MOOCs ruft’s aus dem Wald

Montag, 10. Februar 2014 | Autor/in:

Elch-MOOC

MOOCs, ich kann mir nicht helfen, erinnern mich immer an Elche. Ich habe noch nie einen gehört, aber wenn es mal so weit ist, dann klingt es sicher so: moooooc! Und es gibt noch eine Parallele: alle kennen Elche, finden sie süß, möchten gerne mal einen kraulen, aber kaum einer hat je einen gesehen.

Das ist ein bisschen wie mit den MOOCs. Sie sind in aller Munde. Viele denken, das müsste ich auch mal (mit)machen. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Phänomen und tiefgreifende Erfahrungen findet schon seltener statt. Das gilt vermutlich auch für mich selbst und dennoch äußere ich mich hier zum Thema.

Gar nicht so lange ist es her: Aus den USA wurden vor zwei bis vier Jahren erste MOOCs gemeldet und in dem Zuge entstanden auch erste Plattformen, die sich deren Bereitstellung widmen (Coursera, Udacity, edX). In Deutschland wird das Format seit einigen Monaten intensiver diskutiert – in jedem Fall kontrovers. Und eigene Plattformen gibt es hierzulande auch bereits (iversity, OpenCourseWorld, openHPI). MOOCs sind demnach geeignet, sowohl das Ende der klassischen Hochschulen als auch die freie Hochschulbildung für alle weltweit herbeizuführen. In jedem Fall gilt als innovativ und modern, wer MOOCs anbietet oder besucht. Häufig sind MOOCs hierzulande noch stark selbstreferenzierend. Themen wie E-Learning, Lernen2.0 oder eben MOOCs standen bislang im Vordergrund.

Was sind das für Typen: Die Klassifizierung von MOOCs in xMOOCs (zentral bereitgestellte Videos evtl. ergänzt durch Testfragen, Lesetexte oder Hausaufgaben) oder cMOOCs (mit Materialien der Teilnehmenden in beliebigem Format zu einem gegebenen Thema) hilft das Feld zu sichten, jedoch sind Mischformen und Abwandlungen nicht selten, je nach dem was die genutzte Plattform oder das didaktische Konzept fordern und erlauben. weiter…

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Blackbox Selbststudium

Mittwoch, 28. März 2012 | Autor/in: und 

Das universitäre Studium zeichnet sich traditionell durch einen hohen Anteil des Selbststudiums aus, welches somit eine große Bedeutung für den Studienerfolg hat. Die Bedeutung des Selbststudiums wurde durch die Einführung des Workload-Konzepts im Zuge von Bologna noch einmal betont, da in vielen Studiengängen nur ein kleiner Anteil der zu erbringenden Studienleistungen (ECTs) in Präsenz-veranstaltungen erbracht wird. Zugleich wissen Dozierende wenig darüber, wie Studierende ihr Selbststudium gestalten und welche Unterstützung sie benötigen.

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Aus diesem Grund untersuchten wir, welche Stärken und Schwächen das Selbststudium in den modularisierten Studiengängen der forst- und umweltwissenschaftlichen Fakultät aufweist. Im Wintersemester 2011/ 2012 protokollierten 198 Studierende 19 Wochen lang wöchentlich ihre Lernziele, studiumsbezogene Tätigkeiten, Lernstrategien, Lernmotivation sowie erlebte Erfolge und Schwierigkeiten in einem webbasierten Lerntagebuch.
Die Ergebnisse zeigen, dass es Studierenden schwerfiel, sich motivierende Ziele zu setzen, frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen und effektive Lernstrategien auszuwählen. Folge davon waren schlechtere Noten in den Klausuren.

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