Qualitätspakt Lehre – Einsatz für optimale Studienbedingungen

Montag, 6. Juni 2011 | Autor/in:

Die Universität Freiburg war mit ihrem Konzept zur weiteren Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre im Rahmen des „Qualitätspaktes Lehre“ erfolgreich. Ihr Antrag in Höhe von 6,2 Millionen Euro ist zur Förderung am 17. Mai 2011 ausgewählt worden und vom Vorsitzenden der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, und von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, bekannt gegeben. Der „Qualitätspakt Lehre“ bildet die dritte Säule des Hochschulpaktes 2020 von Bund und Ländern.

Der von der Universität Freiburg eingereichte Antrag basiert auf der bereits im Wettbewerb „Exzellente Lehre“ erfolgreichen Strategie „Windows for Higher Education“. Im Rahmen dieses Zukunftskonzepts überträgt die Universität Freiburg die Erfahrungen zur Schaffung von inneruniversitären Freiräumen aus ihrem erfolgreichen Zukunftskonzept im Bereich Exzellenz in der Forschung in den Bereich der Lehre. Mit der Förderung aus dem  „Qualitätspakt Lehre“ will die Universität Freiburg die Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Konsolidierung des Zukunftskonzepts „Windows for Higher Education“ ausbauen. Zu diesen Maßnahmen gehören:

1) Erweiterung Instructional Development Award (IDA)
Ziel dieses Vorhabens ist es, den im Rahmen der Umsetzung des Lehrentwicklungskonzepts
„Windows for Higher Education“ etablierten und bereits erfolgreichen Instructional Development Award (IDA) zu erweitern und um zwei profilbildende Förderlinien „Innovative Studieninhalte / Modulinnovation“ und „Innovationen in Staatsexamens-Studiengängen zu ergänzen.

2) „Lehrzentrum Interdisziplinarität – University College Freiburg“ (Erweiterung IndiTrack)
Ziel des Lehrzentrums Interdisziplinarität – University College Freiburg (UCF) ist es, eine geeignete organisatorische Struktur für die Stärkung und den Ausbau der interdisziplinären Lehre an der Universität Freiburg zu bieten.

3) „Werkzeugkasten Lehrevaluation“ -– (Ergänzung IQ-Net)
Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung eines „Werkzeugkastens Lehrevaluation“ und die Bereitstellung des Werkzeugkastens im IQ-Net.

4) „Business Intelligence-System Lehre“ -– (Ergänzung IQ-Net)
Dieses Konzept beabsichtigt den Aufbau eines Business-Intelligence-Systems für den Bereich Lehre

5) „Money Follows Students“
Der Überlast-Ausgleichs-Fonds „Money Follows Students“ soll zu einem dauerhaften
Werkzeug eines stärker nachfrageorientierten Lehrangebots an der Universität Freiburg
werden und die Phase bis zu einem ggf. sinnvollen strukturellen Ausbau von
Studienplätzen in bestimmten Bereichen abfedern.

6) „Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring“
Mit Hilfe eines Kompetenzzentrums Studierendenmentoring sollen akademische Unterstützungsmaßnahmen und Netzwerke aufgebaut und etabliert werden, um besonders internationale Studierende und Studierende mit besonderen kulturellen, beruflichen und sozialen Herkünften bzw. Handicaps gezielt zu unterstützen.

7)  Kompetenzzentrum English-Medium Instruction in Higher Education“
Die übergeordneten Ziele und Perspektiven des geplanten Kompetenzzentrums sind
(1) die Überprüfung und Verbesserung des Englischen als Lehr- und Kommunikationssprache
(mündlich und schriftlich); (2) das Ermöglichen von Selbsthilfe und Weiterentwicklung durch angeleitetes und begleitetes Selbstlernen; (3) die Schaffung einer soliden fachlichen Grundlage (inkl. Lehr- und Analysematerialien) für die Weiterbildung der Dozenten/Dozentinnen.

Bund und Länder haben das Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre im Juni 2010 beschlossen. Der Bund stellt hierfür bis zum Jahr 2020 rund 2 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld sollen Hochschulprojekte gefördert werden, die die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität in der Breite der Hochschullandschaft verbessern. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hatte in der ersten Runde Anträge von 194 Hochschulen erhalten. Das entspricht etwa 80 Prozent der antragsberechtigten Hochschulen in Deutschland. Die Förderung beginnt zum Wintersemester 2011/12. Die Maßnahmen können zunächst bis zum 31. Dezember 2016 gefördert werden. Nach einer positiven Zwischenbegutachtung kann die Förderung bis zum Ende der Laufzeit des Programms am 31. Dezember 2020 fortgesetzt werden.

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Thema: News & Ausschreibungen

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