Die Aktivitäten des FACE werden beforscht!

Montag, 14. März 2016 | Autor/in:

Weit angereister Besuch aus Hamburg und Kaiserslautern zu Besuch in Freiburg.
Treffen von G. Favella, A. Heudorfer, J. Besters-Dilger und U. Druwe (v.l.n.r.)

Treffen von G. Favella, A. Heudorfer, Prof. Dr. Besters-Dilger und Prof. Dr. Druwe (v.l.n.r.)

Anna Heudorfer (Univ. Hamburg) und Gianpiero Favella (TU Kaiserslautern) forschen derzeit im Rahmen des Projektes FideS (BMBF-gefördert) zur Thematik des Forschenden Lernens. In Freiburg fanden sie sich für einen Interviewtermin mit dem Leitungsduo des FACE-Verbundprojekts (Freiburger Advanced Center of Education) in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger (Prorektorin für Studium und Lehre, Univ.) und Prof. Dr. Ulrich Druwe (Rektor, PH), zusammen.
Der Anlass: Die beiden Forscher befassen sich aktuell mit der Untersuchung der Integration forschenden Lernens in die Studieneingangsphase. Forschendes Lernen sei aus ihrer Sicht in der ersten Phase des Studiums besonders wertvoll, da es die natürliche Neugierde der jungen Studierenden ausnutze, um sie mit dem Bereich der Forschung in Kontakt zu bringen und das Einfinden in die eigene Fachdisziplin zu erleichtern. Bei ihren Recherchen sei ihnen das Freiburger Verbundvorhaben schnell ins Auge gefallen.
Denn auch im Rahmen des FACE-Projekts in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wird das forschende Lernen bereits in der Studieneingangsphase gefördert. Angehende Lehrerinnen und Lehrer absolvieren beispielsweise nach dem ersten Semester im Bachelorstudiengang das Orientierungspraktikum. Bei diesem werden sie angehalten, den Unterricht sowie die erste eigene Tätigkeit als Lehrperson systematisch zu beobachten und zu reflektieren sowie Lehrpersonen zu interviewen. Unterstützt werden sie hierbei durch forschungsbasierte Anleitungen. Ziel des recht frühen Praktikums ist die Bewusstwerdung der eigenen subjektiven Theorien, da subjektive Theorien zu den zentralen Tätigkeiten des Lehrerberufs häufig falsch sind und deshalb den Erwerb professioneller Kompetenzen massiv beeinträchtigen können.
Die beiden Forscher des Projekts FideS gaben im Anschluss an das Interview an, dass sie das Freiburger Orientierungspraktikum als besonders beachtenswert und wichtig wahrnehmen, da durch die Anwendung von Elementen des forschenden Lernens ein Wechsel von der meist noch nicht lang zurückliegenden eigenen Schülerrolle in die einer Lehrperson vollzogen werden kann.
Insgesamt 20 deutsche Hochschulen wurden im Rahmen der Untersuchung bereits interviewt. Freiburg war das erste Projekt aus der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, das von den Forschern besucht wurde. Die ersten Ergebnisse wird es voraussichtlich 2017 geben. Basierend auf den Resultaten werden dann Modelle, Materialien sowie technische Werkzeuge für die forschungsorientierte Gestaltung der Lehre in der Studieneingangsphase entwickelt.

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Thema: News & Ausschreibungen

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