Weiterbildung für Training und Gesundheitsförderung

Montag, 23. Oktober 2017 | Autor/in:

Die ersten Masterstudierenden des berufsbegleitenden Weiterbildungsmasters Interdisziplinäre Gesundheitsförderung sind am Start und bereiten sich auf anspruchsvolle Aufgaben im Gesundheitsmarkt vor. Anrechnungsoptionen für Absolventen einer externen Physiotherapie-Weiterbildung machen das modular aufgebaute Masterangebot besonders attraktiv.

Wer in Berufen der Gesundheitsförderung, Prävention oder Rehabilitation arbeitet und einen Bachelorabschluss besitzt, kann seit dem Wintersemester 2017/18 den berufsbegleitenden weiterbildenden Studiengang Master of Science Interdisziplinäre Gesundheitsförderung anstreben, den die Universität Freiburg in Kooperation mit der Hochschule Furtwangen im Blended learning-Format und gefördert vom Land Baden-Württemberg mit Hilfe des Europäischen Sozialfonds entwickelt hat. Ziel ist eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld Gesundheitsförderung und der dazugehörigen Forschung und Entwicklung. Das Besondere ist der modulare Aufbau des Programms. Die Präsenzphasen finden in Freiburg oder in Furtwangen statt. Während der Onlinephase liegt der Arbeitsaufwand bei fünf bis zehn Stunden pro Woche, wie immer abhängig von der jeweiligen Aufgabenstellung und der individuellen Lerngeschwindigkeit. Die aktuell drei Studierenden auf der Masterstufe haben gemeinsam mit Teilnehmenden, die sich für die Weiterbildungsabschlüsse entschieden hatten, in den vergangenen Semestern in Freiburg und Furtwangen bereits zwei Diplomas of Advanced Studies erfolgreich abgeschlossen und dabei die Neuromechanik der Bewegung, Gesundheitsdiagnostik, Gesundheitspsychologie und betriebliche Gesundheitsförderung studiert. Eine Teilnehmerin an den CAS möchte nun extern bei der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Manuelle Therapie die „Angewandte Orthopädische Manuelle Therapie“ als eine mehrjährige Weiterbildung absolvieren und Kompetenzen zur spezifischen Befragung, Beurteilung und Behandlung somatischer Dysfunktionen des Bewegungssystems für die Anwendung in der Medizin erwerben. Sie wird diese manualtherapeutische Praxis gezielt mit wissenschaftlicher Theoriebildung kombinieren, denn das OMT-Anrechnungs-Modul ist in den M.Sc.-Studiengang „Interdisziplinäre Gesundheitsförderung“ integriert. Es bietet somit die Möglichkeit, mit einer spezifischen Schwerpunktsetzung für das Arbeitsfeld Physiotherapie abzuschließen.

Auf der Masterstufe mit insgesamt 50 Credit Points setzen sich die Studierenden mit wissenschaftlichem Arbeiten auseinander, nehmen mit einem eigenen Beitrag an einer wissenschaftlichen Konferenz teil. Außerdem bearbeiten sie ein eigenes Forschungsprojekt und bereiten ihre Masterarbeit vor. Da die aktuellen Kandidatinnen und Kandidaten in Physiotherapie und betrieblichem Gesundheitsmanagement beruflich tätig sind, können sie bei der Auswahl der Forschungsthemen auf Anliegen ihres Arbeitsalltages zurückgreifen und bereiten sich mit dem Studium intensiv auf anspruchsvolle Führungs- und Konzeptionsaufgaben vor. Neben einem Bachelor in Physiotherapie sind auch Sportwissenschaft, ein pädagogischer Beruf oder die vielfältigen Gesundheitsfachberufe eine gute Ausgangsbasis um diesen Master zu absolvieren. Die Lehrenden beider Hochschulen aus Medizin, Ernährungs- und Sportwissenschaft tragen bewusst dazu bei, ein zukunftsweisendes Weiterbildungsprogramm mit bewegtem Leben zu erfüllen.

Kontakt und Beratung durch IGF-Koordinations-Team

Beate Steemann

Tel.: 0761/203-67459

E-Mail:beate.steemann@sport.uni-freiburg.de

Karen Markowski

Tel.: 07723/920 2676

E-Mail: markowski@hs-furtwangen.de

Links:

www.igf-studium.de

https://www.dgomt.de/omt

http://www.weiterbildung.uni-freiburg.de/wisswb

 

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Interview mit Toni Bünemann: Weiterbildungskonzepte der Uni Freiburg

Mittwoch, 30. Juli 2014 | Autor/in: und 

Toni Bünemann ist Leiterin des Fachbereichs Wissenschaftliche Weiterbildung der Freiburger Akademie für Universitäre Weiterbildung (FRAUW). Der Fachbereich unterstützt die Weiterbildungsangebote der Fakultäten und Einrichtungen auf administrativer Seite und übernahm während der vom Ministerium für Wissenschaft und Forschung geförderten Entwicklungsphase für die berufsbegleitenden MasterOnline Studiengänge die Koordination und Kommunikation mit dem Ministerium. Im Interview nennt Frau Bünemann Erfolgskriterien für Online-Weiterbildungskonzepte und erklärt das Baukastenprinzip des wissenschaftlichen Weiterbildungsangebots der Universität Freiburg. Wer schon mit dem Gedanken gespielt hat, die eigenen Lehrthemen für die Weiterbildung zugänglich zu machen, bekommt hier erste Antworten!

Frau Bünemann, was sind die wichtigsten Erfolgskriterien für ein gelungenes Online-Studienkonzept?
Am wichtigsten ist, dass alle Beteiligten teilnehmerorientiert denken und handeln. In der wissenschaftlichen Weiterbildung haben wir es mit hohen Ansprüchen seitens der Teilnehmenden zu tun. Für etablierte Zahnärzte spielt bei ihrer Weiterbildung beispielsweise nicht nur das inhaltliche und didaktische Niveau eine Rolle, sondern auch der Service, das Catering und die Räumlichkeiten. Neben guter Betreuung und Fachkompetenz haben sich aber vor allem der Einsatz und das Charisma der jeweiligen wissenschaftlichen Leitung als Erfolgsfaktor herausgestellt. Wenn die Leitung als Fachpersönlichkeit auf Tagungen Präsenz zeigt und den Studiengang der Öffentlichkeit vorstellt, profitiert das Ansehen des Angebots. Ebenfalls wichtig ist ein gutes Team, das den Studiengang koordiniert und durchführt. Ich schätze auch eine gewisse Offenheit für den kreativen Umgang mit E-Learning und die Bereitschaft zur didaktischen Innovation als erfolgskritisch ein.

Die MasterOnline Studiengänge sind nur ein Teil des Angebots der wissenschaftlichen Weiterbildung. Warum braucht die Uni Freiburg noch andere Weiterbildungsformate?  weiter…

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