Finance aus der Praxisperspektive: durch Anwendung motiviertes Lernen

Mittwoch, 24. August 2016 | Autor/in: , , und 

FinanceIDA…das ist das Ziel eines didaktischen Projektes für die Masterstudiengänge Volkswirtschaftslehre, Economics und Mathematik. Studierende aus unterschiedlichen Disziplinen sollen gemeinsam Lösungen für Probleme aus der Praxis erarbeiten und umsetzen. Dabei arbeiten sie in fachübergreifenden Kleingruppen von 3-5 Personen an Fragestellungen, die von Praxispartnern entwickelt wurden. Hierdurch wird einerseits eine dem späteren Berufsalltag nachempfundene Situation hergestellt und andererseits die praktische Anwendungskompetenz von im Studium erworbenen Kenntnissen gezielt gefördert.
Die Bearbeitung der Projekte erfolgt unter intensiver akademischer Betreuung in Kooperation mit den Praxispartnern – im Sommersemester 2016 sind dies eine Bank, eine Versicherung, eine Unternehmensberatung und eine Investmentmanagementfirma. Die von den Unternehmen zur Verfügung bereit gestellten Themen drehen sich um Fragen, die für Geldinstitute und Anlageberater von eminenter Bedeutung sind: Ist die Kreditwürdigkeit eines Bankkundens genau eingeschätzt? Wie lässt sich ein Kapitalanlage-Portfolio so zusammenstellen, dass es finanzielle Sicherheiten über mehrere Jahrzehnte gewährleistet? Wie können Konstruktionsfehler in börsennotierten Investmentfonds identifiziert werden, um diese profitabel auszunutzen? Diesen und ähnlichen Fragestellungen widmen sich die Studierenden und bearbeiten diese in einem vorgegebenen Zeitrahmen, ähnlich der Situation im späteren Berufsalltag. Die Ergebnisse der verschiedenen Projekte werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern regelmäßig im Kurs präsentiert und gegenseitig evaluiert. Am Ende des Seminars steht eine umfassende Schlusspräsentation und ein Abschlussbericht mit Darstellung aller erzielten Ergebnisse für die Partnerfirma.
Durch die stark interdisziplinäre und projektbasierte Arbeitsweise an praxisrelevanten Aufgaben will das Konzept die Studierenden zum Selbststudium anregen und intensiv auf die spätere Berufswelt vorbereiten. Im Anschluss an das Seminar besteht die Möglichkeit einzelne Themen im Rahmen einer Masterarbeit oder einem Praktikum weiter zu verfolgen. Dies wurde von den Studierenden besonders wertgeschätzt. Das Seminar „scheine große Türen zu öffnen“ lautet einer der Kommentare im Rahmen einer Evaluierung des Seminars. Ebenso wurden nach Selbsteinschätzung der Studierenden „Teamwork und Präsentationsfähigkeit“ deutlich verbessert. Für andere wiederum war es ein „besonderer Anreiz mögliche Arbeitsfelder für Mathematiker kennen zu lernen“.

Nach dem überzeugenden Start im Sommer 2016 soll das Seminar im Wintersemester 2017/18 wieder angeboten werden. Für die Durchführung des für alle Beteiligten arbeits- und zeitaufwendigen Seminars kommen die Mittel gelegen, die der innovativen Lehrveranstaltung durch einen Förderpreis zur Verfügung stehen. „Finance aus der Praxisperspektive“ wurde in der Vorbereitungsphase im Sommer 2015 mit dem Instructional Development Award (IDA) ausgezeichnet, dem Lehrförderungspreis der Universität Freiburg.

 

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Ausschreibung „Strukturfonds Kleine Fächer in Baden-Württemberg“

Dienstag, 16. August 2016 | Autor/in:

2016-05-10 16.28.12 PusteblumeDas Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) schreibt nun eine zweite Förderunde aus dem Strukturfonds Kleine Fächer aus. Antragsberechtigt sind u.a. die Landesuniversitäten Baden-Württembergs. Damit die Universität auch in der zweiten Runde wieder mit dabei ist, werden nun universitätsintern Projektskizzen (max. 2 Seiten) aus den „Kleinen Fächern“ gesammelt.

„Die Förderung zielt noch stärker darauf, innovative Struktur- und Handlungsmodelle zu unterstützen, die die Wettbewerbsfähigkeit und damit auch die Sichtbarkeit der Kleinen Fächer stärken sollen. Wissenschaftliche Forschungsprojekte werden nicht gefördert, stattdessen sollen die zu fördernden Projekte insbesondere auch durch ihr Strukturveränderungspotential überzeugen.“ (vgl. Ausschreibung des MWK)

Inhaltliche Zielsetzung der Ausschreibung:
  • Kompetenz, Fach, Studiengang – Existenzformen Kleiner Fächer
  • Personelle Rahmenbedingungen in Lehre und Forschung
  • Materielle Rahmenbedingungen (Lehr- und Forschungsinfrastrukturen)
  • Kleine Fächer im Spannungsfeld zwischen Hochschulen und außeruniversitären  Forschungseinrichtungen
  • Qualitätsmanagement und -entwicklung
  • Sichtbarkeit, gesellschaftliche Relevanz und Transferleistungen in die Gesellschaft
  • Monitoring und Moderation
Übersicht zeitliches Vorgehen:
  • Einreichung einer Projektskizze (max. 2 Seiten) bis spätestens Dienstag, den 20. September 2016
  • Zeitnahe Entscheidung des Rektorats über die Einreichung der Anträge und Information der AntragsstellerInnen.
  • Ausarbeitung der Skizzen entsprechend der Vorgaben der Ausschreibung durch die AntragsstellerInnen bis spätestens Mittwoch, den 19.10.2016.

Ihre Antragsskizzen sowie die fertigen Anträge schicken Sie bitte an:
harald.wohlfeil@zv.uni-freiburg.de und roswitha.wagner@zv.uni-freiburg.de (im CC).

Weitere Informationen erhalten Sie in der Abteilung Lehrentwicklung.

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Feldphase der Zentralen Befragungen endet mit dem Sommersemester „und was passiert mit den Ergebnissen?“

Mittwoch, 10. August 2016 | Autor/in: , und 

Im vergangenen Winter- und Sommersemester fanden erneut Zentrale Befragungen zum Thema Studium und Lehre an der Albert-Ludwigs-Universität statt. Befragt wurden Absolvent_innen und alle eingeschriebenen Studierenden.

Das Befragungsteam Bild: Oliver Hafner

Das Befragungsteam
Bild: Oliver Hafner

Die Beteiligung an den Umfragen war außerordentlich hoch, hierfür bedankt sich das Befragungsteam der Abteilung Lehrentwicklung herzlich bei allen Teilnehmenden! Die Rücklaufquote bei der Absolvent_innenbefragung lag bei 48 % und bei der Studierendenbefragung erreichte sie 31%. Somit konnten wieder detaillierte Ergebnisauswertungen auf Fachebene erstellt werden. Weil bei den Teilnehmenden häufig die Frage aufkam, was denn nun mit den Ergebnissen geschehe, werden im Folgenden Antworten auf diese Frage gegeben.

Erste Ergebnisse aus den Befragungen

Dank der vielen Rückmeldungen ist jetzt der Grundstein für eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse gelegt. Diese Auswertung erfolgt derzeit auf Hochtouren in der Abteilung Lehrentwicklung. Das Befragungsteam stellt die Ergebnisse zeitnah und so detailliert wie möglich den verantwortlichen Gremien und Personen in den Fachbereichen sowie der universitären Öffentlichkeit – und damit auch den Befragten – zur Verfügung. Bei der Ergebnispräsentation behält die Anonymität der Befragten oberste Priorität.
Bei den Auswertungen zeichnet sich beispielsweise ab, dass knapp über die Hälfte der Absol-vent_innen ihre im Studium erworbenen Qualifikationen bei den beruflichen Aufgaben in „sehr hohem“ oder „hohem Maße“ einbringen können. Hohe Zufriedenheit mit dem Studium gaben retrospektiv 75% der Absolvent_innen und 72% der Studierenden an. Knapp 60% der Studierenden schätzten das Engagement der Lehrenden als sehr gut bis gut ein. Jedoch beurteilten 16% der Teilnehmenden der Befragung der Studierenden ihre Arbeitsbelastung im Studium als „zu hoch“. Über ein Drittel der Studierenden kritisierte die Verfügbarkeit von Räumen für eigenständiges Lernen und äußerte, dass Auslandaufenthalte oft nur mit zeitlicher Verzögerung des Studiums durchführbar sind.

Der Analyseprozess auf Universitätsebene

Nach der Aufbereitung der Ergebnisse werden diese zuerst den Studiendekan_innen der jeweiligen Fächer überreicht, damit die Ergebnisse fachnah in den Studienkommissionen analysiert und bewertet werden können. In den Studienkommissionen sind Vertreter_innen aller für die Lehre relevanten Akteur_innen versammelt. Sie sind in der Regel am besten über die Lehre in den entsprechenden Fächern informiert und sind verantwortlich für die Qualitätssicherung und -entwicklung in den jeweiligen Fachbereichen. Aus diesen Gründen soll eine Bewertung der Ergebnisse auf dieser Fachebene (und nicht etwa zentral) erfolgen und im Anschluss Handlungsoptionen aufgezeigt werden. Die universitätsweiten Gesamtberichte der Befragung der Absolvent_innen und der Studierenden können ab September auf der Homepage der Abteilung Lehrentwicklung im PDF-Format heruntergeladen werden.

Das Team der Zentralen Befragungen erhofft sich mit dem hier skizzierten Weg einen konstruktiven Analyseprozess, der einen Austausch über die Qualität der Lehre an der Universität anstößt, zur Weiterentwicklung anregt und mittelfristig für noch mehr zufriedene Universitätsmitglieder sorgt.

Herzlichen Glückwunsch

Abschließend herzlichen Glückwunsch an alle per Email informierten Gewinner_innen unserer vielen Preise beim Gewinnspiel der Befragung der Studierenden. Die Hauptpreise (iPhone und Tandemsprung) wurden – wie auf den Fotos abgebildet – bereits von Julia Müller und Natalie Boros überreicht.
PreisBefragungen1Tandemsprung

Weitere Informationen:
https://www.lehrentwicklung.uni-freiburg.de/projekte/befragungen

Kontakt:
Natalie Boros und Katharina Schneijderberg
Abteilung Lehrentwicklung
Tel.: 0761/203-67578
E-Mail: befragung@uni-freiburg.de

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IDA-Projekt „Adaptive Lernförderung – Ein adaptives Online-Training zum selbstgesteuerten Lernen“

Freitag, 5. August 2016 | Autor/in: , und 

To-Do-ListStudienanfang: neue Stadt, neue Leute, die erste eigene Wohnung… und dann ist in der Uni auch noch Vieles anders, als es in der Schule war! Haben in der Schule die Lehrerinnen und Lehrer noch das Lernpensum durch Hausaufgaben und Klausuren in kurzen Zeitabständen strukturiert, erfordert das Lernen an der Universität ein weitaus größeres Maß an Eigenständigkeit. Klausuren finden erst zum Ende des Semesters statt, der Lernstoff ist viel umfangreicher und ob man diesen verstanden hat wird nur selten im Lauf des Semesters überprüft. Um diese Eigenständigkeit gut meistern zu können, braucht es ein Repertoire an Strategien, die einem das Lernen und die dabei geforderte Selbstregulierung erleichtern. Doch wie kommt man an dieses Repertoire an effektiven Lernstrategien?

An diesem Problem setzt das IDA-Projekt „Adaptive Lernförderung“ an. In einem Online-Training wollen wir Studierenden am Studienanfang gezielt Strategien für das selbstgesteuerte Lernen an der Universität vermitteln. So sollen sie beim Einstieg ins Studium unterstützt werden. Hierfür wird ein Online-Lerntool entwickelt, das unterschiedliche Lerneinheiten beinhalten, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhendes Wissen zum Thema Lernstrategien vermittelt.

Im Lerntool werden zum Beispiel Strategien vermittelt, um Lernstoff effizient zu organisieren und anschaulich darzustellen. Zudem wird aufgezeigt, wie man seinen Lernfortschritt kontinuierlich selbst überprüfen kann. Das Besondere an diesem Online-Training ist der adaptive Charakter des Lerntools. Adaptivität bedeutet, dass ausgehend von Informationen über einen Lernenden, automatisiert individuelle Anpassungen im Ablauf des Online-Trainings vorgenommen werden. So wird eine gezielte und passgenaue Unterstützung möglich, um Studierende möglichst effizient auf die neuen Anforderungen des Studiums vorzubereiten. Hierfür wird zu Beginn der Arbeit mit dem Lerntool der aktuelle Wissensstand zum Thema Lernstrategen an Hand einer Reihe von Fragen diagnostiziert. Den Lernenden werden unterschiedliche Situationen aus dem Lernalltag vorgegeben sowie Möglichkeiten, um darauf zu reagieren. Diese Möglichkeiten sollen dann mit Schulnoten hinsichtlich ihrer Tauglichkeit zum Umgang mit der Situation bewertet werden.

In ersten Laboruntersuchungen konnten bereits einige Studierende das Online-Training ausprobieren und mit den entwickelten Lernmaterialien arbeiten, um sich Lernstrategien anzueignen. Dabei zeigte sich, dass die Studienanfänger mit sehr unterschiedlichem Vorwissen zum Thema Lernstrategien einsteigen und damit im Lerntool ein ganz unterschiedliches Angebot benötigen. Dies belegt nochmals die Notwendigkeit der Adaptivität der Lerntools. Zudem erwies sich unser entwickelter Fragenkatalog als taugliches Instrument zur Ermittlung des vorhandenen Repertoires an Lernstrategien und unsere Lernmaterialien konnten den Studierenden helfen, ihr Wissen über Lernstrategien zu erweitern.

ELISIm nächsten Blogbeitrag der Psychologie geben wir euch einen Einblick in das Lerntool und stellen euch ELIS vor, die euch auf dem Weg durch das Online-Training begleiten wird.

Weitere Informationen auf der Webseite der Pädagogischen Psychologie und Entwicklungspsychologie:
https://www.psychologie.uni-freiburg.de/abteilungen/Paedagogische.Psychologie/index2.html

 

 

 

 

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Kompetenzorientierung leicht gemacht

Dienstag, 2. August 2016 | Autor/in:

Foto: Brian Barnhart

Foto: Brian Barnhart

Die kompetenzorientierte Gestaltung von Lehrveranstaltungen, Prüfungen und ganzen Studiengängen steht inbesondere seit der Bologna-Reform im Zentrum der Aufmerksamkeit an den Hochschulen.  KMK-Rahmenvorgaben geben vor, die Qualifikationsziele von Modulen und Studiengänge kompetenzorientiert auszurichten; auch von Seiten der Akkreditierungsagenturen wird sehr darauf geachtet, dass neu konzipierte Studiengänge kompetenzorientiert beschrieben werden.  Wie aber können Studiengänge durch Kompetenzorientierung kohärent gestaltet werden?  Wie wird die Kompetenzorientierung in der Konzeption und Durchführung von Lehrveranstaltungen konkret umgesetzt?  Welche lehr-/lerntheoretischen und didaktische Ansätze müssen von den Lehrenden beachtet und umgesetzt werden, dass Studierende in Lehrveranstaltungen handlungswirksame Kompetenzen erwerben können? Bei dem zweitägigen Workshop „Kohärente Gestaltung von Lehramtsstudiengängen durch Kompetenzorientierung“  geleitet von Prof. Dr. Jörg Wittwer und Dr. Elisabeth Wegner vom Insitut für Erziehungswissenschaft wurden diese Fragen insbesondere für die reformierten Lehramtsstudiengänge ins Visier genommen.  Den Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin können Sie hier lesen.

 

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Plagiate und Plagiatsdetektion

Dienstag, 26. Juli 2016 | Autor/in:

Wie kann man Plagiate finden? Wie soll man damit umgehen? Was ist überhaupt ein Plagiat? Ist der Einsatz von sogenannten Plagiatssoftwares sinnvoll? – Mit diesen Fragen haben sich am 8. Juli 2016 die „Freiburger Gespräche zur Redlichkeit in der Wissenschaft“ befasst, die in diesem Jahr unter der Überschrift „Plagiate und Plagiatsdetektion“ stattfanden.

Frau Prof. Dr. Weber-Wulff,  die „bekannteste Plagiatsjägerin Deutschlands“, erklärt Plagiate

Zu der von Prof. Dr. Gisela Riescher, Prorektorin für Redlichkeit in der Wissenschaft, Gleichstellung und Vielfalt, und Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät, organisierten Veranstaltung kamen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der gesamten Universität zusammen, darunter zahlreiche Dekane und fast das gesamte Rektorat. Den Hauptvortrag hielt – nach Begrüßung durch den Rektor und einer Einführung von Prorektorin Riescher – Prof. Dr. Debora Weber-Wulff von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Mit ihr hatte man sich einen spannenden Gast nach Freiburg geladen: Frau Weber-Wulff ist eine ausgewiesene Expertin mit großer Erfahrung in Sachen Plagiarismus bzw. Plagiatssoftware und als „bekannteste Plagiatsjägerin Deutschlands“ (ZEIT Nr. 34/2013) zugleich eine unbequeme, nicht unumstrittene Person, die über VroniPlag Wiki auch schon verschiedene Fälle möglichen wissenschaftlichen Fehlverhaltens an der Universität Freiburg anhängig gemacht hatte. Im Anschluss an ihren Vortrag entwickelte sich eine lebendige Diskussion zwischen Frau Weber-Wulff, weiteren Expertinnen und Experten auf dem Podium und einem sich rege beteiligenden Publikum. Neben Frau Weber-Wulff waren auf dem Podium Prof. Dr. Gerhard Schneider, der Direktor des Rechenzentrums, Ansgar Schäfer, Koordinator im Plagiatspräventionsprojekt „Refairenz“ von der Universität Konstanz und Maria-Franziska Jüling, die als Sprecherin des gemeinsamen Arbeitsausschusses der Freiburger Doktorandenkonvente die Perspektive der Promovierenden einbrachte. Die Moderation übernahm Dekanin Krieglstein.
In der Diskussion stellte sich heraus, dass der Nutzen von Plagiatssoftware allgemein als sehr begrenzt eingeschätzt wird. Praktisch unisono vertraten die anwesenden Fachleute die Position, dass eine solche Software zwar bei einem konkret vorliegenden Verdachtsfall unter Umständen als Untersuchungswerkzeug hinzugezogen werden könne, dass aber ein flächendeckender, verdachtsunabhängiger Einsatz nicht sinnvoll sei. Abgesehen davon, dass dies ein Klima des Misstrauens befördern könne, seien die Fähigkeiten der vorhandenen Softwaresysteme dazu nicht ausgereift genug und die Prüfergebnisse zu fehlerhaft. In Frau Weber-Wulffs Teststudien zu Plagiatssoftwares erhalten selbst die besten Produkte regelmäßig höchstens die Note „teilweise nützlich“ – zu oft übersehen die Softwares vorhandene Plagiate oder schlagen umgekehrt Alarm, wo keine sind. Statt das Heil in einer Software zu suchen, sei es wichtig, so der Tenor vieler Redebeiträge, auf präventive Maßnahmen zu setzen sowie eine gründliche Korrektur und Betreuung zu ermöglichen. Unverzichtbar erscheint, die Vermittlung guter wissenschaftlicher Praxis vom ersten Semester an fest in der Lehre und in den Studienplänen zu verankern – zumal Zitierfehler von Seiten der Studierenden nicht selten unbeabsichtigt geschehen.
Zugleich wurde deutlich, dass nicht nur bei Studierenden, sondern auch bei Lehrenden und wissenschaftlichen Einrichtungen ein Informations- und Orientierungsbedarf zu Plagiaten und dem richtigen Umgang damit besteht. Prorektorin Riescher hat zugesagt, für die Universität Freiburg einen eigenen Leitfaden zu entwickeln, der alle wichtigen Informationen zum Thema wissenschaftliche Redlichkeit in gebündelter Form bereitstellt. Auch solle die  zentrale Internetseite der Universität zu Redlichkeit in der Wissenschaft ausgebaut werden. Unabhängig davon bleibe es in der Verantwortung der Fakultäten, die allgemeinen Maßstäbe wissenschaftlicher Redlichkeit fachspezifisch zu konkretisieren und vor Ort mit Leben zu füllen.

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Ausschreibung: Studierendenvorschlagsbudget

Mittwoch, 20. Juli 2016 | Autor/in:

StuRalogoAuch dieses Jahr ist der StuRa wieder mit der Vergabe des Studierendenvorschschlagsbudgets (SVB) betraut. Kurz gefasst bedeutet dies, dass ca. 1,5 Mio Euro für die Sicherung der Qualität in Studium und Lehre zur Verfügung stehen.

Das detaillierte Vorgehen sowie die Ausschreibung finden Sie auf der Homepage des StuRa unter www.stura.uni-freiburg.de. Die Verteilung der Gelder in die Fachbereiche und über einen zentralen Wettbewerb wird in einer Grafik verdeutlicht.

Unter „Projektwettbewerb: Innovatives Studium 2017“ werden insges. 400.000 Euro des SVB für zentrale Projekte ausgeschrieben. Zu Fragen bezüglich dieser Ausschreibung wenden Sie sich an svb@stura.org .

Bitte beachten Sie die Antragsfrist: 15. August 2016

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Freiräume für wissenschaftliche Weiterbildung – Webinar-Reihe

Mittwoch, 13. Juli 2016 | Autor/in:

Webinar b7027de2-28c1-45f7-bc49-fcf882781902Unter dem Titel „Neue Lernräume gestalten – Good Practice an deutschen Hochschulen“ führt die Abteilung E-Learning des Rechenzentrums der Universität Freiburg im Rahmen des Projektes „Freiräume für wissenschaftliche Weiterbildung“, Teil des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ im Sommer 2016 eine fünfteilige Webinar-Reihe durch.

In jeweils 15-20 minütigen Kurzvorträgen werden aktuelle und/oder zukunftsweisende Konzepte sowie Best-Practice-Beispiele aus dem Bereich des Blended-Learning an Hochschulen vorgestellt und den Teilnehmenden anschließend  ein paar Minuten Zeit eingeräumt, um aufkommende Fragen an die Referierenden zu stellen.
Insgesamt werden die einzelnen Webinare eine Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten.

Die Teilnahme bedarf keiner Anmeldung und ist kostenlos.

Alle Informationen bzgl. der einzelnen Webinare finden Sie auf unserer Homepage:
http://www.offenehochschule.uni-freiburg.de/2-foerderphase/webinar-reihe-barcamp-2016

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Und wie lehrst du so?

Mittwoch, 22. Juni 2016 | Autor/in:

„Lernen und Lehren“ wird am 18. November 2016 an der Universität Freiburg im Mittelpunkt stehen. Dann findet nämlich der erste Tag des Lernens und Lehrens in der Aula des KG I statt, organisiert von der Abteilung Lehrentwicklung.

Am Tag des Lernens und Lehrens wird es die Möglichkeit für Lehrende und Studierende geben, sich über gute Lehre und gutes Lernen auszutauschen und die Vielfalt von Lernmöglichkeiten und Lehre an der Albert-Ludwig-Universität kennenzulernen. Ganz besonders interessiert uns dabei, mehr über die Lehre herauszufinden, die jeden Tag an der Universität stattfindet. Außerdem möchten wir mehr über empirische Projekte zum Thema Lernen/Lehren an der Universität wissen.

Link zum: Call for Posters

Aus diesem Grund möchten wir alle Lehrenden einladen, ihre Lehre bzw. ihre Projekte in Form eines Posters am Tag des Lernens und Lehrens vorzustellen. Alle Infos zum weiteren Vorgehen finden Sie im Call for Posters – wir freuen uns auf eine rege Beteiligung!

Fragen hierzu nehmen Tanja Krämer-McCaffery (203-97558) und Petra Mußler (203-9088) von der Abteilung Lehrentwicklung gerne entgegen.

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Kreativ, Innovativ, Motivierend – Lehrkonzepte in der Praxis

Dienstag, 14. Juni 2016 | Autor/in:

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Abteilung Lehrentwicklung: Harald Wohlfeil, Petra Mußler und Dr. Tanja Krämer-McCaffery

… unter diesem Titel stellen sich Projekte des Instructional Development Award (IDA) der Universität Freiburg vor. Seit 2009 gibt es den Instructional Development Award (IDA) – ein Preis für innovative Lehrentwicklungsprojekte, der jährlich vergeben wird.

Die Abteilung Lehrentwicklung übernimmt dabei die Koordination des Antragsverfahrens und Beratung. Aus den Berichten der durchgeführten Projekte wurde nun „Kreativ, Innovativ, Motivierend – Lehrkonzepte in der Praxis“ als erster Sammelband erstellt. Er ist in der Reihe „Motivierendes Lehren und Lernen in Hochschulen“ im UniversitätsVerlagWebler veröffentlicht und im Buchhandel erhältlich.

Eine Frage, die uns in der Abteilung Lehrentwicklung ständig begleitet: Was ist gute Lehre?

Der vielfältige Umgang mit dieser Frage gab den Impuls zu diesem Buch. Es zeigt Entwicklungen in der universitären Lehre auf, dabei werden unter anderem didaktische Konzepte, zielgruppenspezifische Angebote und organisatorische Veränderungen genannt.

Das Schöne dabei ist, dass sie in die Praxis umgesetzt worden sind und zur Nachahmung oder Übertragung in andere Fächer gedacht sind.

Wer mehr über den IDA erfahren oder die aktuellen Preisträger des IDA 2015/16 kennenlernen möchte, kommt einfach zum Dies Universitatis am 15.06.2016 um Uhr 19 c.t. in die Aula im KG I.

Weitere Infos zum Buch erhalten Sie auf der Webseite des UVW

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