IndiTrack: Mach mal anders!

Montag, 22. Juli 2013 | Autor/in:

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Studierte bisher:
Bachelor of Arts Social Sciences (Soziologie und Politikwissenschaften), abgeschlossen
B. A. Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (HF 5. Sem.), Geschichte (NF 5. Sem.)

Studiert gerade:
Germanistische Mediävistik (PS Hartmann von Aues „Iwein“), IndiTrack-Rahmenveranstaltungen (VL Wissenstheorie mit Tutorat sowie Präsentation und Reflexion), Spanisch („nur“ Sprache), Politikwissenschaft (Internationale Politik: PS Zur Außen- und Sicherheitspolitik der EU), Medienkulturwissenschaft (VL Einführung in die Medienanalyse), Kognitionswissenschaft (VL Einführung in die Kognitionswissenschaft)

Was ist für dich das Besondere an IndiTrack?
Das Besondere am IndiTrack ist für mich, dass innerhalb des recht straffen und nur mäßig flexiblen Systems des Bachelors eine Möglichkeit geschaffen wird, etwas Studienfreiheit zu gewinnen und die vorgeschriebenen Bahnen zu verlassen. Es ist für mich eine Möglichkeit, meine interdisziplinäre Ausrichtung noch zu unterstreichen und mir gezielt sowohl nützliche als auch mir persönlich interessant scheinende Veranstaltungen zu kombinieren. Ich entdecke mehr und verschaffe mir damit einen größeren Überblick über die Wissenschaft(en) an sich.

Konntest du alle Fächer belegen, die du wolltest?
Alle Fächer ja, alle Veranstaltungen nein. Durch Studienplatzbegrenzung und institutionell verursachte Unmöglichkeit der Wahrnehmung regulärer Bewerbungen auf Seminarplätze waren leider ein paar mir sehr wichtige Goldminen schon besetzt. Allerdings gab es immer – wenn auch nicht ganz gleichrangige, so doch akzeptable – Alternativen. 

Wie groß ist deiner Meinung nach die Fächerauswahl?
Das kommt darauf an, wie „frech“ man ist. Auf dem „Plan“ stehen schon einige Veranstaltungen vieler Fächer, aber niemand sagt, dass man nicht über den jeweiligen Dozenten eine Teilnahme erreichen kann, auch wenn die Veranstaltung so explizit nicht in der Vorlage steht. Ausgenommen Medizin oder Ähnliches.

Was waren deine Erwartungen an den IndiTrack?
Freier und breiter studieren. Neue Leute kennen lernen, die Interdisziplinarität schätzen, neue Perspektiven erkennen, aufgreifen und in die eigene Vorstellung einbauen. Einfach Abstand nehmen von vielen Vorgaben und persönlich sowohl an Konzeption wie auch Inhalt des IndiTracks wachsen.

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Wurden deine Erwartungen bisher erfüllt?
Ja und nein. Freiheit gewann ich dazu, jedoch nach wie vor unter der Prämisse der allgemeinen Rahmenbedingungen eines Bachelorstudiums. Allerdings habe ich tolle Veranstaltungen belegen und so meinen Blick schon jetzt erweitern können. Es fällt viel organisatorische Arbeit an, gerade, weil wir der Pilotjahrgang sind, jedoch ist auch das – nachdem es überstanden ist – eigentlich ein Grund zur Freude, denn man wächst daran. Inhaltlich bin ich begeistert; dadurch, dass ich meine „eigenen“ Veranstaltungen aussuchen und kombinieren konnte, habe ich meine Interessensgebiete fast zu 100% in meinen Stundenplan übernehmen können.

Wem würdest du den IndiTrack empfehlen?
IndiTrack ist für jede/n, der/die mehr will als „nur“ studieren und damit fertig werden. IndiTrack ist für Menschen, die es schätzen, sich zu organisieren und offen für neue Dinge sind. Für Menschen, denen es nicht genügt, nur in ihrem Fach zu verweilen, sondern zumindest über den Tellerrand gucken wollen, und sei es auch nur, um danach – verändert – zurückzukehren. IndiTrack ist wie geschaffen für Menschen, die überfachliche Interessen entdecken oder ausbauen wollen.

Warum hast du dich für IndiTrack entschieden?
Derzeit bietet in Deutschland nur der IndiTrack eine institutionell voll anerkannte Studienstruktur (interdisziplinäres Erweiterungsstudium), die gleichzeitig enorme Freiheit bei der Fächer- und Veranstaltungswahl bietet. Gleichzeitig ist es für ein Masterstudium eine tolle Grundlage aufgrund der breiteren Einblicke und der Einmaligkeit des Studienganges. Das könnte sowohl auf dem Papier als auch in der Persönlichkeit ebenfalls für einen Berufseinstieg nützlich sein.

Welche Voraussetzungen sollte man für den IndiTrack mitbringen?
Interesse daran, geistig (weiterhin, aber in diese Richtung) zu wachsen. Ausdauer, um sich selbst organisieren zu können. Freude an neuen, auch unbekannten oder schwierigen Inhalten. Und vielleicht ein wenig Begeisterung für Wissenschaft.

Wie hat sich die Perspektive auf dein eigenes Fach verändert?
Vor allem kleine Erkenntnisse: Die Disziplinen hängen (z.B. Kognition/Psychologie/Sprachwissenschaft) noch enger zusammen als gedacht – und die Unterschiede zwischen den Fächern werden meiner Meinung nach oft höher propagiert als sie tatsächlich sind. (Sowohl im Bezug auf meine eigenen Fächer wie auch andere.)

Was konntest du aus deinen neuen Fächern mitnehmen?
Wissenschaften sind ähnlich. Verschiedene Perspektiven auf dasselbe Thema führen nach wie vor zu tollen Erkenntnissen. Viele neue inhaltliche Perspektiven!

Der IndiTrack in drei Worten?
Mach mal anders!

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Thema: IndiTrack

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