Mit SOOPAL in die xMOOC-Welt

Montag, 17. März 2014 | Autor/in:

In Sachsen experimentieren wir wieder. Vielleicht können sich noch einige Blog-Leser/innen an den SOOC erinnern, über den wir auch hier schon berichtet hatten. Diesem cMOOC gönnen wir nach zwei doch recht erfolgreichen Durchläufen eine Pause (das ist euphemistisch für „das Projekt und dessen Finanzierung sind zunächst abgeschlossen, weitere Durchläufe schließen wir aber nicht aus, nur erst einmal nicht jetzt“, derweil kann man aber gern in den Publikationen zum SOOC schmökern). Aber ruhiger wird es deswegen bestimmt nicht…

SOOPAL

Mit dem SOOPAL (kurz für Saxon Open Online Course in OPAL) soll in einem „Schwesterprojekt“ mit leicht veränderter Besetzung nun die xMOOC-Welt erschlossen werden. Plattformen wie Coursera, edX und iversity ziehen derzeit mit Offenen Online-Kursen aus Stanford und Co. die Aufmerksamkeit auf sich, haben aber auch einigen ersten Problemen in ihrem Geschäftsmodell nicht aus dem Weg gehen können. Aber das wird schon noch.

In Sachsen versuchen wir hier auf zweierlei Wegen einen nachhaltigen Weg hin zum Angebot offener Online-Kurse zu gehen.

  1. Wir verwenden zur Umsetzung des Kurses unser hochschulübergreifendes Lernmanagementsystem (LMS) OPAL, das allen sächsischen Hochschulen zur Verfügung steht und das über die letzten Jahre hinweg gemeinsam aufgebaut wurde. Um hier einen xMOOC durchführen zu können, musste diese aber auch Lernende über die Grenzen Sachsens hinaus zugänglich sein. Das haben wir bereits umgsetzt.
  2. Um das erste Experiment mit Inhalt zu füllen, greifen wir auf Open Educational Ressources zurück. Hier nutzen wir beispielsweise Texte aus dem Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien (L3T, auch hierüber gab es an dieser Stelle schon Lesestoff), aber auch Contents aus früheren sächsischen Projekten, die sich in ihrer Schublade schon jämmerlich langweilten. So wurden beispielsweise einige Videos der Webinarreihe Q2P in Absprache mit den Referenten nachlizensiert. 
Worum geht es im SOOPAL?

Für den ersten sächsischen xMOOC haben wir uns ein Thema ausgewählt, in dem wir uns gut auskennen. (Quantenphysik kommt dann später ;))

SOOPAL – Saxon Open Online Course in OPAL von Kristin Stritzke (CC-BY)

Die vier Themenblöcke Didaktik, Technik, Organisation und Wirtschaftlichkeit sind also auf E-Learning-Strategen zugeschnitten, d.h. für alle diejenigen, die sich Lehr- und/oder Forschungsprojekten mit strategischen Ansätzen im E-Learning-Bereich befassen.

Kann man sich schon anmelden?

Na klar! Am 26.03.2014 geht es los und wir freuen uns auf viele Freiburger Teilnehmer! („Saxon“ ist einmal mehr nur die Bezeichnung des Ursprungs, offene Kurse sind aber offen für alle.) Auf unserem Blog erklären wir hier alle Optionen für die Teilnahme (frei, mit Anmeldung, mit Zertifikat des HDS). Dort ist dann auch der Link zum Kurs zu finden.

Aber in Freiburg wird doch ILIAS verwendet…

Für den Inhalt selbst spielt das keine Rolle: die Aspekte der E-Learning-Strategie betrachten wir plattformunabhängig, wir nutzen nur OPAL als Rahmen zur Veröffentlichung der Inahlte. Aber für die E-Learning-Crew an der Uni Freiburg könnte es so doppelt interessant werden: lassen sich unsere Erfahrungen und Umsetzungen mit OPAL auf ILIAS übertragen? Gibt es vielleicht bald den ersten ILIAS-MOOC? Wir sind auf Einschätzungen und Feedback gespannt!

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Thema: News & Ausschreibungen

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3 Kommentare

  1. Liebe Frau Lorenz,

    danke für den Hinweis auf das interessante Angebot. Die Themenauswahl klingt nach einer guten Ergänzung zu unserem eigenen E-Learning Qualifizierungsprogramm.

    Vor allem hat man bei einer solchen Veranstaltung die Möglichkeit, sich selbst mal für eine Weile in die Rolle eines „berufsbegleitend Online-Lernenden“ zu versetzen und man bekommt in eigener Erfahrung mit, was es an Zeitressourcen, Zeitmanagement und Selbstdisziplin benötigt, an einem Online-Angebot teilzunehmen. Diese Erfahrungen sind wichtig, wenn man selbst ein (berufsbegleitendes) Online-Angebot zusammenstellt.

    Ob ich selbst die Zeit haben werde, aktiv am Angebot als „Worker“ mitzuarbeiten oder doch nur mal als „Lurker“ reinzuschnuppern, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Jedenfalls danke für das Angebot, auch als externe Gäste teilnehmen zu können. 🙂

    Viele Grüße aus der Servicestelle E-Learning,
    Nicole Wöhrle

  2. Hallo Frau Wöhrle,

    „man bekommt in eigener Erfahrung mit, was es an Zeitressourcen, Zeitmanagement und Selbstdisziplin benötigt, an einem Online-Angebot teilzunehmen“ –> diesem Satz kann ich nur zustimmen. Theoretisch wie praktisch bin ich schon eine Weile im E-Learning-Bereich aktiv und stelle doch immer wieder fest: mit jedem Team ist es neu und anders. Durch meine Erfahrung im cMOOC SOOC habe ich zudem ganz andere Einblicke in die MOOC-Welt. Ein xMOOC, und dann noch im eigenen Hochschul-LMS, muss sehr viel präziser geplant werden, da es nur wenige Stellschrauben hinterher gibt. Bis es dann am Montag mit dem ersten Themenblock startet ist daher auch noch einiges zu tun, es wird aber ein Warm-Up geben.

    Viel Freude beim Hereinschnuppern. Gerade in der „Offenheit“, sowohl im Zugang, als auch im Beteiligungsgrad, liegt (zumindest für mich) der Reiz der MOOCs. Ich mache mir keine Illusionen: Das „M“ ist für deutschsprachige Kurse sowieso und dann auch noch für uns auf einer eher unbekannteren Plattform, eher schwer zu erreichen. Aber solange der Kurs skalierbar bleibt, d.h. mehr Teilnehmende auch handhabbar sind, haben wir hier unser Ziel erreicht.

  1. […] Der unten stehende Text wurde bereits auf der Impulswerkstatt Lehrqualität der Universität Freiburg […]

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