Interdisziplinarität im akademischen Beruf

Mittwoch, 13. August 2014 | Autor/in: , und 

Kategorie_IndiTrack2Der Interdisciplinary Track, ein Pilotprojekt des University Colleges Freiburg, ermöglicht es Bachelor-Studierenden, im dritten Studienjahr zwei Semester lang über den Tellerrand ihres Studienfachs hinaus zu schauen. In diesem interdisziplinären Zusatzjahr haben wir Einblicke in verschiedene Fachbereiche erhalten und einiges darüber gelernt, wie Interdisziplinarität theoretisch aussieht; im Rahmen unseres Projekts wollten wir nun gerne herausfinden, wie Interdisziplinarität auch praktisch funktionieren kann und planten, dafür exemplarisch einige interdisziplinär arbeitende Wissenschaftler an der Universität und an Forschungsinstituten in Freiburg zu dem Thema zu interviewen. Als Zielgruppe dachten wir an andere Studierende, die sich vorstellen können, später einmal in einem interdisziplinären Bereich zu arbeiten, denen wir mit unseren Interviews „Vorbilder“ nahebringen wollten. Doch bei Wissenschaftlern an Termine für ein kurzes Gespräch zu kommen, war schwieriger als gedacht. Letztlich war es aber sogar besser, dass die angedachten Institute gar nicht reagiert haben und nur zwei Interviews zustande gekommen sind, weil wir so schon mehr als genug Material gesammelt haben und uns schließlich entschlossen, uns bei der Dokumentation auf das Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Speck zu beschränken.

Abbildung 1: Prof. Thomas Speck hat an der Uni Freiburg Biologie studiert und ist dort seit 2002 Professor für Funktionsmorphologie und Bionik. Er ist zudem Leiter der “Plant Biomechanics Group“ und des Botanischen Gartens (Foto: privat).

Prof. Thomas Speck hat an der Uni Freiburg Biologie studiert und ist dort seit 2002 Professor für Funktionsmorphologie und Bionik. Er ist zudem Leiter der “Plant Biomechanics Group“ und des Botanischen Gartens (Foto: privat).

Er zeigte sich gegenüber unserem Projekt sehr aufgeschlossen und nahm sich über eine Stunde Zeit für ein Gespräch, in dem wir einen Einblick in die faszinierende Welt der Bionik erhielten und seine Sichtweise auf „gelebte“ Interdisziplinarität sowie über seine Erfahrungen damit erfuhren. Er hat uns vermittelt, wie wichtig es als interdisziplinärer Wissenschaftler ist, einerseits unbedingt in einem Fachgebiet beheimatet zu sein und andererseits neugierig und offen für andere Fachkulturen zu sein. Hier finden Sie das komplette Interview: „Warum ein See lieber tief als flach sein sollte…„.
Da wir mit unserem Projekt nur ein einziges Beispiel für interdisziplinäre Forschung vorstellen konnten, wäre es für nachfolgende Projektgruppen sicherlich interessant, weitere Beispiele aus anderen Fachbereichen der Universität Freiburg oder von Freiburger Forschungsinstituten wie ISE, MPI, FIM und Goethe-Institut u. a. vorzustellen. Nach unserer Erfahrung ist es empfehlenswert, frühzeitig für Gesprächstermine anzufragen und bei ausbleibenden Reaktionen mehrfach nachzuhaken.

 

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Thema: IndiTrack

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