Ein Ausblick – Hochschuldidaktik im Herbst 2013

Montag, 30. September 2013 | Autor/in:

Auf dem Uni-Campus war es in den vergangenen Wochen recht ruhig, doch nun kehren Lehrende und Studierende wieder für das Wintersemester zurück. Nach der Sommerpause, in der wir die thematische Ausrichtung des hochschuldidaktischen Jahresprogramms 2014 festgelegt haben (das neue Programm erscheint Mitte November), möchten wir Sie mit einer kurzen Zusammenstellung unserer Herbst-Veranstaltungen auf das Wintersemester einstimmen.

Die Krux mit der Vollständigkeitsfalle

Egal ob Sommer- oder Wintersemester, die Vorlesungszeit scheint doch immer zu kurz zu sein. In dem Workshop „Viel Stoff – wenig Zeit? Sinnvolle Reduktion der Stofffülle in Vorlesungen und Seminaren“ (17./18.10.2013) wird diesem Phänomen nachgegangen und erarbeitet, wie man mit großen Stoffmengen sinnvoll umgehen und auf praktischem Weg aus der Vollständigkeitsfalle finden kann.

Vom Fragen über Wissen zum Können

Mit der Aussage „Man begreift nur, was man selber machen kann, und man fasst nur, was man selbst hervorbringen kann“ war Johann Wolfgang von Goethe bereits ein Befürworter der Kompetenzorientierung, ehe dieser Begriff zu einem zentralen Konzept in der Hochschullehre wurde. Den Gedanken des „Selbst-Tuns“ verfolgt der Workshop „Projekt- und Problemorientiertes Lernen“ am 07./08.11.2013.
Ausgehend von Problemen oder Fragen werden Inhalte von den Studierenden weitgehend selbstgesteuert erarbeitet und in einen praktischen Bezug gestellt. Dabei verändern sich sowohl Aufgaben für Studierende als auch für Lehrende. In dieser Veranstaltung lernen Sie die darauf aufbauenden didaktischen Prinzipien kennen, entwerfen konkrete Lehrkonzepte und erarbeiten, zu welchen Zeitpunkten Sie das Lernen der Studierenden unterstützen können und sollten. 

Aktivieren = Diskutieren?

Aktivierende Lehre ist ein wichtiger Bestandteil, um nachhaltiges, kompetenzorientiertes Lernen zu fördern. In dem Workshop „Aktivierende Methoden in der Lehre“ (28./29.11.2013) werden verschiedene Formen und Möglichkeiten der Aktivierung von Studierenden, auch unter Berücksichtigung verschiedener Phasen des Lehr- und Lernprozesses vorgestellt und auf konkrete Anwendungssituationen in Ihrer Lehre übertragen. Dabei geht es sowohl um Rituale und Alternativen für einzelne Lehrveranstaltungssitzungen als auch um die Dramaturgie einer ganzen Lehrveranstaltungsreihe.

Das Potential von Portfolios in Studium und Lehre

Der Investment-Banker braucht es, ein Künstler hat es, im Marketing nutzt man es und mittlerweile werden auch an Hochschulen seine Vorzüge immer bekannter: Das Portfolio!
Das Portfolio ist als eine Sammelmappe zu verstehen, die verschiedene Elemente umfasst, die in Bezug zum Lernen, Lernprozess und Lernergebnissen stehen und zur Reflexion anregen. In diesem Workshop (05./06.12.2013) lernen Sie zunächst das Konzept des Portfolios und seine Vielzahl an Varianten kennen. Mit Blick auf die damit verbundenen Potentiale wird das Portfolio zur Förderung individuellen, reflexiven und nachhaltigen Lernens aber auch als Prüfungsform genauer betrachtet. Daran anknüpfend werden verschiedene Einsatzszenarien entworfen und im Hinblick auf die Realisierungsmöglichkeiten in Ihren spezifischen Lehrkontexten konkretisiert.

Studierende mündlich prüfen

Selbst routinierte Hochschullehrende haben häufig Schwierigkeiten, die im Rahmen von Prüfungen erbrachten Leistungen zu messen und zu bewerten. In der Veranstaltung „Studierende mündlich prüfen“ am 12.12.2013 werden die generelle Beurteilung von mündlichen Prüfungen, die Gestaltung und Durchführung sowie deren Bewertung erarbeitet. Neben Grundlagen des Prüfens stehen dabei Diskussionen und die Bearbeitung von Fallbeispielen im Vordergrund.

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Lehrbeispiele – Forschendes Lehren und Lernen

Wir möchten Sie herzlich einladen, Ihr Lehrkonzept, wie Sie Forschendes Lehren und Lernen konkret umsetzen, in unserem Online-Portal vorzustellen.

• Sie setzen aktuell schon Projektarbeit in der Lehre ein?
• Bei Exkursionen steht das Selbsterkunden durch die Studierenden im Vordergrund?
• Begleitend zur Ihrer Lehrveranstaltung entwickeln Studierende ein Wiki zu einem bestimmten Forschungsthema?
• Sie integrieren bewusst Ihre eigenen Forschungsarbeiten in die Lehre?
• In Ihren Veranstaltungen setzen Sie großen Wert auf die Gegenüberstellung verschiedener Forschungsmethoden?
• Sie teilen Studierende in Gruppen auf, die sich eigenständig einen neuen Themenkomplex erarbeiten und sich daraufhin mit den anderen Themenexperten in der Veranstaltung austauschen?
• Sie fördern in Ihrer Veranstaltung die Schreibkompetenzen der Studierenden bspw. durch Essays?
• …

Dann lassen Sie andere Kolleginnen und Kollegen an Ihren Überlegungen, Erfahrungen und Erfolgen teilhaben* und beschreiben Sie Ihr konkretes Lehrkonzept!
Hier finden Sie eine Vorlage, an der Sie sich gerne orientieren können.

Wir freuen uns darauf!

Fragen und Vorschläge richten Sie bitte an mich.

*Die Inhalte des Portals sind nur den Mitgliedern der Universität Freiburg zugänglich.

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