Zum 15. Mal dreht sich alles um die Lehre – das hochschuldidaktische Jahresprogramm 2016 ist erschienen!

Mittwoch, 18. November 2015 | Autor/in: und 

Foto: Christiane Klein

Foto: Christiane Klein

Seit 2002 bietet die Abteilung Hochschuldidaktik in Kooperation mit den anderen Landesuniversitäten ein gemeinsames Workshop-programm an. Mit dem Erscheinen des Jahresprogramms 2016 geht das landesweite Weiterbildungsangebot in seine 15. Saison.
In der vergangenen Woche hat das Team der Abteilung über 2850 Briefe an das wissenschaftliche Personal der Universität verschickt, an die sich dieses Angebot richtet.
Im kommenden Jahr haben die Lehrenden der Universität Freiburg damit die Chance, sowohl von Grundlagen- und Schwerpunkt-Workshops als auch von etablierten und neuen Themen im Kontext der Lehre zu profitieren.

Innovative Lehrformate

Einige Veranstaltungen im kommenden Jahr widmen sich dabei explizit innovativen Lehr-Lern-Formen. So wird Prof. Dr. Wim Gijselaers in der eintägigen Veranstaltung „Problem-based Learning – A key to facilitate students‘ learning“ einen Einblick in das viel diskutierte Konzept geben, mit Lehrenden Strategien der Umsetzung erarbeiten und Realisierungsmöglichkeiten aber auch Schwierigkeiten diskutieren. Ein vergleichsweise junger hochschuldidaktischer Ansatz ist Service Learning. Dieses Prinzip hat zum Ziel, durch reale Projekte Fachinhalte anzuwenden, Kompetenzen aufzubauen und gesellschaftliches Engagement zu fördern. Konkret geht es darum, reale Herausforderungen wissenschaftlich zu bearbeiten, den eigenen Wissens- und Kompetenzzuwachs zu reflektieren und neue Handlungs- und Forschungsfelder zu identifizieren.

Lernaufgaben im Fokus

Im Oktober war Prof. Dr. Jeroen van Merriёnboer (Universität Maastricht) im Rahmen des Lehren-Projektes „Vom Wissen zum Handeln: Das 4C/ID Modell zur Förderung komplexen Lernens“ bereits zu Gast an der Universität Freiburg. Im März wird er nochmals zum Thema “Enhancing complex learning – the importance of learning tasks for competence-based learning” einen Workshop durchführen. Dabei wird die Bedeutung von authentischen Lernaufgaben in den Mittelpunkt gerückt und anhand des 4C/ID Modells erarbeitet, wie Lernumgebungen gestaltet werden können, um nachhaltiges Lernen zu ermöglichen und handlungsbasierten Kompetenzaufbau zu fördern.

Herausforderungen in der Lehre

Im Jahresprogramm werden aber nicht nur innovative Konzepte in den Fokus genommen, sondern auch Herausforderungen aufgegriffen, denen Lehrende im Alltag gegenüberstehen. Eine Herausforderung besteht sicherlich darin, auch in Lehrveranstaltungen mit einer großen Studierendenzahl Lernprozesse (inter-)aktiv zu gestalten. Im Workshop „Große Vorlesungen, Übungen und Seminare – Wege zur Weiterentwicklung der Frontallehre“ konkretisieren Prof. Dr. Wilfried Hauenschild und Martin Mürmann Möglichkeiten, die Beteiligung der Studierenden und deren Tiefenlernen auch in großen Gruppen zu fördern.
In jeder Lehr- und Beratungssituation wird deutlich, dass Studierende ganz verschiedene Individuen sind. Sie unterschieden sich u.a. in ihren Lernbiografien, Vorwissen, Interessen und Einstellungen. Diese Unterschiedlichkeiten nicht nur als Hürde sondern auch als Chance für die Lehre wahrzunehmen, damit auch das Voneinander-Lernen stärker zu fokussieren, wird im Workshop „Arbeit in und mit heterogenen Gruppen – Diversität als Chance und Herausforderung im Lehren und Lernen“ nachgegangen.
Ein beachtlicher Anteil der über 24.000 Studierenden sind internationale Studierende. Lehren und Lernen gewinnt in diesen Kontexten neue Facetten. Deswegen wird im Workshop „Learning and Teaching in a Multilingual, Multicultural Environment“ Raum für den Umgang mit und Reflexion von Diversität in multilingualen und multikulturellen Lernsettings gegeben.

Fit für die Lehre?

All diejenigen Lehrenden, die erst seit kurzem in der Lehre tätig sind – oder auch nach einiger Zeit der Lehrpraxis, das eigene Handeln auf ein sicheres Fundament stellen möchten – können in der insgesamt viertägigen Veranstaltung „Fit für die Lehre – Hochschuldidaktische Grundlagen“ didaktisch-methodisches Wissen über das Zusammenspiel von Lehren und Lernen aufbauen und sich u.a. mit der Fragen beschäftigen, welchen Bedingungen Lehr-/Lernprozesse unterliegen sowie Impulse holen, wie sie ihre Lehre kompetenz- und lernendenzentriert gestalten können. Dieser Workshop wird auf Grund der hohen Nachfrage drei Mal angeboten.

Nähere Informationen zu diesen Veranstaltungen und allen anderen Veranstaltungen des Jahresprogramms 2016 finden Sie in der Gesamtübersicht.

Wenn Sie in einem persönlichen Gespräch klären möchten, welche Veranstaltungen für Sie und Ihren Lehrkontext sinnvoll wären oder Sie Fragen zum Programm oder unserem Gesamtangebot haben, dann können Sie sich jederzeit an uns wenden.

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Thema: News & Ausschreibungen

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