Mein IndiTrack-Jahr: vielseitig, spannend, herausfordernd

Montag, 4. März 2013 | Autor/in:

IndiTrack_Banner

Studierte bisher: Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft (HF), Kunstgeschichte (NF)

Studiert gerade: Philosophie, Archäologie, Ethnologie, Interdisziplinäre Anthropologie, Psychologie und Kognitionswissenschaften

Was ist für dich das Besondere an IndiTrack?
Dass man die Möglichkeiten und Freiheiten erhält, sich fachfremdes Wissen und Arbeitsmethoden anzueignen. Außerdem lernt man durch die anderen IndiTracker Studenten aus den unterschiedlichsten Fächern kennen und erhält dadurch wiederum Einblick in fachfremde Disziplinen.

Konntest du alle Fächer belegen, die du wolltest?
Ich wurde zu allen Veranstaltungen, zu denen ich mich angemeldet hatte, zugelassen.

Wie groß ist deiner Meinung nach die Fächerauswahl?
Im ersten Moment riesig, man braucht eine Weile, bis man sich durch das Vorlesungsverzeichnis gearbeitet hat. Wenn man dann aber erst einmal den Überblick gewonnen hat und ungefähr weiß, in welche Richtung man möchte, engt sich der Kreis schon etwas ein. Leider überschneiden sich viele Veranstaltungen zeitlich, und auch die Prüfungsbedingungen grenzen die Auswahl noch etwas ein, doch ich finde, es bleibt genügend, um sich einen vielfältigen und abwechslungsreichen Stundenplan zu erstellen.

Was waren deine Erwartungen an den IndiTrack?
Um nicht enttäuscht zu werden, bin ich möglichst erwartungsfrei an die Sache herangegangen. Ich dachte mir, dass ich sicherlich neue und spannende Erfahrungen machen werde, dass ich Einblick in andere Fächer bekomme, mir neues Wissen aneigne und dieses vielleicht für mein Fachstudium nutzen kann.

IndiTrack12_Verena

Wurden deine Erwartungen bisher erfüllt?
Durchaus, und es ist spannend, dass es immer wieder Überschneidungen gibt, selbst innerhalb von Fächern, von denen man es nicht geglaubt hätte. Verschiedene Themen tauchen sowohl in der Psychologie als auch in der Philosophie auf, und es ist interessant, die verschiedenen Herangehensweisen mitzubekommen. Bisher fehlen mir noch die naturwissenschaftlichen Erfahrungen, die ich gerne im Sommersemester sammeln möchte. Auch fällt es mir nicht immer leicht, die Literaturwissenschaft mit den anderen Fächern zu verknüpfen. Gerne hätte ich auch noch mehr Seminare denn Vorlesungen besucht, jedoch wäre das vom Arbeitsaufwand zu viel geworden.

Wem würdest du den IndiTrack empfehlen?
Generell allen wissenshungrigen Menschen, die über den Tellerrand des eigenen Faches hinausschauen möchte.

Warum hast du dich für IndiTrack und nicht für ein selbstorganisiertes Sabbatjahr entschieden?
Die Gefahr bei einem selbstorganisierten Sabbatjahr sehe ich bei mir im Bereich der Selbstdisziplin. Man mag über Prüfungen und Klausuren schimpfen, aber sie geben mir den Druck, der manchmal nötig ist, um an etwas dranzubleiben und nicht zu schnell aufzugeben. Der IndiTrack gibt einem einen Rahmen, innerhalb dessen man sich ziemlich frei bewegen kann. Die Veranstaltungen Wissenstheorie und Reflektion&Präsentation unterstützen einem außerdem beim Sammeln und Reflektieren der gemachten interdisziplinären Erfahrungen. Die Bescheinigung des IndiTracks, der sogenannte „Abschluss“, macht, so finde ich, außerdem einen professionelleren Eindruck, sollte man einem späteren Arbeitgeber einmal über dieses Jahr informieren. Und außerdem wollte ich bei der Entstehung dieses Pilotprojektes dabei sein und es dadurch unterstützen.

Welche Voraussetzungen sollte man für den IndiTrack mitbringen?
Neugierde, Offenheit, Interesse für Unbekanntes. Aber auch Durchhaltevermögen und die Disziplin, selbstständig zu arbeiten, denn die vielen neuen, unterschiedlichen Fächer können einen erst einmal vor unbekannten, schwierigen Anforderungen stellen. Man sollte sein eigenes Fach möglichst gut kennen und sich sicher sein, es nach dem IndiTrack auch weiterhin studieren zu wollen. Hat man außerdem ein ungefähres Ziel vor Augen, welche Erfahrungen man weshalb gerne sammeln möchte, kann einem das bei der Strukturierung dieses Jahres sehr hilfreich sein.

Wie hat sich die Perspektive auf dein eigenes Fach verändert?
Der IndiTrack lässt mich über mein eigenes Fach nachdenken, über seine Methoden und Arbeitsweisen reflektieren. Momentan habe ich noch viele geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer belegt, welche sich überwiegend in der grundlegenden Struktur noch nicht allzu sehr von meinem Fach unterscheiden. Daher kann ich noch nicht sagen, dass sich der Blick auf mein eigenes Fach bereits gewandelt hätte. Ich bin gespannt, wie das am Ende des IndiTracks sein wird.

Was konntest du aus deinen neuen Fächern mitnehmen?
Die Archäologie-Vorlesung, welche ich belegt habe, bietet eine gute Ergänzung zu meinem Nebenfach, der Kunstgeschichte. Da ich einige geschichtliche und kulturelle Hintergründe über Bauten und Kunstwerke aus früherer Zeit lerne. Die allgemeine Psychologie vermittelt Wissen über das Gedächtnis und bietet so an, über das eigene Lernverhalten nachzudenken, und wie man es eventuell verbessern kann. Außerdem wird in der Sozialwissenschaft viel mit Experimenten und deren Ergebnissen gearbeitet, eine neue Methode, die ich aus meinem Fach so nicht kenne.

IndiTrack-Studierende per Mail kontaktieren

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: IndiTrack

Diesen Beitrag kommentieren.

Kommentar abgeben