Feierliche Eröffnung des Freiburger Advanced Center of Education

Mittwoch, 16. Dezember 2015 | Autor/in: und 

IMG_5120Mit einem eindrucksvollen Festakt eröffneten die Rektoren von Universität und Pädagogischer Hochschule gemeinsam mit Ministerin Bauer das Freiburg Advanced Center of Education (FACE).

Universität und Pädagogische Hochschule besiegeln mit FACE ein neues und weitreichendes Kooperationsformat für den Bereich Lehrerbildung. Nachdem die Idee zu FACE bereits im Jahr 2014 entstanden war, wurde nun am Donnerstag, den 10.12.2015 die offizielle Eröffnung unter prominenter Beteiligung gefeiert. Neben Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) waren weitere Bundes- und Landespolitiker_innen sowie zahlreiche Vertreter_innnen zentraler Stellen des Lehrerbildungsstandortes Freiburg anwesend.

Fotos: Brian Barnhart

Fotos: Brian Barnhart

Rund 80 Lehramtsstudierende sorgten für eine eindrucksvolle und professionelle musikalische Gestaltung der Feierlichkeit. Für den Festvortrag war extra Frau Prof. Dr. Cornelia Gräsel aus Wuppertal angereist, sodass die rund 160 geladenen Gäste noch in den Genuss eines Expertenvortrages zum Thema „Qualität in der Lehrerbildung“ kamen.

 

Die bereits eingeworbenen Drittmittelprojekte unter dem Dach von FACE wurden von Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger und Prof. Dr. Timo Leuders vorgestellt. Im Rahmen der BMBF- Initiative „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ erhält das Freiburger Verbundvorhaben 6,9 Millionen Euro. Durch die zusätzlich eingeworbene Landesförderung in Höhe von 1,7 Millionen Euro wird der Bereich Lehrerbildung an den beiden Freiburger Hochschulen nun mit insgesamt 8,6 Millionen Euro gefördert.

IMG_7436Der Höhepunkt der Veranstaltung war schließlich die feierliche Unterzeichnung des FACE-Vertrages von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer und Prof. Dr. Ulrich Druwe.

 

 

 

Die Eröffnung fand breites mediales Interesse: Fernsehen, Radio und Zeitung waren vertreten und stellten in der anschließenden Pressekonferenz Ministerin Bauer und den Rektoren noch weitergehende Fragen.

IMG_5193Auf den offiziellen Startschuss von FACE wurde im Anschluss noch beim gemeinsamen Sektempfang angestoßen, bevor es dann für die 40 Projektmitarbeiter_innen  sowie die begleitenden Professor_innen beider Hochschulen in einem internen Workshop mit der inhaltlichen Arbeit weiterging.

 

Für weitere Informationen zu FACE – insbesondere zu den Handlungsfeldern, Aktivitäten und Strukturen – besuchen sie die Website der Kooperation unter www.face-freiburg.de.

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Renommierter Besuch wird gefördert

Dienstag, 16. Juni 2015 | Autor/in: , und 

Lehre hoch n Das Programm „Lehren – Lecturer“ fördert den Erfahrungsaustausch mit internationalen Wissenschaftlern im Bereich der Lehr-Lernforschung sowie Experten der Hochschulentwicklung. Die Universität Freiburg hat nun schon zum zweiten Mal erfolgreich an diesem Programm teilgenommen. Der Antrag von Herrn Professor Matthias Nückles in Zusammenarbeit mit Professor Jörg Wittwer (beide Institut für Erziehungswissenschaft) und der Abteilung Lehrentwicklung zählt damit zu den zwölf ausgewählten Projekten der insgesamt 26 Anträge.

Demnach wird die Universität Freiburg Ende Oktober 2015 und im März 2016 Prof. Dr. van Merriënboer der Universität Maastricht zu Gast haben.

Er ist bekannt für sein 4C/ID Modell zur Förderung komplexen Lernens. Dabei steht ‚4C‘ für die vier Komponenten, die das Instruktionsdesign (ID) – Modell ausmachen:
1. Entwicklung von Lernaufgaben zum Erwerb ganzheitlicher Fertigkeiten,
2. Aufbereitung von Informationen zum Aufbau grundlegender Fertigkeiten,
3. Aufbereitung von Informationen zum Aufbau routinierter Fertigkeiten,
4. Entwicklung von Lernaufgaben zum isolierten Einüben von Teilfertigkeiten.

Das Instruktionsmodell ist strikt evidenzbasiert, weil es auf der Grundlage von aktuellen Erkenntnissen aus der Lehr-Lern-Forschung und der Expertise-Forschung vorgibt, wie Lernumgebungen zu gestalten sind, damit sie optimal den Erwerb komplexer Fertigkeiten fördern. Die Kernidee dabei ist, authentische Handlungssituationen in Form von Lernaufgaben zur Verfügung zu stellen, die es erfordern, unterschiedliche Fertigkeiten miteinander integrativ zu verbinden. Weitere Informationen zu dem Modell gibt es unter www.tensteps.info. Sein Besuch soll wichtige Impulse geben, wie Hochschullehre authentische Lerngelegenheiten bieten kann, die es Studierenden ermöglichen, Fertigkeiten und Kompetenzen systematisch aufzubauen.

An dieser Stelle sei auch nochmal die Förderung des „Lehren – Lecturer“ des letzten Jahres der Abteilung Hochschuldidaktik zum Problem-Based Learning (PBL) erwähnt.

Vergleichbar mit diesem Programm ist nun ein ähnliches Format zum Thema der Aneignung komplexer Fertigkeiten geplant. Vor dem Hintergrund der laufenden Reform im Lehramtsstudium werden dabei sicherlich praktikable Aspekte herausgearbeitet werden.

Zu einer Plenumsveranstaltung und Workshops für verschiedene Zielgruppen, wird noch auf der Impulswerkstatt informiert und eingeladen, wenn die Termine bekannt sind.

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Daumen hoch für den Antrag aus Freiburg!

Freitag, 6. März 2015 | Autor/in:

FACE 3Beim Kick-Off Meeting des Freiburger Advanced Center of Education Ende Januar hieß es noch Daumen drücken für den gemeinsamen Antrag der Universität und der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Nun ist das Ergebnis da und es ist positiv ausgefallen für die Freiburger!

 

Die Initiative Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Bund und Länder hatten gemeinsam die Initiative ‚Qualitätsoffensive Lehrerbildung‘ beschlossen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung schrieb Mitte 2014 für dieses Förderprogramm insgesamt 500 Millionen Euro auf 10 Jahre aus. Deutsche Hochschulen, die Lehramtsstudierende ausbilden konnten sich mit Projektanträgen im Rahmen eines zweistufigen wettbewerbsorientierten Verfahrens um Fördermittel bewerben.

Das Freiburger Modell

In Freiburg ist die Freude groß. Lange hatte man nach der ersten Ankündigung der Qualitätsoffensive auf den konkreten Startschuss gewartet. Als dann im Sommer 2014 die Bewerbungsmodalitäten veröffentlicht wurden, hieß es schreiben, schreiben, redigieren, schreiben, kürzen usw. schließlich war bereits im Herbst die Einreichungsfrist. Dabei hatten es die Freiburger nicht gerade leicht. Denn Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, welches die Lehrerbildung für viele Schulformen an den Pädagogischen Hochschulen ansiedelt. Den Universitäten in Baden-Württemberg obliegt hingegen derzeit primär die Ausbildung der Studierenden im Bereich Gymnasiallehramt. Um eine gute Lehrerbildung sowie hohe Bildungsstandards zu gewährleisten, und ein erhebliches Maß an Attraktivität für die Lehramtsstudierenden auch zukünftig zu bieten, ist es mittlerweile für die verschiedenen Hochschultypen jedoch wichtig sich stärker zu vernetzen und die Schnittmenge der Lehramtsausbildung gemeinsam zu gestalten. Die Idee der Kooperation – auch im Bereich der Qualitätsoffensive war aber nicht nur naheliegend, sondern auch von Vertreter/innen beider Hochschulen gewünscht. Und so haben viele engagierte Personen aus den Fachbereichen und der Verwaltung beider Hochschulen an der Antragskonzeption und -gestaltung mitgewirkt. Entstanden sind hierbei Konzepte wie beispielsweise das Praxiskolleg und im Sinne des universitären Leitgedanken ein Ausbau der Forschung im Bereich der Lehrerbildung.

News

Auf der gestrigen Presskonferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka verkündet, dass 19 der insgesamt 80 eingereichten Vorhabenbeschreibungen als generell förderungswürdig eingestuft wurden. Der Freiburger Antrag mit dem Titel „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre – Kohärenz und Professionsorientierung“ erhielt positives Feed-back und somit gehören die Freiburger zu der Gruppe der glücklichen 19. Eine heterogen besetzte Expertenjury hatte zuvor die Anträge aus 16 Bundesländern genau unter die Lupe genommen. Detailliert wurde sich mit allen Aspekten und Teilvorhaben der einzelnen Förderanträge beschäftigt und so verwundert es auch nicht, dass auch der Freiburger Antrag an der ein oder anderen Stellen Korrekturanmerkungen erhielt. Die zu erwartenden Auflagen und die mögliche Gesamtfördersumme erfahren die Hochschulen jedoch erst im Laufe des März. Es bleibt also weiterhin spannend!

Fortsetzung folgt…

Die Pressemitteilungen zum Ergebnis finden Sie unter:

Uni: http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2015/pm.2015-03-04.28

BMBF: http://www.bmbf.de/de/26278.php

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