Instructional Development Award Preisträger Prof. Dr. Bernd Becker

Freitag, 29. November 2013 | Autor/in: und 

smile

Foto: C. Hermann

Mehr Interaktion in Massenveranstaltungen – dieses Ziel verfolgt Prof. Bernd Becker mit seinem IDA-Projekt SMILE. Erfahren Sie im folgenden Interview und in der Projektvorstellung nächste Woche, wie Studierende mithilfe von Smartphones aktiv in Vorlesungen eingebunden werden können.

 

 

IDA-Projekt

Herr Becker, was hat Sie zu der Projektidee inspiriert?
Massenlehrveranstaltungen mit Hunderten von Lernenden erschweren die Interaktion zwischen Studierenden und Lehrenden oder machen sie gar unmöglich. Gleichzeitig sind Smartphones oder auch Tablets mehr oder weniger zur „Standardausrüstung“ der Studierenden geworden. Hier setzt das Projekt „SMartphones In der LEhre (SMILE)“ an und versucht aufzuzeigen, wie die technischen Möglichkeiten dieser Geräte genutzt werden können, um die „Barrieren“ zwischen Lehrenden und Lernenden abzubauen.

Was erhoffen Sie sich auf lange Sicht von Ihrem Projekt?
Im Idealfall wird es „ganz normal“, mit SMILE die Interaktion von Lehrenden und Lernenden in Massenveranstaltungen zu gewährleisten.

Welches Team steht hinter Ihnen? 
Das Projekt ist durch Kooperation von Studierenden und Mitarbeitern meiner Arbeitsgruppe entstanden. Die Zusammensetzung des SMILE-Teams spiegelt die Interdisziplinarität des Projekts wieder: Mitarbeiter aus den Bereichen Informatik, Psychologie, Erziehungswissenschaft und Instructional Design arbeiten gemeinsam mit Studierenden der Bereiche Informatik und Embedded Systems Engineering an der Entwicklung von SMILE. Besonders erwähnen möchte ich:

Mitarbeiter:
  • Katrin Weber, Bildungsplanung und Instructional Design (B.A.)
  • Linus Feiten, Dipl.-Inf.
  • Corinna Bertuzzi, Bildungsplanung und Instructional Design (B.A.)
Entwicklerteam/ Studierende:
  • Sebastian Sester (B.Sc.)
  • Anastasia Tondera (B.A.)
  • Jan Kühn
  • Samuel Weishaupt
Persönliches

Was begeistert Sie an Ihrem Fachbereich?
Die Offenheit für neue Entwicklungen und die Möglichkeit, diese Entwicklungen aufzunehmen und im Idealfall mit zu bestimmen.

Was mögen Sie an der Lehre?
Dinge, anderen zu erklären und zu vermitteln, ist überaus spannend – hilfreich bis frustrierend, weil es u.U. schonungslos die eigenen Lücken bewusst macht, aber auch begeisternd, weil es zu einem „neuen Level“ an Verständnis führt.

Warum setzen Sie sich für die Lehrentwicklung ein?
Ich setze mich im Rahmen meiner Forschungsschwerpunkte täglich mit den sogenannten „neuen Technologien“ auseinander. Wir alle beobachten, wie sehr sie unser tägliches Leben beeinflussen und verändern. Als Beispiele seien die oben erwähnten Smartphones, aber auch Autos mit Einparkautomatik oder intelligente Gebäudesteuerung genannt. Es liegt dann nahe, sich als Hochschullehrer und „Insider“ in dem Gebiet auch zu fragen, ob und wie die sich bietenden Möglichkeiten  im „Lehralltag“ sinnvoll eingesetzt werden können.

Hochschullehre

Wodurch zeichnet sich für Sie gute Hochschullehre aus?
Für mich ist es besonders wichtig, die Lernenden vom Konsumenten zum aktiven Mitgestalter beim Erwerb von Wissen und Kompetenzen zu machen. Erst so werden die Lerninhalte „erfahren“ und können selbständig und kreativ weiterentwickelt werden.

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Thema: IDA-Projekte

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