Jetzt bewerben: Weiterbildungspreis „Continuing Education Development Award“ (CEDA)

Mittwoch, 7. Februar 2018 | Autor/in:

Mit bis zu 70.000 Euro wird die Angebotsentwicklung von hochschul- und fächerübergreifender wissenschaftlicher Weiterbildung in der Region Südbaden gefördert.

Sie lehren und forschen zu einem Thema, das auch außerhalb Ihrer Hochschule bei Personen, Unternehmen und Institutionen auf Interesse stößt? Sie können sich vorstellen, zu Ihrem Thema ein Weiterbildungsangebot umzusetzen – allerdings fehlen Ihnen dazu die notwendigen finanziellen Mittel? Hier könnte der CEDA für Sie eine interessante Starthilfe sein!

Der Award wird bereits zum zweiten Mal im Rahmen des Projekts „Weiter in Südbaden“ ausgeschrieben. Bewerben können sich Mitglieder aller Hochschulen des Weiterbildungsverbunds, sowohl Einzelpersonen als auch Teams. Eine weitere Auslobung im Rahmen des Projekts ist nicht vorgesehen.

Weiter in Südbaden ist eine Initiative der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Hochschule Furtwangen. Im Rahmen dieses Kooperationsprojekts möchten die beiden Hochschulen nachhaltige Grundlagen für die wissenschaftliche Weiterbildung in der Region schaffen und neue hochschulübergreifende Kooperationen eingehen. Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Die Bewerbungsfrist läuft bis 14. September 2018. Detaillierte Informationen finden Sie online unter https://www.wis.uni-freiburg.de/ausschreibung-2018/

Save the date: Offizielle Verleihung des ersten CEDA 2017: Der erste CEDA wurde 2017 an das Projekt „Medizinethik“ vergeben. Die offizielle Preisverleihung findet am 17.04.2018 um 17:00 Uhr im Rahmen der Eröffnung des Campus Day der HFU am Campus Schwenningen statt.

 

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Projekt „Weiter in Südbaden“ fördert Medizinethik-Weiterbildung

Dienstag, 21. November 2017 | Autor/in: und 

Der erstmals verliehene, mit 70.000 Euro dotierte Continuing Education Development Award 2017 – kurz CEDA –  fördert die Entwicklung einer berufsbegleitenden Weiterbildung zum Thema „Medizinethik“.

Die drängendste Frage im medizinischen Alltag lautet heute oft nicht mehr: Was können wir alles tun? Sondern: Wollen wir alles, was wir können? Im Kern geht es dabei weniger um medizinische als vielmehr um ethische Aspekte. Ihre Beantwortung vor dem Hintergrund der vielen Einzelfälle des ärztlichen und medizinischen Alltags ist häufig sehr anspruchsvoll, zumal der Zeit- und Handlungsdruck kaum Raum für ausgewogene Entscheidungen lassen. Darüber hinaus fehlt vielen Beschäftigten im Gesundheitswesen das Hintergrundwissen, um eigene Prinzipien und Lösungswege zu entwickeln, die von Kollegen, Vorgesetzten, Patienten und Angehörigen mitgetragen werden können. Hier setzt das geplante Weiterbildungsangebot an. Es soll Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen in die Lage versetzen, die zunehmenden ethischen Herausforderungen im Spannungsfeld von Patientenwohl, ärztlichem Selbstverständnis, technischem Fortschritt und Ökonomisierung zu analysieren und zu bewältigen.

Das didaktische Konzept ist ganz auf die komplexen und oft interdisziplinären Fragestellungen der Weiterbildung zugeschnitten: Jedes Seminar wird von einer Doppelspitze geleitet, bei der jeweils ein/e Dozent/in aus der Wissenschaft und aus der Praxis ihre Erfahrungen und Perspektiven ergänzen. Damit wird es möglich, ethische Hintergründe und Neuigkeiten aus der medizinischen Forschung mit drängenden Fragen aus der ärztlichen Praxis, Pflege, Klinikleitung sowie aus Krankenkassen und Medizintechnik zu verbinden. Zudem werden konkrete ethische Konfliktsituationen gemeinsam mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern erarbeitet. Argumentationsfähigkeit und Auftreten der Teilnehmenden werden sich dadurch wirksam verbessern.

Die Wissenschaftliche Weiterbildung schließt mit einem international anerkannten Certificate of Advanced Studies (CAS) ab. Mit ihr wird eine Lücke in der südwestdeutschen Bildungslandschaft geschlossen: Sowohl in Südbaden als auch in der angrenzenden Nordschweiz existiert bislang kein vergleichbares Angebot.

Im April 2019 will das Team um Dr. Philippe Merz von der Freiburger Thales-Akademie für Wirtschaft und Philosophie mit dem Angebot an den Start gehen. Seitens der Universität Freiburg sind Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander, Direktor des Husserl-Archivs und Dekan der Philosophischen Fakultät, und Prof. Dr. Christoph Borner, Institut für Molekulare Medizin und Zellforschung, beteiligt. Die Hochschule Furtwangen ist mit Prof. Dr. Ulrike Salat, Fakultät Medical and Life Sciences, und Prof. Dr. Folker Wenzel, Fakultät Medical and Life Sciences und Studiendekan Technical Physician, vertreten.

Der CEDA wird vom Kooperationsprojekt „Weiter in Südbaden“ vergeben. An dem Vorhaben, dessen Federführung bei der Universität Freiburg und der Hochschule Furtwangen liegt, wirken acht Hochschulen aus der Region Oberrhein-Schwarzwald mit. Ziel ist es, einen Weiterbildungsverbund zu schaffen, um die Angebote der Partner zu bündeln und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Europäische Sozialfonds der Europäischen Union fördern das Vorhaben seit Januar 2016 bis Ende 2020.

Der CEDA prämiert Projekte zum Auf- und Ausbau von hochschul- und fächerübergreifenden Weiterbildungsangeboten. Im Fokus stehen zwei Kriterien: Es soll in der Weiterbildung möglich sein, unterschiedliche Bausteine zu kombinieren, sodass das Angebot vielfältiger wird, und einheitliche Abschlüsse sollen Transparenz, Vergleichbarkeit und hohe Qualitätsstandards sicherstellen. Beide Kriterien finden sich in den Anforderungen der gestuften Weiterbildungsabschlüsse Certificate of Advanced Studies (CAS) und Diploma of Advanced Studies (DAS) wieder. Auf den Preis können sich alle Mitglieder von „Weiter in Südbaden“ bewerben – sowohl Einzelpersonen als auch Teams. 2017 wurden sieben Projektvorhaben eingereicht, die nächste Ausschreibung ist 2018 geplant.

Informationen zu „Weiter in Südbaden“

www.weiterbildung.uni-freiburg.de/Projekte/WIS

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