Filmreihe „Gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft“ – Bericht über ein IndiTrack-Reflexionsprojekt

Mittwoch, 8. Januar 2014 | Autor/in: , , und 

Kategorie_IndiTrack2Im Sommersemester beschäftigten sich die IndiTracker – Studierende des interdisziplinären Studienjahres – nicht nur theoretisch mit unterschiedlichen Disziplinen, sondern haben zudem interdisziplinäre Projekte konzipiert und durchgeführt. Dabei sollten sie wissenschaftliche Inhalte für ausgewählte Zielgruppen aufbereiten und Interdisziplinarität erfahrbar machen. Die hier vorgestellten Projektideen und -ergebnisse möchten Anregungen für die Beschäftigung mit Interdisziplinarität in der Lehre geben.

Kino_Wikimedia_sailko

„Gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft“  – wenn allein die inhaltliche Thematik eines Projektes drei Worte enthält, über deren Definition sich ganze Bibliotheken verfassen lassen, dürfte allen Beteiligten von Anfang an klar sein, dass jeder Anspruch auf Vollständigkeit zum Scheitern verdammt ist. Das Ziel unserer Gruppe war es daher eher, eine Kollage an Meinungen zusammenzuführen, als einen umfassenden Überblick über unser Thema zu geben. Unsere erste Idee war dabei, Interviews mit verschiedenen Akteur*innen des Freiburger Wissenschaftsbetriebes zu einem kurzen Film zusammenzuführen. Aber Hochmut kommt vor dem akademischen Fall, und vor den Erwerb von zwei ECTS-Punkten haben die Götter einen begrenzten Umfang an verfügbarer Arbeitszeit gesetzt, kurz: Bei näherer Betrachtung wurde uns schnell klar, dass dieses Projekt, wenn wir es gründlich anpacken wollten, unseren Rahmen sprengen würde. Zu diesem Zeitpunkt waren wir allerdings schon zu begeistert von dem Gedanken, die Betrachtung von Wissenschaft mit dem Medium Film zu kombinieren, um noch einmal auf einen ganz anderen Zug aufzuspringen. Schnell war daher die Idee geboren, eine Filmreihe zu konzipieren, welche unterschiedliche Aspekte von wissenschaftlicher Verantwortlichkeit beleuchtet. 

In den Hauptrollen:

„Das Experiment“ (Oliver Hirschbiegel),
„Die Physiker“ (Fritz Umgelter),
„Brave New World“ (Leslie Libman und Larry Williams ),
„Jud Süß“ (Veit Harlan)

Da wir uns bemüht haben, sehr unterschiedliche Disziplinen, von der Geschichtswissenschaft über die Psychologie bis hin zur Physik, mit in unser Konzept einzubeziehen, und darüberhinaus die Frage der Verantwortlichkeit für alle Wissenschaften relevant ist, ist auch unser Projekt potentiell für alle Disziplinen interessant. Da sich die Anzahl der Filme theoretisch beliebig erweitern lässt, können außerdem nach Bedarf noch weitere Aspekte hinzugefügt werden. Als interdisziplinäres Projekt bietet sich eine Filmreihe vor allem an, weil sie für alle Beteiligten einen niedrigschwelligen Einstieg in das Thema darstellt. Selbst eine sehr heterogene Gruppe, deren Mitglieder sich zuvor niemals mit den Fächern der übrigen Teilnehmenden auseinandergesetzt haben, kann schnell in eine Diskussion einsteigen, da sich nach dem gemeinsamen Ansehen des Films alle auf einer gemeinsamen Informationsebene befinden. Darüberhinaus regen unsere Filme dazu an, sich damit auseinanderzusetzen, dass einige Themen zwar in sehr unterschiedlichen Disziplinen präsent sein mögen, aber mitunter völlig unterschiedliche Formen annehmen. So ist das Thema „Gesellschaftliche Verantwortung“ in einigen Disziplinen eher für den ForschungsPROZESS relevant, während es in anderen Disziplinen eher auf die ForschungsERGEBNISSE anwendbar ist.

Im Folgenden finden sich neben dem Gesamtkonzept unserer Filmreihe vier Einführungsvorträge sowie die Namen der Gruppenmitglieder, welche sie entworfen und gehalten haben.

Konzept Filmreihe /// Einführungsvorträge

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Thema: IndiTrack

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