Ausgezeichnet! – mit dem Deutschlandstipendium

Montag, 23. März 2015 | Autor/in:

Ein Studium bedeutet nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch die Möglichkeit, die eigene Persönlichkeit und die individuellen Fähigkeiten zu entwickeln. Dazu braucht es Freiräume: Freiräume zum Denken und Forschen, zum Austausch und zum Experimentieren, zu Kreativität und Kritik. Freiräume, um den Horizont zu erweitern oder gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Zum Wintersemester 2012/2013 hat die Universität Freiburg zum ersten Mal das Deutschlandstipendium vergeben. Dieses wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als ein Instrument der Hochbegabtenförderung ins Leben gerufen, um den Grundstein für eine neue Stipendienkultur in Deutschland zu legen und ebenfalls die Verbindung zwischen Hochschule und Wirtschaft zu stärken.

Urkundenverleihung für Deutschlandstipendium  (Bild: Baschi Bender)

Urkundenverleihung für Deutschlandstipendium (Bild: Baschi Bender)

Bundesweit werden mittlerweile an etwa drei Viertel aller Hochschulen rund 20.000 Deutschlandstipendien vergeben. Damit ist bereits vier Jahre nach Einführung des Programms mehr als jedes dritte vom Bund geförderte Stipendium für Studierende ein Deutschlandstipendium. Das macht es im Bildungsbereich zum größten öffentlich-privaten Projekt, das es in Deutschland je gab.

Am Deutschlandstipendium der Universität Freiburg beteiligen sich derzeit insgesamt 14 regionale und überregionale Förderer, darunter Privatleute, Stiftungen und Unternehmen. Sie fördern 90 exzellente Studierende, die überdurchschnittliches Engagement zeigen oder sozial benachteiligt sind. Monatlich erhalten die StipendiatInnen 300 Euro, wovon die Hälfte von den SpenderInnen aufgebracht wird. Die andere ergänzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Deutschlandstipendium ist zunächst an eine einjährige Laufzeit gebunden. Vielen der StipendiatInnen gelingt es zwar, ihr hohes Leistungsniveau zu halten und sich erneut erfolgreich zu bewerben. Umso entscheidender ist aber, dass dem Stipendium über den monetären Bonus hinaus ein ideeller Mehrwert beigemessen wird und in einem aktiven Netzwerk nachhaltig überdauert.

Ein Deutschlandstipendium ist ein deutliches Zeichen der Anerkennung, ein Signal, dass sich Leistung und Engagement an der Universität lohnen. Die Stipendienfeier ist zentraler Bestandteil des Stipendienjahres an der Universität Freiburg. In erster Linie stellt sie die Kontaktplattform zum Austausch zwischen StipendiatInnen und Förderern. Die geladenen Gäste sollen nicht nur mit einer Urkunde geehrt werden, sondern insbesondere auch zur Weiterentwicklung des Deutschlandstipendiums an der Universität Freiburg animiert werden. Im Vordergrund steht dabei die verstärkte Anbindung der StipendiatInnen aber auch der Förderer in ein Netzwerk von StipendienbotschafterInnen.

Am 24.02.2015 verliehen drei StipendiatInnen dem Deutschlandstipendium mit ihren beeindruckenden, individuellen Beiträgen stellvertretend ein Gesicht. Tristan Stöber studiert in den letzten Zügen Biologie und hat auf abenteuerlichem Weg mit zwei Freunden eine Dokumentation über Freiburgs iranische Partnerstadt Isfahan im Iran gedreht. Die Premiere lief am Abend zuvor im Kommunalen Kino. Lara Tarbuk, Studierende der Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, berichtete über ihren Weg zum Studium in Freiburg nach Kindheit und Schulabschluss in Serbien. Daniel Soriano, der eigentlich Medizin studiert, ist baden-württembergischer Poetry Slam Meister 2013 und zog das Publikum mit Lyrik in seinen Bann. Die Festrede wurde von Dr. h.c. Roland Mack, vielfach ausgezeichneter Unternehmer und Inhaber des Europa-Park sowie Ehrensenator der Universität Freiburg, gehalten und ermunterte die Studierenden, weiterhin so engagiert Ihren Weg zu beschreiten. Beim anschließenden Get Together wurden die Eindrücke von StipendiatInnen, Förderern und SpenderInnen, VertreterInnen der Universität sowie NetzwerkpartnerInnen angeregt diskutiert.

Weitere Infos unter:
www.uni-freiburg.de/universitaet/foerdern-und-stiften/deutschlandstipendium

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