„… und was passiert mit den Ergebnissen?“

Montag, 21. Oktober 2013 | Autor/in:

Im Wintersemester 2012/13 und im Sommersemester 2013 fanden drei zentrale Befragungen zum Thema Studium und Lehre an der Albert-Ludwigs-Universität statt. Befragt wurden Absolvent/innen des Abschlussjahres 2010/2011, alle Studierenden während des letzten Sommersemesters und alle Lehrenden des vergangenen Studienjahres.

Die Beteiligung an allen drei Umfragen war außerordentlich hoch, hierfür möchte sich die Abteilung Lehrentwicklung ausdrücklich bei allen Teilnehmenden bedanken! Die Rücklaufquote bei der Absolvent/innenbefragung liegt bei 56 Prozent, bei der Studierendenbefragung bei 38 und bei der Befragung der Lehrenden erreichte sie 47 Prozent. Insgesamt haben knapp 12.000 Personen mitgemacht und Ihre Meinung gesagt!

Fragezeichen

Die hohe Teilnahme bestätigt zum einen den Bedarf nach einem solchen Studienqualitätsmonitoring, zum anderen verweist sie auf eine funktionierende Evaluationskultur an der Universität. Um diese zu bestätigen und lebendig zu halten, sollen hier einige Antworten auf die Frage folgen, die uns während der Feldphase am häufigsten gestellt wurde: „Was passiert mit den Ergebnissen?“

Dank der vielen Teilnehmer/innen ist der Grundstein für eine repräsentative und detaillierte Auswertung der Ergebnisse gelegt. Diese Auswertung der Daten erfolgt derzeit auf Hochtouren in der Abteilung Lehrentwicklung. Ziel ist die Erstellung detaillierter Ergebnisberichte auf Ebene der Gesamtuniversität und der Lehreinheiten bzw. Fakultäten. Die Abteilung Lehrentwicklung möchte die Ergebnisse spätestens zu Beginn des Frühjahrs 2014 so detailliert wie möglich und in aggregierter Form den Verantwortlichen Gremien und Personen zur Verfügung stellen. Langfristig ist vorgesehen, dass die Daten auch der Öffentlichkeit und damit den Befragten selbst zugänglich gemacht werden. Bei der Ergebnispräsentation behält die Anonymität der Befragten oberste Priorität. 

Geplant ist derzeit, dass die fertigen Berichte zuerst der Senatskommission für Studium und Lehre überreicht werden. Auch die Studiendekan/innen sollen die Berichte ihrer jeweiligen Lehreinheiten bzw. Studienfächer erhalten, damit die Ergebnisse in den Studienkommissionen analysiert und bewertet werden können. In den Studienkommissionen sind Vertreter/innen aller für die Lehre relevanten Akteur/innen versammelt. Sie sind daher in der Regel am besten über die Lehre in den entsprechenden Fächern informiert. Außerdem sind sie verantwortlich für die Qualitätssicherung und -entwicklung in ihrem Bereich. Aus diesen Gründen soll eine erste Bewertung der Ergebnisse auf dieser Ebene (und nicht etwa zentral) erfolgen und im Anschluss die notwendigen Folgeprozesse erarbeitet werden.

Für das Sommersemester 2014 ist dann eine universitätsweite Klausur zu den zentralen Befragungen geplant. An dieser Klausur sollen neben Studiendekan/innen und der Senatskommission für Studium und Lehre auch die gewählten studentischen Vertretungen teilnehmen. Ziel dieser Klausur ist eine gemeinsame, kontextgebundene Interpretation der Ergebnisse und konstruktiv-kritische Einschätzung der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Die Abteilung Lehrentwicklung erhofft sich mit dem hier skizzierten Weg einen konstruktiven Analyseprozess, der Austausch und Klarheit über die Qualität der Lehre an der Uni schafft, Verbesserungspotentiale aufzeigt und mittelfristig für noch mehr zufriedene Universitätsmitglieder sorgt.

Nochmals vielen Dank an alle Teilnehmer/innen, Eure Abteilung Lehrentwicklung

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: News & Ausschreibungen, Werkzeugkasten Lehrevaluation

Diesen Beitrag kommentieren.

2 Kommentare

  1. 1
    Wolfgang Hochbruck 

    …wo wir gerade von einer funktionierenden Evaluationskultur sprechen: Das halte ich angesichts der fortwährenden Absenz eines vernünftigen Evaluationssoftwareprogramms doch für etwas sehr vollmundig gesprochen —

    wh

  2. Lieber Herr Hochbruck,
    Im August diesen Jahres wurde nach eine halbjährigen Testphase mit der Fakultät für Chemie und Pharmazie die Evaluationssoftware EvaSys auf den Servern des Rechenzentrums installiert. Noch dieses Semester beginnt die Pilotphase zur schrittweisen Einbindung der Fakultäten und zentralen Einrichtungen. Bis zum Sommersemester 2015 werden so schrittweise alle Fakultäten die zentrale Evaluationssoftware nutzen können.
    Wir sind uns des straffen Zeitplans bewusst und auch der Tatsache, dass eine Evaluationssoftware längst überfällig ist, doch die administrativen und finanziellen Hürden und Entscheidungsfindungen waren nicht immer leicht zu meistern.
    Die „funktionierende Evaluationskultur“ bezog sich allerdings auch nicht auf die eingesetzte Technik (die uns Arbeit erspart aber keine gute Evaluation garantiert), sondern auf die Bereitschaft in den Dialog zu treten, Meinungen auszutauschen und gemeinsam universitäre Lehre zu gestalten. Dank der hohen Teilnahme liegt der Ball jetzt wieder bei den Gremien und Gestalter/innen von Lehre, sich mit den Inhalten der Befragungen auseinanderzusetzten. Wir hoffen in spätestens zwei Jahren einen ähnlich reibungslosen technischen Ablauf für die Lehrveranstaltungsevaluation feststellen zu können.

    Mit besten Grüßen, Simon Degen

Kommentar abgeben