Instructional Development Award Preisträger Dr. Dominic Gehring

Mittwoch, 12. Juni 2013 | Autor/in: und 

Gemeinsam mit Dr. Katrin Röttger, Dr. Gabriela Reuss und Prof. Dr. Albert Gollhofer hat Dr. Dominic Gehring das „Practise Research in Exercise Laboratory“ (PREX-Lab) ins Leben gerufen. Ein IDA-Projekt, von dem nicht nur Sport-Studierende, sondern alle Beschäftigten der Universität profitieren können. Das Praxis-Labor gibt Studierenden die Möglichkeit ihr theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Neue Forschungsideen zur Gesundheitsförderung, die den Praxistest im PREX-Lab bestehen, werden in der betrieblichen Gesundheitsförderung der Universität Freiburg eingesetzt und kommen so der ganzen Universität zugute.

IDA Projekt
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Fitness- und Gesundheitszentrum (FGZ)

Was hat Sie zu der Projektidee inspiriert?
Die Überbrückung des „Theorie-Praxis-Grabens“ stellt für mich nach wie vor eine der großen Herausforderungen in der Hochschullehre dar. Das theoretisch erarbeitetete Wissen muss insbesondere auch in den Fachdisziplinen der Sportwissenschaft und der bewegungsbezogenen Gesundheitsförderung am Kunden, am Patienten, am Athleten oder am Probanden praktisch umgesetzt werden. Mit der Eröffnung des Fitness- und Gesundheitszentrums der Universität Freiburg (FGZ) haben sich nun strukturelle Möglichkeiten geschaffen, eine Art „Praxis-Labor“ für Sportwissenschaftler unter äußerst realitätsnahen und somit berufsbezogenen Gegebenheiten zu installieren.

Was erhoffen Sie sich auf lange Sicht von Ihrem Projekt?
Das Projekt PREX-Lab stellt für mich einen ersten Schritt dar, den „Theorie-Praxis-Graben“ zu überwinden. Unter den mit PREX-Lab geschaffenen Voraussetzungen können die Studierenden im quasigeschützten Raum des FGZ praktisch tätig werden und sich selbst im Anwendungsfeld der (betrieblichen) Gesundheitsförderung ausprobieren. Ich persönlich erhoffe mir von PREX-Lab zweierlei: Erstens soll sich das Vorhaben langfristig als fester Bestandteil der Lehre in unserer universitären Lehre etablieren und den Studierenden somit helfen erste Hürden auf dem Weg zum späteren Berufsleben aus dem Weg zu räumen. Zweitens bin ich fest davon überzeugt, dass es basierend auf der Grundlage von PREX-Lab möglich sein sollte, noch weitere Innovationen an der Schnittstelle „Hochschullehre – universitäre betriebliche Gesundheitsförderung“ zu entwickeln und auch umzusetzen.

Welches Team steht hinter Ihnen?
Das Lehrkonzept PREX-Lab bezieht neben den Antragsstellern (Dr. Dominic Gehring, Dr. Katrin Röttger, Dr. Gabriela Reuss und Prof. Dr. Albert Gollhofer) mittlerweile auch mehrere andere Personen bei uns am Institut für Sport und Sportwissenschaft ein:

  • Frau Amelie Steiert ist als Projektkoordinatorin für die operative Umsetzung von PREX-Lab verantwortlich.
  • Herr Dr. Flavio Bessi setzt die für PREX-Lab geplanten e-learning-Maßnahmen um und pflegt außerdem unseren PREX-Lab Blog, in dem wir über die aktuellen Entwicklungen in unserem Projekt berichten.
  • Nicht zuletzt unterstützen Laura Thomas, Hubert Mahler und Anne Illaender als studentische Mitarbeiter tatkräftig unser Vorhaben.
Hochschullehre

Welchen Aspekt guter Hochschullehre finden Sie besonders wichtig?
Neben der obligatorischen Vermittlung von Inhalten und akademischen Kompetenzen sollte eine gute Hochschullehre in der Lage sein, die Studierenden auf ihrem Weg hin zu selbstbewussten aber auch selbstreflektierten Individuen begleiten. Vor diesem Hintergrund ist es meiner Meinung nach sehr wichtig ein ausgewogenes Verhältnis aus „Fordern und Fördern“ zu etablieren sowie ein Vertrauens- und Mentorenverhältnis zwischen Studierenden und Dozierenden zu schaffen.

Persönliches

Was begeistert Sie an Ihrem Fachbereich?
Die Sportwissenschaft ist eine sehr junge bisher oftmals auch etwas belächelte Fachdisziplin, der es jedoch zunehmend gelingt das Image einer Laienwissenschaft abzulegen. Dies liegt mit Sicherheit auch an den mittlerweile gut dokumentierten positiven Auswirkungen von Sport und körperlicher Bewegung auf die Physis und Psyche des menschlichen Organismus. Insbesondere bieten sich gerade auch für uns Nachwuchswissenschaftler am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg beste Möglichkeiten sowohl Grundlagen- als auch Anwendungsforschung auf international anerkanntem hohen Niveau zu praktizieren.

Warum setzen Sie sich für die Lehrentwicklung ein?
Ich glaube es kann sehr fruchtbar sein, wenn Entwicklungen in der Hochschullehre nicht nur von professoraler Ebene sondern auch von Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchsdozenten vorangetrieben werden. Gerade die Kombination aus der Erfahrung auf der einen Seite und den „jugendlichen“ und vielleicht auch unkonventionellen Ansätzen auf der anderen Seite kann in sehr interessanten Lehrprojekten münden.

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Thema: IDA-Projekte

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