Neue Technologien und ihr sinnvoller Einsatz in der Lehre

Donnerstag, 5. Dezember 2013 | Autor/in: , und 

SMILE im Einsatz

Foto: C. Hermann

Vergangene Woche hat Prof. Becker im Interview erklärt, was sich hinter seinem IDA-Projekt SMILE verbirgt: Smartphones in der Lehre, um in Massenveranstaltungen eine bessere Interaktion zwischen Dozenten und Studierenden zu ermöglichen. Erfahren Sie hier mehr über den aktuellen Stand und wie Sie das Projekt durch die Teilnahme an einer Online-Befragung voran bringen können.

Darin sind sich alle einig: Der Einsatz von „mobilen“ Classroom-Response-Systemen (CRS) kann nicht alleine zu mehr Interaktion, oder gar zu einer höheren Lernleistung in Massenlehrveranstaltungen führen. Es braucht vor allem durchdachte didaktische Konzepte, die diese technischen Hilfsmittel sinnvoll in die Lehre einbinden – und mutige Dozierende. Die gibt es an der Universität Freiburg: Das elektronische Abstimmungssystem SMILE wird nicht nur zum wiederholten Male in Lehrveranstaltungen des Instituts für Informatik eingesetzt sondern seit einigen Tagen auch im Audimax – dem größten Hörsaal der Universität. Lehramtsstudierende hatten erstmals am Dienstag die Möglichkeit mit ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop ein Live-Feedback an den Dozenten abzugeben und beantworteten Multiple-Choice Fragen zu den Themen Lernen, Gedächtnis & Co.

Herausforderungen im Einsatz von SMILE

Die Konstruktion von lernzielorientierten Multiple-Choice Fragen ist aber nur eine von vielen Herausforderungen, denen Lehrende im Einsatz von SMILE oder anderen Classroom-Response-Systemen begegnen (werden). Darüber hinaus muss der Lehrende auch adäquat auf die Rückmeldungen der Studierenden reagieren können und sein Verhalten bzw. seinen Vortrag entsprechend anpassen. Nur dann kann der Einsatz eines solchen Systems von den Studierenden akzeptiert und als Mehrwert erkannt werden.

Letztendlich muss jeder Lehrende sein eigenes „didaktisches SMILE-Konzept“ entwerfen – angepasst auf die (Lern-)Ziele und Inhalte der Veranstaltung – aber auch unter Berücksichtigung der eigenen Ressourcen.
Ein Anfang ist es, sich zunächst die folgende Frage zu stellen: 

Welche(s) Ziel(e) möchte ich mit dem Einsatz von SMILE in meiner Lehrveranstaltung erreichen?

Es liegt nahe, hier die Aktivierung der Studierenden zu nennen, denn dieser wechselseitige Austausch zwischen Lernenden untereinander und zwischen dem Vortragenden kommt in Massenlehrveranstaltung deutlich zu kurz. Außerdem wurde die Frage, ob aktivierender Unterricht zu einem besseren Lernverständnis führt als „Frontalunterricht“, bereits von der lehr-lerntheoretischen Forschung zu Gunsten des ersteren beantwortet. Ein weiteres Ziel kann es aber auch sein, das Vorwissen der Studierenden durch Fragen zu erheben, um inhaltliche Prioritäten in der Lehrveranstaltung setzen zu können.

Dass das Anstreben dieser Ziele mitunter einen großen Einfluss auf die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltung, die Stoffauswahl, aber auch auf Ihren persönlichen Lehrstil haben kann, liegt auf der Hand.

Wie würden Sie den Einsatz von SMILE in Ihrer Lehrveranstaltung gestalten? Wie können wir Sie durch hochschuldidaktische Maßnahmen unterstützen?

SMILE wird unter Berücksichtigung didaktischer Anforderungen ständig optimiert und weiterentwickelt. Doch nicht nur das: Es ist uns weiterhin ein großes Anliegen, die Forschung im Bereich „mobiler“ Classroom-Response-System weiter voran zu treiben – und uns z.B. mit der Beantwortung der oben genannten Fragestellungen zu beschäftigen. Indem Sie nur 10 Minuten Ihrer Zeit für das Beantworten des folgenden Fragebogens investieren, können Sie uns dabei unterstützen. Die Befragung richtet sich an Lehrende aller Hochschulen und Fachrichtungen:

https://www.elearning.uni-freiburg.de/ofb/smile/?q=smile-blog

Die Ergebnisse der Studie werden im nächsten Jahr auch an dieser Stelle veröffentlicht.

Bis dahin freuen wir uns, wenn Sie mit uns diskutieren – zum Beispiel über mögliche didaktische Einsatzszenarien von elektronischen Abstimmungssystemen wie SMILE oder notwendige Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz.

Beste Grüße,
das SMILE-Team

Infos zum Projekt unter:
www.smile.informatik.uni-freiburg.de

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Thema: IDA-Projekte, News & Ausschreibungen

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2 Kommentare

  1. 1
    Rolf 

    Hört sich doch ganz interessant an, das Konzept. Bei all den Möglichkeiten die man heute hat um sich zu vernetzen. Ich hatte 2004 mein Studium abgeschlossen und hätte es sowas wie Smile da schon gegeben, ich glaube ich wäre hin und weg gewesen 🙂

  2. 2
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