Projekt „Weiter in Südbaden“ fördert Medizinethik-Weiterbildung

Dienstag, 21. November 2017 | Autor/in: und 

Der erstmals verliehene, mit 70.000 Euro dotierte Continuing Education Development Award 2017 – kurz CEDA –  fördert die Entwicklung einer berufsbegleitenden Weiterbildung zum Thema „Medizinethik“.

Die drängendste Frage im medizinischen Alltag lautet heute oft nicht mehr: Was können wir alles tun? Sondern: Wollen wir alles, was wir können? Im Kern geht es dabei weniger um medizinische als vielmehr um ethische Aspekte. Ihre Beantwortung vor dem Hintergrund der vielen Einzelfälle des ärztlichen und medizinischen Alltags ist häufig sehr anspruchsvoll, zumal der Zeit- und Handlungsdruck kaum Raum für ausgewogene Entscheidungen lassen. Darüber hinaus fehlt vielen Beschäftigten im Gesundheitswesen das Hintergrundwissen, um eigene Prinzipien und Lösungswege zu entwickeln, die von Kollegen, Vorgesetzten, Patienten und Angehörigen mitgetragen werden können. Hier setzt das geplante Weiterbildungsangebot an. Es soll Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen in die Lage versetzen, die zunehmenden ethischen Herausforderungen im Spannungsfeld von Patientenwohl, ärztlichem Selbstverständnis, technischem Fortschritt und Ökonomisierung zu analysieren und zu bewältigen.

Das didaktische Konzept ist ganz auf die komplexen und oft interdisziplinären Fragestellungen der Weiterbildung zugeschnitten: Jedes Seminar wird von einer Doppelspitze geleitet, bei der jeweils ein/e Dozent/in aus der Wissenschaft und aus der Praxis ihre Erfahrungen und Perspektiven ergänzen. Damit wird es möglich, ethische Hintergründe und Neuigkeiten aus der medizinischen Forschung mit drängenden Fragen aus der ärztlichen Praxis, Pflege, Klinikleitung sowie aus Krankenkassen und Medizintechnik zu verbinden. Zudem werden konkrete ethische Konfliktsituationen gemeinsam mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern erarbeitet. Argumentationsfähigkeit und Auftreten der Teilnehmenden werden sich dadurch wirksam verbessern.

Die Wissenschaftliche Weiterbildung schließt mit einem international anerkannten Certificate of Advanced Studies (CAS) ab. Mit ihr wird eine Lücke in der südwestdeutschen Bildungslandschaft geschlossen: Sowohl in Südbaden als auch in der angrenzenden Nordschweiz existiert bislang kein vergleichbares Angebot.

Im April 2019 will das Team um Dr. Philippe Merz von der Freiburger Thales-Akademie für Wirtschaft und Philosophie mit dem Angebot an den Start gehen. Seitens der Universität Freiburg sind Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander, Direktor des Husserl-Archivs und Dekan der Philosophischen Fakultät, und Prof. Dr. Christoph Borner, Institut für Molekulare Medizin und Zellforschung, beteiligt. Die Hochschule Furtwangen ist mit Prof. Dr. Ulrike Salat, Fakultät Medical and Life Sciences, und Prof. Dr. Folker Wenzel, Fakultät Medical and Life Sciences und Studiendekan Technical Physician, vertreten.

Der CEDA wird vom Kooperationsprojekt „Weiter in Südbaden“ vergeben. An dem Vorhaben, dessen Federführung bei der Universität Freiburg und der Hochschule Furtwangen liegt, wirken acht Hochschulen aus der Region Oberrhein-Schwarzwald mit. Ziel ist es, einen Weiterbildungsverbund zu schaffen, um die Angebote der Partner zu bündeln und die Sichtbarkeit zu erhöhen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Europäische Sozialfonds der Europäischen Union fördern das Vorhaben seit Januar 2016 bis Ende 2020.

Der CEDA prämiert Projekte zum Auf- und Ausbau von hochschul- und fächerübergreifenden Weiterbildungsangeboten. Im Fokus stehen zwei Kriterien: Es soll in der Weiterbildung möglich sein, unterschiedliche Bausteine zu kombinieren, sodass das Angebot vielfältiger wird, und einheitliche Abschlüsse sollen Transparenz, Vergleichbarkeit und hohe Qualitätsstandards sicherstellen. Beide Kriterien finden sich in den Anforderungen der gestuften Weiterbildungsabschlüsse Certificate of Advanced Studies (CAS) und Diploma of Advanced Studies (DAS) wieder. Auf den Preis können sich alle Mitglieder von „Weiter in Südbaden“ bewerben – sowohl Einzelpersonen als auch Teams. 2017 wurden sieben Projektvorhaben eingereicht, die nächste Ausschreibung ist 2018 geplant.

Informationen zu „Weiter in Südbaden“

www.weiterbildung.uni-freiburg.de/Projekte/WIS

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Befragung der Absolventinnen und Absolventen im Verbundprojekt „Baden-Württembergische Absolventenstudie“

Dienstag, 14. November 2017 | Autor/in: und 

Der berufliche Verbleib der Absolventen und Absolventinnen ist von großem Interesse sowohl für die Hochschulforschung als auch für jede einzelne Hochschule. Insbesondere die Intensivierung der Qualitätssicherungs- bzw. Qualitätsmanagementmaßnahmen der Hochschulen führte zu einer stärkeren Fokussierung auf die Situation der Absolventinnen und Absolventen, fordert doch beispielsweise der Akkreditierungsrat in den Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen u.a. „Untersuchungen (…) des Absolventenverbleibs“[1]. Die Befragungen der Absolventinnen und Absolventen nehmen entsprechend die ehemaligen Studierenden in den Blick, um (neben weiterem) zu erfahren, welcher Beschäftigung sie nachgehen und inwieweit das Studium aus eigener Perspektive zum Erfolg im Berufsleben beigetragen hat.

Im Jahr 2013 gaben fünf Universitäten des Landes den Anstoß für das Kooperationsprojekt „Baden-Württembergische Absolventenstudie“, seit dem Sommer 2017 nehmen alle neun baden-württembergischen Universitäten (vgl. Tab. 1) an dem Verbund teil. Die Hochschulen befragen ihre Absolventinnen und Absolventen mit dem Ziel der Gewinnung derjenigen Informationen, die die Regelkreise der jeweiligen Qualitätsmanagementsysteme erfordern. Dafür wird ein gemeinsam abgestimmtes Fragebogeninstrument genutzt; die Verantwortung für Fragebogenprogrammierung und Umfragedurchführung obliegt auch im Verbundprojekt weiterhin der jeweiligen Hochschule. Nach Abschluss der einzelnen Erhebungsphasen ermöglicht die Kooperation ein Benchmarking im baden-württembergischen Universitätsraum.

 

 

 

 

 

 

Tab. 1: Beteiligte Hochschulen der „Baden-Württembergischen Absolventenstudie“

Die Universität Freiburg befragt ihre Absolventinnen und Absolventen seit 2012. Verantwortlich für die Organisation ist die Abteilung Lehrentwicklung. Die vergangenen beiden Absolvent_innenbefragungen der Jahre 2012 und 2015 wurden in Zusammenarbeit mit dem INCHER (Kassel) durchgeführt. Zur Nutzung inhaltlicher und technischer Synergieeffekte sowie von Vergleichsdaten naher Hochschulstandorte partizipiert die Universität Freiburg seit diesem Jahr an der Absolventinnen- und Absolventenbefragung Baden-Württembergs. Dabei gilt es, Kernkriterien und für interne Qualitätssicherungsprozesse relevante Fragebogeninhalte aus den Vorjahren weiterzuführen und um den Mantelfragebogen des Verbunds zu ergänzen.

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 1: Freiburger AbsolvEnte

Zu den zentralen Themen des Fragebogens gehören die Situation der Absolventinnen und Absolventen nach dem Studienabschluss sowie die derzeitige Beschäftigungssituation. Ebenfalls wird die Adäquanz von Studium und Beruf abgebildet. Darüber hinaus enthält der Fragebogen Aspekte zur retrospektiven Bewertung des Studiums. Es werden sowohl Fragen zur Ausstattung als auch zur Bewertung der Studienorganisation und zu den Lerninhalten gestellt. Dargelegt wird, wie zufrieden die Absolventinnen und Absolventen mit der Wahl ihres Studienfaches und mit ihrem Studium an der Universität Freiburg waren (vgl. Abb. 2).

 

 

 

Abb. 2: Zufriedenheit mit dem Studium (Quelle: Absolvent_innenbefragungen 2015 und 2012)

Im November 2017 ist – nun erstmals im baden-württembergischen Verbund – die aktuelle Erhebungswelle gestartet, die die Absolventinnen und Absolventen anspricht, die vor 1-1,5 Jahren das Studium abgeschlossen haben. Die Befragung wird bis Februar 2018 laufen. Zusätzlich und mit einem ähnlichen Zeitrahmen wird eine speziell entwickelte Befragung der Abbrecherinnen und Abbrecher bzw. der Studiengangswechslerinnen und -wechsler durchgeführt. Beide Erhebungen zählen neben der Befragung der Studierenden und der Studienanfängerinnen und Studienanfänger zu den Zentralen Befragungen der Universität Freiburg. Die Einladungen zur Teilnahme an den Befragungen erfolgen per Mail mit personalisiertem Zugangslink zur On-linebefragung. Die Fragebögen sind sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache abrufbar. Eine SSL-Verschlüsselung garantiert, dass die Onlineübertragung der Daten geschützt wird. Die Ergebnisse der Befragungen dürfen nur in anonymisierter Form veröffentlicht werden.

Weitere Informationen können der Homepage der Zentralen Befragungen entnommen werden (uni-freiburg.de/go/befragungen).

[1] Akkreditierungsrat (2013): Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung, Drs. AR 20/2013, Bonn, S. 13.

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Es ist wieder da: Das neue Hochschuldidaktikprogramm ist online!

Montag, 13. November 2017 | Autor/in: und 

Auch im kommenden Jahr hat die Abteilung Hochschuldidaktik wieder ein thematisch breites Workshop-Programm auf die Beine gestellt. Neben beliebten „Dauerbrennern“ (wie Fit für die Lehre, Haus- und Abschlussarbeiten didaktisch gut anleiten und bewerten oder Die Stimme als Medium in der Lehre) sind einige neue Themen im Programm.
Seit dem 13.11.17 haben alle Lehrende der Universität Freiburg wieder die Möglichkeit, sich für Workshops anzumelden oder sogar in das akkreditierte Qualifizierungsprogramm „Baden-Württemberg-Zertifikat für Hochschuldidaktik“ einzusteigen.

Workshop für spezifische Zielgruppen

Unter der Perspektive, dass  Studiengangentwicklung ein fortlaufender Prozess der Evaluation, Reflexion und Optimierung ist, wird speziell ein Workshop für StudiendekanInnen und StudiengangskoordinatorInnen aufgabenunterstützend angeboten, der sich mit Kompetenzorientierter Curriculum- und Studiengangs(weiter)entwicklung beschäftigt.

Während Lehrende zu eher veranstaltungs- oder modulbezogenen Anliegen der Studierenden beraten, liegt der Fokus in Beratungskontexten der Studienfachberaterinnen und –berater oftmals auf einer übergeordneten Ebene, das Studium insgesamt betreffend. Auf welche Vielfalt von Anliegen Sie treffen, welche unterschiedlichsten Hintergründe in der Beratung berücksichtigt werden sollten, das ist Thema bei der Veranstaltung am 13.04.2018.

Studierende für Forschung begeistern und die eigene Lehre beforschen

Die Fähigkeit, komplexe, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen, setzt nachhaltige und zeitgemäße Lernprozesse der Studierenden voraus. Daher ist es besonders vorteilhaft, wenn sich Studierende während des Studiums mit Forschungsergebnissen, -methoden und –prozessen selbständig, aktiv und kooperativ auseinandersetzen. Im Workshop am 05.07.2018 lernen Sie Konzepte und Praxisbeispiele zu studentischen Forschungsprojekten und zur studentischen Partizipation in Forschungsprojekten kennen. Sie erhalten die Gelegenheit, ein eigenes Konzept nach didaktischen Grundsätzen zu planen oder auch weiterzuentwickeln. Wer weiß, vielleicht generieren Sie beim Workshop schon Ideen für ein IDA-Projekt?

Lehrende sind Forschende, Forschende in der eignen Disziplin. Aber auch die eigene Lehre kann (und sollte) beforscht werden. Gerade wenn (neue) didaktische Konzepte realisiert werden, kann deren Wirksamkeit anhand Ihrer Forschungsfrage in der eigenen Lehre überprüft werden. Als „Scholarship of teaching and learning“ ist dieser Ansatz gerade im angelsächsischen Bereich bekannt. Am 15.03.2018 haben Sie unter der Leitung von Prof. Dr. Ines Langemeyer die Gelegenheit, im kollegialen Austausch erste Ideen zur Beforschung Ihrer eigenen Lehre zu entwickeln.

Aktivierend Lehren in großen Gruppen – weiterhin eine Herausforderung?

Die Frage, wie man in möglichst viele Studierende zur Mitarbeit, zum Mitdenken und zum aktiven Lernen anregen kann, ist in der Lehre mit einer großen Gruppe von Studierenden deutlich komplexer. Zu diesem Thema gab es im April 2017 bereits im Rahmen des Hochschuldidaktik-Frühstück einen ersten Beitrag. Auf Grund der großen und positiven Resonanz wird das Thema im kommenden Jahr in einem ganztägigen Workshop umfassender bearbeitet.

Weitre Informationen und Anmeldung

In der Gesamtübersicht finden Sie alle Workshops, die im kommenden Jahr an der Universität Freiburg angeboten werden. Über die landesweite Programmseite können Sie sich dafür anmelden.

Wenn Sie konkrete Fragen haben oder sich nicht sicher sind, welches hochschuldidaktische Angebot für Sie das Richtige ist, dann zögern Sie nicht sich an uns zu wenden.

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Kompetenzprofil im Praxis-Check

Donnerstag, 2. November 2017 | Autor/in: und 

Das Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) schlägt eine Brücke zwischen der regionalen Wirtschaft und Bachelor-Studierenden.

Studierende wissen oft nicht, in welchen Tätigkeits- und Berufsfeldern sie nach dem Studium arbeiten möchten – Unwissenheit und Unsicherheit sind groß, auch weil genauere Vorstellungen von der Zeit nach dem Studium fehlen. Dazu kommt, dass die Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen keine Selbstverständlichkeit darstellt, da diese in der akademischen Ausbildung nicht im Fokus steht. Wie motiviert man Studierende, sich mit den eigenen Kompetenzen auseinanderzusetzen und wie schafft man es, dass Studierende sich mit noch völlig unbekannten Berufsfeldern beschäftigen?

Mit der Lehrveranstaltung „Mein Kompetenzprofil im Praxis-Check“ hat das ZfS in Kooperation mit der IHK eine mögliche Antwort gefunden:

Studierende treffen auf Unternehmerpersönlichkeiten der Region und erhalten einen direkten Einblick in deren Arbeitsalltag. Im Dialog zwischen den Wirtschaftsvertreter*innen unterschiedlichster Branchen und den Studierenden wird deutlich, welche Kompetenzen im jeweiligen Arbeitsalltag tatsächlich gefordert werden. Die Reflexion der eigenen Kompetenzen und die Frage, wie diese weiter ausgebaut werden können, ermöglichen dann die Integration der gewonnenen Erkenntnisse in die individuelle Berufsplanung.

Die Veranstaltung wurde im WS 2016/17 erstmals realisiert und wird vom ZfS regelmäßig jedes Semester in Kooperation mit der IHK angeboten. Die ausgewählten Unternehmen variieren teilweise, eine ausgewogene Mischung bleibt jeweils erhalten, so dass für jeden Studiengang ein mögliches Berufsfeld dabei ist.

Aufbau der Lehrveranstaltung

In den Sitzungen mit den Unternehmensvertreter*innen erarbeiten sich die Studierenden zunächst einen systematischen Überblick über die jeweilige Branche und das Berufsfeld. Pro Termin wird ein Unternehmen beleuchtet, das zunächst durch eine Gruppe von Teilnehmer*innen vorgestellt wird. Für den Unternehmer*in ist dies aufschlussreich, spiegelt sich doch hierbei das Bild des eigenen Unternehmens in der Öffentlichkeit wieder. Dieses Bild zu vervollständigen bzw. zu korrigieren ist danach Aufgabe des/der Unternehmers*in. Ebenso veranschaulicht er/sie, welche Anforderungen, Einstiegswege und Kompetenzen in seinem/ihrem Unternehmen und dem jeweiligen Berufsfeld gefragt sind. Für alle Teilnehmenden besonders spannend sind die Berichte des/der Unternehmers/in über eigene Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Arbeitsalltag sowie den eigenen Karrierepfad. Im Anschluss daran evaluieren die Teilnehmer*innen mit dem Unternehmer gemeinsam die geforderten Kompetenzen des jeweiligen Berufsfeldes.

Leistungen der Studierenden: das Lernportfolio

 

 

 

 

 

 

 

Das Kompetenzprofil ist bei dieser Veranstaltung der Ausgangspunkt aller Leistungen der Teilnehmer*innen. Nicht nur müssen sie sich selber einschätzen, sondern auch zwei Fremdeinschätzungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis einholen. Eine vergleichende Analyse gibt den Teilnehmer*innen dann ein Bild von sich selbst und ihren Stärken und (vermeintlichen) Schwächen. Dieses gegen die in der Arbeitswelt gefragten Fähigkeiten abzugleichen ist ein Meilenstein in der Veranstaltung (Soll-Ist-Vergleich).

Zielfindung

Der „Fahrplan für die berufliche Zukunft“ in Form eines Zielerreichungsplans wird im Anschluss an die Abschlussveranstaltung erstellt, um dann in das bereits erarbeitete Lernportfolio integriert zu werden. Die Studierenden erhalten von Seiten des ZfS jeweils ein Feedback für ihre Arbeit.

 

 

 

Begleitung über ILIAS

Die Lernplattform ILIAS ist ständiger Begleiter der Teilnehmenden während des gesamten Moduls. Hier reflektieren sie ihre Kompetenzen und vergleichen diese mit den Anforderungen der Unternehmen und kommunizieren miteinander außerhalb der Präsenztermine.

Feedback der Teilnehmer*innen

Soviel Einblick in die Praxis kombiniert mit der Reflexion der eigenen Kompetenzen hinsichtlich des späteren Berufseinstiegs kommt bei den Teilnehmenden gut an (siehe Video).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Veranstaltung im diesjährigen Wintersemester startet am 15. November 2017 und es gibt noch freie Plätze.

Hier geht´s zu weiteren Informationen und Anmeldung .

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Weiterbildung für Training und Gesundheitsförderung

Montag, 23. Oktober 2017 | Autor/in:

Die ersten Masterstudierenden des berufsbegleitenden Weiterbildungsmasters Interdisziplinäre Gesundheitsförderung sind am Start und bereiten sich auf anspruchsvolle Aufgaben im Gesundheitsmarkt vor. Anrechnungsoptionen für Absolventen einer externen Physiotherapie-Weiterbildung machen das modular aufgebaute Masterangebot besonders attraktiv.

Wer in Berufen der Gesundheitsförderung, Prävention oder Rehabilitation arbeitet und einen Bachelorabschluss besitzt, kann seit dem Wintersemester 2017/18 den berufsbegleitenden weiterbildenden Studiengang Master of Science Interdisziplinäre Gesundheitsförderung anstreben, den die Universität Freiburg in Kooperation mit der Hochschule Furtwangen im Blended learning-Format und gefördert vom Land Baden-Württemberg mit Hilfe des Europäischen Sozialfonds entwickelt hat. Ziel ist eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld Gesundheitsförderung und der dazugehörigen Forschung und Entwicklung. Das Besondere ist der modulare Aufbau des Programms. Die Präsenzphasen finden in Freiburg oder in Furtwangen statt. Während der Onlinephase liegt der Arbeitsaufwand bei fünf bis zehn Stunden pro Woche, wie immer abhängig von der jeweiligen Aufgabenstellung und der individuellen Lerngeschwindigkeit. Die aktuell drei Studierenden auf der Masterstufe haben gemeinsam mit Teilnehmenden, die sich für die Weiterbildungsabschlüsse entschieden hatten, in den vergangenen Semestern in Freiburg und Furtwangen bereits zwei Diplomas of Advanced Studies erfolgreich abgeschlossen und dabei die Neuromechanik der Bewegung, Gesundheitsdiagnostik, Gesundheitspsychologie und betriebliche Gesundheitsförderung studiert. Eine Teilnehmerin an den CAS möchte nun extern bei der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Manuelle Therapie die „Angewandte Orthopädische Manuelle Therapie“ als eine mehrjährige Weiterbildung absolvieren und Kompetenzen zur spezifischen Befragung, Beurteilung und Behandlung somatischer Dysfunktionen des Bewegungssystems für die Anwendung in der Medizin erwerben. Sie wird diese manualtherapeutische Praxis gezielt mit wissenschaftlicher Theoriebildung kombinieren, denn das OMT-Anrechnungs-Modul ist in den M.Sc.-Studiengang „Interdisziplinäre Gesundheitsförderung“ integriert. Es bietet somit die Möglichkeit, mit einer spezifischen Schwerpunktsetzung für das Arbeitsfeld Physiotherapie abzuschließen.

Auf der Masterstufe mit insgesamt 50 Credit Points setzen sich die Studierenden mit wissenschaftlichem Arbeiten auseinander, nehmen mit einem eigenen Beitrag an einer wissenschaftlichen Konferenz teil. Außerdem bearbeiten sie ein eigenes Forschungsprojekt und bereiten ihre Masterarbeit vor. Da die aktuellen Kandidatinnen und Kandidaten in Physiotherapie und betrieblichem Gesundheitsmanagement beruflich tätig sind, können sie bei der Auswahl der Forschungsthemen auf Anliegen ihres Arbeitsalltages zurückgreifen und bereiten sich mit dem Studium intensiv auf anspruchsvolle Führungs- und Konzeptionsaufgaben vor. Neben einem Bachelor in Physiotherapie sind auch Sportwissenschaft, ein pädagogischer Beruf oder die vielfältigen Gesundheitsfachberufe eine gute Ausgangsbasis um diesen Master zu absolvieren. Die Lehrenden beider Hochschulen aus Medizin, Ernährungs- und Sportwissenschaft tragen bewusst dazu bei, ein zukunftsweisendes Weiterbildungsprogramm mit bewegtem Leben zu erfüllen.

Kontakt und Beratung durch IGF-Koordinations-Team

Beate Steemann

Tel.: 0761/203-67459

E-Mail:beate.steemann@sport.uni-freiburg.de

Karen Markowski

Tel.: 07723/920 2676

E-Mail: markowski@hs-furtwangen.de

Links:

www.igf-studium.de

https://www.dgomt.de/omt

http://www.weiterbildung.uni-freiburg.de/wisswb

 

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MOOC „Problem Based Learning“

Freitag, 13. Oktober 2017 | Autor/in: und 

Finden Sie es auch spannender Theorien anhand authentischer Fragestellungen zu bearbeiten? Wünschen Sie sich aktivere Studierende, die sich nicht nur „berieseln“ lassen? Dann könnte „Problem Based Learning“ das Richtige für Sie sein.

In einem am 16.10. 2017 startenden MOOC (Massive Open Online Course) der Maastricht University lernen Sie das Konzept des „Problem Based Learning“ kennen und wie Sie es in Ihrer Lehre umsetzen können. Das Spannende ist, dass Sie in dem MOOC selbst nach den Prinzipien des „Problem Based Learning“ lernen und damit selbst die Erfahrung sammeln, was es für Ihre Studierende bedeuten würde.

Einen ersten Einblick in das Konzept des „Problem Based Learning“ erhalten Sie in einem kurzen Überblicks-Video  der Maastricht University und dem Vortrag von Prof. Dr. Wim Gijselears  an der Universität Freiburg.

Anmeldung und nähere Informationen zum MOOC finden Sie hier .

 

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Navi für die Lehre

Montag, 9. Oktober 2017 | Autor/in:

Kompetenzen, Lernziele oder Learning-Outcomes sind seit der Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse aus Modulhandbüchern nicht mehr wegzudenken. Sie sollen die Transparenz und die Anerkennung von Qualifikationen verbessern. Darüber hinaus greifen Lernziele ein Desiderat der Hochschuldidaktik auf: Sie beschreiben konkrete, beobachtbare Fähigkeiten, welche Studierende am Ende einer Lerneinheit, einer Veranstaltung oder eines Moduls erworben haben sollen und richten so den Blick auf den Lernprozess. Die Konkretisierung von Lernzielen erleichtert die Lehre, denn sie sind wesentlicher Teil des „Lehre-Navis“: Erst wenn Lehrende wissen, welches Ziel sie mit den Studierenden erreichen möchten, können sie den Weg dahin bestimmen.

Der Psychologe John Biggs (siehe Lesetipp) hat diesen Gedanken aufgegriffen und den Zusammenhang zwischen Zielen, Lernformen und Prüfungsformaten in dem Konzept des „Constructive Alignment“ herausgestellt. Dahinter steht der Gedanke, dass Lernaktivitäten und Prüfungsformen auf die Lernziele abgestimmt sein müssen.

Lernziele

Die Taxonomie von Lernzielen ordnet diese nach der Komplexität, wie souverän Studierende mit Wissen und Methoden des Fachs umgehen können: von der einfachsten Form des „Erinnerns“, beispielsweise etwas Wiedergeben, bis hin zum „Bewerten“, etwa dem kriterienbasierten Beurteilen. Jede Stufe schließt die jeweils vorausgehenden ein. Wenn Studierende die Dimension der Wissenserweiterung erreichen sollen, müssen Lehrende bei der Planung Ziele und Teilziele sinnvoll strukturieren.

Lernaktivitäten

Wenn Lehrende wissen, wohin die Reise geht, können sie die Route planen und das Transportmittel wählen: eine Lernumgebung so gestalten, dass die Studierenden Gelegenheiten erhalten, ihr Wissen und Können weiterzuentwickeln. Lernziele dienen als Raster, um aus der Fülle an Aktivierungsmöglichkeiten didaktische Methoden wie Lernquiz, Gruppenpuzzle, Think-Pair-Share, One-Minute-Paper oder Fallarbeit angemessen auszuwählen und Lernprozesse anzuregen, die zur Zielerreichung beitragen. Dabei sollten Lehrende beachten, dass Studierende an unterschiedlichen Ausgangspunkten die Reise antreten – je nach Vorwissen, Erfahrungen, Motivation. Zudem können sich in ihren Vorlieben für das Fortbewegungsmittel unterscheiden, da sie unterschiedliche Lerntypen sind.

Prüfungsformen

„Sie haben Ihr Ziel erreicht“, tönt es am Ende einer Autofahrt aus dem elektronischen Begleiter. Analog dazu wird auch am Ende eines Lehr-Lern-Prozesses in einer Prüfungssituation „geortet“, wie nah Lernende dem Lernziel gekommen sind. Bei der Auswahl des Prüfungsformats sollte der Blick erneut auf die Lernziele und vorangegangenen Lernaktivitäten gerichtet sein, um sicherzustellen, dass die erwünschten Fähigkeiten ermittelt werden. Je nach Konstruktion einer Klausur können verschiedene Bereiche abgedeckt werden, etwa Wissen reproduzieren oder einen Gegenstand auf ein konkretes Beispiel hin anwenden. Sollen Studierende jedoch in der Lage sein, neue Ansätze zu entwickeln, umzusetzen und zu beurteilen, wäre hingegen ein (Projekt-) Bericht als Prüfungsformat klar im Vorteil.

 

Zum Weiterlesen

Anderson, L.W. & Krathwohl, D.R. (2001). A taxonomy for learning, teaching, and assessing. A revision of Bloom’s taxonomy of educational objectives. New York u.a.

Bachmann, H. (Hrsg.) (2014²). Kompetenzorientierte Hochschullehre. Die Notwendigkeit von Kohärenz zwischen Lernzielen, Prüfungsformen und Lehr-Lern-Methoden. Bern (= Forum Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung 1).

Biggs, J. & Tang, C. (20114). Teaching for quality learning at university : what the student does. Maidenhead (=SRHE and Open University Press imprint).

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Jetzt noch anmelden: Tagung – Integrierte Evaluation der interdisziplinären Hochschullehre

Montag, 2. Oktober 2017 | Autor/in: und 

Wie können interdisziplinäre Lehrveranstaltungen evaluiert werden? Wie können Forschungskompetenzen gefördert und geprüft werden?

Diesen Fragen wird auf der Tagung Integrierte Evaluation der interdisziplinären Hochschullehre“

am 17. November 2017 von 10.00 – 16.00 Uhr,

in der Aula und im Musiktrakt KG 6 an der Pädagogischen Hochschule Freiburg

nachgegangen. Die durch den „Qualitätspakt Lehre“ geförderten Hochschulen Universität Freiburg, PH Freiburg, Universität Hohenheim und PH Heidelberg laden zu dieser vernetzenden Tagung  ein. Dabei steht die (Weiter-) Entwicklung und Gestaltung forschungsorientierter sowie interdisziplinärer Lehre auf dem Programm. Neben Impulsvorträgen wird besonderer Wert auf den gegenseitigen Austausch in den thematischen Workshops gelegt. Diese Tagung richtet sich primär an Lehrende. Weitere Informationen finden Sie im Tagungsflyer.

Bitte beachten Sie die Anmeldefrist: 13.10.2017

Hier geht´s zur Anmeldung.

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Workshops für Lehrende im Wintersemester 2017/2018

Donnerstag, 28. September 2017 | Autor/in: , , und 

Lesetipp_SemesterprogrammSoSe15Sie möchten Module reflektieren und weiterentwickeln, Ihre Methodenrepertoire erweitern, Lernprozesse mit dem LMS ILIAS begleiten, sich mit Möglichkeiten und Grenzen von virtuellen Klassenzimmern auseinandersetzen oder Ihre englisch-sprachige Lehre optimieren?

In der Übersicht über das umfangreiche Weiterbildungsangebot der Abteilung Hochschuldidaktik, der Abteilung E-Learning und des Sprachlehrinstituts werden Sie sicher fündig.

Abteilung Hochschuldidaktik –

Hochschuldidaktische Workshops

 

Im Wintersemester bietet die Abteilung Hochschuldidaktik folgende Workshops an:

Nähere Informationen zu den Workshops, dem hochschuldidaktischen Weiterbildungs- und Beratungsangebot, Angeboten für TutorInnen sowie zu Ihren Ansprechpartnern finden Sie auf der Homepage der Abteilung Hochschuldidaktik.

 

Angebote der Abteilung E-Learning

ILIAS Einführungsschulungen

ILIAS ist eine übersichtliche, einfach zu bedienende Open Source Lernplattform, die vielfältige Möglichkeiten bietet, Lehrveranstaltungen mit E-Learning-Elementen zu gestalten.

In der dreistündigen Einführung lernen Sie grundlegende Funktionalitäten von ILIAS kennen: eigenen Kursraum anlegen, strukturieren und verwalten, Dokumente/Materialien hochladen und erstellen, Kommunikations- und Kooperationstools anlegen (z. B. Wikis, Blog, Forum, Übungsgruppen), Teilnehmerverwaltung.

Die Schulungen richten sich an alle Mitarbeitende der Uni Freiburg (auch Hilfskräfte). Für die Teilnahme am Workshop ist unbedingt ein Uni-Mitarbeiter-Account notwendig. Mitarbeitende können diesen selbst beantragen unter: https://www.rz.uni-freiburg.de/services/uniaccount/uabeantrag/uamitarb

  • Mi, 04.10.2017, 9-13 Uhr
  • Do, 19.10.2017, 9-13 Uhr

Weitere Termine auf Nachfrage. Gerne bieten wir auch ILIAS-Einführungskurse für Kleingruppen ab 5 Personen an. Wenden Sie sich bei Interesse an: ilias@rz.uni-freiburg.de

Anmeldungen bitte über die Freiburger Akademie für Universitäre Weiterbildung.

 

Workshops für Lehrende im Rahmen des E-Learning-Qualifizierungsprogramms

  • Lernendenaktivierung mit ILIAS, Fr 10.11.2017 (Info)
  • Fragen, Testen, Üben – Lernprozesse mit ILIAS gestalten, Fr 24.11.2017 (Info)
  • Content Authoring: Erstellung von interaktiven Lehrmaterialien, Do/Fr 7.-8.12.2017 (Info)
  • Vom Hörsaal ins Netz: Möglichkeiten und Grenzen von virtuellen Klassenzimmern, Fr 12.01.2018 (Info)
  • E-Portfolios in der Lehre, Fr 26.01.2018 (Info)
  • Flipped Classroom in der Hochschullehre, Fr, 23.02.2018 (Info)

Die Workshops richten sich ausschließlich an Lehrende der Universität Freiburg und finden jeweils von 9 – 17 Uhr im Rechenzentrum statt. Bitte melden Sie sich bei Interesse online an.

Informationen zum E-Learning-Qualifizierungsprogramm finden Sie unter: http://www.rz.uni-freiburg.de/go/e-quali.

 

EMI – English Medium Instruction

 

Unsere Angebote richten sich an MitarbeiterInnen der Universität Freiburg, die aktuell oder in absehbarer Zukunft auf Englisch unterrichten werden.

Weitere EMI Angebote in WS

Unterrichtsbesuche bieten Lehrenden konstruktives Feedback zur Sprachverwendung und Kommunikationsstrategien für die englischsprachige Lehre.

Individuelles Training  bietet Lehrenden die Möglichkeit ihre sprachlichen und kommunikativen Fertigkeiten für die englischsprachige Lehre maßgeschneidert weiter zu entwickeln.

Institut spezifische Workshops bieten Lehrenden die Möglichkeit ihre sprachlichen und kommunikativen Fertigkeiten für die englischsprachige Lehre zusammen mit interessierten Kolleginnen weiter zu entwickeln.

Selbstlernmodule zu sieben verschiedenen Themen bieten Lehrenden die Möglichkeit ihre sprachlichen und kommunikativen Fertigkeiten für die englischsprachige Lehre autonom zu verbessern. Jedes Modul beinhaltet Video-Tutorials, Übungen oder Aufgaben, herunterladbares Material und weiterführende Links zu Artikeln oder Videos zur Vertiefung.

 

 

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Kohärenz durch Vernetzung – das FACEfolio in der Freiburger Lehrerbildung

Dienstag, 19. September 2017 | Autor/in:

Ein Workshop im Rahmen des Kooperationsnetzwerkes FACE  für alle Lehrenden in der Lehrerbildung

Datum:                        24.11.2017, 9:00 – 17:00 Uhr

Ort:                             Bismarckallee 22, Räume 1+2

Organisationsteam:    AG Portfolio[1] der QLB-Maßnahme „Lehrkohärenz“

Zielgruppe:                 Alle in der Lehrerbildung Lehrende der PH und Uni Freiburg

Der Workshop kann auf das Baden-Württemberg Zertifikat für Hochschuldidaktik angerechnet werden.

Konzept und Funktion des FACEfolios

Eine nachhaltige Entwicklung professioneller Kompetenz erfordert kohärente Studienstrukturen und -angebote. Vor diesem Hintergrund haben wir im Rahmen von FACE (Freiburg Advanced Center of Education) das FACEfolio konzipiert, ein hochschul- und studienphasenübergreifendes E-Portfolio für den Standort Freiburg. Es unterstützt die Studierenden durch fächerübergreifende Lernaufgaben darin, zu erkennen, wie fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studieninhalte zusammen­hängen und in der schulischen Praxis angewandt werden können. Das FACEfolio dient Studierenden also bei der selbstgesteuerten Konstruktion von Kohärenz.

Den Kern des Portfolios bilden Lernaufgaben, die Studierende dazu anregen, fachwissenschaftliche Studieninhalte mit fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Konzepten zu verbinden. Eine solche die Wissensbereiche verbindende Lernaufgabe zur zentralen Tätigkeit des „Erklärens“ kann z.B. darin bestehen, dass Studierende eine Erklärung zu einem schulisch relevanten fachlichen Inhalt formulieren (für Schüler*innen als Zielgruppe). Dabei werden die Studierenden aufgefordert, zu beachten, welche Aspekte aus fachwissenschaftlicher Perspektive in der Erklärung erwähnt werden sollten und zugleich, welche Veranschaulichungen (Analogien, Metaphern) fachdidaktisch angemessen und / oder welche allgemeinen Prinzipien der Konstruktion lernförderlicher Erklärungen (z.B. Anknüpfung an das Vorwissen, sprachliche Kohäsion) aus bildungswissenschaftlicher Perspektive zu berücksichtigen sind. Werden die Studierenden zusätzlich aufgefordert, etwa im Orientierungspraktikum oder im Schulpraxissemester (ISP) zu beobachten, inwiefern Lehrkräfte im Unterricht die genannten fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Prinzipien des Gebens von Erklärungen realisieren, wäre dies eine Theorie und Unterrichtspraxis verbindende Lernaufgabe.

Interdisziplinäre, „vernetzende“ Lernaufgaben zeichnen sich bereits in der Phase ihrer Erstellung durch eine kooperative, fächerübergreifende Konzeption aus. So erfordert die Ausarbeitung der intendierten Aufgabenformate, welche die Studierenden im Sinne des Kohärenzgedankens zur selbstgesteuerten Vernetzung der Wissensbereiche anregen sollen, dass die entsprechenden Lernaufgaben „trilateral“ bzw. mindestens „bilateral“ entwickelt werden, d.h. in Tridems bzw. Tandems aus Bildungswissenschaft, Fachdiaktik und / oder Fachwissenschaft.

Zielsetzungen des Workshops

Nach dem Workshop sind Sie mit den Grundsätzen des Freiburger Portfolio-Ansatzes und den Prinzipien der Konstruktion vernetzender Lernaufgaben vertraut. In einer interdisziplinären Kooperation mit Kolleg*innen aus Fachwissenschaft, Fachdidaktik oder Bildungswissenschaft haben Sie erste Lernaufgaben / Ansätze für Ihren Fachbereich entwickelt.

Agenda des Workshops  

Im Hinblick auf ein gemeinsames Portfolio in der Lehrerbildung möchten wir das FACEfolio-Konzept gerne gemeinsam mit Ihnen diskutieren, Lernaufgaben konzipieren und Umsetzungsprinzipien weiterentwickeln. Die Veranstaltung gliedert sich dementsprechend in drei Phasen:

  • Einführung: Zunächst wird Prof. Dr. Matthias Nückles (Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Freiburg) Sinn und Zweck von Portfolios im Allgemeinen und die Idee des FACEfolios im Besonderen einführend darstellen. Anschließend werden exemplarisch bereits erprobte Portfolioansätze und konkrete Lernaufgaben vorgestellt (Biologie: Dr. A. Liefländer, Romanistik: Jun.-Prof. Dr. K. Zaki / StR‘in L. Lösch, Theorie-Praxis-Verzahnung: Prof. Dr. M. Nückles).
  • Kleingruppenarbeit: Im Rahmen von Tandems bzw. Tridems bestehend aus Vertreter*innen der Fachwissenschaft und/oder Fachdidaktik und/oder Bildungwissenschaft werden Lernaufgaben für das FACEfolio konzipiert.
  • Gemeinsame Diskussion zur Weiterentwicklung und Verankerungen des FACEfolios in den Fachbereichen.

Anmeldung

Das Workshop-Angebot richtet sich an alle interessierten Kolleg*innen der Pädagogischen Hochschule und Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die an der Lehrerbildung beteiligt sind. Bei Interesse melden Sie sich bitte bis spätestens 07.11.2017 unter  FACEfolio-workshop@face-freiburg.de an. Selbstverständlich können Sie sich auch mit Fragen oder Anregungen jederzeit an die genannte Emailadresse wenden. Falls Sie bereits vorab konkrete Ideen haben, welche Lehrveranstaltungen Sie mittels des FACEfolios vernetzen möchten, können Sie sich gerne im Tandem oder Tridem zum Workshop anmelden. Wenn Sie Ihre Lehrveranstaltung mit einer bildungswissenschaftlichen vernetzen möchten, übernimmt Prof. Dr. Matthias Nückles während des Workshops den entsprechenden „Tandem-Part“.

Umsetzungsbeispiel: Bildungswissenschaft (BiWi) – Romanistik
(Basis: Lehramtsoption im polyvalenten 2-HF-Bachelor)

Maja Muster studiert den polyvalenten 2-Hauptfach-Bachelor mit der Fächerkombination Französisch / Spanisch. Sie möchte Lehrerin werden. Deshalb belegt sie die „Lehramtsoption Gymnasium“ (10 ECTS BiWi + 5 ECTS Fachdidaktik Fach 1 + 5 ECTS Fachdidaktik Fach 2), deren Kurse durch die Abstimmung von Kompetenzzielen und Lehr-Lern-Formaten aufeinander bezogen (und digital verlinkt) sind: Kollegial und interdisziplinär entwickelte Lernaufgaben, die fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Facetten aus unterschiedlichen Veranstaltungen verbinden, fördern so die Vernetzung unterschiedlicher Wissensbereiche und -arten:

 

Abb.: Basis des E-Portfolios: Lernaufgaben in der Lehramtsoption des B.A.

Neben den interdisziplinären Lernaufgaben, die den Kern des E-Portfolios bilden, tragen auch damit verbundene Peer Feedback-Ansätze und flexibel einsatzbare Kurstagebuchformate dazu bei, die individuelle Wissensintegration und Reflexion ausgehend vom jeweiligen Vorwissen zu unterstützen. Die entsprechenden Ansätze im Lehramtsoptionsbereich des Bachelors sind dabei als Grundlage für weitere Studien- bzw. Ausbildungsabschnitte zu sehen. Entscheidet sich M. Muster nach Abschluss des Bachelorstudiengangs schließlich für den konsekutiven Master of Education am Standort Freiburg, so wird das E-Portfolio sie auch in den Theorie- und Praxisphasen des M. Ed. mit komplementären Vernetzungsformaten (v.a. kursbezogene und -übergreifende Lernaufgaben, Lerntagebuch) begleiten und als Teil ihrer abschließenden mündlichen Modulprüfung (des Moduls „Integrierter Professionsbereich“ im letzen Semester des M.Ed. ) in ihre Endnote miteinfließen.

[1] Prof. Dr. M. Nückles, C. Klein, C. Burkhart, M. Graichen, Dr. A. Liefländer,  StR’in L. Lösch, Jun.-Prof. Dr. K. Zaki.

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