E-Learning Qualifizierungsprogramm – ein Erfahrungsbericht

Dienstag, 19. März 2013 | Autor/in:

Dr. María Matilde Bartolomé Rodríguez nimmt aktuell am E-Learning Qualifizierungsprogramm der Servicestelle E-Learning teil und erzählt hier von Ihren Eindrücken und Projektplänen.

Aus welchem Fachbereich der Uni kommen Sie und welche Kurse unterrichten Sie?
Ich mache Grundlagenforschung in der Inneren Medizin II, bin von Haus aus Biologin und beschäftige mich hauptsächlich mit den Besonderheiten der Insulin vermittelten Signaltransduktion in der Leber-Zelle.
Ab nächstem Semester werde ich ein neues Seminar für Studierende der Medizin und Molekularen Biologie anbieten: „Ermöglichen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung eine Personalisierung in der Medizin?“

Welche Erfahrungen haben Sie bereits vor dem Qualifizierungsprogramm mit E-Learning Methoden gemacht?
In der Lehre keine, ich habe aber schon verschiedene Methoden in der Forschung angewandt.

Warum nehmen Sie am E-Learning Qualifizierungsprogramm teil?
Für die neue Vorlesung möchte ich neue Wege in der Inneren Medizin wagen.

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E-Learning Qualifizierungsprogramm

Welche Inhalte fanden Sie im E-Learning Qualifizierungsprogramm bis jetzt am hilfreichsten?
Die Verwendung von Wikis, die Durchführung von Internet-Konferenzen, aber vor allem die Konzeption der verschiedenen Module, die für für eine e-Learning Veranstaltung notwendig sind, welche komplett andere Herausforderungen für die Lehrende bringen als Präsenz-Veranstaltungen. Allgemein steckt in der Vorbereitung einer solchen Veranstaltung viel mehr Zeit, vor der Vorlesung muss alles penibel vorbereitet werden. Die Spontanität, die in der Präsenzlehre möglich ist, geht durch das Internet verloren, einfach aus dem Grund, dass der Lehrende den Studenten nicht sieht,  zum Beispiel, wenn er die Sachen bearbeiten. Daher müssen die Schwierigkeiten vorher genau abgeschätzt werden, um mögliche Lösungen parat zu haben.

Warum und wie möchten Sie E-Learning in Ihrer Vorlesung einsetzen?
Die in der Vorlesung verwendeten biologischen Methoden sollen aus der Sicht der Medizinstudenten auf deren Benutzbarkeit in der Medizin ausgetestet und diskutiert werden. Dafür scheinen mir die Möglichkeiten, die in einigen der e-Learning-Methoden stecken, als eine bessere Alternative. Zum Beispiel wird ein Ziel der Hybrid-Veranstaltung sein, ein WIKI zu entwickeln. Dies scheint mir die beste Möglichkeit, die Studenten zu motivieren, sich mit den biologische Methoden auseinander zu setzen. Durch die Entstehung von etwas Neuem kann ich einfach nachvollziehen, inwiefern sie ihre Kenntnisse in der Materie vertieft haben.
Anfangs im Semester werden all die benötigten Materialien online gestellt. Online wird außerdem sowohl ein Blog als auch ein Forum laufen, um den Kontakt von den Studenten zu den Lehrenden zu vereinfachen, aber auch um den Kontakt zwischen den Studenten außerhalb der Vorlesungstunde zu sichern. Durch mehre Quizze sollen die Kenntnisse der Studenten stets geprüft werden.

Manche Lehrende schrecken davor zurück, viel Zeit in die eigene Weiterbildung und didaktische Konzeption ihrer Kurse zu investieren, da ihre Forschung darunter leiden könnte. Wie stehen Sie zu diesem Zwiespalt?
Tatsächlich ist die nötige Zeit für die Konzeption ein nicht zu unterschätzender Faktor, jedoch stehen in dem Fall auch meine eigene Weiterbildung und die Bildung der Studierenden im Umgang mit den neuen Medien im Vordergrund.

Welchen Tipp haben Sie für Lehrende, die E-Learning Elemente in Ihrer Lehre einsetzen möchten?
Sich nicht abschrecken lassen von der zusätzlichen Zeit. Ich finde die Vorlesungen können mit dem richtigen Einsatz verschiedener Elemente einiges an Qualität gewinnen.

Weitere Informationen zum E-Learning Qualifizierungsprogramm

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Thema: News & Ausschreibungen

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