Instructional Development Award Preisträger Prof. Dr. Hans-Dieter Hofmann

Montag, 6. August 2012 | Autor/in: und 

In der aktuellen Beitragsreihe „Problemorientiertes Lernen“ haben Prof. Hofmann und Dr. med. Fabry bereits ihr Lehrprojekt vorgestellt. Bevor sie sich am Mittwoch und Donnerstag der Frage widmen, was ihr Lehrprojekt bisher gebracht hat und einige Evaluationsergebnisse veröffentlichen, beantwortet Prof. Hofmann ein paar Fragen zum Projekt:

IDA-Projekt

Herr Prof. Hofmann, was hat Sie zu der Projektidee inspiriert?
Die Hochschulmedizin hat sich, angeregt durch die neue Approbationsordnung, im letzten Jahrzehnt auf die Verbesserung der praktischen ärztlichen Ausbildung konzentriert. Inzwischen werden jedoch Bedenken laut, z.B. auch von Gremien der DFG, dass unter dieser Fokussierung die wissenschaftlich-theoretische Ausbildung der MedizinerInnen leiden könnte. Obwohl die Befürchtung gerade für die Freiburger Medizinische Fakultät nicht zutrifft, war diese Diskussion Anlass über eine bessere curriculare Einbindung der Vermittlung wissenschaftlicher Kompetenzen nachzudenken.

Was erhoffen Sie sich auf lange Sicht von Ihrem Projekt?
Dass es einen Beitrag leistet zur Realisierung des Leitbildes der Freiburger Medizinischen Fakultät, wo es unter anderem heißt:
Leitbild der Ausbildung ist die/der wissenschaftlich und praktisch geschulte „Ärztin/Arzt, die ihren/der seinen Beruf eigenverantwortlich und selbständig ausübt, Entscheidungen auf der Basis wissenschaftlicher Evidenz trifft….“

Welche Rückmeldungen zum Projekt haben Sie bereits von Kollegen und Studierenden bekommen?
Zum einen große Unterstützung bei der Realisierung unseres Projekts, zum andern aber auch erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit des neuen Lehrangebots, da die Kollegen – zu Recht übrigens – der Meinung sind, dass Wissenschaft und Forschung in unserer Fakultät bereits eine zentrale Rolle spielen. In unserem Projekt geht es aber um die gezielte Vermittlung wissenschaftlicher Kompetenzen an die Studierenden und deren Integration in das Curiculum.

Persönliches

Was mögen Sie an der Lehre?
Wie hoffentlich alle Lehrenden schätze ich die Begegnung mit den Studierenden: Da gibt es witzige, dröge, hochintelligente, begriffsstutzige, motivierte, nölende, widerspenstige, radikale, schutzbedürftige, fordernde, überforderte, wissbegierige, genialische, giftige, charmante… In der Summe bringt die Arbeit mit ihnen eine Menge Spaß und ist eine inspirierende Herausforderung.

Warum setzen Sie sich für die Lehrentwicklung ein?
Während meiner Zeit als Studiendekan ist mir klar geworden, dass es des kontinuierlichen Einsatzes einzelner Lehrender bedarf, um der Lehre neben den konkurrierenden Bereichen der Forschung und der Patientenversorgung ihren Platz als zentrale Aufgabe einer medizinischen Fakultät zu sichern und im Hinblick auf Lehrinhalte und -methodik mit der rasanten Entwicklung des biomedizinischen Kenntnisstandes Schritt zu halten.

Hochschullehre

Wodurch zeichnet sich für Sie gute Hochschullehre aus?
Sie fördert selbständiges Arbeiten und gewährt dabei so viel Freiheit wie möglich, sie setzt aber gleichzeitig Standards, die von allen Studierenden erreicht werden müssen.

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Thema: IDA-Projekte

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