Preise für Vergangenes und Zukünftiges – Eindrücke vom Dies Universitatis 2013

Donnerstag, 27. Juni 2013 | Autor/in: und 

Traditionell ist der Dies Universitatis eine der wichtigsten „Feier-Tage“ der Uni, bei dem es, umrahmt von feierlicher Musik und gefolgt von einem gemütlichen und kommunikativen Empfang, diejenigen Personen zu ehren gilt, die großes für die Universität geleistet haben – oder in Zukunft leisten werden.

IDA Preisträger/innen 2013

Vizerektor Prof. Dr. Heiner Schanz, links im Bild, mit IDA-Preisträger/innen (Foto: Brigitte Sasse)

Zu dieser ungewöhnlichen, letztgenannten Kategorie gehören die IDAs, die Instructional Development Awards. Denn diese Preise werden nicht, wie etwa beim Uni-Lehrpreis üblich, für bereits Geleistetes vergeben, sondern explizit für eine neue gute Idee, wie man Studium und Lehre weiter verbessern kann. Dieses „Risikokapital“ von 70.000€ pro Projekt werden, wie der Prorektor für Lehre, Prof.  Schanz in seiner Rede betonte, auf Grundlage einer Projektskizze und im Vetrauen auf die Kreativität und das Engagement der ausgezeichneten Lehrenden vergeben, das bisher auch noch nie enttäuscht worde sei.

Fast eine Million Euro wurden so in den letzten vier Jahren für IDA-Projekte vergeben und das fast ausschließlich aus Mitteln, die zusätzlich von Dritten eingeworben wurden: Insbesondere aus dem Bund-Länder Programm „Qualitätspakt Lehre“ und dem Wettbewerb „Exzellente Lehre“ von Stifterverband und Kultusminsiterkonferenz. Aber auch aus Qualitätssicherungsmitteln konnte mit Zustimmung der Studierenden ein zusätzlicher IDA vergeben werden – für uns ein klares Zeichen dafür, dass auch die Studierenden den Wert dieser Form der Auszeichnung und der Würdigung  so sehr wertschätzen wie wir. 

Ziemich eng wurde es dann auch auf dem Podium der Aula, als Proketor Schanz die Urkunden der drei in 2013 geförderten Projekte (hier finden Sie Details) übergab, denn in allen Projekten zeichnen gleich mehrere engangierte Lehrende für die Ideen verantwortlich. Insgesamt konnten bei 14 erfolgreichen Projekten sogar schon 24 Personen mit diesem hochkarätigen Preis für innovative Lehre ausgezeichnet werden. Seitens der Abteilung Lehrentwicklung gratulieren wir den Preisträger/innen ganz herzlich und wünschen ihnen gutes Gelingen! Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse. Die Preisträger/innen und ihre Projekte werden natürlich auch hier auf der Impulswerkstatt vorgestellt, so letzte Woche bereits das ausgezeichnete Projekt PREX-Lab aus den Sportwissenschaften.

Froher Ausklang des Dies Universitatis im Peterhofkeller: „Der Mann mit einer Schokoladen- und einer Sonnenseite“ Alfred Theodor Ritter erhielt die Ehrensenatorenwürde (Foto: Petra Mußler)

Froher Ausklang des Dies Universitatis im Peterhofkeller: „Der Mann mit einer Schokoladen- und einer Sonnenseite“ Alfred Theodor Ritter erhielt die Ehrensenatorenwürde (Foto: Petra Mußler)

Doch nicht nur gute Lehre wurde an diesem Abend gewürdigt:  Den Bertha-Ottenstein-Preis, eine Auszeichnung für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Gleichstellung, erhielt die Arbeitsgruppe „Gender“ der Graduiertenschule Kultur- und Sozialwissenschaften und während des Festaktes wurde auch drei Universitätsmedaillen verliehen: An Frau Eleonore Hodeige-Rombach, Stifterin des Eleonore-und-Fritz-Hodeige-Preises für innovative medizinische Therapien, den Psychologen und ehemaligen stellv. Vorsitzenden des Uni-Rats, Prof. Dr. Hans Spada sowie den langjährigen Rechtberater gleich mehrerer Rektorate, Prof. Dr. Thomas Würtenberger.

Die einzige Enttäuschung des Abend war wohl, dass es keine Schokolade gab, obwohl Alfred T. Ritter, Chef der bekannten quadratischen Süßigkeit zum Ehrensenator Uni Freiburg ernannt wurde. Aber schließlich wurde der Unternehmer, der neben Schokolade auch Solarzellen herstellt, für sein großes – auch finanzielles – Engagement für das Zentrum für Erneuerbare Energien Uni ausgezeichnet.

Nach so vielen Ehrungen bekam zum Abschluss auch die Wissenschaft ihren Raum: Die neu nach Freiburg gewechselte Lehrstuhlinhaberin für Islamwissenschaft, Frau Prof. Dr. Johanna Pink, fesselte das gesamte Auditorium mit ihrem Festvortrag zum Thema „Den Koran übersetzen“. Sehr engangiert und verständlich konnte sie auch den Laien im Publikum darlegen, warum es so wichtig ist zu wissen, wer den Koran zu welchem Zweck übersetzt hat und daher nicht nur die Sprache, sondern auch der kulturelle und politische Kontext bei solchen Fragestellungen berücksichtigt werden müssen.

Alles in allem ein sehr vielseitiger und interessanter Abend, der einen guten Einblick in die Breite und die verschiedenen Ebenen der Universität bot und das alles in einem den vergebenen Auszeichnungen würdigen Ambiente – und vielleicht gibt es ja nächstes Jahr sogar Schokolade…

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Thema: News & Ausschreibungen

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Ein Kommentar

  1. 1
    Seminar Redenschreiben 

    Was wäre ich denn, wenn ich nicht immer mit klugen Leuten umgegangen wäre und von ihnen gelernt hätte?

    Johann Wolfgang von Goethe

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