Instructional Development Award Preisträger Prof. Dr. Gregor Dobler

Montag, 16. Juni 2014 | Autor/in: und 

SocialSIM2Letzte Woche haben wir an dieser Stelle das Projekt „SocialSIM“ vorgestellt, für das Prof. Dr. Gregor Dobler mit dem Instructional Development Award ausgezeichnet wurde.
SocialSIM tut sich dabei nicht nur durch die innovative Methode der Simulation hervor, sondern auch durch die Einbindung anderer Sozialwissenschaftlicher Fächer. So können zahlreiche Lehrende und Studierende von der Gesellschaftssimulation zu unterschiedlichen Gütertypen und Fragen der Ressourcennutzung profitieren.
Warum der Ethnologieprofessor der Idee anfangs skeptisch gegenüber stand und was er sich inzwischen von dem Projekt verspricht, erfahren Sie im folgenden Interview.

 

IDA-Projekt

Herr Dobler, welches Team steht hinter Ihnen?
Das Team, das die Simulation entwickelt und plant, gab es schon, bevor ich von dem Projekt wusste. Antonio Farfán-Vallespin, Mikko Huotari, Mirjam Lücking, Larissa Mogk und Judith Müller haben die Idee entwickelt und an mich herangetragen und machen auch jetzt noch die größte konzeptionelle Arbeit. Sie werden von Tristan Fuhrmann, Jana Ciernioch und Dmitriy Morgunov im Spieldesign unterstützt. Larissa Mogk koordiniert und organisiert darüber hinaus unser Team, und meine KollegInnen Dominique Schirmer aus der Soziologie und Friedrich Arndt aus der Politikwissenschaft leiten die Seminare in diesen Disziplinen und, mit mir zusammen, das interdisziplinäre Seminar.

Was hat Sie zu der Projektidee inspiriert?
Zunächst war es die Begeisterung des Teams, die mich angesteckt hat. Als sehr qualitativ arbeitender Ethnologe war ich erst etwas skeptisch gegenüber dem Versuch, gesellschaftliche Zusammenhänge in einem Spiel abzubilden. Ich habe dann aber schnell gemerkt, wie spannend die dafür nötigen Abstraktionsprozesse für die sozialwissenschaftliche Ausbildung sind. Was setzen wir eigentlich voraus? Wie stark können wir von konkreten Situationen aus abstrahieren? Welche Bedingungen betrachten wir als gegeben, welche als erklärungsbedürftig? Solche Fragen lassen sich anhand einer gut vorbereiteten und durch Lehre begleiteten Simulation sehr gut stellen. weiter…

Thema: IDA-Projekte, News & Ausschreibungen | Ein Kommentar

SocialSIM: Ein interdisziplinäres Simulationsspiel

Mittwoch, 11. Juni 2014 | Autor/in: und 

SocialSIM ist ein interdisziplinäres Lern- und Lehrprojekt von Ethnologie, Soziologie und Politikwissenschaft, das den diesjährigen IDA in der Profillinie Modulentwicklung gewonnen hat. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Nutzbarkeit von Simulationen für die sozialwissenschaftliche Lehre zu erproben. Studierende können die Regelhaftigkeit sozialer Prozesse aus verschiedenen Perspektiven erleben und kritisch beobachten, indem sie während dem Simulationsspiel “SocialSIM – Bau dir deine Gesellschaft!” am 2. August kleinere theoriegeleitete Forschungsübungen zu gemeinsamen Fragestellungen durchführen. Begleitet werden sie von wöchentlichen disziplinären und interdisziplinären Seminarsitzungen zur Vor- und Nachbereitung der Simulation. An dem Simulationsspiel können alle Interessierten, nicht nur Studierende, teilnehmen und selbst die Zusammenhänge zwischen Simulation und “realer” Welt erleben.

Das Simulationsspiel SocialSIM ist gleichzeitig ein Spielfeld und eine teilweise kontrollierte Forschungsumgebung. Nach vorab definierten Regeln, die auch Freiraum für die eigene Gestaltung lassen, simulieren SpielerInnen gesellschaftliche Abläufe und erfahren die Verschränkung sozialer, politischer und wirtschaftlicher Prozesse. SocialSIM ermöglicht es den TeilnehmerInnen, für die Dauer des Spiels neue soziale Welten zu entwickeln. Sie gestalten miteinander eigene Gemeinschaften, bestimmen politische Organisationsstrukturen, einigen sich auf Grundprinzipien und Ziele ihrer Gemeinschaft und entscheiden über die Verteilung von Ressourcen.

SocialSIM1

Das Projekt SocialSIM stellt sich gleich mehreren Herausforderungen sozialwissenschaftlicher Lehre. Die Gesellschaftssimulation, die am 2. August in der Mensa Rempartstraße stattfinden wird, schafft einen Raum, um theoretische Konzepte auf praktischer Ebene zu erfahren. Spielerisch und systematisch können sich die Teilnehmenden soziale Zusammenhänge erschließen und die Sensibilität für vergleichbare Prozesse in realen Gesellschaften schärfen. weiter…

Thema: IDA-Projekte, News & Ausschreibungen | 2 Kommentare