Mein ILIAS-Tagebuch (5) – Fazit: ILIAS nach einem Semester Testnutzung

Donnerstag, 16. Mai 2013 | Autor/in:

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Dr. Kristin Kupfer hat als eine von mehreren Pilottestern die Lernplattform ILIAS im Wintersemester 2012/3 für ihre Lehrveranstaltung „Protest und Widerstand in der VR China“ genutzt. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Was ist nach einem Semester Arbeit mit ILIAS herausgekommen? Meine letzte Seminarsitzung sollte es zeigen. Für diese hatten die Studierenden und ich uns die Bewertung der Wiki-Beiträge und ein abschließendes Feedback zu ILIAS vorgenommen. Als Frist für die Fertigstellung der Wiki-Beiträge hatte ich nach mehrmaligen Verhandlungen 9.00 Uhr, rund eine Stunde vor Beginn meines Seminars, festgelegt. Gespannt loggte ich mich also am Morgen auf ILIAS und in unseren Kurs ein um die Beiträge auszudrucken. Nach dem ersten Schock – einige der Studierenden hatten laut „Verlauf“ bis tief in die Nacht gearbeitet – kam direkt der zweite: wie drucke ich nun auf die Schnelle diese Unmenge an Seiten aus und bringe sie in ein lesbares Format? Dank den Optionen im Reiter „Druckansicht“ (s. Screenshot 1)

Screenshot 1: Druckansicht im Wiki

Screenshot 1: Druckansicht im Wiki

hatte ich die Beiträge alle schnell ausgedruckt. Für die gemeinsame Lektüre und anschließende Bewertung habe ich dann jeweils  fünf bis sieben Seiten der Beiträge aneinandergeklebt und später  im Seminarraum an die Wand gehängt. Bei insgesamt acht Texten verbrachten wir deshalb rund 50 Minuten der Sitzung mit Lesen.

Die Ergebnisse waren beeindruckend. Neben den inhaltlichen Anforderungen hatten sich alle Studierenden auch beim Layout sehr viele Gedanken gemacht.  Neben Karten und Fotos haben sie, wie im Internet oft praktiziert, bei einigen Inhalten Weiterverlinkungen in ihren Texten eingebaut weiter…

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Mein ILIAS-Tagebuch (4) – Kollaboratives Arbeiten mit Foren

Donnerstag, 25. April 2013 | Autor/in:

Dr. Kristin Kupfer hat als eine von mehreren Pilottestern die Lernplattform ILIAS im Wintersemester 2012/3 für ihre Lehrveranstaltung „Protest und Widerstand in der VR China“ genutzt. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Das Thema meiner Lehrveranstaltung „Protest und Widerstand in der VR China“ ist im wahrsten Sinne des Wortes brandaktuell: nahezu jeden Tag findet irgendwo in China eine Protest- oder Widerstandsaktion statt. Nicht nur ausländische Medien, sondern auch chinesische Internetnutzer machen diese publik. Aktuelle Medienberichte zu einem Thema analysieren und beurteilen können, ist aus meiner Sicht eine wichtige Kompetenz für Studierende. Wie kann ich diese sinnvoll in meine Veranstaltung einbinden? Dafür kommen nach einer wie immer kompetenten Beratung mit Marko Glaubitz von der Servicestelle E-Learning des Rechenzentrums zwei Objekte der ILIAS-Elemente in Frage: das Element „Blog“ und das Element „Forum“. Bei einem Blog steht der Hauptbeitrag und nicht so sehr die Diskussion über diesen im Mittelpunkt. Der Beitrag kann wie eine ILIAS-Textbaustein-Seite bearbeitet und gestaltet werden – auch im für alle anderen nicht sichtbaren Entwurfsmodus. Das Kommentarfenster erlaubt dagegen nur einfache Texteingabe. Aus mehreren Kommentaren kann natürlich auch ein Dialog oder eine Diskussion entstehen (s. Screenshot 1).

Screenshot 1: Kommentar im Blog

Screenshot 1: Kommentar im Blog

Das Element „Forum“ ist interaktiver angelegt. Deutlich wird dies schon in den „Einstellungen“ (s. Screenshot 2).

Screenshot 2: Einstellungen im Forum

Screenshot 2: Einstellungen im Forum

Mir ging es um diesen interaktiven Aspekt: die Studierenden sollten keine eigenen Beiträge verfassen – dann hätte ich wohl eher das Blog-Element gewählt – sondern zum Thema erschienene Medienbeiträge als Beitrag posten und dann über diesen diskutieren. Jede/r Studierende hatte die Aufgabe pro Woche einen Medienbeitrag zu posten und mindestens einen anderen Beitrag zu kommentieren, sei es mit einer Frage oder einer Aussage. Um eine gewisse Qualität der ausgewählten Beiträge zu garantieren, einigte ich mich mit den Studierenden auf einen Pool von Quellen, der allerdings keine deutschen, sondern nur englisch- und chinesischsprachige Zeitungen bzw. deren Webseiten umfasste. So konnten die Teilnehmer ihre Lesefähigkeit in den beiden Sprachen verbessern und sich auch mit den wichtigsten Tageszeitungen für die China-Berichterstattung vertraut machen.  weiter…

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Mein ILIAS-Tagebuch (3) – Kollaboratives Arbeiten mit Wikis

Donnerstag, 11. April 2013 | Autor/in:

Mein ILIAS-Tagebuch (3) – Kollaboratives Arbeiten mit Wikis

Dr. Kristin Kupfer hat als eine von mehreren Pilottestern die Lernplattform ILIAS im Wintersemester 2012/3 für ihre Lehrveranstaltung „Protest und Widerstand in der VR China“ genutzt. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Ein „Wiki“ als Element ist auf ILIAS schnell angelegt (s. Beitrag Nr. 2) – und mit seinem Icon in Form eines geschwungenen „W“ über einen Füller macht es sich auf der Kursstartseite überaus elegant.  „Hey, hey, Wiki“ summe ich und schaue auf die freie weiße Fläche. Was nun? Ich beginne mir wie der kleine Wikingerjunge Wiki auf der Suche nach einer Lösung die Nase zu reiben. Und schnipp, „ich hab`s“! Ich muss das Wiki als Baumstruktur denken. Auf der ersten Seite, meinem Stamm,  lege ich jeden mir wichtigen Hauptaspekt als Unterseite an. Das sind die ersten Abzweigungen vom Stamm, also die erste Unterebene (oder auch zweite Gesamtebene). Auf den Unterseiten kann ich dann wiederum weitere Unterseiten anlegen um die Hauptaspekte zu verästeln. Je nach Anzahl der Unterebenen bzw. Verästelungen kann es hilfreich sein sich die Struktur aufzuschreiben bzw. aufzumalen. Ich habe es bei einer Unterebene belassen.

Dann ist alles ganz leicht. Auf der Startseite des Wiki wechsele ich mit Klick auf „Bearbeiten“ in der Querleiste in den nun schon sehr vertrauten Bearbeitungsmodus. Nach Klick auf den schraffierten langen Querbalken füge ich ein neues Textfeld ein („Text einfügen“). Auf meiner ersten Unterseite sollen die Studierenden Definitionen zu relevanten Begriffen eintragen. Damit es nicht nur ein Wort, sondern wirklich eine Unterseite wird, muss das Wort „Definitionen“ weiter…

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Mein ILIAS-Tagebuch (2) – Offline-Online: Sitzungen mit ILIAS vor- und nachbereiten

Mittwoch, 27. März 2013 | Autor/in:

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Dr. Kristin Kupfer hat als eine von mehreren Pilottestern die Lernplattform ILIAS im Wintersemester 2012/3 für ihre Lehrveranstaltung „Protest und Widerstand in der VR China“ genutzt. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Die Pflichtlektüre für die Lehrveranstaltungen habe ich also auf ILAS hochgeladen und mit entsprechenden Arbeitsanweisungen versehen (siehe Beitrag Nr. 1)  Gut, denken Sie, das reicht mir. Das dachte ich zwischenzeitlich auch. Aber wenn schon eine neue Plattformen nutzen, dann doch auch einige ihrer neuen Möglichkeiten, oder? Selbst ohne ein Forum, ein Wiki oder ähnliches in Angriff nehmen zu wollen, bietet ILIAS einige Möglichkeiten Sitzungen vor- oder nachzubereiten und das Lernen online mit dem Lernen offline zu verknüpfen.

Eine meiner ersten Ideen war: warum die Pflichtlektüre nicht mal online gemeinsam lesen und übersetzen bzw. mit Anmerkungen versehen? Es könnte doch motivierend sein, gemeinsam und für alle sichtbar an einem Text zu arbeiten. Gemeinesame Arbeit ist geteilte Arbeit. Die Vokabeln (oder Informationen), die die einen nachgeschlagen und eingestellt  haben, müssen die anderen dann nicht noch mal nachschlagen. Dafür können sie etwas anderes beitragen. In der Sitzung können wir dann alle gemeinsam auf den Text zurückgreifen und ihn diskutieren.

Tolle Idee, denke ich, aber wie setze ich das nun um? Da gab es noch nicht das neue ILIAS-Element „Etherpad“.  Schnell merke ich, es ist hilfreich, weiter…

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Mein ILIAS-Tagebuch (1): Los geht`s – ILIAS für die Lehrveranstaltung einrichten

Donnerstag, 14. März 2013 | Autor/in:

Dr. Kristin Kupfer hat als eine von mehreren Pilottestern die Lernplattform ILIAS im Wintersemester 2012/3 für ihre Lehrveranstaltung „Protest und Widerstand in der VR China“ genutzt. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Eine Lehrveranstaltung vorzubereiten ist schon eine Menge Arbeit. Jetzt auch noch einrichten? Die technische Seite (Anlegen des Kurses im entsprechenden Fakultäts- und Fachordner, Einstellungen zu Verfügbarkeit und Modalitäten des Kursbeitritts) ist schneller erledigt als auf Campus Online. Auch Dank des sehr hilfbereiten ILIAS-Teams in der Servicestelle E-Learning.  Ist der Kurs einmal angelegt, braucht es keine weitere Zuordnung. Die Möglichkeit den Studierenden direkt einen Registrierungslink für den Beitritt zuzuschicken (s. Screenshot 1 ganz unten) stimmen mich positiv.

ILIAS Kupfer Screenshot 1

Screenshot 1: Studierende zum Kurs einladen

Aber dann kommt die konzeptionelle Einrichtung. Ich weiß nicht ob ich die freie weiße Fläche unter meinem Kurstitel als einladend oder eher lähmend empfinden soll. Unschlüssig klicke ich auf „neues Objekt hinzufügen“. Es öffnet sich eine Liste mit bunten Icons, die „Blog“, „Abstimmung“ oder „Glossar“ heißen. Oh je. Also nicht einfach Texte einscannen und in einen Ordner hochladen? Doch, das geht auf ILIAS auch und in der Tat komfortabler als auf Campus Online. Dateien nahezu allen Formats können hochgeladen (Upload-Obergrenze 200 MB) und auch mehrere als ZIP-Archiv eingestellt werden. Dann der erste kleine Knüller: weiter…

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