genießen, während Sie allein im Büro sitzen, habe ich genau das Richtige für Sie! Ein kleines bisschen im Fernweh schwelgen und wenn es auch nur Berlin ist… Begleiten Sie mich auf meinem abendlichen Spaziergang durch das Berliner Regierungsviertel, den ich während der Programmkonferenz Qualitätspakt Lehre unternahm (klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotostrecke zu öffnen):

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 Ausblick

Wer jetzt neugierig geworden ist, was inhaltlich auf der Konferenz passiert ist (oder den letzten Beitrag dazu verpasst hat, weil er selbst im Urlaub war 🙂 ), den kann ich auf das Mitbringsel von Harald Wohlfeil verweisen, in dem es um verschiedene Angebote zum Übergang zwischen Schule, Hochschule und Beruf geht.

Doch eine Frage bleibt dabei noch offen: Tun wir uns und den Studierenden mit diesen zahlreichen Beratungs- und Betreuungsangeboten tatsächlich etwas Gutes? Wie stehen Sie dazu? Diskutieren Sie im September auf der Impulswerkstatt Lehrqualität!

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„Alle Kochen nur mit Wasser“ – Eindrücke von der Programmkonferenz zum „Qualitätspakt Lehre“

Mittwoch, 7. August 2013 | Autor/in:

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Als ich den obigen Satz hörte, war ich mir nicht ganz sicher, ob ich erleichtert, oder eher frustriert sein sollte. Gesagt hat ihn Prof. Dr. Klaus Diepold, Vizepräsident für Diversity and Talent Management der TU München anlässlich der ersten Programmtagung zum Qualitätspakt Lehre am 4./5. Juli 2013 in Berlin. Aus dem Bund-Länder-Programm werden derzeit weit über hundert Hochschulen in ganz Deutschland finanziell für Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre gefördert.

QPL_KonferenzWas Diepold mit dem Satz sagen wollte: In den Präsentationen der Praxisbeispiele der Hochschulen wurde klar, dass die einzelnen Projekte zwar sehr erfolgreich sein mögen und Studium und Lehre vor Ort substantiell verbessern. Allerdings seien viele der Programme nicht notwendigerweise innovativ oder gar einzigartig. Damit begann er seinen Bericht über eines von vier thematischen Foren, die am ersten Tag der Tagung stattgefunden hatten. Dieses spezielle Forum stand unter dem thematischen Schwerpunkt der Übergänge zwischen Schule, Hochschule und Beruf. Es behandelte daher vor allem Praxisbeispiele im Bereich von Vorskursen und Propädeutika, aber auch zum Umgang einer immer heterogeneren Studierendenschaft. Als Stichworte mögen hier die vielzitierten „bildungsfernen Elternhäuser“, die Internationalisierung oder auch Studierende ohne Abitur als Hochschulzugangsberechtigung (z.B. über Meisterprüfung) genügen.  weiter…

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Was machen unsere Absolventinnen und Absolventen?

Mittwoch, 17. April 2013 | Autor/in:

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Anfang März lud das International Centre for Higher Education Research Kassel (INCHER Kassel) zur alljährlichen Tagung ein. Hauptsächlich geht es bei dieser Tagung um das Kooperationsprojekt Absolventenstudien (KOAB Projekt), an dem mittlerweile 72 Hochschulen in Deutschland beteiligt sind. Die Universität Freiburg hat 2012 ebenfalls im Rahmen dieses Projektes ihre Absolventinnen und Absolventen zu den Themen Berufsverbleib und der retrospektiven Bewertung des Studiums befragt.

Neben allgemeinen Vorträgen zur Bildungsforschung wurden auch Gesamtergebnisse des KOAB Projektes und spezielle Auswertungsmöglichkeiten anderer Hochschulen präsentiert.

Bildungsforschung und vielfältige Tätigkeitsbereiche
Es war eine Freude Ulrich Teichler zu 50 Jahren Bildungsforschung referieren zu hören. Seiner Meinung nach bewegt sich die hochschulpolitische Debatte zwischen zwei Katastrophenszenarios: Entweder wird ein Fachkräftemangel beklagt oder die Rede über das „akademische Proletariat“ kommt auf. Einerseits werden zu wenige, andererseits zu viele AkademikerInnen ausgemacht. Wie steht es dann um die strukturelle Verbindung zwischen Studium und Arbeitsmarkt? Teichlers Ansicht nach kann nicht von einer „engen strukturellen Passung“ gesprochen werden, da sich beide Bereiche in stetigem Wandel befinden und die Frage ungeklärt ist inwiefern die Hochschule hier Steuerungsmöglichkeiten besitzt. Als Ursache des Wandels in der Bildungspolitik nennt Teichler die Umstrukturierungen durch die Bologna-Reformen, Ursache des Wandels des Arbeitsmarktes den Rückgang an „klassischen Berufsverläufen“ und die damit einhergehende vertikale Ausdifferenzierung, bzw. Vervielfältigung von Tätigkeitsbereichen (sprich: Wenn Absolventinnen und Absolventen keine klassischen Berufe mehr finden, dann „erfinden“ sie entweder selbst welche oder gehen in andere Bereiche). Meiner Meinung nach gibt es einen Zusammenhang weiter…

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