Umfrage: „Was sagen Sie zu E-Learning an der Universität Freiburg?“

Freitag, 20. Januar 2017 | Autor/in:

Sind Sie Studierende*r oder Lehrende*r an der Universität Freiburg? Dann möchten wir Sie bitten, an der Umfrage der Servicestelle E-Learning teilzunehmen und uns Ihre Erfahrungen, Meinungen und Wünsche zum Thema „E-Learning in der Lehre“ mitzuteilen. Mithilfe Ihrer Rückmeldungen kann das E-Learning-Angebot an der Universität weiter bedarfsorientiert entwickelt werden. Sie benötigen für das Ausfüllen etwa 12 Minuten.

Die Befragungen, die die Servicestelle E-Learning im Auftrag des Prorektorats für Studium und Lehre durchführt, dienen als Grundlage für die Erstellung einer bedarfsorientierten Konzeption zum Thema E-Learning/Digitalisierung der Lehre an der Universität Freiburg. Neben der Darstellung der aktuellen Nutzung sollen Handlungsempfehlungen zur Optimierung von E-Learning Angeboten entwickelt werden. Ziel ist u.a. der Diversität der Studierenden gerecht zu werden (v. a. Studierende mit Kindern, ausländische Studierende, Studierende mit „verschiedenen Lerngeschwindigkeiten“ und Studierende mit Pflegeverantwortung). E-Learning bzw. Online-Elemente sollen dabei explizit nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung der Präsenzlehre verstanden werden.

Die Umfragen erfolgen auf freiwilliger Basis und es werden keine personenbezogenen Daten erhoben.

Sie erreichen die E-Learning Umfragen unter folgenden Links:

  • Befragung der Lehrenden zum Thema E-Learning
  • Befragung der Studierenden zum Thema E-Learning (mit Verlosung attraktiver Gewinne*)

Auf unseren Projektseiten finden Sie weitere Informationen zum Evaluationsprojekt E-Learning. Gerne können Sie sich auch mit Fragen an uns wenden: elearning@rz.uni-freiburg.de

*zu den Teilnahmebedingungen der Verlosung sowie zu den Preisen finden Sie hier weitere Informationen.

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Hochschuldidaktik-Frühstück mit PD Dr. Ulrike Hanke – „Vom Sinn und Unsinn von Diskussionen – Diskussionen gezielt in der Lehre einsetzen“

Mittwoch, 11. Januar 2017 | Autor/in:

Wer kennt das nicht? Nur eine Handvoll Studierende beteiligen sich an einer Diskussion und nach der Diskussion bleibt nicht nur bei den Studierenden, sondern auch bei den Lehrenden häufig die Frage offen, was die Diskussion denn nun gebracht hat. Wie Diskussionen gelingen können, darauf wird PD. Dr. Ulrike Hanke eingehen.

Das Hochschuldidaktik-Frühstück findet am Freitag, 13.01.17, von 9-11 Uhr (s.t.) in der Bismarckallee 22 (1. OG) statt.

Appetit bekommen? Dann melden Sie sich an! Weitere Infos sowie die Anmeldung finden Sie auf den Seiten der Abteilung Hochschuldidaktik.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ihr Team der Abteilung Hochschuldidaktik

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Resilienzorientiertes und praxisbezogenes Modell zur Verringerung der Abbruchquote in den MINT-Fächern

Montag, 2. Januar 2017 | Autor/in:

Zu Be­ginn ihres Stu­di­ums be­su­chen MINT-Stu­die­ren­de lern­in­ten­si­ve grund­le­gen­de Lehr­ver­an­stal­tun­gen, um sich, auf­bau­end auf die­sem Grund­la­gen­wis­sen, im wei­te­ren Stu­di­en­ver­lauf zu spe­zia­li­sie­ren. Die­ser Stu­di­en­auf­bau ver­hin­dert al­ler­dings, sich im ers­ten Se­mes­ter mit den reiz­vol­le­ren Stu­di­en­in­hal­ten des Fa­ches zu be­fas­sen, wel­che erst ab dem zwei­ten oder spä­te­ren Se­mes­ter er­fol­gen. Wei­ter­hin kön­nen fach­lich-aka­de­mi­sche Denk­mus­ter des Fa­ches nicht an das schu­li­sche Wis­sens- und Kom­pe­tenz-Re­ser­voir der Stu­die­ren­den an­knüp­fen. Die Mo­ti­va­ti­on zum Durch­hal­ten ist schwer­lich zu hal­ten, Stu­di­en­fach­wech­sel oder Stu­di­en­ab­brü­che sind die Folge.
Nach Ana­ly­se die­ser Pro­blem­la­ge wurde eine pra­xis­be­zo­ge­ne Ge­stal­tung der Stu­di­en­ein­gangs­pha­se als In­ter­ven­ti­on ent­wi­ckelt und in der Bio­ma­the­ma­tik er­probt. Das Sys­tem fo­kus­siert ge­zielt auf fach­spe­zi­fi­sche Be­dürf­nis­se Erst­se­mes­ter­stu­die­ren­der der Bio­ma­the­ma­tik und bie­tet die­sen durch ihren pra­xis­na­hen An­satz be­reits eine Per­spek­ti­ve auf die For­schungs- und Ak­ti­vi­täts­viel­falt, Ar­beits- und Denk­wei­sen sowie Em­ploya­bi­li­ty-An­for­de­run­gen des Fa­ches.

An­satz: Resi­li­enz pra­xis­be­zo­gen för­dern

Stu­die­ren­de, die über einen hö­he­ren Grad an Resi­li­enz ver­fü­gen, be­wäl­ti­gen die ty­pi­schen Schwie­rig­kei­ten des ers­ten Se­mes­ters, ob­wohl sie im Ver­gleich zu ihren Kom­mi­li­to­nin­nen und Kom­mi­li­to­nen keine her­aus­ra­gen­den Vor­leis­tun­gen auf­wei­sen. Hier­aus lässt sich ab­lei­ten, dass ein hoher Grad an Resi­li­enz der Frus­tra­ti­on des ers­ten Stu­di­en­se­mes­ters ge­gen­über zu for­cie­ren ist, um we­ni­ger oder non-resi­li­en­te Stu­die­ren­de in ihrer per­sön­li­chen Stu­di­en­ver­bleibs­mo­ti­va­ti­on zu stär­ken. Aus­ge­hend von die­ser An­nah­me einer Stei­ge­rung der Stu­di­en­ver­bleibs­mo­ti­va­ti­on mit­tels Trans­pa­renz der mit Aus­dau­er über­wind­ba­ren Stu­di­en­hür­den des ers­ten Se­mes­ters kön­nen eine Stär­kung der in­di­vi­du­el­len Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Fach sowie die Ent­wick­lung einer lang­fris­ti­gen Per­spek­ti­ve auf be­rufs­be­zo­ge­ne Qua­li­fi­ka­tio­nen för­der­lich wir­ken.
Die be­ruf­li­chen Per­spek­ti­ven für Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten des Stu­di­en­gangs Bio­ma­the­ma­tik sind at­trak­tiv, wie aus Alum­ni- und Alum­nae-Kon­tak­ten, -In­ter­views und -Vor­trä­gen zu schluss­fol­gern ist. Ähn­lich ge­stal­tet es sich in den an­de­ren MINT-Fä­chern. Es soll­te daher ver­hin­dert wer­den, dass MINT-Stu­die­ren­de ihr Stu­di­um zu einem Zeit­punkt ab­bre­chen, an dem sie noch nicht ein­zu­schät­zen ver­mö­gen, was ihr Fach aus­zeich­net und wel­che Spe­zia­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten sich ihren Nei­gun­gen bie­ten. Zur För­de­rung einer kon­ti­nu­ier­li­chen Stu­di­en­ver­bleibs­mo­ti­va­ti­on er­scheint es un­ab­ding­bar, mög­lichst früh­zei­tig einen pra­xis­be­zo­ge­nen Ein­blick zu ver­mit­teln, um zu ge­währ­leis­ten, dass die Ent­schei­dung für oder gegen einen Stu­di­en­ab­bruch/-wech­sel hin­rei­chend fun­diert ist. An­dern­falls wan­dern be­nö­tig­ter wis­sen­schaft­li­cher Nach­wuchs sowie zu­künf­ti­ge Fach­kräf­te  der MINT-Fä­cher auf Grund von Des­in­for­ma­ti­on in an­de­re Dis­zi­pli­nen ab, ohne je eine ad­äqua­te Ent­schei­dungs­fin­dung voll­zo­gen zu haben.
Zur Lö­sung der dar­ge­leg­ten Pro­blem­stel­lung zeich­ne­te sich kon­kre­ter Hand­lungs­be­darf zur Un­ter­stüt­zung der Erst­se­mes­ter­stu­die­ren­den der Bio­ma­the­ma­tik ab. Es ent­stand ein fach­spe­zi­fi­sches Sys­tem zur pra­xis­be­zo­ge­nen und iden­ti­fi­ka­ti­ons­för­der­li­chen Stu­di­en­ein­gangs­pha­sen­ge­stal­tung, das unter dem Namen „Auf Dar­wins Spu­ren“ fir­miert und eine In­te­gra­ti­on pra­xis­be­zo­ge­ner Ele­men­te in der Stu­di­en­ein­gangs­pha­se vor­sieht, um die Iden­ti­fi­ka­ti­on der Stu­die­ren­den mit dem Fach Bio­ma­the­ma­tik ge­zielt zu stär­ken. Das Sys­tem ver­ge­gen­wär­tigt be­reits im ers­ten Se­mes­ter be­rufs­be­zo­ge­ne Kom­pe­tenz­fel­der und ver­mit­telt Stu­di­en­kom­pe­ten­zen, um sich in dem an­wen­dungs­be­zo­ge­nen Stu­di­en­gang spe­zia­li­sie­rend zu ent­fal­ten. Neben Pra­xis­ein­bli­cken und einem per se op­ti­mier­ten Be­treu­ungs­ver­hält­nis zwi­schen Stu­die­ren­den und Lehr­per­so­nal fin­den wei­te­re Kom­pen­sa­ti­ons­in­stru­men­te Be­rück­sich­ti­gung.

Fazit

Das hier skiz­zier­te Mo­dell eines ge­eig­ne­ten fach­spe­zi­fi­schen Um­gangs mit Erst­se­mes­ter­stu­die­ren­den soll dazu an­re­gen, in MINT-Fä­chern eine pra­xis­be­zo­ge­ne Stu­di­en­ein­gangs­pha­sen­ge­stal­tung zur För­de­rung der Resi­li­enz auch dann in Be­tracht zu zie­hen, wenn eine ge­ziel­te Qua­li­fi­zie­rung der Stu­die­ren­den ab dem ers­ten Se­mes­ter an­ge­strebt wird, al­ler­dings aus Ka­pa­zi­täts­grün­den keine dem ei­gent­li­chen Ba­che­lor­stu­di­um Ein­füh­rungs­pha­se nach dem „Null-Se­mes­ter“-Mo­dell (vgl. „Leu­pha­na Se­mes­ter“, Leu­pha­na Uni­ver­si­tät, 2016; Schle­gel, Hüb­ner & Fi­dor­ra, 2014, S. 2) um­zu­set­zen ist.
Zur Re­du­zie­rung der Ab­bruch­quo­te in MINT-Fä­chern lohnt der Blick auf non-resi­li­en­te Stu­die­ren­de. Einen pra­xis­ori­en­tier­ten Aus­blick auf be­ruf­li­che Per­spek­ti­ven als pro­ba­tes Mo­ti­va­ti­ons­re­ser­voir kann  in Be­tracht ge­zo­gen wer­den, um der Ziel­grup­pe eine kon­stan­te Stu­di­en­mo­ti­va­ti­on zu er­mög­li­chen. Die Leh­ren­den-Stu­die­ren­den-Be­zie­hung bie­tet dar­über hin­aus wei­te­res Po­ten­zi­al zur mo­ti­va­tio­na­len Un­ter­stüt­zung.

Weitere Informationen und Vollbeitrag zum resilienzorientierten und praxisbezogenen Studieneingangsphasen-Modell sind in der Publikationsreihe „Greifswalder Beiträge zur Hochschullehre“, Ausgabe 1/2016, Wissenschaft und Beruf in der polyvalenten Lehre, S. 22-33 veröffentlicht.

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Tagung: (Weiter) Bildung in der digitalen Welt

Donnerstag, 22. Dezember 2016 | Autor/in:

Die Servicestelle E-Learning veranstaltet im Rahmen des BMBF Projektes offene Hochschulen „Freiräume für wissenschaftliche Weiterbildung“  am 07. April 2017 im historischen Peterhofkeller der Universität Freiburg ein EduCamp zum Thema „(Weiter) Bildung in der digitalen Welt. Neue Lehr- & Lernkonzepte an Hochschulen“.

Ein EduCamp ist eine spezielle Form des BarCamps – eine offene Tagung –  auf der sich die Teilnehmenden über neue, innovative sowie Best Practice Formen und Methoden des Lehrens & Lernens auf einer Augenhöhe austauschen können. In Freiburg soll der inhaltliche Schwerpunkt auf dem Einsatz von Medien in der Lehre & beim Lernen an Hochschulen in der wissenschaftlichen Weiterbildung aber auch in der grundständigen Lehre gesetzt werden.

Die Teilnahme ist natürlich kostenlos und für Speis & Trank wird gesorgt sein.

Anmeldung bis zum 07. März 2017.

Hintergrund:

Das Land Baden-Württemberg hat sich einer hochschulübergreifenden Digitalisierungsoffensive verschrieben, wobei es unter anderem gilt die digitale Infrastruktur für Forschung und Lehre weiter zu stärken. In Zukunft sollen die Chancen der Digitalisierung besser genutzt werden, um die Spitzenstellung der baden-württembergischen Hochschulen zu sichern und weiter auszubauen.

Seit 2012 wurde zudem durch die Reform des Landeshochschulrechts der Übergang vom Beruf zur Hochschule erleichtert.

Unstrittig ist, dass die wissenschaftliche Weiterbildung in Zeiten des demografischen Wandels, des lebenslangen Lernens, des Fachkräftemangels aber auch in der Flüchtlingsdebatte eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Die Servicestelle HOCHSCHULEWIRTSCHAFT sieht ferner für die Sicherung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg einen aktiven Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen als unerlässlich an.

Im Rahmen dessen wächst das Angebot an flexiblen, vor allem an berufsbegleitenden Studien- & Weiterbildungsangeboten, wobei man es hier mit stark heterogenen Zielgruppen zu tun hat, für die neue medien-didaktische Ansätze entwickelt werden müssen. Zeit- und ortsunabhängiges Lernen durch Online- und Blended Learning-Angebote stellen hier teilnehmenden- und praxisorientierte Lösungen dar.

Lösungen, welche allerdings natürlich auch neue Fragen aufwerfen. Wie z.B.:

– Wie flexibel müssen Blended Learning Formate konzipiert sein, so dass sie auch effizient zu nutzen sind?
– Welche Rolle wird Mobile Learning  in Zukunft an Hochschulen zukommen?
– Welche Ressourcen und Unterstützungen sind von Nöten um Blended Learning Angebote nachhaltig in die Hochschulstrukturen implementieren zu können?
– Inwiefern verändert sich durch den Input neuer didaktischer Lehr- & Lernmethoden in der wissenschaftlichen Weiterbildung auch die grundständige Lehre?
– Welche Rolle spielt Digitalisierung in der Hochschullehre aktuell und wohin könnte die Reise gehen?
– Inwiefern kann die wissenschaftliche Weiterbildung eine Rolle bei der Qualifizierung von Flüchtlingen für den Arbeitsmarkt spielen?
– Welcher Ansätze und Aktivitäten bedarf es, um sowohl das traditionelle Universitätslehrpersonal als auch externe Partner und deren Expertise (Teaching Professionals) in die wissenschaftliche Weiterbildung einzubinden?
– Welche didaktischen Formate unterstützen die interaktive/gemeinschaftliche und aktivierende Auseinandersetzung der Teilnehmenden und Lehrenden mit fachlichen Inhalten?
– Wie können mithilfe der wissenschaftliche Weiterbildung neue innovative Kooperationen zwischen Hochschulen und der Industrie 4.0 geschaffen werden?

Falls Dich diese und weitere Fragen auch interessieren;
Du in der wissenschaftlichen Weiterbildung tätig bist;
oder vielleicht gerade selbst gerade an einer Weiterbildung teilnimmst oder teilgenommen hast;
Dich das Thema Digitalisierung der Hochschulen interessiert;
Du Dich über neue medien-didaktische Lehr- & Lernkonzepte austauschen möchtest;
Du Studierender, eine Lehrperson oder vielleicht in der Industrie 4.0 tätig bist,

dann mach Dich am 07. April 2017 auf dem Weg in den historischen Peterhofkeller nach Freiburg und tausch Dich mit uns aus.

Wir freuen uns auf Dich!

Weitere Infos findest Du auf unserer Homepage

auf Twitter Hashtag: #Fredu17

und natürlich auf facebook

 

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Einblicke in den Tag des Lernens und Lehrens

Mittwoch, 14. Dezember 2016 | Autor/in:

Am 18.11.16 fand der erste Tag des Lernens und Lehrens an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt.

Nach der Begrüßung durch den Rektor Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Schiewer und einer Einführung zum „erfolgreich Lernen – erfolgreich Lehren“ durch Prorektorin für Studium und Lehre Frau Prof. Dr. Besters-Dilger, startete Prof. Renkl mit dem ersten Impulsvortrag „Aktives Lernen fördern! – Wie man das nicht machen sollte“.

Das Motto „erfolgreich Lernen – erfolgreich Lehren“ wurde von den Referenten und Teilnehmenden mit anschaulichen Beiträgen in Workshops und Diskussionen aufgenommen sowie mit Praxisbeispielen belebt. Die Tatsache, dass eine Lehrende ihre Lehrveranstaltung mit der Postersession der Tagung kombinierte, zeigt exemplarisch nicht nur die Vielseitigkeit in der Lehre, sondern auch das Engagement der Lernenden und Lehrenden an unserer Uni.

Als große Bereicherung wurde die Expertise von internen und externen Dozierenden vor Ort erlebt. Die aktuellen Entwicklungen der Lehr- und Lernforschung wurden von Prof. Dr. Tremp (Pädagogische Hochschule Zürich), Dipl.-Päd. Miller (Universität Duisburg-Essen),  Prof. Dr. Nückles (Universität Freiburg),  Dr.  Mann (Universtät Freiburg) und der FRAUW thematisiert. Diese wurden durch aktuelle Praxisbeispiele der Universität von Dr. Gehring, Prof. Dr. Paal, Frau Couné und Dr. Schubert begleitet.  Einen weiteren Input brachte der Impulsvortrag von Prof. Dr. Schulmeister (Universität Hamburg) „Über die Anwesenheit von Lehrveranstaltungen und die Folgen für den Lehrerfolg“. Ein interessanter Aspekt stellte auch die Meinungsabfrage des Auditoriums durch eine TED-Umfrage dar. In dem „Streitgespräch: Anwesenheitspflicht – wieviel Präsenz braucht das Lernen?“ konnten die Studentischen Vertreter den Akteuren in der Lehre ihre Sichtweise kundtun.

Diese Vorträge stehen nun auf dem Videoportal zur Verfügung:

Impulsvortrag 1: „Aktives Lernen fördern! – Wie man das (nicht) machen sollte“

Prof. Dr. Alexander Renkl / Universität Freiburg

 

 

 

 

Impulsvortrag 2: „Über die Abwesenheit von Lehrveranstaltungen und die Folgen für den Lernerfolg“

Prof. Dr. Rolf Schulmeister / Universität Hamburg

 

 

 

 

Streitgespräch: „Anwesenheitspflicht – wieviel Präsenz braucht das Lernen?“

Ingolf Baur, Prof. Dr. Georg Brunner, Christian Kröper, Prof. Dr. Alexander Renkl, Porf. Dr. Rolf Schulmeister und  Sebastian Gräber (v.l.n.r)

Als Fazit der Tagung kann von einer gelungenen Veranstaltung gesprochen werden. Die positive Resonanz, die auch in der Evaluation durch den ZES festgehalten wurde, zeigt sich in den Äußerungen einer regelmäßigen Wiederholung dieser Tagung sowie einem weiteren Einsatz für die Vernetzung der Lehrenden und Lernenden.

Vielen Dank an alle Akteure und Teilnehmenden des Tag des Lernens und Lehrens!

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Wie ergeht es unseren Absolvent_innen eineinhalb Jahre nach dem Abschluss?

Dienstag, 13. Dezember 2016 | Autor/in: , und 

Foto: Julia Müller

Die Abteilung Lehrentwicklung der Universität Freiburg führte 2015 zum dritten Mal die Befragung der Absolvent_innen im Rahmen des Kooperationsprojekts Absolventenstudien (KOAB) durch. Dies geschah in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Zentrum für Hochschulforschung (INCHER), sowie dem Institut für angewandte Statistik (ISTAT). Neben der Befragung der Studierenden stellt die Befragung der Absolvent_innen einen wichtigen Bestandteil der Zentralen Befragungen dar, weil die Absolvent_innen die einzige Zielgruppe ist, die ihr Studium bereits retrospektiv und vor allem mit dem Fokus auf die Beschäftigungssuche und dem Beginn des Berufslebens beurteilen kann.

Die Befragung der Absolvent_innen fand als Vollerhebung statt, d.h. alle knapp 4.000 Absolvent_innen des Abschlussjahres 2014 (Wintersemester 2013/2014 und Sommersemester 2014) waren zur Teilnahme aufgerufen. Dieses Abschlussjahr wurde gewählt, weil die Absolvent_innen zum Befragungszeitpunkt gerade mindestens ein bzw. maximal zwei Jahre die Universität verlassen hatten und sich somit einerseits noch gut an das Studium erinnern können, andererseits aber bereits erste Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt machen konnten.

Insgesamt wurde der Fragebogen von 1783 Absolvent_innen komplett ausgefüllt, was einer beachtlichen Rücklaufquote von 48% entspricht. Unter den Teilnehmer_innen waren jeweils genügend Absolvent_innen jeder Abschlussart (Bachelor, Master, Lehramt, Staatsexamen, Diplom, Magister Artium und Promotion) vertreten, um gesonderte Auswertungen durchzuführen. Ebenfalls wurden die Daten nach 31 einzelnen Lehreinheiten der Universität ausgewertet, die restlichen 11 Lehreinheiten wurden aus Datenschutzgründen unter „Sonstige“ zusammengefasst. Dies ermöglicht es in vielen Bereichen, fachbezogene Rückschlüsse zu ziehen und damit verbunden gegebenenfalls Handlungsbedarf zu identifizieren. Durch die Befragung der Absolvent_innen soll das Studium vor allem im Hinblick auf die Qualität der Vorbereitung auf das Berufsleben evaluiert werden, wodurch wertvolle Ansätze für Entwicklungspotenziale aufgedeckt werden können.

Nachfolgend werden einige zentrale Ergebnisse dargestellt. Hierbei werden entweder Prozentzahlen oder gerundete Werte der Antwortkategorien „sehr gut“ und „gut“ (der verwendeten fünfstufigen Skala) zusammengefasst.

Studienverlauf

Im Durchschnitt wurden alle Studienabschlüsse im (sehr) guten Notenbereich abgelegt (1,8). Abgesehen von Diplom- und Magisterabsolvent_innen (11% bzw. 31%) hat knapp die Hälfte aller Absolvent_innen (45%) ihr Studium in der vorgesehenen Regelstudienzeit beendet.

Mehr als ein Drittel (38%) aller Absolvent_innen kann bereits auf Auslandserfahrungen (sowohl Studiensemester als auch Praktika) zurückblicken, welche ausnahmslos während des Studiums gesammelt wurden. Der Verzicht auf Auslandserfahrung (62% der Teilnehmenden) wird vor allem durch die Verlängerung des Studiums (43%), finanzielle Gründe (36%) sowie das nicht vorhandene persönliche Interesse (35%) begründet (Mehrfachantwort möglich).

Retrospektive Bewertung des Studiums

Da die Befragten ihr Studium zum Befragungszeitpunkt bereits abgeschlossen hatten, können sie rückblickend das Studium als Ganzes bewerten.
Zwei Drittel (64%) aller Absolvent_innen bewertet die Ausstattung der Universität sowie die Studienorganisation als (sehr) gut. Auffällig ist hierbei, dass sich bei Diplomstudierenden im Vergleich zu allen anderen Abschlussarten der größte Anteil für eine (sehr) gute Ausstattung (77%), gleichzeitig aber der geringste Anteil für eine (sehr) gute Studienorganisation (47%) ausspricht.
Knapp zwei Drittel (61%) der Absolvent_innen bescheinigt ihrem abgeschlossenen Studium (sehr) gute Lehrinhalte, die Hälfte (51%) (sehr) gute Betreuung bzw. Beratung durch die Lehrenden. Eine starke Abweichung zeigt sich jedoch bezüglich der Betreuung im Staatsexamen (ohne Lehramt), die nur von gut einem Viertel (27%) als (sehr) gut bewertet wird.
Weniger überzeugt sind die Absolvent_innen von der Praxisorientierung: lediglich ein gutes Viertel der Befragten (28%) bewertet diese als (sehr) gut. Die Career Aktivitäten der Universität wurden nur von 9% aller Absolvent_innen als (sehr) gut bewertet.
In der Gesamtbetrachtung ergeben sich gute Ergebnisse: Drei Viertel aller Absolvent_innen der Uni Freiburg (75%) gaben eine (sehr) hohe Zufriedenheit mit ihrem Studium an.

Abb. 1: Frage D9: Wie zufrieden sind Sie aus heutiger Sicht mit Ihrem Studium an der Universität Freiburg insgesamt?

Rückblickend würden sich gut zwei Drittel (69%) wieder für denselben Studiengang und gut drei Viertel (79%) wieder für die Universität Freiburg entscheiden.

Abb. 2: Frage D10: Wenn Sie – rückblickend – noch einmal die freie Wahl hätten, würden Sie denselben Studiengang wählen?; Frage D10: Wenn Sie – rückblickend – noch einmal die freie Wahl hätten, würden Sie dieselbe Hochschule wählen?

Neben der  Bewertung der Studienqualität sind Aussagen über die Beschäftigungssuche nach dem Studium sowie die anschließende Erwerbsarbeit Themen, die nur über die Zielgruppe der Absolvent_innen erhoben werden können.

Beschäftigungssuche

Nach dem Abschluss begab sich mit Ausnahme der Bachelor-Absolvent_innen (41%) ein Großteil der Absolvent_innen der anderen Abschlussarten (68%-93%) auf Beschäftigungssuche, wovon wiederum knapp die Hälfte (49%) innerhalb von ein bis drei Monaten die erste Stelle erhielt. Bei lediglich 4% dauerte die Suche länger als ein Jahr.

Abb. 3: Frage F02: Wie viele Monate hat Ihre Suche nach einer ersten Beschäftigung insgesamt gedauert (mit Beschäftigung sind keine vorübergehenden, studienfernen Jobs zum Geldverdienen gemeint; allerdings zählen bezahlte berufliche Ausbildungen wie Referendariat, Facharztausbildung u. Ä. auch als Beschäftigungsverhältnis)?

Erwerbsarbeit

Zum Befragungszeitpunkt, ungefähr eineinhalb Jahre nach Studienabschluss sind etwa ein Drittel (35%) aller Absolvent_innen (n= 1.466) ausschließlich erwerbstätig, bei den Master- und Diplomabsolvent_innen sogar knapp die Hälfte (je 49%). Allerdings befindet sich beinahe die Hälfte der Bachelorabsolvent_innen (47%) ausschließlich in Ausbildung, weitere 27% sind gleichzeitig erwerbstätig und in Ausbildung. Somit bemühen sich drei Viertel der Bachelorabsolvent_innen um einen höheren Abschluss, um ihre Berufschancen zu erhöhen.

Von der Untergruppe derjenigen Absolvent_innen, die ausschließlich erwerbstätig sind (35% von n=1466; entspricht 461 Absolvent_innen), d.h. nicht gleichzeitig eine weitere Ausbildung erlangen, sind mehr als zwei Drittel (69%) in Vollzeit beschäftigt, etwa die Hälfte (49%) konnte eine unbefristete Arbeitsstelle finden. Der Großteil der rein erwerbstätigen Absolvent_innen (77%) schätzt ihre Beschäftigung zum Befragungszeitpunkt als niveauadäquat ein; Beinahe ebenso viele (75%) übernehmen in ihrem Beruf studienfachnahe berufliche Aufgaben.

Abb. 4: Frage I05: Inwieweit sind Sie mit Ihrer beruflichen Situation insgesamt zufrieden?

Je klarer die spätere Erwerbsarbeit auf das Studium zugeschnitten zu sein scheint, desto höher ist die Berufszufriedenheit: Knapp zwei Drittel (62%) gaben an, (sehr) zufrieden mit ihrem Beruf zu sein, wobei dieser Wert bei Lehramtsabsolvent_innen und Absolvent_innen, die mit dem Staatsexamen abgeschlossen haben, besonders hoch ist (81% bzw. 71%), während er bei Magister- und Bachelorabsolvent_innen vergleichsweise gering ist (44% bzw. 50%). Bei den beiden ersten Abschlussarten ist bereits bei Studienbeginn das spätere Berufsfeld vergleichsweise klar, während bei einem Master-, Bachelor oder Magisterstudium häufig sehr viele verschiedene Berufe in Frage kommen.

Über alle Lehreinheiten hinweg ist knapp die Hälfte (49%) aller Absolvent_innen im öffentlichen Bereich beschäftigt, ein geringer Anteil (9%) bei Organisationen ohne Erwerbscharakter und der Rest (42%) im (privat-)wirtschaftlichen Bereich.

Die Abteilung Lehrentwicklung arbeitet seit dem Ende der Feldphase an der ausführlichen Auswertung der Ergebnisse, die teilweise sogar noch bis auf die Ebene einzelner Studiengänge erfolgte. Somit kann in den einzelnen Studienbereichen und –fächern nun eine detaillierte Analyse und Interpretation der Ergebnisse erfolgen, wodurch dort Handlungsbedarfe und Entwicklungspotenziale aufgedeckt werden können. Die nächste Befragung der Absolvent_innen findet voraussichtlich 2018 statt, vermutlich gepaart mit der erstmaligen Befragung der Studienabbrecher_innen bzw. Exmatrikulierten.

Den Tabellenband (beinhaltet alle Ergebnisse in Tabellenform) der Befragung der Absolvent_innen 2015 nach Abschlussart oder Lehreinheit und weitere Informationen können Sie aus dem Universitätsnetz (IP-Filter) herunterladen: http://www.uni-freiburg.de/go/befragungen

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Absolvent_innen, die an der Studie teilgenommen haben und uns somit eine so genaue Auswertung ermöglicht haben!

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Digitale Bereitstellung von urheberrechtlich geschützten Schriftwerken ab 1.1.2017

Donnerstag, 8. Dezember 2016 | Autor/in:

Digitale Bereitstellung von Texten

Foto: Sandra Meyndt

Mit einem Informationsschreiben vom 22.11.2016 bzw. 24.11.2016 hat das Rektorat alle Lehrenden und Studierenden informiert, dass es nach heutigem Informationsstand ab dem 1.1.17 Änderungen bei der Bereitstellung urheberrechtlich geschützter Schriftwerke geben wird.

In der Konsequenz gilt, dass voraussichtlich ab dem 01.01.2017 keine urheberrechtlich geschützten Schriftwerke mit Berufung auf §52a UrhG mehr online zur Verfügung gestellt werden dürften. Die Universität Freiburg bittet daher alle Lehrenden, ihre Kurse in ILIAS (und auch in anderen Online-Datenbanken/Homepages etc.) auf Texte zu prüfen, die in der Infografik unter „Nutzung nach §52a“ rot markierten Textsorten benannt sind. Sollte die beschriebene Situation zum 01.01.2017 in Kraft treten, sind diese Materialien aus den Online-Kursen zu entfernen. In der Infografik grün markierte Inhalte sind nicht betroffen.

AKTUALISIERUNG, 14.12.2016

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG) haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung angekündigt, „eine einvernehmliche Lösung für die Handhabung des Urheberrechts im Kontext der Lehre an Hochschulen zu entwickeln. […] Die Partner wollen eine bruchlose weitere Nutzung der digitalen Semesterapparate an den deutschen Hochschulen über die Jahreswende hinaus gewährleisten.“

Die Informationsveranstaltung wird auf diese neuen Entwicklungen eingehen. Sie wird aber gleichwohl die Lehrenden und Studierenden auf den Fall vorbereiten, dass es bei den bisher getroffenen Vereinbarungen bleibt.

Gemeinsame Pressemitteilung von HRK, KMK und VG Wort

Informationsveranstaltung am 15.12.2016 – 14:00h für alle Lehrenden und Studierenden der Universität Freiburg

In einer gemeinsamen Veranstaltung informieren Prof. Dr. Juliane Besters-Dilger, Prorektorin für Studium und Lehre, Dr. Nicole Wöhrle, Servicestelle E-Learning des Rechenzentrums, Ursula Seelhorst und Nadja Kummer, Justitiariat für Studium und Lehre, und Dr. Franz Leithold, Universitätsbibliothek Freiburg, die Lehrenden und Studierenden über die aktuelle Situation und mögliche Handlungsalternativen. Im Anschluss an die Vorträge gibt es Raum für Fragen.

Weitere Informationen:

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Ausschreibung: Ars Legendi-Fakultätenpreis Ingenieurwissenschaften und Informatik

Mittwoch, 7. Dezember 2016 | Autor/in:

ars-legendi-fakultaetenpreisDer Stifterverband und der Dachverband der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING) schreiben gemeinsam den Ars Legendi-Fakultätenpreis aus. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis zeichnet herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung an Fakultäten der Ingenieurwissenschaften und der Informatik aus. Der Preis soll die Bedeutung der Hochschullehre hervorheben und Lehrende motivieren, sich in der Hochschullehre zu engagieren.

Die Bewerbung erfolgt auf Vorschlag der Fakultäten, Fachbereiche oder Fachschaften der Ingenieurwissenschaften und der Informatik des 4ING-Verbundes; auch Eigenbewerbungen sind zulässig.

Bewerbungsschluss ist der 17. März 2017.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Stifterverbandes.

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Kolibris, Orchideen,… – die Zukunft der Kleinen Fächer

Mittwoch, 30. November 2016 | Autor/in:

paphiopedilum_venusschuhDie Kleinen Fächer – auch als Kolibris oder Orchideen bezeichnet – sind am 12.12.16 Thema der Tagung „Studium und Lehre in den Kleinen Fächern: Chancen, Risiken und Nebenwirkungen“.

Der Dialog zur Lehre der German U15 zusammen mit der Universität Freiburg findet in der Aula im KG I von Uhr 11:00 – 16:00 statt.

Zur Erinnerung ein Auzug aus dem Programm:

  • Prof. Dr. Markus Hilgert: „Schön, aber nutzlos? Universitäre Lehre als Motor für die gesellschaftliche Relevanz und Zukunftsfähigkeit Kleiner Fächer“
  • Kleine Fächer: Strukturmodelle in der Lehre
  • Prof. Dr. Maarten J.F.M. Hoenen: „Warum sind Kleine Fächer eigentlich ein Problem?“
  • Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Dieter Imboden, Prof. Dr. Uwe Schmidt und Prof. Dr. Dr. Andreas Barner: „Mehr als nur Köpfe zählen: Kriterien für die Qualität von Studium und Lehre in den Kleinen Fächern“
  • Moderation: Jan-Martin Wiarda

Die Veranstaltung ist kostenlos und richtet sich an alle Interessierten.

Eine Anmeldung ist bis zum 03.12.16 per E-Mail an geschaeftsstelle@german-u15.de möglich.

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Was bedeutet es, Lehrerin oder Lehrer zu sein?

Dienstag, 29. November 2016 | Autor/in: und 

wtp_assetDas Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring hebt sein neues Baby aus der Taufe: Das Programm „Mentoring für Lehramtsstudierende“.

Was dieses Programm ausmacht und warum es ein wunderbarer Weg zur gezielten Nachwuchsförderung ist, davon berichtet in diesem Blog-Beitrag Heike Elisabeth Kapp, Koordinatorin Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring.

Was ist das Besondere am Mentoring für Lehramtsstudierende?

Seit 2012 koordiniert das Kompetenznetzwerk Studierendenmentoring zahlreiche Mentoringprogramme mit unterschiedlichen Zielgruppen. Das Mentoring für Lehramtsstudierende ist unser neuestes Programm und, soweit ich weiß in dieser Form einzigartig in Deutschland. Es bietet Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, Kontakte zu erfahrenen Lehrkräften zu knüpfen. Die Studierenden sollen schon früh Einblick in den Schulalltag erhalten und sich mit dem Schulberuf identifizieren, so wie andere Studierende über ihre Fächer zusammenfinden.

Im Schulpraxissemester werfen die Studierenden doch auch einen Blick in den Schulalltag. Worin unterscheidet sich Ihr Mentoringprogramm?

Ein ganz wesentlicher Unterschied sind unsere Qualitätsstandards wie z.B. Freiwilligkeit und Hierarchiefreiheit. Im Schulpraxissemester erwerben die Studierenden praktische Kompetenzen, werden im Anschluss aber bewertet. Kritische Momente wie z.B. Zweifel an der Studien- oder Fächerwahl, Probleme im Umgang mit Schülern oder einer Klasse werden daher von Natur aus meist nur vorsichtig oder gar nicht thematisiert, um eine schlechte Bewertung zu vermeiden. Unser Programm hingegen lässt neben fachbezogenen Themen auch Raum für persönliche Anliegen, da es zwischen den Beteiligten kein Abhängigkeitsverhältnis gibt. Ein weiterer Aspekt ist die zeitliche Dauer. Während das Schulpraxissemester innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erfolgt, kann eine Mentoringbeziehung auch über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden und begünstigt damit den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses.

Gibt es schon erste Erfahrungen oder Rückmeldungen?

Die vergangenen Monate waren arbeitsintensiv aber erfolgreich. Wir haben mit Hochdruck daran gearbeitet, engagierte Lehrkräfte und geeignete Studierende zu gewinnen und können deshalb jetzt mit der ersten Staffel starten. In persönlichen Gesprächen haben wir herausgefunden, welche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zueinander passen – hier bewähren sich Fingerspitzengefühl und unsere langjährige Erfahrung. Im Rahmen einer feierlichen Auftaktveranstaltung werden sich die Tandempartner am 07.12.2016 im Rahmen unserer Auftaktveranstaltung erstmals persönlich kennenlernen. Mit den ersten Rückmeldungen zum beiderseitigen Erfahrungsaustausch rechnen wir im ersten Quartal 2017.

Geben Sie uns einen kleinen Einblick: Was motiviert Lehrkräfte, sich ehrenamtlich zu engagieren? Was versprechen sich die Studierenden?

Ich habe mit jeder Lehrkraft ausführlich gesprochen. Mein Eindruck ist, dass viele von ihrem Beruf begeistert sind und künftigen Kolleginnen und Kollegen ein Verständnis für die Komplexität des Lehrberufs vermitteln möchten. Sie sind stolz darauf, fachliche und persönliche Erfahrungen weitergeben zu können und damit den Nachwuchs zu fördern. Da viele Lehrkräfte einer großen zeitlichen Belastung ausgesetzt sind, freue ich mich umso mehr über dieses Engagement. Die Spanne reicht von Lehrkräften an Realschulen über berufliche Schulen bis hin zu Gymnasien im Stadtgebiet und der Umgebung.

Mit den Studierenden wurden intensive Bewerbungsgespräche geführt, da wir nur diejenigen auswählen, die die größte Motivation mitbringen und das aus unserer Sicht größte Potential, um eine Mentoringbeziehung mit den Lehrkräften zum Erfolg zu führen. Die Studierenden kennzeichnet, dass sie schon früh, auch außerhalb des Praxissemesters, lernen möchten, was neben dem Unterricht in der Schule wichtig ist und was es bedeutet, Lehrerin oder Lehrer zu sein. Sie möchten ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen stärken, suchen Beratung bei der Gestaltung zum Studium, wünschen sich Tipps zum Bewerbungsprozess oder Referendariat oder suchen konkrete Hilfe bei Fragen zum Berufseinstieg.

Wie werden die Lehrerinnen/Lehrer und Studierenden von Ihnen unterstützt?

Zu unseren Qualitätsstandards gehört auch die professionelle Begleitung: Wir stellen ein Mentoring-Handbuch sowie umfangreiches Material bereit. Parallel zu den persönlichen Treffen von Mentorin/Mentor und Mentee bieten wir verschiedene Veranstaltungen und Workshops an. Gerne stehen wir auch telefonisch, persönlich oder vertraulich in der Sprechstunde bei (üblicherweise selten) auftretenden Konflikten mit unserem Beratungsangebot zur Verfügung. Uns ist wichtig, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer so viel wie möglich aus dem Mentoring mitnehmen und ihren fachlichen und persönlichen Horizont erweitern können.

https://www.mentoring.uni-freiburg.de/Lehramtmentoring

Das Lehramtsspezifische Mentoring findet im Rahmen des Freiburg Advanced Centers of Education (FACE) statt. Freiburg Advanced Center of Education (FACE) ist ein Kooperationsnetzwerk der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Für weitere Informationen:
www.face-freiburg.de

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