EconRealPlay Innovation & Sustainability Lab

Freitag, 11. März 2016 | Autor/in: , und 

Studierende entwerfen und testen die Simulationen in den Räumen des Instituts für Finanzwesen, Rechnungswesen und Controlling

Studierende entwerfen und testen die Simulationen in den Räumen des Instituts für Finanzwesen, Rechnungswesen und Controlling

Das 2015 mit einem Instructional Development Award (IDA) geförderte Lehrprojekt „ECONREALPLAY Innovation & Sustainability Lab“ durchlief im Wintersemester 2015 in die zweite Runde! Ziel des Lehrprojekts ist es, Kompetenzen zu einem innovativen und nachhaltigen Einsatz von ökonomischen, sozialen und ökologischen Ressourcen bei unseren Teilnehmern zu fördern und somit zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit selbigen anzuregen. Mehr noch sollen die Teilnehmer im Sinne eines forschenden Lernens in die Lage versetzt werden, Problemstellungen aus dem praktischen Arbeitsalltag einer Vielzahl von Organisationen im Rahmen von Simulationen kompakt, aber dennoch hautnah erfahrbar zu machen. Neben der Nutzung der Simulationen im Rahmen der universitären Lehre, zielt das Projekt auch darauf ab, bei Projektpartnern aus der regionalen Wirtschaft Anklang zu finden. Ziel ist hierbei generell die Förderung von Kooperationen und wechselseitigen Transfers mit regional ansässigen Unternehmen.
Als ein regionaler Partner hat sich in diesem Zusammenhang die in Basel ansässige Medartis AG gefunden, ein innovativer Komplettlösungsanbieter für Osteosynthese, der hochspezialisierte Platten- und Schraubensysteme zur Behandlung von Frakturen sowie Halte- und Transportelemente für die Durchführung bereitstellt. Das Unternehmen setzt auf höchste Qualitätsstandards und stetige Innovationen. Zur internen Schulung und Weiterbildung setzt Medartis u.a. auch Prozess-Simulationen ein.
Angeregt durch den steten Austausch und Dialog mit diesem Partner hatten wir bereits im Sommersemester 2015 praxisrelevante Probleme aufgenommen und diese in die Weiterentwicklung von Simulationen einfließen lassen.
Diese Weiterentwicklung unserer Simulationen erfolgte auch in diesem Semester wieder unter Zuhilfenahme des methodischen Baukastens der experimentellen Wirtschaftsforschung bzw. von coachingorientierten Ansätzen. Konkret wurde im Rahmen des aktuell laufenden Semesters eine Weiterentwicklung der bereits im Sommersemester durch die Teilnehmer der ersten Seminarrunde entwickelten Simulationen umgesetzt. Hierzu fanden zu Beginn des Semesters erste Einführungsveranstaltungen statt, in deren Rahmen die Studierenden zunächst eine Auswahl der bis dato vorliegenden Simulationen kennenlernten, um dann anschließend in mehreren Brainstormingsessions in Kleingruppen in die Phase der Weiterentwicklung zu starten.

Manche der bereits vorhandenen Simulationen waren schon recht ausgereift und mussten lediglich an einigen Stellen ausdifferenziert werden, andere hatten noch größeren Weiterentwicklungsbedarf. Die Weiterentwicklung und Verfeinerung dieser Simulationen bis zur ‚Marktreife‘ war Aufgabe der Studierenden im Wintersemester. Einige der Weiterentwicklungen waren und sind unkompliziert, bei anderen stellte sich heraus, dass die zuvor entwickelte Simulationen bzw. die darin erstellten Produkte in größerem Rahmen, d.h. „in Serie“, so nicht umsetzbar waren. Hier wurden und werden durch die Studierenden neue Wege und Lösungen gefunden, auch scheinbar vielversprechende Ideen wieder verworfen, da die Umsetzung sich als doch nicht zielführend erweist. Wesentlich hierbei ist, dass auch diese Wege gegangen werden müssen, um zu wirklich guten Lösungen zu gelangen, d.h. eine verworfene Idee stellt hier nicht ein Scheitern, sondern ein Schritt zur Entwicklung und Realisation einer besseren Idee und Lösung dar. Somit wurde und wird das Entwickeln von Innovationen im Sinne von „marktfähig machen“ von Produkten bzw. Prozessen für die Studierenden unmittelbar erlebbar.
Aktuell werden weitere Kooperationspartner hinzugewonnen, so auch im Bereich der Lean Office Prozess-Simulationen.
Gegen Semesterende verfassen unsere Teilnehmer ihre Seminararbeiten und geben den entwickelten Simulationen den letzten Feinschliff. Anschließend bietet sich bei unseren Projektpartnern die Möglichkeit das erarbeitete Themenfeld Praktikern vorzustellen und von diesen ein Feedback zu erhalten. Auch hierüber werden wir in der kommenden Zeit an dieser Stelle berichten.

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Thema: IDA-Projekte

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Ein Kommentar

  1. Super Sache,
    Ich biete Unterstützung, falls weitere Unternehmen der Region gesucht werden.
    viele Grüsse

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