Instructional Development Award Preisträger Dr. med. Götz Fabry

Montag, 30. Juli 2012 | Autor/in: und 

Mit dem Thema der aktuellen Beitragsreihe „Problemorientiertes Lernen“ beschäftigt sich auch ein IDA-Projekt in der Medizin (mehr zum Instructional Development Award). Dr. med. Fabry und Prof. Hofmann haben sich zum Ziel gesetzt, die wissenschaftlichen Kompetenzen von Medizinstudierenden durch Problemorientiertes Lernen zu fördern. Neben ihrem Konzept stellen die beiden Preisträger diese und nächste Woche auch die Ergebnisse ihrer Lehrveranstaltungsevaluation vor.

IDA-Projekt

Herr Fabry, was hat Sie zu der Projektidee inspiriert?
Die ärztliche Ausbildung findet in einem hochwissenschaftlichen Umfeld statt, dennoch steht es mit den wissenschaftlichen Kompetenzen der medizinischen Absolventen nicht zum Besten. Da sich die Medizinische Fakultät Freiburg aber gerade auf diese Kompetenzen als ein wichtiges Ausbildungsziel verpflichtet hat, haben wir überlegt, wie wir dieses Ziel besser erreichen können.

Uniklinik Freiburg

Woran merken Sie, dass sich durch das Projekt bereits etwas verändert hat?
Was mich besonders freut ist, dass das Projekt bereits jetzt dazu geführt hat, dass Kolleginnen und Kollegen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Fakultät sich zusätzlich zu ihren Aufgaben für das Projekt engagieren. Dadurch ist das Projekt nicht nur sehr breit in der Fakultät verankert, der interdisziplinäre Dialog ist auch für alle Beteiligten eine Bereicherung. Durch diese positive Aufbruchstimmung bin ich zuversichtlich, dass wir tatsächlich auch langfristige Veränderungen herbeiführen können.

Welches Team steht hinter Ihnen und Prof. Hofmann? 

  • Ariane Zeuner, Dipl-Päd. (Erwachsenenbildung & Gesundheitspädagogik), Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Projektkoordination, Schulung & Supervision der Tutoren, Fallreview, didaktische Umsetzung
  • Dr. Johannes Seydel, (Epidemiologe), Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Fallentwicklung, wissenschaftliche Begleitung
  • Lars Reichler (B.A. Psychologie), Wissenschaftliche Hilfskraft: Unterstützung der Projektkoordination und wissenschaftlichen Begleitung
  • Jasmin Leber (B.A. Erziehungswissenschaft), Wissenschaftliche Hilfskraft: Unterstützung der Projektkoordination und didaktische Begleitung
Persönliches

Was mögen Sie an der Lehre?
Dass ich mich mit einer großen Vielfalt von Themen auseinandersetzen muss und dabei selbst ständig sehr viel lerne. Selbst bei Standardthemen entdecke ich so für mich immer wieder neue Aspekte, die ich spannend finde und mit in den Unterricht nehme, der damit hoffentlich auch spannend wird.

Warum setzen Sie sich für die Lehrentwicklung ein?
Mir hat Lehre immer schon viel Spaß gemacht und es reizt mich, hier neue Dinge auszuprobieren und gemeinsam mit Kollegen Impulse zu setzen. Außerdem finde ich, dass die Erkenntnisse der Didaktik und Lehr-Lernforschung in der Breite noch zu wenig umgesetzt werden. Hier gibt es noch Entwicklungspotential.

Hochschullehre

Wodurch zeichnet sich für Sie gute Hochschullehre aus?
Gute Hochschullehre ist anregend und herausfordernd zugleich. Sie macht neugierig und Lust darauf, mehr zu lernen. Sie bringt die Studierenden dazu, sich selbständig und kritisch mit neuen Inhalten auseinanderzusetzen und ihre Vorannahmen zu hinterfragen. Außerdem schafft sie Gelegenheit zur argumentativen Auseinandersetzung und vieles mehr…

Wie könnte die Lehrentwicklung an der Universität weiter vorangetrieben werden?
Trotz vieler positiver Signale (z.B. den IDA) meine ich, dass sich das Engagement für die Lehre und die Lehrentwicklung für die Beteiligten noch zu wenig auszahlt. Wer sich für Lehre engagiert, läuft an der Universität immer noch Gefahr, karrieretechnisch ins Hintertreffen zu geraten. Will man mehr für die Lehre tun, dann darf man die Entwicklung der Lehrenden nicht vergessen.

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Thema: IDA-Projekte

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