Bewegung als Medizin – Eine interprofessionelle Aufgabe (LongStI – Teil 2)

Mittwoch, 29. Oktober 2014 | Autor/in:

LongStI 5Die Lehrveranstaltung „Bewegung als Medizin – Eine interprofessionelle Aufgabe“ wird erstmals im Wintersemester 2014/15 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg stattfinden. Das Pilotprojekt ist ein gemeinsames Vorhaben der Zentralen Einrichtung für Bewegungsmedizin und Sport des Universitätsklinikums und des Instituts für Sport und Sportwissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität. Als Teilprojekt des „Longitudinalen Strangs Interprofessionalität“ setzt sie sich zum Ziel, die Studierenden der Humanmedizin und der Sportwissenschaft interprofessionell zu unterrichten. Die Lehr- und Lerninhalte fokussieren sich dabei auf die Prävention und Therapie der Adipositas, des Typ 2 Diabetes sowie des Mamma- und Kolonkarzinoms. Im Rahmen von zwei aufeinanderfolgenden Blockseminaren bietet diese Lehrveranstaltung den Teilnehmern die Chance eines interaktiven Lernprozesses, in welchem sie mit-, von- und übereinander lernen und sowohl medizinische, ernährungswissenschaftliche und sport-/bewegungstherapeutische, als auch interprofessionelle Kompetenzen erwerben.

Nach einer online- gestützten Vorwissensaktivierung, werden als Schwerpunkt der ersten Blockveranstaltung die häufig miteinander assoziierten Krankheitsbilder Adipositas und Typ 2 Diabetes mellitus behandelt. Ein weiterer Baustein dieser ersten theoretischen und praktischen Module wird die Einführung in die Interprofessionalität und in die Rahmenbedingungen der professionsübergreifenden Zusammenarbeit darstellen. Die zweite Blockveranstaltung konzentriert sich auf die onkologischen Erkrankungen der Brustdrüse und des Dickdarms. Über die ausgewählten krankheitsspezifischen Aspekte hinaus werden innerhalb der Veranstaltung grundlegende Fähig- und Fertigkeiten einer interprofessionellen Arbeit in Theorie und Praxis thematisiert und erprobt. Hierfür arbeiten die Studieren über alle Lehrabschnitte in gemischten interprofessionellen Kleingruppen und führen so ihre vorhandene und neu angeeignete Expertise über die einzelnen Themenbereiche zusammen.

LongStI 3Als abschließende Studienleistung wird von jeder Kleingruppe ein ganzheitlicher Behandlungspfad von der Anamnese und Diagnostik bis hin zur Erstellung eines Therapieplans (Medizin, Ernährung, Sport- und Bewegungstherapie) für ein spezifisches Fallbeispiel erarbeitet. Insgesamt zielt die Lehrveranstaltung nachhaltig darauf ab, die Akteure der angesprochenen Professionen durch den Erwerb erforderlicher interprofessioneller Kompetenzen auf ihr späteres Berufsfeld vorzubereiten und das Bewusstsein für eine gemeinschaftsorientierte zukünftige Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zu fördern.

Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ulrike Korsten-Reck, Prof. Dr. Daniel König, Prof. Dr. Gerd Walz (Zentrale Einrichtung für Bewegungsmedizin und Sport, Universitätsklinikum Freiburg), Dr. Katrin Röttger, Prof. Dr. Albert Gollhofer (Institut für Sport und Sportwissenschaft, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

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Ein Kommentar

  1. 1
    Nina 

    Bewegung ist während des Studiums sehr wichtig. Ich kenne auch viele Studenten, die neben den Vorlesungen eine Sportart betreiben, um einen Ausgleich zu finden. So haben sie einen klaren kopf und sind nicht dauerhaft gestresst.

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