Moin mooin (mit doppel-O) – ein Gruß aus dem Norden!

Dienstag, 31. März 2015 | Autor/in:

mooin – das steht für “Massive Open Online International Network” – ist die im März 2015 gestartete Plattform für Massive Open Online Courses (kurz MOOCs) von der Fachhochschule Lübeck und ihrer Tochter oncampus.

Warum eine eigene Plattform? Es gibt doch schon Udacity, Coursera…

Bis 2020 plant die FH Lübeck im Rahmen von verschiedenen Projekten und mit unterschiedlichen Partnern 40 MOOCs anzubieten. Hierfür wollten wir neben der langfristigen Perspektive nicht auf die Flexibilität einer selbst verwalteten Plattform verzichten.

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mooin basiert auf Moodle, aber wir haben viel getan, dass man das nicht sieht 😉 Wir haben dem Open-Source-LMS ein modernes Design verpasst (Stichwort: Fat Media), Teilnehmerkarten und Gamification-Elemente wie Badges integriert. Durch eine Schnittstelle zu Capira können Quizzes direkt in Videos integriert werden. Zudem haben wir von Anfang an darauf geachtet, dass die Inhalte auch auf mobilen Geräten schick aussehen.

→ Mehr zum Launch gibt es im Blog von Andreas Wittke.

Wie passt eine MOOC-Plattform an eine Hochschule?

MOOCs sind an der Fachhochschule Lübeck keine Einzelprojekte, die durch die Initiative ambitionierter Lehrender zustande kommen (eben so, wie es bei den bereits hier vorgestellten Projekten SOOC oder SOOPAL der Fall war), sondern Teil der Hochschulstrategie. Die Hochschule trägt einige der MOOCs selbst (wir nennen diese FHL-MOOCs), daneben gibt es aber auch von Förderprojekten getragene Kurse (wie aktuell im Projekt pMOOC) und solche, die mit und durch Kooperationspartner, wie den Volkshochschulen.

Gerade die pMOOCs könnten für Hochschullehrende interessant werden: hier machen wir den Versuch, über MOOCs auch ECTS Credits zu vergeben, die möglichst weite Anerkennung erfahren. Wir wollen hier also Kurse auf akademischem Niveau erstellen, die zur Vorbereitung auf eine realen Prüfung an der Hochschule geeignet sind (wobei wir im Rahmen des Projektes auch andere Prüfungsformen unter die Lupe nehmen wollen). Somit bewegen wir uns auf der gesamten Spanne von allgemeinbildenden Angeboten bis hin zu Kursen auf Hochschulniveau.

Der HanseMOOC zum Auftakt

Julia Seidel vom HanseMOOC

Den Auftakt hatte in der letzten Woche der HanseMOOC gemacht, der bereits zwei Durchläufe hinter sich hat. Mit Archäologen und Historikern wird das Leben in der Hochzeit der Hanse, aber auch heutige Methoden vorgestellt, mit denen die damaligen Verhältnisse erforscht werden. Dass wir hier auf einen bewährten Kurs für den Start zurück greifen konnten, hatte einen weiteren Vorteil: So können wir erste Probleme und Fehler der Plattform an bewährten Lerninhalten lösen (davon gab es aber dann doch fast keine 😉 ).

Nächste Station: VideoMOOC

Kommende Woche (KW 14) startet mit dem VideoMOOC ein Kurs, der eher aus dem allgemeinbildenden Bereich stammt. Markus Valley, Journalist, Medientrainer und Autor des VideoTrainingsBuchs, führt in Schnitt, Kameraführung u.v.m. ein.

Kurse auf Hochschulniveau: Marketing und Projektmanagement

Marc Oliver Opresnik, Professor für Marketing und Management, bietet nicht nur seinen sehr erfolgreichen MarketingMOOC erneut an, der bereits in vorherigen Durchläufen mit einer ECTS-wirksamen Prüfung abgeschlossen werden konnte, er traut sich mit uns auch, Experimente mit Bezahlsystemen innerhalb der MOOCs zu wagen. Wie genau diese aussehen werden, können wir noch nicht genau sagen, da das noch von der technischen Umsetzung abhängig ist. Wir denken da aber vor allem an MicroPayment-Optionen und wollen damit experimentieren.

Dazu kommt auch der ProjektmanagementMOOC, der erstmalig angeboten wird.

Fachhochschule + Volkshochschulen = ichMOOC

Der ichMOOC ist in vielerlei Hinsicht etwas besonderes: In dem Kurs, in dem das eigene Digitale Ich aus verschiedenen Perspektiven betrachtet wird, kooperieren wir erstmals mit Volkshochschulen im Rahmen eines MOOCs. Darüber hinaus werden zu dem wie gewohnt online stattfindenden MOOC sogenannte MOOCbars angeboten, in denen sich die Teilnehmenden offline in ihrer Region treffen und die Themen besprechen können. Hierfür konnten wir bereits über 30 Standorte in 4 Ländern gewinnen und es werden mehr.

Wie geht es weiter?

Mit diesen fünf Kursen sind wir für den Anfang gut beschäftigt, denken aber natürlich permanent an die Weiterentwicklung. Dazu gehört ganz klar die Zweisprachigkeit der mooin-Plattform selbst, damit wir im Herbst auch englischsprachige MOOCs anbieten können. Wir basteln an neuen Kursen und freuen uns über die Umsetzung weiterer Kooperationsprojekte. So stricken wir gerade am Verbund MOOCHub, den wir zusammen mit der österreichischen Plattform iMOOX gründen.

Wir sind selbst sehr gespannt auf diese Entwicklungen und laden Sie ein, an unseren MOOCs teilzunehmen. Wir sind schließlich offen – auch für Freiburg! Die Weiterentwicklungen der Plattform sowie Informationen über neue Kurse können über den oncampus Newsletter sowie via Twitter und Facebook verfolgt werden.

Noch ein Bonus: fast alle unsere Videos und Materialien sind OER, das heißt sie stehen unter einer freien Lizenz zur Weiternutzung bereit. Auch das ist Teil der Hochschulstrategie.

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