Face to FACE

Dienstag, 24. Mai 2016 | Autor/in:

Nach der feierlichen Eröffnungsveranstaltung des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) im Dezember fand das zweite große Treffen aller Akteure in der Aula der Pädagogischen Hochschule statt.

Die Runde der anwesenden Personen an diesem Tag ist groß. Immerhin zählen zu den Teilnehmer_innen Mitwirkende aus drei Projekten zur Lehrerbildung.

Foto: Prof. Dr. Lars HolzäpfelIm Zentrum des Treffens standen der Austausch zu den bisherigen Arbeitsergebnissen sowie die kontinuierliche Fortentwicklung der Projektorganisation und -gestaltung. Während der gesamten Zusammenkunft kam es zu einem regen Austausch der Projektmitarbeiter_innen untereinander. Unterstützt wurde dies durch einen interaktiven Einstieg zu den zentralen Fragestellungen der Teilprojekte. Mittels Postergalerie und Präsentationen berichteten die Vertreter_innen der einzelnen Teilprojekte von ihren Vorhabensfortschritten.

Ein Höhepunkt in der bisherigen Arbeit des  Freiburger Praxiskollegs war ein Vernetzungstreffen ganz besonderer Art: In einem Worldcafé stellten Doktorand_innen des Teilprojekts Wissenschaftsorientierung und Nachwuchsförderung ihre Forschungsvorhaben den anwesenden Schulvertreter_innen vor. Gemeinsam wurde der Frage nachgegangen, wie Schulen, Lehrkräfte und Forscher_innen von Forschungsprojekten wechselseitig profitieren können. Neben dem Schwerpunkt „Forschung trifft Praxis“ stand in diesem Vernetzungstreffen zusätzlich der Ausbau des lehramtsspezifischen Mentoringnetzwerkes im Mittelpunkt.
Von Seiten des Teilprojekts Lehrkohärenz wurde unter anderem von der frisch konzipierten Lehrwerkstatt Lehrerbildung berichtet, welche in diesem Sommersemester startet. Darüber hinaus haben die Mitarbeiter_innen dieses Teilprojekts interne Entwicklungsgruppen gebildet, die sich verstärkt mit den Themenbereichen Lehrwerkstatt, Kohärenzerfassung, Philologien, Mathematik, Naturwissenschaften und Wirtschaft sowie Curriculumentwicklung befassen. Herausragend waren auch die Workshops und Vorträge mit dem niederländischen Bildungsforscher Jeroen van Merriёnboer, dem Begründer des Vier-Komponenten-Instruktions-Design-Modells (4C/ID) im März.
Die Mitarbeiter_innen der Maßnahme Praxis- und Weiterbildung stellten ihre umfassenden Konzepte für eine modularisierte Weiterbildung für die Lehrerbildung vor.

Die genannten Beispiele der Aktivitäten aus den Teilprojekten veranschaulichen sehr gut den gelebten Vernetzungsgedanken, der eine zentrale Rolle im FACE einnimmt.

Mehrere Rektoratsmitglieder beider Hochschulen sind aktiv im FACE involviert und gestalteten Parts des Treffens. Seitens der Leitung von FACE, in Person von Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger (Prorektorin für Studium und Lehre der Universität) und Prof. Dr. Ulrich Druwe (Rektor der Pädagogischen Hochschule), wurden wichtige Details für die weitere qualifizierte Zusammenarbeit verkündet. So hat das paritätische Leitungsduo die Struktur des FACE mit seinen vier Handlungsfeldern Lehre, Praxis- und Weiterqualifizierung, Bildungs- und Unterrichtsforschung sowie Lernende Institution und die Einordnung der Projekte und ihrer Teilprojekte in diese Handlungsfelder dargelegt. Auch auf das Thema der Evaluation wurde nochmals ein besonderes Augenmerk gelegt. Mit dem gemeinsamen Mittagessen wurde das gelungene Treffen fröhlich abgeschlossen.

Weitere aktuelle Informationen zum zweiten Treffen und zu den Projekten erhalten Sie auf der FACE-Website.

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Die Aktivitäten des FACE werden beforscht!

Montag, 14. März 2016 | Autor/in:

Weit angereister Besuch aus Hamburg und Kaiserslautern zu Besuch in Freiburg.
Treffen von G. Favella, A. Heudorfer, J. Besters-Dilger und U. Druwe (v.l.n.r.)

Treffen von G. Favella, A. Heudorfer, Prof. Dr. Besters-Dilger und Prof. Dr. Druwe (v.l.n.r.)

Anna Heudorfer (Univ. Hamburg) und Gianpiero Favella (TU Kaiserslautern) forschen derzeit im Rahmen des Projektes FideS (BMBF-gefördert) zur Thematik des Forschenden Lernens. In Freiburg fanden sie sich für einen Interviewtermin mit dem Leitungsduo des FACE-Verbundprojekts (Freiburger Advanced Center of Education) in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger (Prorektorin für Studium und Lehre, Univ.) und Prof. Dr. Ulrich Druwe (Rektor, PH), zusammen.
Der Anlass: Die beiden Forscher befassen sich aktuell mit der Untersuchung der Integration forschenden Lernens in die Studieneingangsphase. Forschendes Lernen sei aus ihrer Sicht in der ersten Phase des Studiums besonders wertvoll, da es die natürliche Neugierde der jungen Studierenden ausnutze, um sie mit dem Bereich der Forschung in Kontakt zu bringen und das Einfinden in die eigene Fachdisziplin zu erleichtern. Bei ihren Recherchen sei ihnen das Freiburger Verbundvorhaben schnell ins Auge gefallen.
Denn auch im Rahmen des FACE-Projekts in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wird das forschende Lernen bereits in der Studieneingangsphase gefördert. Angehende Lehrerinnen und Lehrer absolvieren beispielsweise nach dem ersten Semester im Bachelorstudiengang das Orientierungspraktikum. Bei diesem werden sie angehalten, den Unterricht sowie die erste eigene Tätigkeit als Lehrperson systematisch zu beobachten und zu reflektieren sowie Lehrpersonen zu interviewen. Unterstützt werden sie hierbei durch forschungsbasierte Anleitungen. Ziel des recht frühen Praktikums ist die Bewusstwerdung der eigenen subjektiven Theorien, da subjektive Theorien zu den zentralen Tätigkeiten des Lehrerberufs häufig falsch sind und deshalb den Erwerb professioneller Kompetenzen massiv beeinträchtigen können.
Die beiden Forscher des Projekts FideS gaben im Anschluss an das Interview an, dass sie das Freiburger Orientierungspraktikum als besonders beachtenswert und wichtig wahrnehmen, da durch die Anwendung von Elementen des forschenden Lernens ein Wechsel von der meist noch nicht lang zurückliegenden eigenen Schülerrolle in die einer Lehrperson vollzogen werden kann.
Insgesamt 20 deutsche Hochschulen wurden im Rahmen der Untersuchung bereits interviewt. Freiburg war das erste Projekt aus der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, das von den Forschern besucht wurde. Die ersten Ergebnisse wird es voraussichtlich 2017 geben. Basierend auf den Resultaten werden dann Modelle, Materialien sowie technische Werkzeuge für die forschungsorientierte Gestaltung der Lehre in der Studieneingangsphase entwickelt.

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Feierliche Eröffnung des Freiburger Advanced Center of Education

Mittwoch, 16. Dezember 2015 | Autor/in: und 

IMG_5120Mit einem eindrucksvollen Festakt eröffneten die Rektoren von Universität und Pädagogischer Hochschule gemeinsam mit Ministerin Bauer das Freiburg Advanced Center of Education (FACE).

Universität und Pädagogische Hochschule besiegeln mit FACE ein neues und weitreichendes Kooperationsformat für den Bereich Lehrerbildung. Nachdem die Idee zu FACE bereits im Jahr 2014 entstanden war, wurde nun am Donnerstag, den 10.12.2015 die offizielle Eröffnung unter prominenter Beteiligung gefeiert. Neben Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) waren weitere Bundes- und Landespolitiker_innen sowie zahlreiche Vertreter_innnen zentraler Stellen des Lehrerbildungsstandortes Freiburg anwesend.

Fotos: Brian Barnhart

Fotos: Brian Barnhart

Rund 80 Lehramtsstudierende sorgten für eine eindrucksvolle und professionelle musikalische Gestaltung der Feierlichkeit. Für den Festvortrag war extra Frau Prof. Dr. Cornelia Gräsel aus Wuppertal angereist, sodass die rund 160 geladenen Gäste noch in den Genuss eines Expertenvortrages zum Thema „Qualität in der Lehrerbildung“ kamen.

 

Die bereits eingeworbenen Drittmittelprojekte unter dem Dach von FACE wurden von Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger und Prof. Dr. Timo Leuders vorgestellt. Im Rahmen der BMBF- Initiative „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ erhält das Freiburger Verbundvorhaben 6,9 Millionen Euro. Durch die zusätzlich eingeworbene Landesförderung in Höhe von 1,7 Millionen Euro wird der Bereich Lehrerbildung an den beiden Freiburger Hochschulen nun mit insgesamt 8,6 Millionen Euro gefördert.

IMG_7436Der Höhepunkt der Veranstaltung war schließlich die feierliche Unterzeichnung des FACE-Vertrages von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer und Prof. Dr. Ulrich Druwe.

 

 

 

Die Eröffnung fand breites mediales Interesse: Fernsehen, Radio und Zeitung waren vertreten und stellten in der anschließenden Pressekonferenz Ministerin Bauer und den Rektoren noch weitergehende Fragen.

IMG_5193Auf den offiziellen Startschuss von FACE wurde im Anschluss noch beim gemeinsamen Sektempfang angestoßen, bevor es dann für die 40 Projektmitarbeiter_innen  sowie die begleitenden Professor_innen beider Hochschulen in einem internen Workshop mit der inhaltlichen Arbeit weiterging.

 

Für weitere Informationen zu FACE – insbesondere zu den Handlungsfeldern, Aktivitäten und Strukturen – besuchen sie die Website der Kooperation unter www.face-freiburg.de.

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