Hochschuldidaktik-Frühstück am 24.02.2017 zum Thema „Portfolios in der Lehre – Chancen und Herausforderungen“

Montag, 20. Februar 2017 | Autor/in:

Immer häufiger begegnen Lehrende und Studierende dem „Portfolio“. Die Integration von Portfolios in Studium und Lehre bietet vielfältige Möglichkeiten zur Förderung eines reflexiven, forschenden, individualisierten und nachhaltigen Lernens und zum kompetenzorientierten Prüfen. Dennoch ist für die Beteiligten am Portfolio – Lehrende, Studierende und KollegInnen – nicht immer ersichtlich ist, was damit konkret gemeint ist.
Beim Hochschuldidaktik-Frühstück wird Marion Degenhardt (PH Freiburg) auf die Vielschichtigkeit des Portfolio-Konzepts eingehen und erläutern zu welchem Zweck Portfolios eingesetzt werden können sowie welcher Workload für die Studierende (und Lehrende) damit verbunden ist. Es wird ausreichend Raum für Ihre Fragen und für den kollegialen Erfahrungsaustausch geben.
Das Hochschuldidaktik-Frühstück findet am Freitag, den 24.02.2017 von 9-11 Uhr (s.t.) in der Bismarckallee 22 im 1. OG statt.
Appetit bekommen? Dann melden Sie sich einfach unter anmeldungen@hdz.uni-freiburg.de an.

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Mediziner aufgepasst: Ars legendi Medizin ausgeschrieben

Freitag, 10. Februar 2017 | Autor/in:

Vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und dem Medizinischen Fakultätentag wird nun zum achten Mal der Ars legendi-Fakultätenpreis Medizin ausgeschrieben. Der mit 30.000 Euro dotierte Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern.

Die Bewerbung erfolgt auf Vorschlag der Fakultäten oder Fachschaften der Fächer Medizin und Zahnmedizin; auch Eigenbewerbungen sind zulässig.

Bewerbungsschluss ist der 01. März 2017.

Mehr Informationen  finden Sie auf den Webseiten Stifterverband und
Medizinischer Fakultätentag.

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Ideen für die Lehre gesucht – drei Instructional Development Awards (IDA) ausgeschrieben

Mittwoch, 8. Februar 2017 | Autor/in:

Es ist wieder so weit: Der Instructional Development Award geht in die neunte Runde! Dieses Jahr werden wieder drei innovative Projekte in der Lehre an der Universität Freiburg mit jeweils 70.000 Euro gefördert.

Zwei IDAs werden durch das Bund-Länder-Programm Qualitätspakt Lehre und ein dritter IDA durch die Programmlinie Strukturmodelle in der Studieneingangsphase des MWK gefördert. Als Laufzeit für die Projekte sind maximal 18 Monate (Qualitätspakt Lehre) bzw. 15 Monate (Studieneingangsphase) festgelegt. Als Startpunkt ist der 01. Oktober 2017 vorgesehen.

Das Bewerbungsverfahren wird dabei möglichst einfach gehalten. Dabei sollten u.a. folgende Punkte erfüllt sein:

  • Idee für ein innovatives Lehrentwickungskonzept
  • fünfseitige Projektskizze
  • Einreichung durch ProfessorIn mit Lehrerfahrung
  • Befürwortung des Projekts durch Studienkommission und Fakultätsrat

Bewerbungsschluss ist der 19.06.2017.

Weitere Informationen erhalten Sie in der IDA-Ausschreibung auf der Seite der Abteilung Lehrentwicklung.

Details zu Projekten, die mit dem IDA in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt wurden, finden sich in dem Buch „Kreativ, Innovativ, Motivierend – Lehrkonzepte in der Praxis“, das im Universitätsverlag Webler erschienen ist. Einen Überblick gibt das Inhaltsverzeichnis.

Wir in der Abteilung Lehrentwicklung sind schon gespannt auf die innovativen Projektkonzepte in dieser neuen IDA-Runde – für alle Rückfragen rund um die IDA-Ausschreibung stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung!

Ihre Ansprechpartnerinnen sind Dr. Tanja Krämer-McCaffery (Tel.: 203-97558) und Petra Mußler (Tel.: 203-9088).

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Ihre Meinung zu Jurcoach ist gefragt

Freitag, 3. Februar 2017 | Autor/in:

Jurcoach  ist eine Lernplattform, die bis einschließlich des WS 2017/18 über Instructional Development Award-Mittel ausgebaut werden kann. Derzeit verfügt Jurcoach über drei Module, den Multiple Choice Test, das Problemfeldwiki und das Falltraining. Sie können jeweils durch das Team, aber auch die NutzerInnen erweitert werden.

Lehre lebt vom Mitmachen, deshalb ist das Jurcoach-Team in besonderer Weise an einem Feedback der NutzerInnen interessiert, auch daran, warum sich die Mitwirkungsbereitschaft bislang in engen Grenzen hielt. Aus diesem Grunde führen wir derzeit an der Universität Freiburg qualitative Interviews durch. Diese flankieren wir über eine online-Umfrage, über die wir auch die NutzerInnen anderer Universitäten erreichen wollen. Jede Antwort ist für uns ein wichtiger Baustein, um Jurcoach noch gezielter im Hinblick auf die Bedürfnisse der NutzerInnen fortzuentwickeln.

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Einladung zum Studierendenkongress Bildungswissenschaft am 16.02.17

Donnerstag, 2. Februar 2017 | Autor/in:

Der Studierendenkongress Bildungswissenschaft schafft eine Plattform, auf der Studierende des Instituts für Erziehungswissenschaft ihre Abschlussarbeiten und Studierendenprojekte vorstellen, einen Einblick in die Arbeit anderer erhalten und Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern knüpfen können. Aber nicht nur die Studierenden, auch die Doktorand*innen und PostDocs des Instituts stellen ihre Arbeiten vor, so dass die ganze Bandbreite der Arbeit am Institut deutlich wird. Eingeladen sind Studierende und Lehrende aus Bachelor, Master und Lehramt, Projektgeber*innen und alle, die an der Arbeit des Instituts interessiert sind.

Viele Lehrveranstaltungen am Institut setzen auf Projektarbeiten: Im Bachelor erarbeiten die Studierende beispielhafte e-learning-Umgebung und Curricula, und führen zur Vorbereitung auf ihre Abschlussarbeit kleine Forschungsprojekte durch. Der Master Bildungswissenschaft – Lehren und Lernen enthält ein zweisemestriges Projektmodul, in dem die Studierenden reale Projektaufträge von verschiedensten Auftraggebern, wie z.B. dem Fraunhofer Institut EMI, der Caritas, EDEKA und dem Gründerbüro der Universität. Das Konzept des Studierendenkongress entstand aus der Idee, den vielfältigen qualitativ hochwertigen und einfallsreichen Arbeiten der Studierenden des Instituts einen Raum zu geben, in dem sie angemessen gewürdigt werden können. Gleichzeitig ermöglicht der Kongress den Studierenden, sich über typische Arbeitsweisen in den Bildungswissenschaften zu orientieren: Welche Art von Projekten bearbeiten Bildungswissenschaftler*innen in der Praxis? Welche Forschungsthemen sind spannend? Wie können Abschlussarbeiten aussehen? Und was kommt im weiteren Verlauf auf die Studierenden zu?

Bereits im letzten Jahr wurde der Kongress erfolgreich durchgeführt – rund 100 Studierende, Lehrende und Projektauftraggeber*innen nahmen teil. Dieses Jahr wird der Kongress noch erweitert: Die Arbeiten können nicht nur als Poster vorgestellt werden, sondern auch in Form eines Science Slam – einer witzigen Kurzpräsentation der wichtigsten Inhalte ihrer Arbeiten. Ein professioneller Science Slammer und eine Keynote von Prof. Dr. Jörg Wittwer runden das Kongressprogramm ab. Am Abend werden die besten Arbeiten mit Preisen im Gesamtwert von 500 Euro prämiert. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Die Fachschaft des Instituts übernimmt das Catering für alle Teilnehmer*innen.

Weitere Informationen zum 2. Studierendenkongress Bildungswissenschaft:

Datum: 16.02.17 , 14:00-18:00 Uhr

Ort: Aula, KG I

www.ezw.uni-freiburg.de/studium/studierendenkongress

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Kompetenzorientiert Prüfen in der Lehrerbildung?!? – Workshop mit Prof. Dr. Niclas Schaper am 2./3.3.2017

Freitag, 27. Januar 2017 | Autor/in:

Haben Sie gute Vorsätze für dieses Jahr? – Nein?
Wie wäre es damit, die Prüfungen Ihrer Lehrveranstaltungen in diesem Jahr unter die Lupe zu nehmen und im Sinne der Kompetenzorientierung weiter zu entwickeln?
Wir bieten Ihnen einen Workshop an, der diesen guten Vorsatz Realität werden lassen kann:

Workshop „Kompetenzorientiert Prüfen in der Lehrerbildung“
mit Prof. Dr. Niclas Schaper  (Universität Paderborn)

Datum: 2./3. März 2017, Tag 1: 9:00 – 17:00 Uhr, Tag 2: 9:00 – 13:00 Uhr

Hintergrund: Prüfungen gehören zu den zentralen Elementen in der Lehr- und Studiengangentwicklung, da sie Lernergebnisse von Studierenden ermitteln, Lernstände sichtbar machen und so Lernprozesse gesteuert werden können. Oftmals besteht jedoch Unsicherheit bei Lehrenden und Lehrentwickler/innen, was unter kompetenzorientiertem Prüfen konkret zu verstehen ist und wie es in einer handhabbaren Form unter bestehenden Rahmenbedingungen umgesetzt werden kann. Häufige Fragen sind:

  • Was ist unter Kompetenzorientierung zu verstehen?
  • Welche Prüfungsformate und Aufgabenstellungen sind kompetenzorientiert?
  • Wie können gezeigte Leistungen kompetenzorientiert bewertet werden?
  • Wie kann kompetenzorientiertes Prüfen lernförderlich gestaltet werden?

Insbesondere bei der Neugestaltung eines Studiengangs oder von Studienphasen – wie es durch die Entwicklung des Masters of Education in der Lehrerbildung aktuell der Fall ist – werden oben genannte Fragen häufig aufgeworfen.

Zielsetzung: Ziel des Workshops ist es, die oben aufgeworfenen Fragen zu diskutieren, sodass die Teilnehmenden (1) grundlegende Konzepte und Prinzipien kompetenzorientierten Prüfens in der Lehrerbildung benennen und erörtern, (2) Prüfungsformate und –aufgaben mithilfe von Prinzipien kompetenzorientierten Prüfens gestalten und (3) den Erwerb von Kompetenzen in Lehrveranstaltungen durch kompetenzförderliche Assessmentelemente und Rückmeldung fördern können. Gerne können Sie zu dem Workshop bisher angewendete oder geplante Prüfungsformate und –aufgaben mitbringen.

Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an alle Lehrenden, Lehrentwickler/innen sowie Studiengang-koordinator/innen der Lehrerbildung der Pädagogischen Hochschule und der Universität Freiburg und findet im Rahmen des Freiburg Advanced Center of Education „Maßnahme Lehrkohärenz“ statt.

Anmeldung: Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmendenzahl begrenzt ist. Melden Sie sich bei Interesse daher bis 23.2.2017 bei christiane.klein@hdz.uni-freiburg.de an.

Ort: Bismarckallee 22, Raum 2 (1. OG)

P.S.: Auch im regulären Workshop-Angebot  der Hochschuldidaktik finden sich weitere spannende Workshops zum Thema Kompetenzorientierung.

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Ausschreibungen für Lehrpreise 2017

Mittwoch, 25. Januar 2017 | Autor/in:

Das Engagement von Lehrenden und didaktisch wertvolle Konzepte werden auch dieses Jahr wieder mit Preisen ausgezeichnet.
50.000 Euro stellt das Ministerium von Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg wieder für den Landeslehrpreis zur Verfügung. Ebenso wird ein Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement mit 5.000 Euro ausgelobt.
Paralell zu dieser Ausschreibung lobt die Universität Freiburg dieses Jahr den Universitätslehrpreis mit 10.000 Euro aus.

Auch besonderes studentisches Engagement wird belohnt durch die Ausschreibung eines Sonderpreises des Landes Baden-Württemberg (Preissumme 5.000 Euro). Das von der Universität Freiburg für diesen Landeswettbewerb vorgeschlagene studentische Projekt wird auf Ebene der Universität außerdem mit 500 Euro honoriert.

Wichtig: Vorschläge für alle genannten Preise müssen über die jeweilige Studienkommission eingereicht werden; Einreichungsfrist ist der 08. Mai 2017. Wenden Sie sich also bitte sehr frühzeitig an die zuständige Studienkommission – in der Regel über das entsprechende Dekanat – damit die Zustimmung rechtzeitig erfolgen kann. Nähere Informationen zu den Ausschreibungsmodalitäten finden Sie auf der Seite der Lehrpreise.

Nominierungen von Frauen – bisher unterrepräsentiert – sind besonders erwünscht!

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Umfrage: „Was sagen Sie zu E-Learning an der Universität Freiburg?“

Freitag, 20. Januar 2017 | Autor/in:

Sind Sie Studierende*r oder Lehrende*r an der Universität Freiburg? Dann möchten wir Sie bitten, an der Umfrage der Servicestelle E-Learning teilzunehmen und uns Ihre Erfahrungen, Meinungen und Wünsche zum Thema „E-Learning in der Lehre“ mitzuteilen. Mithilfe Ihrer Rückmeldungen kann das E-Learning-Angebot an der Universität weiter bedarfsorientiert entwickelt werden. Sie benötigen für das Ausfüllen etwa 12 Minuten.

Die Befragungen, die die Servicestelle E-Learning im Auftrag des Prorektorats für Studium und Lehre durchführt, dienen als Grundlage für die Erstellung einer bedarfsorientierten Konzeption zum Thema E-Learning/Digitalisierung der Lehre an der Universität Freiburg. Neben der Darstellung der aktuellen Nutzung sollen Handlungsempfehlungen zur Optimierung von E-Learning Angeboten entwickelt werden. Ziel ist u.a. der Diversität der Studierenden gerecht zu werden (v. a. Studierende mit Kindern, ausländische Studierende, Studierende mit „verschiedenen Lerngeschwindigkeiten“ und Studierende mit Pflegeverantwortung). E-Learning bzw. Online-Elemente sollen dabei explizit nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung der Präsenzlehre verstanden werden.

Die Umfragen erfolgen auf freiwilliger Basis und es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Die Umfragen sind bis 28.02.2017 geöffnet.

Sie erreichen die E-Learning Umfragen unter folgenden Links:

  • Befragung der Lehrenden zum Thema E-Learning
  • Befragung der Studierenden zum Thema E-Learning (mit Verlosung attraktiver Gewinne*)

Auf unseren Projektseiten finden Sie weitere Informationen zum Evaluationsprojekt E-Learning. Gerne können Sie sich auch mit Fragen an uns wenden: elearning@rz.uni-freiburg.de

*zu den Teilnahmebedingungen der Verlosung sowie zu den Preisen finden Sie hier weitere Informationen.

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Hochschuldidaktik-Frühstück mit PD Dr. Ulrike Hanke – „Vom Sinn und Unsinn von Diskussionen – Diskussionen gezielt in der Lehre einsetzen“

Mittwoch, 11. Januar 2017 | Autor/in:

Wer kennt das nicht? Nur eine Handvoll Studierende beteiligen sich an einer Diskussion und nach der Diskussion bleibt nicht nur bei den Studierenden, sondern auch bei den Lehrenden häufig die Frage offen, was die Diskussion denn nun gebracht hat. Wie Diskussionen gelingen können, darauf wird PD. Dr. Ulrike Hanke eingehen.

Das Hochschuldidaktik-Frühstück findet am Freitag, 13.01.17, von 9-11 Uhr (s.t.) in der Bismarckallee 22 (1. OG) statt.

Appetit bekommen? Dann melden Sie sich an! Weitere Infos sowie die Anmeldung finden Sie auf den Seiten der Abteilung Hochschuldidaktik.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ihr Team der Abteilung Hochschuldidaktik

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Resilienzorientiertes und praxisbezogenes Modell zur Verringerung der Abbruchquote in den MINT-Fächern

Montag, 2. Januar 2017 | Autor/in:

Zu Be­ginn ihres Stu­di­ums be­su­chen MINT-Stu­die­ren­de lern­in­ten­si­ve grund­le­gen­de Lehr­ver­an­stal­tun­gen, um sich, auf­bau­end auf die­sem Grund­la­gen­wis­sen, im wei­te­ren Stu­di­en­ver­lauf zu spe­zia­li­sie­ren. Die­ser Stu­di­en­auf­bau ver­hin­dert al­ler­dings, sich im ers­ten Se­mes­ter mit den reiz­vol­le­ren Stu­di­en­in­hal­ten des Fa­ches zu be­fas­sen, wel­che erst ab dem zwei­ten oder spä­te­ren Se­mes­ter er­fol­gen. Wei­ter­hin kön­nen fach­lich-aka­de­mi­sche Denk­mus­ter des Fa­ches nicht an das schu­li­sche Wis­sens- und Kom­pe­tenz-Re­ser­voir der Stu­die­ren­den an­knüp­fen. Die Mo­ti­va­ti­on zum Durch­hal­ten ist schwer­lich zu hal­ten, Stu­di­en­fach­wech­sel oder Stu­di­en­ab­brü­che sind die Folge.
Nach Ana­ly­se die­ser Pro­blem­la­ge wurde eine pra­xis­be­zo­ge­ne Ge­stal­tung der Stu­di­en­ein­gangs­pha­se als In­ter­ven­ti­on ent­wi­ckelt und in der Bio­ma­the­ma­tik er­probt. Das Sys­tem fo­kus­siert ge­zielt auf fach­spe­zi­fi­sche Be­dürf­nis­se Erst­se­mes­ter­stu­die­ren­der der Bio­ma­the­ma­tik und bie­tet die­sen durch ihren pra­xis­na­hen An­satz be­reits eine Per­spek­ti­ve auf die For­schungs- und Ak­ti­vi­täts­viel­falt, Ar­beits- und Denk­wei­sen sowie Em­ploya­bi­li­ty-An­for­de­run­gen des Fa­ches.

An­satz: Resi­li­enz pra­xis­be­zo­gen för­dern

Stu­die­ren­de, die über einen hö­he­ren Grad an Resi­li­enz ver­fü­gen, be­wäl­ti­gen die ty­pi­schen Schwie­rig­kei­ten des ers­ten Se­mes­ters, ob­wohl sie im Ver­gleich zu ihren Kom­mi­li­to­nin­nen und Kom­mi­li­to­nen keine her­aus­ra­gen­den Vor­leis­tun­gen auf­wei­sen. Hier­aus lässt sich ab­lei­ten, dass ein hoher Grad an Resi­li­enz der Frus­tra­ti­on des ers­ten Stu­di­en­se­mes­ters ge­gen­über zu for­cie­ren ist, um we­ni­ger oder non-resi­li­en­te Stu­die­ren­de in ihrer per­sön­li­chen Stu­di­en­ver­bleibs­mo­ti­va­ti­on zu stär­ken. Aus­ge­hend von die­ser An­nah­me einer Stei­ge­rung der Stu­di­en­ver­bleibs­mo­ti­va­ti­on mit­tels Trans­pa­renz der mit Aus­dau­er über­wind­ba­ren Stu­di­en­hür­den des ers­ten Se­mes­ters kön­nen eine Stär­kung der in­di­vi­du­el­len Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Fach sowie die Ent­wick­lung einer lang­fris­ti­gen Per­spek­ti­ve auf be­rufs­be­zo­ge­ne Qua­li­fi­ka­tio­nen för­der­lich wir­ken.
Die be­ruf­li­chen Per­spek­ti­ven für Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten des Stu­di­en­gangs Bio­ma­the­ma­tik sind at­trak­tiv, wie aus Alum­ni- und Alum­nae-Kon­tak­ten, -In­ter­views und -Vor­trä­gen zu schluss­fol­gern ist. Ähn­lich ge­stal­tet es sich in den an­de­ren MINT-Fä­chern. Es soll­te daher ver­hin­dert wer­den, dass MINT-Stu­die­ren­de ihr Stu­di­um zu einem Zeit­punkt ab­bre­chen, an dem sie noch nicht ein­zu­schät­zen ver­mö­gen, was ihr Fach aus­zeich­net und wel­che Spe­zia­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten sich ihren Nei­gun­gen bie­ten. Zur För­de­rung einer kon­ti­nu­ier­li­chen Stu­di­en­ver­bleibs­mo­ti­va­ti­on er­scheint es un­ab­ding­bar, mög­lichst früh­zei­tig einen pra­xis­be­zo­ge­nen Ein­blick zu ver­mit­teln, um zu ge­währ­leis­ten, dass die Ent­schei­dung für oder gegen einen Stu­di­en­ab­bruch/-wech­sel hin­rei­chend fun­diert ist. An­dern­falls wan­dern be­nö­tig­ter wis­sen­schaft­li­cher Nach­wuchs sowie zu­künf­ti­ge Fach­kräf­te  der MINT-Fä­cher auf Grund von Des­in­for­ma­ti­on in an­de­re Dis­zi­pli­nen ab, ohne je eine ad­äqua­te Ent­schei­dungs­fin­dung voll­zo­gen zu haben.
Zur Lö­sung der dar­ge­leg­ten Pro­blem­stel­lung zeich­ne­te sich kon­kre­ter Hand­lungs­be­darf zur Un­ter­stüt­zung der Erst­se­mes­ter­stu­die­ren­den der Bio­ma­the­ma­tik ab. Es ent­stand ein fach­spe­zi­fi­sches Sys­tem zur pra­xis­be­zo­ge­nen und iden­ti­fi­ka­ti­ons­för­der­li­chen Stu­di­en­ein­gangs­pha­sen­ge­stal­tung, das unter dem Namen „Auf Dar­wins Spu­ren“ fir­miert und eine In­te­gra­ti­on pra­xis­be­zo­ge­ner Ele­men­te in der Stu­di­en­ein­gangs­pha­se vor­sieht, um die Iden­ti­fi­ka­ti­on der Stu­die­ren­den mit dem Fach Bio­ma­the­ma­tik ge­zielt zu stär­ken. Das Sys­tem ver­ge­gen­wär­tigt be­reits im ers­ten Se­mes­ter be­rufs­be­zo­ge­ne Kom­pe­tenz­fel­der und ver­mit­telt Stu­di­en­kom­pe­ten­zen, um sich in dem an­wen­dungs­be­zo­ge­nen Stu­di­en­gang spe­zia­li­sie­rend zu ent­fal­ten. Neben Pra­xis­ein­bli­cken und einem per se op­ti­mier­ten Be­treu­ungs­ver­hält­nis zwi­schen Stu­die­ren­den und Lehr­per­so­nal fin­den wei­te­re Kom­pen­sa­ti­ons­in­stru­men­te Be­rück­sich­ti­gung.

Fazit

Das hier skiz­zier­te Mo­dell eines ge­eig­ne­ten fach­spe­zi­fi­schen Um­gangs mit Erst­se­mes­ter­stu­die­ren­den soll dazu an­re­gen, in MINT-Fä­chern eine pra­xis­be­zo­ge­ne Stu­di­en­ein­gangs­pha­sen­ge­stal­tung zur För­de­rung der Resi­li­enz auch dann in Be­tracht zu zie­hen, wenn eine ge­ziel­te Qua­li­fi­zie­rung der Stu­die­ren­den ab dem ers­ten Se­mes­ter an­ge­strebt wird, al­ler­dings aus Ka­pa­zi­täts­grün­den keine dem ei­gent­li­chen Ba­che­lor­stu­di­um Ein­füh­rungs­pha­se nach dem „Null-Se­mes­ter“-Mo­dell (vgl. „Leu­pha­na Se­mes­ter“, Leu­pha­na Uni­ver­si­tät, 2016; Schle­gel, Hüb­ner & Fi­dor­ra, 2014, S. 2) um­zu­set­zen ist.
Zur Re­du­zie­rung der Ab­bruch­quo­te in MINT-Fä­chern lohnt der Blick auf non-resi­li­en­te Stu­die­ren­de. Einen pra­xis­ori­en­tier­ten Aus­blick auf be­ruf­li­che Per­spek­ti­ven als pro­ba­tes Mo­ti­va­ti­ons­re­ser­voir kann  in Be­tracht ge­zo­gen wer­den, um der Ziel­grup­pe eine kon­stan­te Stu­di­en­mo­ti­va­ti­on zu er­mög­li­chen. Die Leh­ren­den-Stu­die­ren­den-Be­zie­hung bie­tet dar­über hin­aus wei­te­res Po­ten­zi­al zur mo­ti­va­tio­na­len Un­ter­stüt­zung.

Weitere Informationen und Vollbeitrag zum resilienzorientierten und praxisbezogenen Studieneingangsphasen-Modell sind in der Publikationsreihe „Greifswalder Beiträge zur Hochschullehre“, Ausgabe 1/2016, Wissenschaft und Beruf in der polyvalenten Lehre, S. 22-33 veröffentlicht.

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