Und was fragst Du so?

Freitag, 24. Oktober 2014 | Autor/in:

Ich glaube, wir waren uns am Schluss alle einig: SocialSIM war ein einmaliges und fantastisches Erlebnis. Ich habe als eine von 26 Studierenden am Seminar zur Gesellschaftssimulation teilgenommen und bin begeistert, wie nachhaltig ich dieses Seminar erfahren habe.

Über den Tellerrand schauen

Bild_1Da sich die Veranstaltung auf einen disziplinären und einen interdisziplinären Teil verteilt hat, konnte ich im disziplinären Soziologie-Seminar einen eigenen Zugang zum Gegenstand Simulation und der damit gegebenen Forschungsumgebung finden. Andererseits hatte ich in den interdisziplinären Seminaren Einblick in die Sichtweisen und Methoden der Politikwissenschaft und Ethnologie.  Durch das Projekt hatte ich die Möglichkeit zu einer starken und absolut konstruktiven interdisziplinären Zusammenarbeit, die ich sonst in meinem Studium durch die starke Bindung an die Fachrichtung oder den engen Rahmen von Vorlesungen und Seminaren so nicht bekommen hätte. Es macht einen großen Unterschied, ob man nur an einer Vorlesung oder einem Seminar einer anderen Disziplin teilnimmt oder ob man sich mit Studierenden der anderen Fächer in ein Problem einarbeitet, Fragestellungen diskutiert und ein eigenes kleines Forschungsprojekt auf die Beine stellt. weiter…

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Spielend Lernen – Simulationen und Planspiele als innovative Lernmethoden

Montag, 28. Juli 2014 | Autor/in:

Wie können Simulationen in der sozialwissenschaftlichen Lehre erfolgreich eingesetzt werden? Welche Herausforderungen stellen sich Lehrenden bei der Planung und der Durchführung dieser Lehrmethode? Über diese Themen tauschten sich etwa 15 TeilnehmerInnen des Workshops Die Simulation als innovative Lehrmethode? – Chancen und Herausforderungen des Projekts SocialSIM Anfang Juli in der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) aus. Thomas Waldvogel, Fachreferent der Landeszentrale für politische Bildung (LpB), Larissa Mogk und Antonio Farafán-Vallespin aus dem Team von SocialSIM stießen mit kurzen Inputs zu Simulationen und Planspielen eine rege Diskussion und einen konstruktiven Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden an.

Gamification und Involviertheit

IMG_4799In der Arbeit der LpB stellen Planspiele einen festen Bestandteil der Arbeit dar. Die Planspiele der Landeszentrale zeichnen sich nach Thomas Waldvogel vor allem durch ihren starken Modellcharakter und die Abbildung institutioneller Strukturen aus und sind als Entscheidungsspiele stark auf politische Prozesse fokussiert. Das Simulationsspiel SocialSIM ist im Vergleich dazu offen und weist einen wesentlich höheren Komplexitätsgrad auf. Die TeilnehmerInnen finden bei SocialSIM nur eine Spielrahmung. Das Spielergebnis ist nicht geplant und es gibt keine vordefinierten Rollen, die eingenommen werden müssen. Damit ist SocialSIM auch offen für unvorhergesehene Aktionen. weiter…

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SocialSIM: Die Simulation in der sozialwissenschaftlichen Lehre

Freitag, 27. Juni 2014 | Autor/in: und 

Die Gesellschaftssimulation SocialSIM ist ein interdisziplinär angelegtes Lehr- und Lernprojekt, an dem die Fächer Ethnologie, Soziologie und Politikwissenschaft beteiligt sind. Das Projekt basiert auf der Frage, wie sich Simulationen für die sozialwissenschaftliche Lehre nutzen lassen. Diese Frage steht vor allem im Mittelpunkt des interdisziplinären Seminars und wird außerdem von dem Workshop Simulation als innovative Lehrmethode? am 2. Juli aufgegriffen. Der Workshop findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt, die langjährige Erfahrungen mit Planspielen hat.

Simulationen bieten als innovative Lehrmethode neue Möglichkeiten für Lehrende und Lernende, mit denen viele methodische und didaktische Chancen aber auch Herausforderungen verbunden sind. Des Weiteren bietet das Projekt SocialSIM neue Chancen für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Fächerübergreifendes Lernen – Die Simulation als gemeinsames Forschungsfeld

SocialSIM bietet durch sein interdisziplinäres Konzept sowohl Lernenden als auch Dozierenden methodischen und theoretischen Austausch und Erfahrung. Das wöchentliche Seminar zum Projekt ist dual in Form einer disziplinären und einer interdisziplinären, gemeinsamen Sitzung der beteiligten Fächer gestaltet. Im disziplinären Seminarteil bearbeiten die TeilnehmerInnen fachspezifische Fragestellungen zum Thema Ressourcennutzung und Gemeingüter sowie eigene spezifische und projektbezogene Fragestellungen, die sie später im Simulationsspiel erforschen. Die Ergebnisse dieser fachspezifischen Sitzungen werden in die interdisziplinäre Sitzung in Form eines Inputs eingebracht und diskutiert. So gewinnen die TeilnehmerInnen Einblick in die Methodik, Fragestellungen und Schwerpunkte der anderen beteiligten Disziplinen. Durch die gemeinsame Diskussion sowie Zusammenarbeit in den einzelnen Forschungsprojekten wird klar, welche Stärken und Schwächen die einzelnen Fächer haben. Studierende lernen dabei ihren eigenen Blickwinkel kritisch zu hinterfragen und zu erweitern.  weiter…

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Im Praxistest: Helfen Tutorate mit Lösungsbeispielen gegen studentische Aufschieberitis?

Montag, 23. Juni 2014 | Autor/in:

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Tutorate als Lehrveranstaltungen von Studierenden für Studierende sind aus der akademischen Lehre kaum wegzudenken. Hannah Köpper ist langjährige Tutorin in Statistikvorlesungen und hat ein Tutoratsformat für uns getestet, das im Rahmen eines IDA-Projekts entwickelt wurde.

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„Da gibt es keine Anwesenheitspflicht“, „das fällt nicht auf, wenn ich nicht da bin“ oder „das arbeite ich irgendwann schon noch nach“ – sind Tutorate freiwillige Veranstaltungen, die Anwesenheit wird nicht regelmäßig kontrolliert oder ist nur für einzelne Sitzungen oder Referate erforderlich, dann zeigt sich schnell: Nur wenige TeilnehmerInnen sind motiviert, konsequent an den Sitzungen teilzunehmen. Erst wenn die Klausur oder Prüfung näher rückt, steigt mit der nahenden „Bedrohung“ die Teilnehmerzahl im Tutorat. Meistens in der letzten Sitzung vor dem Termin. Der nachzuholende Stoff ist dann aber schon zu einem schier unbewältigbaren Berg aufgetürmt. Trotzdem wird so lange aufgeschoben, bis es nicht mehr geht. Das hat verständlicherweise negative Auswirkungen auf das Lernen, die Noten ,aber auch auf das individuelle Wohlbefinden. Darauf verweist auch das IDA-Projekt Blackbox Selbststudium.

Die Prokrastination des/der Einzelnen hat dann nicht nur individuelle Folgen, sondern bedeuten auch für den Tutor/die Tutorin eine Herausforderung. Dieser/diese steht in solchen Fällen vielen Fragen gegenüber, die eigentlich in den ersten Sitzungen hätten beantwortet werden können – wäre der/die TeilnehmerIn in den Sitzungen erschienen. Es fehlt schlicht die Zeit, innerhalb einer einzelnen Sitzung den Stoff des gesamten Semesters noch einmal zu wiederholen.  weiter…

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Tutorate im Fokus – Der Tutor als Ansprechpartner

Mittwoch, 16. April 2014 | Autor/in:

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Tutorate als Lehrveranstaltungen von Studierenden für Studierende sind aus der akademischen Lehre kaum wegzudenken. Hannah Köpper ist langjährige Tutorin in Statistikvorlesungen und gewährt uns Einblicke in ihre Erfahrungen mit dieser besonderen Lehrform und der Rolle des Tutors.

Tutor – das Wort kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bezeichnete diejenigen, die als Vormund und Beschützer von Personen auftraten, welche als handlungsunfähig definiert worden waren. Von dieser Bedeutung sind Tutorinnen und Tutoren heute weit entfernt. Sie übernehmen die Aufgabe, für andere Studierende BegleiterInnen im Lernprozess und AnsprechpartnerInnen zu sein.

In den Tutoraten „stehen nicht Leistung und Benotung im Vordergrund, sondern das gemeinsame Üben und Erlernen von wissenschaftlichem Arbeiten ausgehend von dem jeweiligen Wissensstand der Studierenden“.1

So beschreibt die Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung Tutorate“ des Historischen Seminars und Seminars für Alte Geschichte die Veranstaltungen.

Tutorate sind Zusatzveranstaltungen zu Vorlesungen im Grundstudium und bieten die Möglichkeit die Themen und Texte der Vorlesungen zu diskutieren, zu üben und zu vertiefen. Meist sind TutorInnen selbst noch Studierende und arbeiten als studentische Hilfskräfte an der Universität. Ich habe in meinem dritten Fachsemester das erste Tutorat übernommen. Bei meiner ersten Sitzung hatte ich unglaubliches Lampenfieber. Das habe ich aber immer noch bei jeder ersten Sitzung eines neuen Tutorats – wenn auch nicht mehr so sehr – und schätze das persönlich als positiv und dazugehörig ein, da es wichtig ist, sich auf die von Semester zu Semester wechselnden TeilnehmerInnen einzulassen, auf ihre Erfahrungen, Fragen, Diskussionen und Meinungen. Ein Tutorat zu übernehmen, bedeutet für mich weiter…

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