Lehrevaluation: mehr als Studentische Lehrveranstaltungskritik

Mittwoch, 4. April 2012 | Autor/in:

Die Befragung von Studierenden zur Lehre und den Rahmenbedingungen eines Studiums hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Maßnahme zur Entwicklung von Lehrqualität etabliert. Lehrevaluation ist hierfür der Überbegriff. Die Evaluation von Studium und Lehre kann unterschiedlich erfolgen, anhand von studentischer Lehrveranstaltungskritik, Befragungen zum Abschluss eines Moduls, Befragungen von Absolventinnen und Absolventen eines Studienganges oder der Bewertung eines Prozesses im Bereich Studium und Lehre.

Mit der studentischen Lehrveranstaltungskritik erhalten Lehrende eine allgemeine Rückmeldung zur Gestaltung ihrer Lehrveranstaltung oder auch auf bestimmte aktuell implementierte hochschuldidaktische Arrangements.

Mithilfe der Befragung zum Abschluss eines Moduls kann herausgefunden werden, wie der Lernzuwachs der Studierenden einzuschätzen ist.

Durch die Befragungen von Absolventinnen und Absolventen erhalten Fakultäten eine retrospektive Einschätzung des gesamten Studiums.

Die Prozessevaluation eignet sich dann, wenn die Wirkung bestimmter Änderungen, beispielsweise die Einführung neuer Lehr- oder Prüfungsformen, erhoben werden soll.

Die verschiedenen Instrumente zur Erfassung der Qualität in Studium und Lehre zeigen, dass Qualität nicht durch eine einzige Eigenschaft zu definieren ist, z.B. durch quantitative Zufriedenheitsmaße. Es bietet sich daher an, zu unterschiedlichen Zeitpunkten Gebrauch von unterschiedlichen Erhebungsmethoden zu machen, um ein umfassendes Bild von Lehrqualität aufzuzeigen. Der Werkzeugkasten Lehrevaluation stellt den Fakultäten demnächst Musterlösungen zu den oben genannten Lehrevaluationsformaten zur Verfügung und gibt Anregungen und Hilfestellungen zur Anwendung der Instrumente.

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Thema: Werkzeugkasten Lehrevaluation

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