Informationsgespräch mit der IHK zum Thema „Studienberatungsangebote und Berufseinstieg“

Dienstag, 10. März 2015 | Autor/in:

Bild: Peter Mesenholl

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Wo kann ich mich über Karrieremöglichkeiten informieren? Welche fachlichen, welche Zusatzqualifikationen sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt? Welche Rolle spielen meine Persönlichkeit und meine persönliche Entwicklung? Welche Möglichkeiten stehen mir offen und wie finde ich den richtigen Berufseinstieg?

Diese und viele weitere Fragen standen im Zentrum eines Informationsgesprächs mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) an der Universität Freiburg am 19.02.2015. Die Initiative für das Treffen mit 30 Studierenden aller Fachrichtungen und -semester war von Dr. Steffen Auer, geschäftsführender Gesellschafter der Schwarzwald-Eisenhandel GmbH & Co. KG und seit 2011 Präsident der IHK Südlicher Oberrhein, ausgegangen. Hintergrund der Veranstaltung ist die Absicht, die Zusammenarbeit zwischen der Universität, den regionalen Wirtschaftsverbänden und der Agentur für Arbeit im Bereich Studium und Berufseinstieg zu verstärken. In diesem ersten Informationsgespräch ging es vor allem darum, mehr über die Fragen zu erfahren, die Studierende zum Thema „Studienberatungsangebote und Berufseinstieg“ haben, sowie darum, den Studierenden die Möglichkeit zu geben, Antworten auf ihre Fragen aus erster Hand zu erhalten.

Ausgehend von seiner eigenen Biographie und um zu verdeutlichen, dass es auch verschlungene Wege im Berufsleben geben kann, berichtete Dr. Auer zunächst von der Wirtschaftsregion Oberrhein, mit der er eigene berufliche Stationen verbindet. Unter Bezugnahme auf konkrete Ergebnisse aus der zentralen AbsolventInnenstudie der Universität wie Einkommen, berufliche Situation und Branchenzugehörigkeit der ehemaligen Studierenden stellte Dr. Auer heraus, dass es grundlegend ist, sich seiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu werden und auf dieser Basis das eigene Persönlichkeitsprofil als Voraussetzung für den erfolgreichen Berufseinstieg zu schärfen.

Im Anschluss an die Präsentation wurden unter Rückgriff auf die oben genannten Fragen der Studierenden Themen wie Orientierung, fachliche und außercurriculare Qualifikationen oder Berufsberatung ausführlich diskutiert. Die individuellen Situationen der teilnehmenden Studierenden standen dabei anfangs im Vordergrund. Aufgrund der Fächerbandbreite der Studierenden und da sich schnell übergeordnete Fragen herauskristallisierten, die für die allermeisten Studierenden und Studiengänge von Bedeutung sind, konnten schon bei dieser Auftaktveranstaltung allseits wichtige Erkenntnisse gewonnen werden.

So zeigte sich, dass bei der Abstimmung von Aufgaben und Angeboten der Universität, den regionalen Wirtschaftsverbänden und der Agentur für Arbeit Nachholbedarf besteht. Gleiches gilt auch innerhalb der Universität – etwa mit Blick auf die thematische Ausrichtung von und Zugang zu den BOK-Kursen oder auf Beratung bei der Fächerwahl. Schließlich wurde deutlich, dass neben weiteren Veranstaltungsthemen und -formaten eine Zusammenstellung von bestehenden Angeboten und Informationen zum Themenkomplex Studienberatungsangebote und Berufseinstieg auf dem Studierendenportal besonders sinnvoll erscheint.

Am 12. Mai 2015 wird es eine Veranstaltung der Universität mit der IHK, der Agentur für Arbeit und der Handwerkskammer zu alternativen Karrierewegen um 18 Uhr geben. Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung werden auch auf dem Blog der Impulswerkstatt Lehrqualität bekanntgegeben.

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Thema: News & Ausschreibungen

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Ein Kommentar

  1. Wertvolle Hinweise für berufliche Zukunft –
    guter Einblick in das Berufsfeld – Praxisbezug – sehr hilfreich für den beginnenden Bewerbungsprozess …

    Dies sind nur einige der zahlreichen offenen Kommentare von Studierenden aus aktuellen Lehrevaluationen der BOK-Veranstaltungen am ZfS – und genau für diese Themen steht das ZfS seit mehr als 12 Jahren u.a. mit den regionalen Wirtschaftsverbänden IHK und wvib (Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden eV) im Austausch. Erst im letzten Jahr konnten mit Hilfe der IHK weitere Expertinnen/Experten aus der Praxis gewonnen werden (u. a. ein Personalentwickler eines Unternehmens mit mehr als 8.000 Mitarbeitenden, ein geschäftsführender Gesellschafter eines weltweit tätigen Technologieunternehmens oder ein bei der Nachrichtenagentur Reuters tätiger Journalist). Die mehr als 200 Lehrbeauftragten aus Wirtschaft, Gesellschaft und Universität tragen auch dazu bei, dass zukünftige Absolventen und Absolventinnen auf der einen und potentielle Arbeitgeber auf der anderen Seite um die gegenseitigen Erwartungen und Anforderungen wissen.

    Interessanterweise ist die wichtigste (und sicher auch legitime – und für das gemeinsame Lernen fruchtbare) Motivation der Studierenden bei der Auswahl einer BOK-Veranstaltung das „persönliche Interesse“ (55%), gefolgt von „Thema ist für Zukunft (Studium/Beruf) relevant“ (30%). Der reine „Erwerb von Leistungspunkten“ (10%) oder „andere Veranstaltungen waren belegt“ (1%) spielen bei der Entscheidung für eine bestimmte BOK-Veranstaltung keine/eine sehr geringe Rolle (Daten aus der aktuellen, noch nicht veröffentlichten Gesamtauswertung der Lehrevaluation des WS 2014/15 aller ZfS-Veranstaltungen – danke an den Zentralen Evaluationsservice für die schnelle Auswertung!).

    PS: In der zentralen Befragung der Absolventinnen und Absolventen der ALU 2012 bewerten übrigens die Bachelor-Studierenden die „Angebote zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen“ bezogen auf ihr Fach im Vergleich zu allen anderen Abschlussarten am besten.

    FRAUW/ZfS – Jan Ihwe und Verena Saller

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