Qualitätspakt Lehre an der Uni Freiburg

Mittwoch, 18. September 2013 | Autor/in: , und 

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Was hat der Werkzeugkasten Lehrevaluation mit den Instructional Development Awards und dem Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring gemeinsam? Alle drei Projekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert:

„Mit dem Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre („Qualitätspakt Lehre“) sollen die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an Hochschulen verbessert werden. Der Bund stellt dafür zwischen 2011 und 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Gefördert werden 186 Hochschulen aus allen 16 Ländern.“ (http://www.qualitaetspakt-lehre.de/)

Durch diese Förderung konnten viele gute Ideen in die Tat umgesetzt werden. Heute möchten wir Ihnen einen Überblick über die sieben Teilprojekte an der Uni Freiburg geben. In den nächsten Wochen und Monaten werfen wir dann einen Blick auf die Projekte anderer Hochschulen – vielleicht können wir uns da noch die ein oder andere Idee abschauen 😉

Unsere Teilprojekte und Ziele

1. Instructional Development Award (IDA)
Erweiterung des bisherigen Konzepts durch Schaffung von zwei zusätzlichen Lehrentwicklungspreisen in den Förderlinien „Innovative Studieninhalte/Modulinnovation“ und „Innovationen in Staatsexamens-Studiengängen“.

Ziel: Förderung von innovativen Lehrentwicklungs-Projekten durch die Vergabe ausreichender und flexibel nutzbarer Ressourcen.

2. Lehrzentrum Interdisziplinarität – University College Freiburg
Aufbau einer geeigneten organisatorischen Struktur für die Stärkung und den Ausbau interdisziplinärer Lehre.

Ziel: Systematische Nutzung des Fächerspektrums der „Volluniversität“ Freiburg durch koordinierte interdisziplinäre Angebote. 

3. Werkzeugkasten Lehrevaluation
Entwicklung eines „Werkzeugkasten Lehrevaluation“ und dessen Bereitstellung auf einer Online-Kommunikations-Plattform sowie Entwicklung von Strukturen und Prozesse zur Einbindung hochschulweiter Befragungen in das bestehende Qualitätsmanagement der Universität.

Ziel: Unterstützung der Fakultäten bei der Implementation von Qualitätsentwicklungsprozessen und Erarbeitung von Konzepten und Standards für hochschulweite Befragungen zur Integration in das allgemeine universitäre Qualitätsmanagement.

4. Business-Intelligence-System Lehre
Ausbau eines „Business-Intelligence-System Lehre“ zur Bereitstellung von passgenauen Informationen zum Status-Quo in der Lehre.

Ziel: Systematisches und benutzerfreundliches Angebot von studienerfolgsrelevanten Kennzahlen und Evaluationsergebnissen zur verbesserten Planung und Durchführung von Lehre.

5. Money Follows Students
Etablierung eines Überlast-Ausgleich-Fonds „Money Follows Students“ zur Gewährung von Mitteln für zusätzliche Tutorate und Lehraufträge sowie Stellen in stark überlasteten Fächern.

Ziel: Zielgerichtete Verbesserung der Betreuungsrelationen in stark nachgefragten Fächern.

6. Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring
Aufbau eines „Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring“ zum Ausbau von Unterstützungsmaßnahmen und Netzwerke für spezifische Studierendengruppen (z.B. internationale Studierende, Erstsemester, Frauen in MINT Fächern).

Ziel: Verbesserung des Studienerfolgs von Studierenden, insbesondere von Studierendengruppen mit besonderen Voraussetzungen.

7. English-Medium Instruction
Aufbau eines „Kompetenzzentrum English-Medium Instruction in Higher Education“ zur Verbesserung des Englischen als Lehr- und Kommunikationssprache.

Ziel: Verbesserung der Kompetenzen und Sicherheit der Dozierenden in der englischen Sprache vor dem Hintergrund steigender Internationalisierung in der Lehre.

Schlaglicht: Dieses Teilprojekt empfehlen wir auch anderen Hochschulen

Instructional Development Award/IDA:

  • Direkter Einfluss der Lehrentwicklungs-Projekte auf die tagtägliche Lehre und damit schnelle Verbesserungen erreichbar
  • Honorierung von besonders engagierten und kreativen Lehrenden und damit Steigerung der Motivation von Lehrenden und indirekt des Ansehens der Lehre im Vergleich zur Forschung
  • Hohes Transferpotential
  • Aufbau eines eigenen Best-Practice-Katalogs für Lehrentwicklung
  • Beliebig veränder- oder erweiterbare inhaltlich/thematische Ausrichtung
  • Relativ geringer administrativer Aufwand
Konkrete Schritte zur Umsetzung
  • Jährliche Ausschreibung des IDA mit Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Beratung der Bewerber und Bewerberinnen
  • Auswahl der Preisträger und –Preisträgerinnen durch die Senatskommission für Studium und Lehre
  • Administrative Unterstützung während der Projektlaufzeit
  • Jährlicher Qualitätszirkel verbindlich für die gegenwärtigen Preisträger und Preisträgerinnen (freiwillige Teilnahme der früheren Preisträger und Preisträgerinnen)
  • Verbindliche Veröffentlichungen der Projektziele und –ergebnisse auf der „Impulswerkstatt Lehrqualität“

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